Düzen Tekkal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Düzen Tekkal (Okt. 2016)

Düzen Tekkal (* 2. September 1978 in Hannover[1]) ist eine deutsche Fernsehjournalistin, Autorin, Redakteurin und Kriegsberichterstatterin jesidisch-kurdischer Abstammung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tekkals kurdische Eltern flohen aus der Türkei nach Deutschland. Sie wurde in Hannover als eines von elf Kindern[2] geboren,[3][4] wuchs dort auf und studierte Politik- und Literaturwissenschaft. 2007 schloss sie ihr Studium an der Universität Hannover als Magistra Artium ab. Seither arbeitet sie als Autorin für das RTL-Magazin Extra.

Für ihre 2010 entstandene Reportage Angst vor den neuen Nachbarn wurde sie zusammen mit Extra-Redaktionsleiter Jan Rasmus mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.[5] Seit April 2014 arbeitet sie als freie Journalistin und Kriegsreporterin.[6][7][8][9] Am 25. November 2015 hatte der Dokumentarfilm von Düzen Tekkal HÀWAR – Meine Reise in den Genozid auf den 49. Internationalen Hofer Filmtagen seine Deutschlandpremiere.[10] 2016 gehörte sie zum Schattenkabinett von Julia Klöckner (CDU) in Rheinland-Pfalz.[11] Im März 2016 veröffentlichte Düzen Tekkal ihr Buch Deutschland ist bedroht.[12] Tekkal ist ein nicht-muslimisches Mitglied des Muslimischen Forums Deutschland. 2017 verlieh das American Jewish Committee (AJC) Tekkal den Ramer Award for Courage in the Defense of Democracy für ihren Einsatz für die jesidischen Opfer des IS sowie für die Menschenrechte.

Eine ihrer Schwestern ist die Fußballspielerin Tuğba Tekkal.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • HÀWAR – Meine Reise in den Genozid. Dokumentarfilm, November 2015, 100 min. [13]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mirjana Cvjetkovic: Düzen Tekkal: „Integration ist mein Lebensthema“ In: Neue Presse vom 2. Juni 2016
  2. Wie viel Islam verträgt Deutschland? zdf.de vom 25. August 2016
  3. Eine Jesidin spricht Klartext über die Folgen der Einwanderung, Die Welt 2. Januar 2017
  4. taz: Jesiden in Norddeutschland
  5. a b Pressemitteilung von RTL (Memento vom 18. Juni 2011 im Internet Archive), abgerufen am 22. Mai 2010
  6. Radio Bremen Talk mit Kriegsreporterin Düzen
  7. ZDF Morgenmagazin Jesiden auf sich gestellt
  8. Spiegel TV Salafisten gegen Jesiden
  9. Webseite Düzen Tekkal Alle Reportagen
  10. Website Hofer Filmtage Sondervorstellung: HÀWAR
  11. Jan Sternberg: „Die CDU-Integrationsfrau mit den SPD-Wurzeln.“ Leipziger Volkszeitung, 10. März 2016, S. 2
  12. Website Berlin Verlag Deutschland ist bedroht
  13. Website Düzen Tekkal Engagement 2015
  14. Webseite BNK BNK Medienpreis
  15. Ein Jahr nach der preisgekrönten Reportage über Jugendstraftäter treffen Düzen Tekkal und Streetworker Thomas Sonnenburg die straffälligen Migrantenkinder von Bad Godesberg wieder