Düzen Tekkal

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Düzen Tekkal (Okt. 2016)

Düzen Tekkal (* 2. September 1978 in Hannover[1]) ist eine deutsche Fernsehjournalistin, Autorin, Redakteurin und Kriegsberichterstatterin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tekkals jesidisch-kurdische Eltern flohen aus der Türkei nach Deutschland. Sie selbst wurde in Hannover als eines von elf Kindern[2] geboren,[3] wuchs dort auf und studierte Politik- und Literaturwissenschaft. 2007 schloss sie ihr Studium an der Universität Hannover als Magistra Artium ab. Seither arbeitet sie als Autorin für das RTL-Magazin Extra.

Für ihre 2010 entstandene Reportage Angst vor den neuen Nachbarn wurde sie zusammen mit Extra-Redaktionsleiter Jan Rasmus mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.[4] Seit April 2014 arbeitet sie als freie Journalistin und Kriegsreporterin.[5][6]

Am 25. November 2015 hatte der Dokumentarfilm von Düzen Tekkal HÁWAR – Meine Reise in den Genozid auf den 49. Internationalen Hofer Filmtagen seine Deutschlandpremiere.[7]

2016 gehörte sie zum Schattenkabinett von Julia Klöckner (CDU) in Rheinland-Pfalz.[8]

Im März 2016 veröffentlichte Düzen Tekkal ihr Buch Deutschland ist bedroht.[9] Tekkal ist ein nicht-muslimisches Mitglied des Muslimischen Forums Deutschland.

2017 verlieh das American Jewish Committee (AJC) Tekkal den Ramer Award for Courage in the Defense of Democracy für ihren Einsatz für die jesidischen Opfer des IS sowie für die Menschenrechte.

Eine ihrer Schwestern ist die Fußballspielerin Tuğba Tekkal.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • HÀWAR – Meine Reise in den Genozid. Dokumentarfilm, November 2015, 100 min.[10]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mirjana Cvjetkovic: Düzen Tekkal: „Integration ist mein Lebensthema“. In: Neue Presse. 2. Juni 2016, abgerufen am 8. Juli 2018.
  2. Peter Hahne: Wie viel Islam verträgt Deutschland? In: ZDF-Sendung Peter Hahne (Fernsehsendung). 25. August 2016, abgerufen am 8. Juli 2018 (wiedergegeben auf YouTube, 28:14 Minuten).
  3. Thomas Schmoll: Eine Jesidin spricht Klartext über die Folgen der Einwanderung. In: Die Welt. 2. Januar 2017, abgerufen am 8. Juli 2018.
    Friederike Gräff: Jesiden in Norddeutschland: Eine Gemeinschaft im Übergang. In: taz.de. 7. August 2014, abgerufen am 8. Juli 2018.
  4. a b Blauer Panther für RTL: RTL-Autoren erhalten Bayerischen Fernsehpreis für das „Extra-Spezial: Angst vor den neuen Nachbarn“. In: rtl.de. 22. Mai 2010, archiviert vom Original am 18. Juni 2011; abgerufen am 8. Juli 2018.
  5. Dunja Hayali, N. Polster, A. Maurer: Tekkal: Jesiden auf sich gestellt. In: ZDF-Morgenmagazin. 2014, abgerufen am 8. Juli 2018 (Video auf YouTube, 6:52 Minuten).
  6. Düzen Tekkal: Glaubenskrieg in Deutschland: Salafisten gegen Jesiden. In: Spiegel TV. Mai 2017, abgerufen am 8. Juli 2018 (Video, 9:51 Minuten).
    Düzen Tekkal: Alle Reportagen. In: Website Düzen Tekkal. Abgerufen am 8. Juli 2018.
  7. Sondervorstellung: HÀWAR. Hofer Filmtage, abgerufen am 8. Juli 2018.
  8. Jan Sternberg: Die CDU-Integrationsfrau mit den SPD-Wurzeln. In: Leipziger Volkszeitung, 10. März 2016, S. 2.
  9. Düzen Tekkal: Deutschland ist bedroht. Warum wir unsere Werte jetzt verteidigen müssen. Piper-Verlag, abgerufen am 8. Juli 2018.
  10. Düzen Tekkal: HÁWAR – Meine Reise in den Genozid. In: Website von Düzen Tekkal. 26. Juni 2015, abgerufen am 8. Juli 2018.
  11. „Das Herzschlagfinale“ beschert vier Journalisten den BNK-Medienpreis 2013. Bundesverband Niedergelassener Kardiologen, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 8. Juli 2018.
  12. „Kein Weg geht an der Frau vorbei“ – Düzen Tekkal ist Frau Europas 2018. Europäische Bewegung Deutschland (EBD), 11. April 2018, abgerufen am 13. April 2018.
  13. Ein Jahr nach der preisgekrönten Reportage über Jugendstraftäter treffen Düzen Tekkal und Streetworker Thomas Sonnenburg die straffälligen Migrantenkinder von Bad Godesberg wieder.