Freiburger Münster

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Freiburger Münster inmitten der Altstadt

Das Freiburger Münster (oder Münster Unserer Lieben Frau) ist die im romanischen und größtenteils im gotischen Stil erbaute römisch-katholische Stadtpfarrkirche von Freiburg im Breisgau. Sie wurde von etwa 1200 bis offiziell 1513 erbaut. Da Freiburg seit 1827 Bischofssitz ist (Erzbistum Freiburg), ist die Kirche heute formell eine Kathedrale, wird aber aus Tradition „Münster“ und nicht „Kathedrale“ genannt. Die Münstergemeinde gehört zur Seelsorgeeinheit Freiburg Mitte im Dekanat Freiburg.

Der bekannte Kunsthistoriker Jacob Burckhardt sagte 1869 in einer Vortragsreihe über den 116 Meter hohen Turm im Vergleich mit Basel und Straßburg: Und Freiburg wird wohl der schönste Turm auf Erden bleiben.[1] Daraus entwickelte sich wohl das häufig gehörte, aber nicht ganz wörtliche Zitat vom „schönsten Turm der Christenheit“. Kunsthistoriker aus der ganzen Welt rühmen das Münster Unserer Lieben Frau zu Freiburg als ein architektonisches Meisterwerk der Gotik.

Freiburger Münster ohne jegliches Gerüst (März 2006) – ein Bild mit Seltenheitswert

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundriss[2]

Der erste Freiburger Kirchenbau, die "konradinische" Pfarrkirche, wird nach dem Stadtgründer, dem Zähringer Konrad I. benannt und stammte aus der Gründungsphase der Stadt um 1120–1140. Von diesem ersten Bau existieren nur noch Fundamentreste.

Berthold V. († 1218) wollte sich eine angemessene Grabstätte schaffen und gleichzeitig die für die wachsende Zahl der Einwohner der Stadt zu klein gewordene konradinische Pfarrkirche ersetzen. Der Bau der neuen Kirche begann etwa im Jahr 1200 anfänglich im spätromanischen Stil, nach dem Vorbild des Basler Münsters. Davon sind heute noch das Querschiff und die Untergeschosse der Seitentürme, der sogenannten „Hahnentürme“ erhalten, die während der gotischen Bauphase mit durchbrochenen Turmhelmen aufgestockt wurden.

Ab etwa 1230 wurde der Bau dann im neuen Stil der französischen Gotik fortgesetzt mit dem Langhaus und dem Turm. Dieser war bereits um 1330 vollendet und besitzt den frühesten Maßwerkturmhelm der Gotik. Anschließend beschloss der Stadtrat, den spätromanischen Chor durch einen neuen mit einem großen Kapellenkranz zu ersetzen, und beauftragte Johann von Gmünd mit der Ausführung. Von der Grundsteinlegung am 24. März 1354 kündet eine Inschrift am Nordportal: „von gottes geburt mcccliiii jar an unser frowen abent in der uasten leit man den ersten stein an disen kor“,[3] doch kam der Münsterbau ab etwa 1375/80 bis 1471 kaum voran, so dass der Stadtrat 1475 klagte: „haben wir ein chor der vor zydten von unsern vordern cosstlich erheppt und by hundert Jaren unußbuven gestand ist“.[4] Erst 1510 (Datum im Chorgewölbe) wurde das Gewölbe des neuen Chors geschlossen: Ludwigck horneck von hornberg hat den lesten stein im gewölb vermauret, got syß gelobt.[5] Die Weihe des neuen Münsterchors nahm am 5. Dezember 1513 der Konstanzer Weihbischof vor,[6] nachdem anlässlich des Reichstages zu Freiburg 1498 der Konstanzer Bischof Hugo von Hohenlandenberg in Anwesenheit König Maximilians bereits eine „Zwischenweihe“ vorgenommen hatte.[7] Der König stiftete für den Chor Glasmalereien, um für sein gedechtnus zu sorgen.[8] Der Kapellenkranz des Hochchores wurde erst bis 1536 fertiggestellt, das Jahr, welches den Abschluss des Münsterbaus markiert. Später wurden gelegentlich Anbauten hinzugefügt, so im 16. Jahrhundert an die Südfassade des romanischen Querschiffs die Renaissancevorhalle und im 19. und 20. Jahrhundert die zur Statik nicht notwendigen Stützstrebenaufsätze um den Hochchor.[9]

Während der Bau in einer lateinischen Urkunde vom 27. Mai 1298 noch als Pfarrkirche („ecclesia parochialis“) bezeichnet wird, erscheint die Bezeichnung „Münster“ erstmals am 24. Dezember 1356 in einer Urkunde der Pfalzgräfin Klara von Tübingen, der Tochter des am 9. November 1356 gestorbenen Grafen Friedrich von Freiburg: „zuo Friburg in dem münster“. Man hatte also den zur Bezeichnung von Großkirchen gewordenen Namen für den gotischen Erweiterungsbau übernommen.

Das Münster wurde im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört, obwohl die umgebenden Gebäude durch den Bombenangriff vom 27. November 1944 weitgehend in Schutt und Asche lagen.[10] Lediglich das Dach wurde beschädigt, konnte aber mit Unterstützung von Berliner Heeresdienststellen, des Basler Denkmalspflegers und von Jugendlichen der Münsterpfarrei bis zum Winter 1945/46 wieder komplett geschlossen werden.[11] Auch die Glasfenster sind original erhalten, da man sie vor den Bombenangriffen aus dem Münster entfernte und sie bis nach Kriegsende sicher lagerte.

Rechtliche Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemälde nach einem Stahlstich von Gay (1839)

In Bezug auf die rechtliche Situation ist das Freiburger Münster eine Besonderheit. Von Beginn an gehörte das Münster nicht der Kirche.

Die Herzöge von Zähringen begannen um 1200 mit dem Bau des heutigen Münsters. In der Position von Patronatsherren unterstand ihnen das Münster – sie finanzierten auch zum größten Teil den Bau. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts übernahmen die Bürger die Verantwortung für den Münsterbau und richteten viele Stiftungen ein. 1295 findet sich zum ersten Mal der Hinweis auf den Münsterfabrikfonds. Von der „fabrica ecclesiae“ selbst ist erstmals 1314 die Rede: Dieses Rechtsinstitut umschließt den Münsterbau und den für seine Erhaltung bestimmten Fonds. Diese „fabrica ecclesiae“ unterstand dem Rat der Stadt, der Münsterpfleger ernannte, die mit zahlreichen Mitarbeitern die Neu- und Umbauten sowie die Reparaturen gewährleisteten.

1464 wurde die Münster-Pfarrei der 1457 von den Habsburgern gegründeten Universität einverleibt. Das bedeutete aber nicht, dass das Vermögen der Münsterfabrik einbezogen wurde – diese blieb selbständig und war weiterhin baupflichtig.

Freiburger Münster um 1895

Der Übergang der Stadt Freiburg an das Großherzogtum Baden 1805 brachte eine neue rechtliche Situation mit sich. Das gesamte Kirchenvermögen wurde unter staatliche Verwaltung gestellt. 1813 wurde das Patronat der Universität aufgehoben.

Nach der Gründung des Erzbistums Freiburg 1821/27 und der Erhebung des Münsters zur Kathedrale des Erzbischofs von Freiburg entstand wiederum eine rechtlich neue Situation. Neben dem Münsterfabrikfonds existiert seitdem der Domfabrikfonds, der primär für die Bedürfnisse der Kathedralgottesdienste zuständig ist. Die Zuständigkeiten sind exakt aufgeteilt, die beiden Institutionen sind also in keiner Gemengelage zu sehen.

Die Eigentumsfrage wurde endgültig 1901 in einem Vertrag zwischen der Stadt Freiburg, dem Erzbischöflichen Ordinariat und dem Katholischen Stiftungsrat der Münsterpfarrei geregelt. Das Münster gehört demnach dem Münsterfabrikfonds und ihm obliegt auch die Baupflicht. Der Stadt wurden einige Benutzungsrechte am Turm (beispielsweise Läuten der Glocken an Neujahr usw.) und am Platz eingeräumt.

Der Münsterbauverein, entstanden 1890 aus der dringenden Notwendigkeit heraus, das Münster zu sanieren, betreibt die Münsterbauhütte und ist für die Instandhaltung des Äußeren des Münsters zuständig. Eigentum am Bauwerk hat er nicht. Für das Innere, die Vorhalle, die Glocken und die Orgel ist der Münsterfabrikfonds oder der Domfabrikfonds zuständig. Diese Arbeitsteilung wurde 1891 durch Erlass des Erzbischöflichen Ordinariates festgeschrieben und besteht bis heute.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitenansicht von Norden

Mit dem Neubau des Münsters wurde um 1200 in einem spätromanischen Architekturstil begonnen. Die ältesten noch aus dieser Zeit erhaltenen Bauabschnitte befinden sich im Ostteil des Münsters.[12] Die ursprünglichen Planungen sahen eine romanische dreischiffige Kirche mit Querhaus und einem Chor in Polygonform vor.[12] Die Umplanungen des Langhauses fanden etwa um 1220 bis 1230 statt – in einer Zeit, in der am Oberrhein ein Umbruch im Baustil von der Spätromanik zur Frühgotik stattfand.[13] Diese Entwicklung wurde am Oberrhein geprägt durch das Straßburger Münster, das in diesem Raum neue Maßstäbe setzte.[13]

Das Langhaus hat die für die Hochgotik typische Struktur: einem Mittelschiffjoch entspricht je ein Seitenschiffjoch. Bündelpfeiler dienen als tragende Stützen.[14]

Die künstlerische Gestaltung der Ostjoche fiel noch recht bescheiden aus und es wurden sicherlich in Unkenntnis der neuen Baukunst Fehler in der Konstruktion und der Statik des Gebäudes begangen.[15] Trotzdem ist die baugeschichtliche Bedeutung der Ostjoche hervorzuheben, da sie in der Region den Umbruch vom spätromanischen zum hochgotischen Baustil verkörpern.[13]

Die bereits stehenden beiden Ostjoche wurden ab den 30er-Jahren des 13. Jahrhunderts umgebaut. Durch eine Erhöhung der Strebepfeiler und den Einsatz von Strebebögen, die über das Dach geführt wurden und mit den Obergaden des Mittelschiffs verbunden wurden, wurde die Statik des Bauwerks maßgeblich verbessert.[16] Der Meister, der den Bau der östlichen Joche fertigstellte, soll auch die Planungen für die Westjoche des Langhauses und für den beeindruckenden gotischen Westturm ausgeführt haben.[16]

Die danach gebauten vier westlichen Langhausjoche, die mit ihren Proportionen nahtlos an die Ostjoche anschließen, zeichnen sich durch eine wesentlich feingliedrigere Ausgestaltung aus. Charakteristisch sind die feinen Details der Formen, insbesondere der Fenstermaßwerke, sowie die klare Gliederung der Bauelemente, wie „Sockel, Basen, Dienste mit Kapitellen“. Von besonderer Bedeutung ist das südliche Lammportal, dessen Gestaltung an die Blendarkaden der inneren Westwand der Seitenschiffe angelehnt ist.[17]

Das Langhaus wurde im Mittelalter ausgemalt. Bei der Entfernung der im Zuge der Barockisierung 1792 aufgetragenen grauen Farbe im 19. Jahrhundert wurden diese Malereien weitgehend zerstört. Einige Fragmente der mittelalterlichen Bemalung sind noch erkennbar. 1955 wurde an der Ostwand des Südseitenschiffes eine Darstellung des hl. Martin aus dem 15. Jh. abgelöst und konserviert. Sie wird heute in der St. Martins-Kirche aufbewahrt.[18]

Turm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorderansicht des Münsters

Der markante Turm des Münsters, vom Schweizer Kunsthistoriker Jacob Burckhardt einst als „schönster Turm auf Erden“ bezeichnet (s. o.), ist 116 Meter hoch und bietet eine Aussichtsplattform in 70 m Höhe.[19] Nach Fertigstellung des 116 m hohen Westturmes um 1330 gehörte das Freiburger Münster über ein Jahrhundert zu den höchsten Kirchenbauten und damit auch zu den höchsten Gebäuden der damaligen Welt. Fast gleichzeitig wurde etwa um 1333 der 123 Meter hohe Vierungsturm der Kathedrale von Salisbury vollendet, dem um 1350 die knapp 125 m hohe Doppelturmfassade der Marienkirche in Lübeck folgte.

„Und soll Ervinus von Steinbach der diß Jahr das Münster zu Straßburg fertig gemacht, den Riß zu dißem (i.e. Thann) auch gemacht haben wie auch zu Freyburg“[20]

Bislang wurde der Wahrheitsgehalt dieses Eintrags des Franziskanermönchs Malachias Tschamser in dessen Chronik von Thann[21] (1724) zum Jahr 1275 angezweifelt und man ging davon aus, dass der Turm das Werk zweier Baumeister ist, deren Namen unbekannt blieben. Im Dezember 2009 wurde bekannt, dass das am Institut für Baugeschichte der Universität Karlsruhe angesiedelte Forschungsprojekt "Gotische Baurisse" (Leitung: Johann Josef Böker) [22] nach umfassenden Vergleichen aller überlieferter gotischer Risszeichnungen der Münsterbauten in Straßburg, Freiburg, Thann und Breisach den Nachweis erbracht zu haben glaubt, dass Kirchenbaumeister Erwin von Steinbach tatsächlich auch den Turm des Freiburger Münsters entworfen habe.[23] Am Fuße des Turms ist der Bau fast quadratisch im Grundriss; die Mauern sind wuchtig und fast ohne Durchbruch. Der Turm wird ungefähr oberhalb des ersten Drittels der Gesamthöhe von der zwölfeckigen Sterngalerie umgeben. Oberhalb der Galerie setzt sich der Turm als Achteck fort. Der achteckige Teil geht über in die sogenannte Laterne, die auch begehbar ist. Auf dieser Höhe ist der Turm bereits vielfach durchbrochen; von dessen acht hohen Spitzbogenfenstern geben vier den Blick nach außen frei. Über der Laterne befindet sich der ebenfalls achteckige, filigrane und vielfach durchbrochene Turmhelm. Die Rippenbögen sind mit Krabben besetzt. Seine Ausdruckskraft gewinnt der Turm durch die architektonisch vollendeten, wie spielerischen Übergänge von der viereckigen über die zwölfeckige zur achteckigen Form in den Turmhelm bis zur Kreuzblume auf der höchsten Spitze. Als Hauptbaumaterial wurde Sandstein verwendet, der im Mittelalter vor allem am Lorettoberg abgebaut wurde.

Es ist der einzige derartige gotische Kirchturm in Deutschland, der noch im Mittelalter vollendet wurde (um 1330) und seitdem fast wie ein Wunder die Zeit überdauert hat, auch den Bombenangriff vom 27. November 1944, der die Häuser in der nächsten Umgebung des Turmes zerstörte. Allerdings wurde das Gebäude durch die Erschütterungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Dass auch der filigrane Turmhelm die Erschütterungen überstand, wird auf die in Blei gebetteten Eisenanker zurückgeführt, die als Verbindung der einzelnen Segmente des Turmhelmes dienen.

Am Fuß des Turms, links vom ersten Portalbogen, sind mittelalterliche Maße (Längenmaße, Brotgrößen, Kornmaß und andere) eingemeißelt (13. und 14. Jahrhundert). Das Anbringen an der Kirche sollte diesen Maßen besondere Legitimität verleihen. Eine Inschrift nennt auch die Daten für die beiden Jahrmärkte der Stadt.[24]

Der Turm enthält auch eine große Turmuhr von Jean-Baptiste Schwilgué aus dem Jahr 1851. Sie läuft noch, aber treibt nicht mehr den Zeiger am äußeren großen Zifferblatt und schlägt nicht mehr die Glocken. Der Turm enthält auch eine Kontrolluhr von Schwilgué, die im selben Jahr für den Turmwächter installiert wurde.

Kunsthistorisch ist der im Mittelalter vollendete Freiburger Münsterturm als architektonisches Vorbild von großer Bedeutung, da er vor allem im 19. Jahrhundert als Vorlage für eine Vielzahl von neugotischen Turmvollendungen oder neugebauten Kirchtürmen kopiert wurde. Ganz in der Nähe befindet sich der Kirchturm der Mülhausener evangelischen Stephanskirche (97 Meter), errichtet 1859–1866. Der Turm der evangelisch-reformierten Kirche in Warschau (gebaut 1866–1880 von A. A. Loewe) wurde ebenfalls dem Turm des Freiburger Münsters nachempfunden. Dieser diente auch als Vorbild für den Neubau des Turmes der Lambertikirche in Münster (Westfalen), der 1888/89 an Stelle eines baufällig gewordenen älteren Turms errichtet wurde.

Auch Reinhold Schneider setzte mit seinem Sonett Der Turm des Freiburger Münsters selbigem ein literarisches Denkmal. Es enthält u.a. die Zeile „Du wirst nicht fallen, mein geliebter Turm.“ Bemerkenswert dazu ist, dass Schneider es Monate vor dem Bombenangriff verfasst hat, bei dem der Turm kaum beschädigt wurde.[25]

Chor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Freiburger Münster

Der Chor mit umlaufenden Kapellen, deren charakteristische spornförmige Außenerscheinung aus einem einfachen geometrischen Verfahren entwickelt wurde, ist das Hauptwerk des aus der Parlerfamilie stammenden Baumeisters Johann von Gmünd. Entgegen älteren Forschungsmeinungen wurde der Chor von Anfang an mit basilikalem Querschnitt und nicht als Hallenchor geplant.[26] Nach der langen Bauunterbrechung von etwa 1370 bis 1471 erhielten die anschließend errichteten Abschnitte spätgotisches Gepräge mit Netzgewölben und Bogenmaßwerk nach Plänen des Baumeisters Hans Niesenberger und seiner Nachfolger.[27] Zur Unterstützung der Fertigstellung des Chores gewährte Papst Sixtus IV. einen Ablass, den der Freiburger Theologieprofessor Johann Pfeffer 1482 zum Anlass seiner Abhandlung „Tractatus de materiis diversis indulgentiarum“ , über das Ablasswesen nahm.[28]

Seit 2014 wird der Münsterchor saniert. Über mehrere Jahrzehnte müssen die neogotischen Strebepfeileraufsätze ausgetauscht werden, weil sie zerfallen und Steinablösungen drohen. Regenwasser und Schadstoffe (Taubenkot) haben den Sandstein zersetzt. Die neuen Pfeiler werden aus Neckartäler Buntsandstein gefertigt. Die Restaurierung wird Millionen kosten.[29]

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Fastentuch im Freiburger Münster

Die bedeutendsten Stücke sind der Hochaltar von Hans Baldung Grien und ein Altar von Hans Holbein dem Jüngeren in einer der Chorkapellen. Der Hochaltar, gemalt von 1512 bis 1516, ist ein Flügelaltar, der in der Weihnachtszeit vier Weihnachtsbilder mit den Themen Mariä Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi und Flucht nach Ägypten zeigt. Die restliche Zeit des Jahres sieht man als Mittelbild die Krönung Mariens, umgeben von den zwölf Aposteln, je sechs auf einem Klappflügel, wobei Petrus und Paulus auf je einem der Flügel deutlich im Vordergrund stehen. Auf die Rückseite, die nur bei einer Besichtigung des Kapellenkranzes zu sehen ist, ist die Kreuzigung Christi gemalt. Hier hat sich Hans Baldung in einem der Knechte selbst porträtiert.

Seit 2003 wird der Chor in der Fastenzeit wieder mit dem Fastentuch von 1612 verhängt, welches den dahinter liegenden Hochaltar verbirgt. Dieses mit 1014×1225 cm größte noch erhaltene derartige Stück in Europa wurde restauriert und mit einem stützenden Stoff versehen. Es wiegt über eine Tonne.

Im Chor befindet sich das vom Bildhauer Johann Christian Wentzinger in den Jahren 1743 bis 1745 geschaffene Grabmal von Franz Christoph von Rodt (1671–1743), einem habsburgischen General und Kommandanten von der Festung Breisach.[30] In den Schrankenanlagen zwischen Binnenchor und Chorumgang finden sich vier Zähringer-Bildplatten von Franz Anton Xaver Hauser in kielbogengerahmten Nischen.[31]

Umstritten war die Neugestaltung des Altarraumes (Altar, Ambo, Bischofskathedra und Chorgestühl) durch den Münstertäler Künstler Franz Gutmann, die im Dezember 2006 abgeschlossen wurde. Die schlicht gehaltene Umgestaltung, besonders die geplante Entfernung des Annen- und des Dreikönigsaltares und die Stellung des Bischofssitzes, rief anfangs teils heftige Proteste bei der Bevölkerung und bei den Gläubigen hervor. Am Sonntag, 10. Dezember 2006, fand durch Erzbischof Robert Zollitsch die Weihe des neuen Altars statt.[32]

Seit Dezember 2009 hängt im Altarraum das älteste Kunstwerk des Münsters, ein spätromanisches monumentales Kreuz, das sogenannte Böcklinkreuz, das um 1200 aus Eichenholz gefertigt wurde und mit Silberplatten beschlagen ist. Es ist 2,63 Meter hoch und 1,45 Meter breit und hatte bisher seinen Platz in einer der Chorkapellen. Ursprünglich war das möglicherweise von Herzog Berthold V. gestiftete Kreuz als Triumphkreuz mit Bezug zum Herzogsgrab aufgehängt, worauf Reste einer Aufhängevorrichtung am Kreuz hinweisen.[33]

Kapellenkranz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fenster im Freiburger Münster (Küferfenster im nördlichen Seitenschiff mit Zunftwappen unten)

Um den Hochchor ist ein Kapellenkranz mit elf Kapellen angeordnet, die meist nach den Stifterfamilien benannt sind und teilweise hochrangige Kunstwerke enthalten. Es sind dies: Die Stürtzelkapelle mit einem Taufstein von Joseph Hörr (Becken) und Anton Xaver Hauser (Deckel mit Täufergruppe) nach einem Entwurf oder Modell von Wentzinger (1768),[34] die Universitätskapelle mit den Seitenflügeln eines für die Basler Kartause geschaffenen Altars von Hans Holbein dem Jüngeren (1521), die Lichtenfels-Krozingen-Kapelle mit einem Marienaltar (Verkündigung) von 1615, die Schnewlin-Kapelle mit dem 1515 geschaffenen Schnewlin-Altar von Hans Wydyz (Figurengruppe) und einem Schüler Hans Baldung Griens (Flügel).[35] Die erste und zweite Kaiserkapelle sind am Scheitel des Chores angeordnet; von hier aus kann man die Rückseite des Hochaltars von Hans Baldung sehen, mit einer Kreuzigung, den Stadt- und Universitätspatronen sowie den Münsterpflegern mit dem Schaffner, die den Baubetrieb organisierten und beaufsichtigten. Es schließen sich an die Villinger-Böcklin-Kapelle, die Sotherkapelle mit einem Altar aus der Zeit um das Jahr 1500, die Locherer-Kapelle mit einem Altar von Hans Sixt von Staufen (1521–1524), der eine Schutzmantelmadonna zeigt, und schließlich die Blumenegg-Kapelle.

Fenster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Glasfenster stammen aus allen Bauperioden des Münsters. Im romanischen Querschiff sind bunte Glasfenster aus dieser Bauzeit zu sehen (um 1220–1260). Die meisten gotischen Fenster im Langhaus stifteten die Handwerkszünfte, worauf die Symbole wie Brezel, Stiefel usw. hinweisen (um 1330). Kaiser Maximilian stiftete die so genannten Kaiserfenster im Hochchor. Nach der gotischen Bauperiode wurden eine Reihe der mittelalterlichen Fenster entfernt, da man – zeitentsprechend – mehr Licht in der Kirche haben wollte. Dadurch gingen einige der wertvollen Glasmalereien unwiederbringlich verloren. Um 1900 hat sich der Glaskünstler Fritz Geiges im Auftrag des Freiburger Münsterbauvereins um den Erhalt und die Restaurierung der Fenster gekümmert, allerdings mit Ergebnissen, die Experten schon seinerzeit heftig kritisierten. Neben guten Kopien, die heute im Münster die teilweise im Museum befindlichen Originale ersetzen, ergänzte er auch fehlende Teile in bestehenden Fenstern oder brachte deren Motive in neue Zusammenhänge. Ergänzungen in mittelalterlichen Fenstern versah Geiges mit einer künstlichen Alterung, um verloren gegangene Teile nachzuahmen. Er schuf auch neue "mittelalterliche" Fenster im historisierenden Stil seiner Zeit. Während des Zweiten Weltkriegs hatte man die Fenster des Münsters entfernt. Sie waren deshalb dem Luftdruck und den Splittern beim Bombenangriff am 27. November 1944 nicht ausgesetzt und blieben erhalten.

Die Fenster an der Nordseite des Langhauses (Montage)
Die Fenster an der Südseite des Langhauses (Montage)

Aus dem 20. Jahrhundert stammen unter anderem das Westfenster in der Michaelskapelle und die südliche Fensterrosette von Valentin Peter Feuerstein. Der Freiburger Künstler Hans-Günther van Look schuf zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein Fenster, das Edith Stein zeigt, und gestaltete im Rundfenster des südlichen Querschiffes sechs Medaillons mit „Heiligen Frauen“, die mit den Medaillons im gegenüber liegenden „Fenster der Barmherzigkeit“ aus dem Mittelalter korrespondieren.

Lettner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1579 wurde Hans Beringer mit der Erstellung des Renaissancelettners beauftragt, der 1790 entfernt und in den Querschiffen als Musiktribünen wieder aufgebaut wurde. Der Lettner besteht aus geschliffenem feinkörnigem, graugelbem Sandstein.[36]

Portalvorhalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renoviert präsentiert sich seit November 2004 die gotische Portalhalle des Westturms in neuem Glanz. Sie zeigt auf dem Tympanon eine Darstellung des Jüngsten Gerichts, die um Szenen aus dem Leben Jesu (Geburt und Passion) erweitert ist. Im Mittelpunkt steht Christus als barmherziger Richter. Die Archivolten zeigen wichtige Figuren des Alten Bundes und weisen so auf die Kontinuität von Altem und Neuem Bund hin. Das Portalgewände ist von einem Marienzyklus besetzt, in dessen Zentrum eine großartige Mariendarstellung auf dem Trumeaupfeiler des Portals steht. Zum reichen Figurenschmuck der Vorhalle gehören auch die Skulpturen der fünf törichten und fünf klugen Jungfrauen, wie sie in mehreren gotischen Kathedralen zu finden sind. Ergänzt werden sie durch eine Darstellung des Fürsten der Welt, der als Versucher dem aus der Kirche hinaustretenden Gläubigen als Mahnung besonders auffallen sollte. Bei der Renovierung und Säuberung der Figuren wurde bewusst der Zustand der vorangegangenen Renovierung aus den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts wieder hergestellt, für die damals der Freiburger Glasmaler und Künstler Fritz Geiges verantwortlich war.

Stadtpatrone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Innern und am Außenbau des Freiburger Münsters, aber auch auf dem Münsterplatz sowie in den Museen und Archiven der Stadt befinden sich heute noch zahlreiche Darstellungen der Freiburger Stadtpatrone: St. Georg, Bischof Lambert von Lüttich sowie der Katakombenheilige und Märtyrer Alexander, der Georg ab dem 17. Jahrhundert auf Darstellungen verdrängte.[37] Ein Beispiel ist das Reiterstandbild des hl. Georg auf dem südwestlichen Strebepfeiler an der Chorpartie des Münsters. Bemerkenswert ist nicht nur die Vielzahl der Darstellungen als Skulpturen und Goldschmiedearbeiten, auf Gemälden und Glasfenstern, Holzschnitten und Kupferstichen, sondern auch die Tatsache, dass einige Darstellungen von bedeutenden Künstlern geschaffen worden sind, darunter Hans Baldung Grien (St. Georg auf der Rückseite des Hochaltars).

Orgeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptorgel (Marienorgel) des Münsters

Bekannt ist das Freiburger Münster auch wegen seiner Orgelanlage. Die vierteilige Anlage, bestehend aus der Marienorgel im nördlichen Querschiff, der Langschifforgel (Schwalbennestorgel), der Michaelsorgel auf der Empore unter dem Turm (Michaelskapelle) und der Chororgel, ist mit 144 Registern auf vier Manualen und Pedal eine der größten Orgeln Deutschlands und der Welt. Die Orgeln stammen von verschiedenen Orgelbauern (Rieger, Marcussen, Späth und Fischer & Krämer) aus den Jahren 1964 bis 1966, teilweise erneuert und umgebaut 1990 und 2001. Ende 2008 wurde die Michaelsorgel durch einen Neubau des Orgelbauers Metzler aus Dietikon bei Zürich ersetzt.

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Münstergeläut besteht aus 19 Glocken. Mit einer Gesamtmasse von rund 25 Tonnen gehört das Freiburger Münstergeläut zu den größten Domgeläuten in Deutschland.[38][39]

Die älteste Glocke im Geläut ist die Hosanna aus dem Jahr 1258, die darüber hinaus zu den ältesten erhaltenen Glocken in dieser Größe gehört. Sie läutet stiftungsgemäß donnerstagabends nach dem Angelus zur Erinnerung an die Todesangst Christi am Ölberg, freitags um elf Uhr zum Gedenken an die Kreuzigung Christi (im Volksmund auch Knöpfleglocke – da war es angeblich Zeit, das Wasser für die Knöpfle, eine Spätzle-Variante, aufzusetzen), samstagabends zum Gebet für die Verstorbenen der Woche und an jedem 27. November, dem Jahrestag der Bombardierung und Zerstörung der Stadt im Jahr 1944. In der Vergangenheit war sie auch die Brand- und Sturmglocke und wurde zur Einberufung einer Gerichtsversammlung geläutet. Die Inschrift der Glocke lautet:

ANNO DOMINI M C C L VII I XV KLAS AVGVSUI STRVCTA EST CAMPANA – O REX GLORIE VENI CVM PACE – ME RESONANTE PIA POPVLO SVCVRRE MARIA
(Am 18. Juli 1258 wurde die Glocke gegossen. O König der Herrlichkeit, komm mit Frieden. Während ich ertöne, eile zu Hilfe dem Volk, gütige Maria).

Im Dachreiter über dem Südquerhaus hängt die spätmittelalterliche Taufglocke. Bis 1841/43, fast 600 Jahre lang, war die Hosanna die größte Glocke des Münsters. In diesen Jahren wurde ein neues, dem Zeitgeschmack entsprechendes Geläut von der Glockengießerei Rosenlächer aus Konstanz gegossen. Die zehn Glocken hatten die Töne b0, d1, f1, ges1, a1, b1, des2, d2, f2 und b2. Seitdem wurde die Hosanna nur einzeln geläutet, da sie im Gegensatz zur Stimmung der anderen Glocken einen Viertelton zu tief stand. Das Festgeläute bestand aus den Tönen b0, d1, f1, g1 und b1; die g1-Glocke wurde 1950 hinzugegossen.

Friedrich Wilhelm Schilling goss 1959 in Heidelberg 15 neue Glocken für den Westturm; die Hosanna war zunächst weiterhin als Sologlocke in Gebrauch.

Zwischen 2002 und 2008 wurde der historische Glockenstuhl saniert, dessen älteste Balken von Bäumen stammen, die 1290/91 gefällt wurden. Mit einer Umverteilung der Glocken war die Sanierung abgeschossen. Seitdem kann die Hosanna, deren 750-jähriges Jubiläum 2008 gefeiert wurde, zusammen mit allen übrigen Glocken geläutet werden. Das 1606 gegossene Vesperglöckchen und das Silberglöckchen aus dem 13. Jahrhundert sind nach erfolgreicher Restaurierung ebenfalls im Westturm läutbar aufgehängt worden.

Glockenstuhl
Maria läutet zur Mittagsstunde
Nr. Name Gussjahr Gießer, Gussort Durchmesser Masse Schlagton
1 Christus 1959 Friedrich Wilhelm Schilling,
Heidelberg
2133 mm 6856 kg g0
2 Petrus 1774 mm 3917 kg b0
3 Paulus 1566 mm 2644 kg c1
4 Maria 1490 mm 2290 kg d1
5 Hosanna 1258 anonym 1610 mm 3290 kg es1
6 Josef 1959 Friedrich Wilhelm Schilling,
Heidelberg
1242 mm 1354 kg f1
7 Nikolaus 1095 mm 0958 kg g1
8 Johannes 1081 mm 0913 kg a1
9 Jakobus 1022 mm 0803 kg b1
10 Konrad 0903 mm 0560 kg c2
11 Bernhard 0798 mm 0381 kg d2
12 Lambert und Alexander 0670 mm 0212 kg f2
13 Michael 0594 mm 0149 kg g2
14 Schutzengel 0575 mm 0030 kg a2
15 Odilia 0505 mm 0112 kg c3
16 Magnificat 0456 mm 0079 kg d3
17 Vesperglöckchen 1606 Hans Ulrich Bintzlin, Breisach 0510 mm 0070 kg h2
18 Silberglöckchen 13. Jh. anonym 0352 mm 0033 kg f3
19 Taufglocke 13./14. Jh. anonym 0550 mm 0095 kg a2

Denkmalpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts blieb der bedrohliche Bauzustand des Freiburger Münsters der Stadt Freiburg und seinen Bürgern nicht verborgen, doch gleichzeitig hatten persönliches Engagement für das Münster und die finanziellen Zuwendungen der Freiburger einen Tiefpunkt erreicht. Eine Gutachterkommission stellte die Schäden 1889 offiziell fest.

Da der damalige Eigentümer des Freiburger Münsters – die Münsterfabrik, eine mittelalterliche Stiftung – die finanziellen Mittel nicht aufbringen konnte, rief Oberbürgermeister Otto Winterer in einem dringenden Appell die Bürger zu einer Vereinsgründung zur Rettung des Münsters auf. Dem verstärkten Ruf nach kirchlicher Finanzierung und der öffentlichen Hand zur Erhaltung des Bauwerks stellte Winterer bewusst die Idee eines Fördervereins entgegen. So wurde 1890 zur Erhaltung des Münsters der Freiburger Münsterbauverein gegründet. Der Verein muss im Jahr mehrere Millionen Euro aufbringen, um das Freiburger Münster zu sichern und zu erhalten. Derzeitige Münsterbaumeisterin ist die Architektin Yvonne Faller. Erster Vorsitzender des Vereins ist der jeweilige Regierungspräsident.

Seit 2011 kommen Steine aus Buntsandstein für die Renovierung aus einem wieder geöffneten Steinbruch in Emmendingen, in der Nähe des ehemaligen Klosters Tennenbach.[40]

Physik im Freiburger Münster: Messingeinlassungen unterhalb der Turmspitze

Physik im Freiburger Münster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterhalb des Glockenturms sind im Boden zwei Messingpunkte eingelassen. Der größere befindet sich geometrisch gesehen unmittelbar senkrecht unterhalb der Turmspitze des Glockenturms. Der kleinere Punkt ist der, an dem ein Gegenstand auftreffen würde, wenn man ihn direkt von der Spitze des Turmes fallen ließe. Die Diskrepanz (etwa 3,2 Zentimeter) zwischen dem geometrischen Punkt und dem Aufschlagspunkt entsteht durch die Corioliskraft (Ablenkung nach Osten) und die Zentrifugalkraft (Ablenkung nach Süden), die beide von der Erdrotation herrühren.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Periodika
Bücher und Aufsätze

(chronologisch)

  • Friedrich Kempf: Das Freiburger Münster. Seine Bau- und Kunstpflege. In: Badische Heimat 1, 1914, S. 1–88 (Digitalisat).
  • Friedrich Kempf: Das Freiburger Münster. Braun, Karlsruhe 1926.
  • Hans Jantzen: Das Münster zu Freiburg. Verlag August Hopfer, Burg bei Magdeburg 1929.
  • Fritz Geiges: Der mittelalterliche Fensterschmuck des Freiburger Münsters. Seine Geschichte, die Ursachen seines Zerfalles und die Maßnahmen seiner Wiederherstellung; zugleich ein Beitrag zur Geschichte des Baues selbst. Freiburg 1931/33 (Digitalisat).
  • Ingeborg Krummer-Schroth: Glasmalereien aus dem Freiburger Münster. Rombach, Freiburg 1967; 2. Auflage 1978.
  • Volker Osteneck: Die romanischen Bauteile des Freiburger Münsters und ihre stilgeschichtlichen Voraussetzungen. Hanstein, Köln/Bonn 1973.
  • Wolf Hart: Die Skulpturen des Freiburger Münsters. Rombach, Freiburg 1975; 3. Auflage Freiburg 1999.
  • Wolf Hart, Ernst Adam: Das Freiburger Münster. Rombach, Freiburg i. Br. 1978, ISBN 3-7930-0311-6; 2. Auflage 1999.
  • Wolf Hart, Ernst Adam: Die künstlerische Ausstattung des Freiburger Münsters. Rombach, Freiburg 1981, ISBN 3-7930-0269-1; 2. Auflage. Freiburg 1999.
  • Anton Legner (Hrsg.): Die Parler und der schöne Stil 1350–1400. Köln 1978. Band 1, S. 293-302
  • Rüdiger Becksmann: Zur Sicherung und Restaurierung der mittelalterlichen Glasmalereien im Freiburger Münster. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg. 9. Jg. 1980, Heft 1, S. 1–6 (Digitalisat).
  • Georg Schelbert: Zu den Anfängen des gotischen Chores des Freiburger Münsters. Neue Beobachtungen an Sakristei und Alexanderkapelle. In: architectura. 26 (1996), S. 125–143 (Digitalisat).
  • Heike Köster: Die Wasserspeier am Freiburger Münster. Kunstverlag Fink, Lindenberg 1997.
  • Thomas Flum: Der spätgotische Chor des Freiburger Münsters. Baugeschichte und Baugestalt. Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 2001.
  • Thomas H. T. Wieners: Selbstrepräsentation auf dem Weg zum Seelenheil. Kirchliche Stiftungen am Beispiel des Freiburger Münsters. In: Sönke Lorenz, Thomas Zotz (Hrsg.): Spätmittelalter am Oberrhein. Alltag, Handwerk und Handel 1350–1525. Aufsatzband. Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 2001, S. 465–472.
  • Markus Aronica: Vom Teufelchen zum Weltenrichter – Eine Einführung in das Bildprogramm der Portalhalle im Freiburger Münsterturm. Freiburg 2004.
  • Wolfgang Hug: Schöne Frauen des Freiburger Münsters. Freiburg 2004.
  • Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (Hrsg.): Die Turmvorhalle des Freiburger Münsters – Untersuchung und Konservierung der Polychromie. Stuttgart 2004.
  • Heike Mittmann: Die Glasfenster des Freiburger Münsters. Schnell und Steiner, Regensburg 2005.
  • Domkapitel und Dompfarrei Freiburg (Hrsg.): Identität im Wandel – Die Neugestaltung des Altarraums im Münster Unserer Lieben Frau zu Freiburg. Kunstverlag Fink, Lindenberg 2007.
  • Kurt Kramer: Die Hosanna und das Geläut des Freiburger Münsters. Geschichte und Geschichten. Kevelaer 2008.
  • Rüdiger Becksmann: Die mittelalterlichen Glasmalereien in Freiburg i. Br. (= Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland II, 2). Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 2010, ISBN 978-3-87157-226-5.
  • Freiburger Münsterbauverein (Hrsg.); Yvonne Faller, Heike Mittmann, Stephanie Zumbrink, Wolfgang Stopfel: Das Freiburger Münster. Schnell und Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-1685-0.

Kirchenführer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Kempf, Karl Schuster: Das Freiburger Münster. Ein Führer für Einheimische und Fremde. Herder, Freiburg 1906 (Digitalisat).
  • Julius Baum: Zwölf deutsche Dome des Mittelalters. Atlantis Verlag, Zürich 1955.
  • Ernst Adam: Das Freiburger Münster. Müller und Schindler, Stuttgart 1968; 3. Auflage 1981.
  • Konrad Kunze: Himmel in Stein. Das Freiburger Münster. Vom Sinn mittelalterlicher Kirchenbauten. Herder, Freiburg 1980; 14. Auflage 2014, ISBN 978-3-451-33409-2.
  • Wolfgang Hug: Das Freiburger Münster. Kunst-Geschichte-Glaubenswelt. 4. Auflage. Freiburg 1990.
  • Hermann Gombert: Das Münster zu Freiburg im Breisgau. 5. Auflage. Schnell und Steiner, Regensburg 1997.
  • Heike Mittmann: Das Münster zu Freiburg im Breisgau. Kunstverlag Fink, Lindenberg 2000.
  • Peter Kalchthaler: Freiburg und seine Bauten. Ein kunsthistorischer Stadtrundgang. 4. Auflage. Freiburg 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Freiburger Münster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der schönste Turm auf Erden. In: Badische Zeitung, 10. März 2005, S. 17.
  2. Peter Paul Albert: Urkunden und Regesten zur Geschichte des Freiburger Münsters. In: Freiburger Münsterblätter 5, 1909, S. 31 Nr. 155.
  3. Stadtarchiv Freiburg, Missiven 4, Lage 7, fol. IV., nach Thomas Flum: Der spätgotische Chor des Freiburger Münsters. Baugeschichte und Baugestalt. Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 2001, S. 165.
  4. Münsterrechnungen, nach Thomas Flum: Der spätgotische Chor des Freiburger Münsters. Baugeschichte und Baugestalt. Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 2001, S. 142.
  5. Henrich Schreiber: Das Münster zu Freiburg. (= Denkmale deutscher Baukunst des Mittelalters am Oberrhein. Band 2,2). Beilagen S. 22 Online (UB Heidelberg)
  6. Yvonne Faller, Stephanie Zumbrink: 5. Dezember 1513. Der neue Münsterchor wird geweiht. In: Auf Jahr und Tag. Freiburgs Geschichte im Mittelalter. Rombach, Freiburg 2013, ISBN 978-3-7930-5100-8, S. 187ff.
  7. Peter Kalchthaler: Kleine Freiburger Stadtgeschichte. Friedrich Pustet, Regensburg 2006.
  8. Yvonne Faller, Stephanie Zumbrink: 5. Dezember 1513. Der neue Münsterchor wird geweiht. In: Auf Jahr und Tag. Freiburgs Geschichte im Mittelalter. Rombach, Freiburg 2013, ISBN 978-3-7930-5100-8, S. 187ff.
  9. Stadtverwaltung Freiburg: Ein Projekt des Freiburger Sozial- und Jugendamtes: „Chronik der Freiburger Nachkriegsnot“; Münsterbauverein Freiburg: Geschichte des Münsterbaus: Das Erbe bewahren
  10. Heiko Haumann, Dagmar Rübsam, Thomas Schnabel, Gerd R. Ueberschär: Hakenkreuz über dem Rathaus. Von der Auflösung der Weimarer Republik bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs (1930–1945). In: Geschichte der Stadt Freiburg. Band 3: Von der Badischen Herrschaft bis zur Gegenwart. S. 365.
  11. a b Wolf Hart: Das Freiburger Münster. Rombach, Freiburg i. Br. 1978, ISBN 3-7930-0311-6, S. 27f.
  12. a b c Wolf Hart: Das Freiburger Münster. Rombach, Freiburg i. Br. 1978, ISBN 3-7930-0311-6, S. 40f.
  13. Wolf Hart: Das Freiburger Münster. Rombach, Freiburg i. Br. 1978, ISBN 3-7930-0311-6, S. 35.
  14. Wolf Hart: Das Freiburger Münster. Rombach, Freiburg i. Br. 1978, ISBN 3-7930-0311-6, S. 39.
  15. a b Wolf Hart: Das Freiburger Münster. Rombach, Freiburg i. Br. 1978, ISBN 3-7930-0311-6, S. 41f.
  16. Wolf Hart: Das Freiburger Münster. Rombach, Freiburg i. Br. 1978, ISBN 3-7930-0311-6, S. 42.
  17. Wolf Hart: Das Freiburger Münster. Rombach, Freiburg i. Br. 1978, ISBN 3-7930-0311-6, S. 43.
  18. Die Konstruktion des Westturms (Grafik:Münsterbauverein) auf freiburgermuenster.info
  19. Frank Zimmermann: Die Kehrseite des Zettels. In: Badische Zeitung, Magazin III, 12. Dezember 2009.
  20. Annales oder Jahresgeschichten der Baarfüseren zu Thann etc. durch Malachias Tschamser 1724. Kolmar 1864. Die ältere baugeschichtliche Literatur hatte aus dieser Notiz und formalen Vergleichen bereits den Schluss gezogen, Erwin sei der Freiburger Turmbaumeister, namentlich Friedrich Adler: Das Münster zu Freiburg i.Br. In: Deutsche Bauzeitung 1881, S. 542–543 (Digtialisat). Demgegenüber meinte Karl Schuster (Über die Beziehungen Erwin von Steinbachs zum Freiburger Münster. In: Freiburger Münsterblätter 5, 1909, S. 52 (Digitalisat)), "dass die Tätigkeit des Meisters am Freiburger Münsterturm zwar nicht völlig unmöglich, aber sehr unwahrscheinlich ist."
  21. Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten über das Forschungsprojekt Gotische Baurisse und Erwin von Steinbach
  22. Wissenschaftler lüften das Münsterturm-Geheimnis. In: Badische Zeitung, 3. Dezember 2009. Die Autorschaft Erwins ist in der Forschung bislang nicht allgemein akzeptiert worden, vgl. den Bericht über die Tagung zum Freiburger Münsterturm: Volker Bauermeister: Der Hochgelobte. Ein „Weltwunder“ als Objekt der Forschung: Die große Tagung zum Freiburger Münsterturm. In: Badische Zeitung, 13. September 2010.
  23. Text der Jahrmarkt-Inschrift am südlichen Strebepfeiler der Turmvorhalle: ein iarmerkt wirdet den nechsten mentag und zinstag nach sanct Niclaus kilwi • Und der ander uf den nechsten zinstag und mitwochen nach aller heiligen tag und bed iarmerkt ein tag vor und ein nach gevriet. Zur weiteren Bedeutung siehe Hermann Flamm: Die Jahrmarkt-Inschrift in der Turmvorhalle des Freiburger Münsters. In: Freiburger Münsterblätter 6, 1910, S. 50–51 (Digitalisat).
  24. Reinhold Schneider, Der Turm des Freiburger Münsters. Abgerufen am 24. Mai 2016.
  25. Georg Schelbert: Zu den Anfängen des gotischen Chores des Freiburger Münsters. Neue Beobachtungen an Sakristei und Alexanderkapelle. In: architectura. 26 (1996), S. 125–143. (online-Version); Thomas Flum: Der spätgotische Chor des Freiburger Münsters. Baugeschichte und Baugestalt. Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 2001, S. 18–38.
  26. Anne-Christine Brehm: Hans Niesenberger von Graz. Ein Architekt der Spätgotik am Oberrhein. Schwabe, Basel 2013; Thomas Flum: Der spätgotische Chor des Freiburger Münsters. Baugeschichte und Baugestalt. Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 2001, S. 47–84.
  27. Tractatus de materiis indulgentiarum. Basel 1482 (Digitalisat).
  28. Freiburg: "Weitere 500 Jahre" - badische-zeitung.de. Abgerufen am 4. Juli 2015.
  29. Rudolf ReinhardtMaximilian Christoph v. Rodt. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 16, Duncker & Humblot, Berlin 1990, ISBN 3-428-00197-4, S. 506 f. (Digitalisat).
  30. Karl Schmid, Hans Schadek (Hrsg.): Die Zähringer. Band 2: Anstoß und Wirkung. Thorbecke, Sigmaringen 1986, ISBN 3-7995-7041-1, S. 219.
  31. Identität im Wandel. Die Neugestaltung des Altarraums im Münster Unserer Lieben Frau zu Freiburg. Fink, Lindenberg 2007.
  32. Rolf-Dieter Blumer, Daniela Straub, Dagmar Zimdars: Restauriert und aufgehängt. Das Freiburger Böcklinkreuz. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg. 39. Jg. 2010, Heft 2, S. 67–72 (Digitalisat).
  33. Karl Schuster: Zur Baugeschichte des Freiburger Münsters im 18. Jahrhundert. In: Freiburger Münsterblätter. 5, 1909, S. 7 f.
  34. Sibylle Groß: Die Schrein- und Flügelgemälde des Schnewlin-Altares im Freiburger Münster. Studien zur Baldung-Werkstatt und zu Hans Leu d. J. In: Zeitschrift des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft. 45, 1991, S. 88–130.
  35. Karl Schuster: Der Lettner im Freiburger Münster. In: Freiburger Münsterblätter 1, 1905, S. 45–62 (Digitalisat).
  36. Hans Georg Wehrens: Die Stadtpatrone von Freiburg im Breisgau. In: Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins „Schau-ins-Land“ 126, 2007, S. 39–68 (Digitalisat); Hans Georg Wehrens: Die Stadtpatrone von Freiburg im Breisgau. Promo Verlag, Freiburg 2007, ISBN 978-3-923288-60-1.
  37. Kurt Kramer: Die Glocke und ihr Geläute. 3. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 1990, S. 51.
  38. Kurt Kramer u. a.: Die deutschen Glockenlandschaften. Baden-Hohenzollern. Deutscher Kunstverlag, München, S. 46.
  39. Emmendingen: Steine aus Tennenbach fürs Münster – badische-zeitung.de. Abgerufen am 21. April 2014.

Koordinaten: 47° 59′ 44″ N, 7° 51′ 8″ O