Gau-Weinheim

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Ortsgemeinde Gau-Weinheim, für die Stadt Weinheim im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg siehe dort.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Gau-Weinheim
Gau-Weinheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gau-Weinheim hervorgehoben
49.8463888888898.0477777777778157Koordinaten: 49° 51′ N, 8° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-Worms
Verbandsgemeinde: Wörrstadt
Höhe: 157 m ü. NHN
Fläche: 3,91 km²
Einwohner: 608 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55578
Vorwahl: 06732
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 033
Adresse der Verbandsverwaltung: Zum Römergrund 2 - 6
55286 Wörrstadt
Webpräsenz: www.gau-weinheim.de
Ortsbürgermeister: Hans-Bernhard Krämer
Lage der Ortsgemeinde Gau-Weinheim im Landkreis Alzey-Worms
Gimbsheim Hamm am Rhein Eich (Rheinhessen) Alsheim Mettenheim Osthofen Bechtheim Dittelsheim-Heßloch Frettenheim Westhofen Monzernheim Gundheim Bermersheim Gundersheim Hangen-Weisheim Hochborn Offstein Hohen-Sülzen Monsheim Wachenheim (Pfrimm) Mölsheim Flörsheim-Dalsheim Mörstadt Wendelsheim Stein-Bockenheim Wonsheim Wonsheim Siefersheim Wöllstein Gau-Bickelheim Gumbsheim Eckelsheim Gau-Weinheim Vendersheim Wallertheim Partenheim Saulheim Udenheim Schornsheim Gabsheim Wörrstadt Sulzheim (Rheinhessen) Spiesheim Ensheim Armsheim Flonheim Erbes-Büdesheim Nack Nieder-Wiesen Bechenheim Offenheim Bornheim (Rheinhessen) Lonsheim Bermersheim vor der Höhe Albig Biebelnheim Bechtolsheim Gau-Odernheim Framersheim Gau-Heppenheim Alzey Ober-Flörsheim Flomborn Eppelsheim Dintesheim Esselborn Mauchenheim Freimersheim (Rheinhessen) Wahlheim Kettenheim Hessen Mainz Landkreis Mainz-Bingen Worms Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach DonnersbergkreisKarte
Über dieses Bild

Gau-Weinheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wörrstadt an.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist ein Weinort im rheinhessischen Hügelland an den Ausläufern des Wißberges.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde der Ort 767 urkundlich mit Wigenheim erwähnt, als Adalgart zwei Weingärten dem Kloster Lorsch schenkte. [2] Bis 1869 lautete der Name Nieder-Weinheim. [3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Gau-Weinheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Ortsgemeinde Gau-Weinheim wird wie folgt beschrieben:

In Silber eine gehenkelte blaue Weinkanne zwischen zwei roten Weinleitern. Das Gau-Weinheimer Wappen wurde 1982 durch Beschluss des Ortsgemeinderats Gau-Weinheim eingeführt. Es geht auf überlieferte Gerichtssiegel von 1536 und 1596 zurück. Schon damals war die Weinkanne in Form eines Weinkrugs als ein heraldisch selten vorkommendes Motiv vorhanden, während die Weinleitern im heutigen Wappen durch zwei Weinbäume ersetzt waren. Beide Sinnbilder weisen auf den Weinbau als Hauptwirtschaftszweig hin und sind gleichzeitig redendes Symbol für den Ortsnamen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Im sogenannten Gemeindeturm, ein aus dem Mittelalter stammender Wehrturm, besitzt der Ort noch einen alten Eckturm des ehemals die Kirche umschließenden Wehrfriedhofs. Im Jahre 1749 wurde er zum Glockenturm umgebaut. Er diente früher beiden Konfessionen als Glockenturm, während er heute nur noch die Gemeindeglocke beherbergt. Das Besondere an ihm ist, dass er sich allmählich zur Seite neigt - und in Anlehnung an den in Pisa - heute der "schiefe Turm" genannt wird. 1991 wurde der Gemeindeturm saniert. Die Maurer-, Beton- und Sicherungsarbeiten kosteten 96.278 DM. Das "Bürgerliche Läuten" wurde wieder eingeführt. Seit dem 1. August 1991 läuten die Glocken des Gemeindeturms außer an Sonn- und Feiertagen um 11, 13 und 18 Uhr.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Gau-Weinheim

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Gau-Weinheim und der Wißberg gehören zu den rheinhessischen Fundorten etwa zehn Millionen Jahre alter Säugetierreste aus den Dinotheriensanden des Ur-Rheins. Dinotheriensande sind Ablagerungen, die häufig Zähne und Knochenreste des Rüsseltieres Dinotherium enthalten.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die alljährige Kerb findet immer am 2. Wochenende im September statt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gau-Weinheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Lorscher Codex III, 1970: Urkunde 1324 vom 5. Mai 767
  3. Darmstädter Archivschriften 2, "Historisches Ortsverzeichnis für das Gebiet des ehemaligen Großherzogtums und Volksstaats Hessen", Darmstadt 1976; Seite 94
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen