Biebelnheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Biebelnheim
Biebelnheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Biebelnheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 8° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-Worms
Verbandsgemeinde: Alzey-Land
Höhe: 147 m ü. NHN
Fläche: 6,2 km2
Einwohner: 657 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55234
Vorwahl: 06733
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 010
Adresse der Verbandsverwaltung: Weinrufstraße 38
55232 Alzey
Ortsbürgermeisterin: Petra Bade
Lage der Ortsgemeinde Biebelnheim im Landkreis Alzey-Worms
Gimbsheim Hamm am Rhein Eich (Rheinhessen) Alsheim Mettenheim Osthofen Bechtheim Dittelsheim-Heßloch Frettenheim Westhofen Monzernheim Gundheim Bermersheim Gundersheim Hangen-Weisheim Hochborn Offstein Hohen-Sülzen Monsheim Wachenheim (Pfrimm) Mölsheim Flörsheim-Dalsheim Mörstadt Wendelsheim Stein-Bockenheim Wonsheim Wonsheim Siefersheim Wöllstein Gau-Bickelheim Gumbsheim Eckelsheim Gau-Weinheim Vendersheim Wallertheim Partenheim Saulheim Udenheim Schornsheim Gabsheim Wörrstadt Sulzheim (Rheinhessen) Spiesheim Ensheim Armsheim Flonheim Erbes-Büdesheim Nack Nieder-Wiesen Bechenheim Offenheim Bornheim (Rheinhessen) Lonsheim Bermersheim vor der Höhe Albig Biebelnheim Bechtolsheim Gau-Odernheim Framersheim Gau-Heppenheim Alzey Ober-Flörsheim Flomborn Eppelsheim Dintesheim Esselborn Mauchenheim Freimersheim (Rheinhessen) Wahlheim Kettenheim Hessen Mainz Landkreis Mainz-Bingen Worms Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach DonnersbergkreisKarte
Über dieses Bild

Biebelnheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Alzey-Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Weinbaugemeinde liegt Biebelnheim im größten Weinbau treibenden Landkreis Deutschlands und mitten im Weinanbaugebiet Rheinhessen. Die nächste Stadt ist Alzey (6 km) und die weniger als 30 km in die Landeshauptstadt Mainz sind leicht über die Bundesautobahn 63 zurückzulegen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Burg Biebelnheim

Die Kurpfalz erwarb 1382/1384 die Vogtei und 1391 die Grundherrschaft von Kurmainz, 1410 der Nebenlinie Zweibrücken zugeteilt, kam der Ort 1470 an die Pfalz zurück.

Hier soll einst der Räuberhauptmann Schinderhannes einen Unterschlupf gehabt haben.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Biebelnheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 494
1835 567
1871 616
1905 578
1939 549
1950 648
Jahr Einwohner
1961 563
1970 564
1987 593
1997 653
2005 689
2015 657

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Biebelnheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD WGR 1 WGR 2 Gesamt
2014 4 8 12 Sitze
2009 4 4 4 12 Sitze
2004 4 4 4 12 Sitze

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1798 gehörte Biebelnheim zur Ersten Französischen Republik und damit zum Canton de Wœrstadt im Arrondissement communal de Mayence, im Département du Mont-Tonnerre. Zwischen 1798 und 1814 gab es daher den Maire. Nach Übergang in das Großherzogtum Hessen wurde an dem bisherigen Bürgermeister festgehalten.[4] Bis 1822 war der Bechtolsheimer Bürgermeister auch für Biebelnheim zuständig.

  1. Jean Böhm (1798–1812)
  2. Pierre/Peter Baum (1812–1822)
  • Gabriele Holla (1999–2014, SPD)
  • Petra Bade (seit 2014)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein Schild, dieser geteilt; oben in Schwarz ein wachsender goldener Löwe, rotgezungt und -gekrönt, unten Silber und Blau gerautet; der Schild begleitet von sechs roten Kugeln (3:2:1).“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt
Evangelische Kirche

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelischer Posaunenchor Biebelnheim
  • Gesangverein Harmonie Biebelnheim
  • Beatles-Museum „Little Cavern“

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Biebelnheimer Carnevalsgesellschaft „BCG Biebelnheim“

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt stammt von 1737. Sie ist ein barocker Saalbau mit dreiseitigem Schluss und Giebeldachreiter. Die Ausstattung stammt aus der Erbauungszeit. Im Hochaltar eine schöne Muttergottes (um 1470, mit oberrheinischer Einfluss). An der Kanzel Statuetten der Heiligen Petrus, Barbara und Paulus, welche um 1330 hergestellt wurden, diese wurden neu gefasst und stammen wohl vom Hochaltar der ehemaligen Pilgerkapelle. Daneben gibt es noch eine kleine Muttergottes um 1740.[5]
  • Die evangelische Kirche ist ein spätbarocker Saalbau, bezeichnet 1770, mit einem Sandsteinquaderturm von 1901. Die Ausstattung stammt aus der Erbauungszeit. Im Chor befindet sich der Wappengrabstein von Margarete von Biebelnheim, 1589. Der Orgelprospekt stammt von 1780.[5]
  • Auf dem Friedhof klassizistische und historistische Grabsteine, circa 1850 bis 1870; barockes Grabkreuz, 18. Jahrhundert
  • „Hofhaus“ aus bolandischer Zeit

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Biebelnheim

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • TuS 1848 Biebelnheim e. V.
  • Tanz- und Jazzgymnastikverein Biebelnheim und Umgebung e. V.
  • Gymnastikverein 1991 Biebelnheim

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verkehrsanbindung kann für die Größe von Biebelnheim als sehr gut bezeichnet werden: Die A 63 ist über die Anschlussstelle Biebelnheim praktisch direkt zu erreichen und auch über das nahe gelegene Autobahnkreuz Alzey ist die A 61 nur ca. 10 km entfernt.

Innerhalb von Biebelnheim sieht die Straßenverkehrssituation bedrohlich aus. Da der Ort über keine Umgehungsstraße verfügt, müssen Autofahrer aus den Nachbargemeinden Gau-Odernheim und Bechtolsheim durch den Ort fahren, um auf die oben genannten Autobahnen zu kommen. Durch die Zunahme des LKW-Verkehrs durch die engen Straßen der Gemeinde hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich für eine Umgehungsstraße und einen Fahrradweg nach Gau-Odernheim einsetzt. Der Ausbau der Hauptstraße sollte ursprünglich bereits 2009 erfolgen[6][7], jedoch verzögerte sich dieses Vorhaben um ein ganzes Jahr bis zum Juli 2010.[8]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Biebelnheim gibt es hauptsächlich Weingüter sowie weitere Landwirtschaftliche Betriebe. Sowie zwei Reifenhändler, einen Auto- und Caravanhändler.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über einen Kindergarten und die Freiwillige Feuerwehr Biebelnheim. Schulkinder besuchen die Grundschule in Bechtolsheim oder die weiterführenden Schulen in Gau-Odernheim, Flonheim, Alzey oder Wörrstadt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Biebelnheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Rudolf Flick, „1792 – Beginn einer neuen Zeit“ in: 400 Jahre Rathaus Bechtolsheim 1592–1992, S. 67 ff.
  5. a b Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler − Rheinland-Pfalz, Saarland. Deutscher Kunstverlag, München 1984, S. 106. ISBN 3-422-00382-7
  6. Ausbau der Hauptstraße rückt in Sicht – Lange ersehntes Biebelnheimer Projekt im Bauprogramm des Landes für 2009 enthalten in der Rhein Main Presse vom 10. September 2008
  7. Kommentar: Weiter dicke Bretter bohren Rhein Main Presse vom 10. September 2008
  8. Baubeginn nach langem Anlauf Rhein Main Presse vom 14. Juli 2010