Gau-Heppenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Gau-Heppenheim
Gau-Heppenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gau-Heppenheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 45′ N, 8° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-Worms
Verbandsgemeinde: Alzey-Land
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 5,53 km2
Einwohner: 521 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55234
Vorwahl: 06731
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 031
Adresse der Verbandsverwaltung: Weinrufstraße 38
55232 Alzey
Webpräsenz: www.gau-heppenheim.de
Ortsbürgermeister: Helmut Matthäi
Lage der Ortsgemeinde Gau-Heppenheim im Landkreis Alzey-Worms
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Über dieses Bild

Gau-Heppenheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Alzey-Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gau-Heppenheim liegt in Rheinhessen, ca. 3 Kilometer östlich von Alzey. Die Selz fließt ca. einen Kilometer nördlich der Gemeinde.

Nachbargemeinden von Gau-Heppenheim sind im Norden Framersheim, im Osten Dittelsheim-Heßloch, im Südosten Monzernheim, im Süden Hochborn und im Westen Alzey.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Heppenheim als Hepfanheim im Jahre 790, als mehrere Güter an das Kloster Lorsch verliehen wurden. Die ehemalige Burganlage, die um 1500 erwähnt wurde, wurde 1766 durch Blitz und anschließendem Feuer völlig zerstört. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort den Pfalzgrafen des Rheins.

1816 kam Heppenheim zum Großherzogtum Hessen. In jener Zeit wurde der Ort noch Heppenheim im Loch genannt. 1903 wurde er zur Unterscheidung zweier weiterer im Großherzogtum Hessen liegender Gemeinden namens Heppenheim (Heppenheim an der Wiese, Heppenheim an der Bergstraße) in Gau-Heppenheim umbenannt.[2]

Dem Ort entstammt das regional bedeutende Adelsgeschlecht der Herren von Heppenheim, genannt vom Saal, das 1684 ausstarb und dessen Familienwappen in das Gemeindewappen überging

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrgemeinde in Gau-Heppenheim St. Urban ist mit der Filialgemeinde Framersheim verbunden. Der Anteil an der katholischen Bevölkerung beträgt lediglich etwa 20 % der Gesamtbevölkerung und betrachtet sich als in der Diaspora lebend. Die Gottesdienste finden nicht in der ursprünglichen Pfarrkirche Gau-Heppenheim, sondern in der Filialkirche Sieben Schmerzen Mariens in Framersheim statt.[3]

Anton Spiehler war hier katholischer Priester, später Bischofssekretär, Geistlicher Rat und Domkapitular der Diözese Speyer, außerdem Subregens des Diözesanpriesterseminars und Summus Custos (Oberster Hüter) des Speyerer Domes. Er gehörte dem sogenannten Mainzer Kreis an.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Gau-Heppenheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[4]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Becker (bis 2007)
  • Klaus Krieger (2007–2014)
  • Helmut Matthäi (seit 2014)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Blau und Silber; rechts ein silberner Balken begleitet von drei silbernen Wecken (2:1), links zwei blaue Trauben an grünem Rebstock mit grünem Blatt“.

Das Ortswappen zeigt rechts das Wappen der Familie von Heppenheim, gen. vom Saal, und links einen Rebstock mit zwei blauen Trauben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprünglich romanische katholische Kirche St. Urban besitzt noch eine Sakristei aus dem Jahr 1505. An der Flachdecke von 1726 befinden sich Malereien, die erneuert wurden. Nur noch ein Bogenansatz in der Sakristei, die Nordwand und die Giebelmauer im Westen sind aus der Romanik erhalten. Der spätgotische Chor ist höher als das Langhaus und ohne Strebepfeiler ausgeführt. Er besteht aus einem Joch und einem Abschluss aus fünf Seiten eines gedachten Achtecks. Im Inneren fällt das feinprofilierte Sterngewölbe auf, das denen in der evangelischen Kirche in Armsheim (ehemalige Wallfahrtskirche Zum Heilgen Blut Christi) und der katholischen Kirche St. Alban in Gabsheim ähnelt. Die Orgelempore des 18. Jahrhunderts mit schönen Ständern, darauf ein leeres Orgelgehäuse um 1760 aus der Werkstatt des Joseph Anton Onimus. Nach dem Vorbild dieses Gehäuses rekonstruierten 1993 Förster & Nicolaus den Spieltisch der Onimus-Orgel in St. Walburga, Friesenheim (Rheinhessen) und 2012 Rainer Müller Orgelbau Merxheim (Nahe) den Spieltisch der Kohlhaas-Orgel in Großwinternheim. Eine sehr detailreiche barocke Heiligenfigur, den Attributen – Kelch auf einem Buch stehend – zufolge ein St. Alban, fällt im Inneren auf.

Das Schiff der evangelischen Pfarrkirche wurde im Jahr 1726 errichtet. Im Inneren ist eine Kanzel aus dem Jahr 1730 zu sehen.

Das stattliche Pfarrhaus oberhalb der katholischen Kirche entstand um 1580.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Gau-Heppenheim

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gau-Heppenheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 5. Mai 1903, Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1903 S. 273.
  3. http://www.bistummainz.de/bm/dcms/sites/pfarreien/dekanat-alzey/gemeinden/freimersh/gemeinden/gau-heppenheim_framersheim/index.html
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen