Bechenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bechenheim
Bechenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bechenheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 44′ N, 8° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-Worms
Verbandsgemeinde: Alzey-Land
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 2,55 km2
Einwohner: 425 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55234
Vorwahl: 06736
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Weinrufstraße 38
55232 Alzey
Webpräsenz: www.bechenheim.de
Ortsbürgermeister: Gerhard Stadlinger (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Bechenheim im Landkreis Alzey-Worms
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Über dieses Bild

Bechenheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Alzey-Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Weinbaugemeinde liegt Bechenheim im größten Weinbau treibenden Landkreis Deutschlands und südwestlich im Weinanbaugebiet Rheinhessen. Bechenheim ist die höchstgelegene Weinbaugemeinde Rheinhessens. Zur Gemeinde Bechenheim gehört auch der Wohnplatz Haus Steinbruch.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bechenheim wurde erstmals 824 in der Urkunde des Klosters Fulda genannt.

Vom 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort landesherrlich zur Kurpfalz und unterstand der Verwaltung und der Gerichtsbarkeit des Oberamtes Alzey.

Im Jahr 1794 wurde Bechenheim mit dem gesamten Linken Rheinufer von französische Revolutionstruppen besetzt. Von 1798 bis 1814 gehörte Bechenheim zum Kanton Alzey im französischen Departement Donnersberg. Bechenheim war der Mairie Niederwiesen zugeordnet.

Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen und einem 1816 zwischen Hessen, Österreich und Preußen geschlossenen Staatsvertrag kam die Region, damit auch die Gemeinde Bechenheim, zum Großherzogtum Hessen und wurde von diesem der Provinz Rheinhessen zugeordnet. Nach der Auflösung der rheinhessischen Kantone kam der Ort 1835 zum neu errichteten Kreis Alzey, zu dem er bis 1969 gehörte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bechenheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 311
1835 440
1871 394
1905 350
1939 318
Jahr Einwohner
1950 345
1961 373
1970 381
1987 421
2005 432

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Bechenheim besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD FWG WGR Gesamt
2014 5 2 1 8 Sitze
2009 5 3 8 Sitze
2004 3 5 8 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Bechenheim e.V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Viergeteilt; 1 in Gold (Gelb) ein rot bewehrter und bezungter schwarzer Adler; 2 in Schwarz ein rotbewehrter, -gezungter und -gekrönter goldener (gelber) Löwe; 3 blau-goldenes (gelbes) vierreihiges Schach und 4 in Gold (Gelb) ein abgewinkelter blauer rechter Arm einen blauen Becher haltend.“

Das Wappen zeigt den Reichsadler in Erinnerung an den Reichsfronhof nachgewiesen 885, den Pfälzer Löwen, als Zeichen der früheren Zugehörigkeit zur Kurpfalz, das Sponheimer Schach als Zeichen der früheren Zugehörigkeit zur Vorderen Grafschaft Sponheim, sowie einen Arm mit Becher "redend" für den Ortsnamen.

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bechenheim gehört mit der Großlage „Sybillinenstein“ zum „Weinbaubereich Wonnegau“ im Anbaugebiet Rheinhessen. Im Ort sind sechs Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 33 Hektar. Etwa 76 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2010). Im Jahre 1979 waren noch 22 Betriebe tätig, die damalige Rebfläche betrug 32 Hektar.[3]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bechenheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 83 (PDF; 2,3 MB)
  3. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen