Gemaingoutte

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Gemaingoutte
Gemaingoutte (Frankreich)
Gemaingoutte
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges
Kanton Saint-Dié-des-Vosges-2
Gemeindeverband Communauté d’agglomération de Saint-Dié-des-Vosges
Koordinaten 48° 15′ N, 7° 5′ OKoordinaten: 48° 15′ N, 7° 5′ O
Höhe 424–986 m
Fläche 17,69 km2
Einwohner 131 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 7 Einw./km2
Postleitzahl 88520
INSEE-Code

Mairie Gemaingoutte

Gemaingoutte ist eine französische Gemeinde mit 131 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Gemaingoutte liegt unweit des Vogesenkammes, etwa 13 Kilometer östlich von Saint-Dié-des-Vosges, der Hauptstadt (chef-lieu) des gleichnamigen Arrondissements. Das 3,9 Quadratkilometer große Gemeindegebiet ist stark bewaldet (Bois du Beulay et de la Cude, Forêt Communale de Gemaingoutte). Die nördliche Gemeindegrenze markiert der Gebirgsbach Le Blanc Ruisseau, dessen Tal die Passstraße zum Col de Sainte-Marie nutzt. Der Blanc Ruisseau entwässert über Fave, Meurthe und Mosel zum Rhein. Den höchsten Punkt mit 986 Meter über dem Meer bildet die Nordflanke des 995 m hohen Tête du Violu im äußersten Südostzipfel der Gemeinde.

östlicher Ortseingang

Zur Gemeinde Gemaingoutte gehören neben dem zentralen Dorf Gemaingoutte, das auch die Mairie beherbergt, die Ortsteile und Weiler La Sauture, La Sausse, La Logette, La Goutte Méline und Le Beulay sowie einige verstreute Einzelgehöfte.

Nachbargemeinden von Gemaingoutte sind Wisembach im Norden und Nordosten, Sainte-Marie-aux-Mines im Osten und Südosten sowie Ban-de-Laveline im Südwesten und Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Erwähnung fand Gemaingoutte 1385 im Zusammenhang mit einer Familie Henneman, den Herren des Ortes. Dieser Name sowie der Gleichklang von Gemaingoutte und Gemeingut lassen darauf schließen, dass sich hier wie im Nachbardorf Wisembach alemannische Kolonisten aus dem nahen Elsass niederließen.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014
Einwohner 149 119 103 124 123 122 123 131

Die höchste Einwohnerzahl erreichte Gemaingoutte 1836, als man 380 Bewohner zählte.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kriegerdenkmal
  • Brunnen
  • Flurkreuze

In Gemaingoutte gibt es keine Kirchen und Kapellen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Land- und Forstwirtschaft spielen nur noch eine untergeordnete Rolle in der Gemeinde. Es gibt noch einen Betrieb, der Milchvieh hält und mit Forêt Clean einen kleineren Forstbetrieb (Stand 2017). Neben Handwerk und Kleingewerbe hat sich der Tourismus stark entwickelt, der auf zahlreiche Ferienhäuser und einen Campingplatz aufbaut.[3]

Durch Gemaingoutte führt die Fernstraße D459 von Saint-Dié-des-Vosges über den Pass Col de Sainte-Marie nach Sainte-Marie-aux-Mines. Seit dem Bau des Maurice-Lemaire-Tunnels einige Kilometer nördlich hat der Durchgangsverkehr abgenommen. Schmale Nebenstraßen führen nach Bertrimoutier und Ban-de-Laveline. Der nächste Bahnhof befindet sich in der vier Kilometer entfernten Gemeinde Raves an der Bahnstrecke Strasbourg–Saint-Dié.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte auf gemaingoutte.fr
  2. Statistik auf cassini.ehess.fr
  3. Betriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gemaingoutte – Sammlung von Bildern