La Bresse

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La Bresse
Wappen von La Bresse
La Bresse (Frankreich)
La Bresse
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton La Bresse
Gemeindeverband Haute Moselotte
Koordinaten 48° 0′ N, 6° 53′ OKoordinaten: 48° 0′ N, 6° 53′ O
Höhe 580–1.363 m
Fläche 57,94 km2
Einwohner 4.282 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 74 Einw./km2
Postleitzahl 88250
INSEE-Code
Website www.labresse.fr

Rathaus La Bresse

La Bresse (deutsch Woll) ist eine französische Gemeinde mit 4282 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Épinal, ist Hauptort des am 1. Januar 2015 gebildeten Kantons La Bresse und Mitglied des 2002 gegründeten Kommunalverbandes Haute Moselotte. Mit 57,94 km² ist La Bresse die drittgrößte Gemeinde nach Fläche im Département Vosges.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Bresse liegt westlich des Vogesenkammes im oberen Tal der Moselotte am Fuße des 1363 m hohen Hohnecks, etwa 15 Kilometer von Gérardmer entfernt. Man erreicht den Ort vom 54 km entfernten Colmar über den Col de la Schlucht, vom 60 km entfernten Mulhouse über den Col d’Oderen oder den Col de Bramont oder vom 57 km entfernten Épinal über den Col de Grosse Pierre.

Nachbargemeinden von La Bresse sind Gérardmer im Norden, Xonrupt-Longemer und Stosswihr im Nordosten, Metzeral im Osten, Wildenstein im Südosten, Cornimont im Süden, Basse-sur-le-Rupt im Westen sowie Rochesson im Nordwesten.

Lage von La Bresse im Département Vosges
La Bresse von Südwesten aus gesehen
Kirche St. Laurentius

Jüngere Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den Folgen des Ersten Weltkriegs war der Ort weniger betroffen als die östlich des Vogesenkamms liegenden Gebiete (Col d' Armand – Hartmannsweiler Kopf, Collet du Linge – Lingenkopf und Hohrodberg). Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs dagegen machten oberhalb von La Bresse Partisanen der auf dem Rückzug befindlichen deutschen Armee zu schaffen. Aufgrund eines Befehls von General Hermann Balck, wurde der Ort im November 1944 durch die deutsche Wehrmacht systematisch zerstört und die männlichen Einwohner zur Zwangsarbeit in ein Lager bei Pforzheim deportiert. Einige der Männer wurden in diesem Lager dann Opfer eines alliierten Bombenangriffs. Die Partisanen, derer die Wehrmacht habhaft wurde, wurden oberhalb des Orts exekutiert. General Balck wurde nach dem Krieg durch ein französisches Militärgericht in Abwesenheit zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.[1]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2014
Einwohner 4980 5290 5395 5369 5191 4928 4700 4282

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino La Bresse

Der sportliche Tourismus stellt eine wesentliche Wirtschaftsquelle dar: Auf dem Gebiet der Gemeinde befinden sich das größte Skigebiet der Vogesen (La Bresse-Hoheneck) mit über 20 Liften und zwei kleinere Skigebiete mit 3 – 4 Liften und mehrere Langlaufloipen. Im Sommer gibt es Mountainbike-Angebote (Trace Vosgienne), einen Waldseilgarten, eine Trial-Motorrad-Schule sowie eine Gleitschirmfliegerschule. Bademöglichkeiten bestehen am Lac des Corbeaux und am Lac de Blanchmer. Landschaftlich interessant ist der Lac de Lispach, der inmitten eines Hochmoors liegt. Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Ballons des Vosges. In La Bresse gibt es zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Straßencafés sowie ein Kino.

Weitere Wirtschaftszweige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt kleinere Industrien, wie Granitplatten­bearbeitung und Fenster­herstellung. Die Land- und Forstwirtschaft stellt einen weiteren Erwerbszweig dar.

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine Städtepartnerschaft mit Ménaka in Mali. Ferner bestehen freundschaftliche Beziehungen zur deutschen Stadt Pforzheim in Baden-Württemberg sowie zur belgischen Stadt Durbuy in Wallonien.

In La Bresse geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: La Bresse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verbrannte Erde, Gedenkorte Europa 1939-1945, abgerufen 29. Mai 2015