Bertrimoutier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bertrimoutier
Bertrimoutier (Frankreich)
Bertrimoutier
Region Lothringen
Département Vosges
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges
Kanton Saint-Dié-des-Vosges-Est
Koordinaten 48° 16′ N, 7° 3′ O48.27257.055444Koordinaten: 48° 16′ N, 7° 3′ O
Höhe 373–596 m
Fläche 3,72 km²
Einwohner 339 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 91 Einw./km²
Postleitzahl 88520
INSEE-Code
Website www.bertrimoutier.fr

Lage von Bertrimoutier im Département Vosges

Bertrimoutier ist eine französische Gemeinde mit 339 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Vosges in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges, zum Kanton Saint-Dié-des-Vosges-Est und zum 1997 gegründeten Gemeindeverband Val de Galilée.

Geographie[Bearbeiten]

Bertrimoutier befindet sich auf einem Plateau, dessen Höhe zwischen 350 und 560 Metern variiert. Das Dorf bedeckt eine Fläche von 367 Hektar, von denen 27 kommunaler Wald sind. Die Hauptverkehrsader ist die Route départementale 23. Die Dorfmitte gruppiert sich im Wesentlichen um die Kirche, um die sich die anderen städtischen Einrichtungen befinden. Ein Zufluss der Fave, der Blanc Rupt, begrenzt die Gemeinde im Süden. Zur Gemeinde gehören auch die Ortsteile Bonipaire, Layegoutte, Le Giron, Renigoutte, Les Censes und Bellevue. Die nächste größere Stadt ist Saint-Dié-des-Vosges in ca. 15 Kilometern Entfernung.

Nachbargemeinden von Bertrimoutier sind Combrimont im Nordosten und Osten, Wisembach im Südosten, Ban-de-Laveline im Süden, Raves im Südwesten und Westen sowie Neuvillers-sur-Fave im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde Bertrimoutier um 1171 von Bertherus, der dort ein Kloster (französisch monastère) als Ableger des Klosters Saint-Dié gründete. 1331 wurde das Dorf von den Truppen des Barons von Lothringen während eines Kriegszuges gegen den Baron von Bar beinahe gänzlich zerstört. Nach einer Fürbitte der Klostermönche bei König Philipp VI. wurde dem Kloster eine Entschädigung von 750 Pfund zugesprochen.

Die nächste urkundliche Erwähnung findet sich im Jahre 1553 in einem Erfassungsdokument des Zehnten, in dem die Einwohnerzahl (ohne Mönche) auf 12 beziffert wurde.

1848 umfasste die Kommune bereits die Dörfer Combrimont, Bonipaire, Layegoutte, Lesseux, Frapelle, Neuvillers, Pair, Grandrupt und Raves und somit 156 Einwohner. Bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870 vergrößerte sich die Einwohnerzahl auf 328. Der höchste Bevölkerungsstand wurde 1886 erreicht, als 375 Menschen in der Kommune lebten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 211 231 265 346 341 336 374

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche Saint-Jacques-le-Majeur
französisch-deutscher Soldatenfriedhof

Kirche[Bearbeiten]

Die Kirche Saint-Jacques-le-Majeur, (deutsch: St. Jakob der Ältere) ist eine vermutlich im 17. Jahrhundert erbaute Zwiebelturm-Kirche. Die Kirchenorgel wurde von Auguste Chaxel erbaut.

Militär-Friedhof[Bearbeiten]

Der Militärfriedhof von Bertrimoutier ist ein 7699 Gräber umfassendes Denkmal für die Toten des Ersten Weltkrieges. Er wurde 1920 vom französischen Heimatministerium in Auftrag gegeben. Er enthält die sterblichen Überreste von insgesamt zwölf provisorischen Soldaten-Friedhöfen, die zwischen 1915 und 1918 an der Front ausgehoben wurden. Bemerkenswert ist die Zusammenführung der Soldaten beider Nationen, die zwar getrennt, aber dennoch auf demselben Friedhof ruhen.

Internationale Kontakte[Bearbeiten]

Erwachsenenbildung[Bearbeiten]

In Bertrimoutier ist ein Institut für berufliche Erwachsenenbildung ansässig, das aus Deutschland, Österreich, Nordschleswig, Südtirol und der Schweiz Kursteilnehmer hat. Es ist für Lernpartnerschaften des EU-Austauschprogramms GRUNDTVIG zertifiziert und ist zugleich französisches Partnerinstitut der Akademie für musische Bildung und Medienerziehung in Remscheid (Nordrhein-Westfalen).

Weblinks[Bearbeiten]