Le Saulcy

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Le Saulcy
Le Saulcy (Frankreich)
Le Saulcy
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Vosges (88)
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges
Kanton Raon-l’Étape
Gemeindeverband Saint-Dié-des-Vosges
Koordinaten 48° 25′ N, 7° 3′ OKoordinaten: 48° 25′ N, 7° 3′ O
Höhe 395–910 m
Fläche 9,89 km²
Einwohner 328 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 33 Einw./km²
Postleitzahl 88210
INSEE-Code

Blick auf den Ortsteil Saint-Jean du Mont

Le Saulcy ist eine französische Gemeinde in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Département Vosges, zum Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges und zum Kanton Raon-l’Étape.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptsiedlung liegt auf 453 m in den Vogesen, vier Kilometer westlich des 641 m hoch gelegenen Col du Hantz. Das stark bewaldete, knapp 10 km² umfassende Gemeindegebiet erstreckt sich unterhalb des Vogesen-Hauptkammes über die Täler der Rabodeau-Nebenflüsse La Grand Goutte und Le Bouchard. Die höchsten Erhebungen der Gemeinde finden sich im Nordosten an der Grenze zum Elsass (La Boulée 851 m, Südosthang des La Haute Loge 910 m)

Le Saulcy besteht aus den Ortsteilen und Weilern Saint-Jean du Mont, Le Harcholet, La Parrière und Quieux.

Nachbargemeinden von Le Saulcy sind Moussey im Norden, Plaine, Grandfontaine und La Broque im Nordosten, Belval im Südosten, Le Puid im Süden sowie Le Mont im Westen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2018
Einwohner 512 470 419 365 346 328 328

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zweiten Weltkrieg gab es zwei französische Widerstandsgruppen, die Menschen auf dem Fluchthelferweg Sentier des Passeur von Salm im annektierten Elsass nach Moussey im besetzten Frankreich über die Grenze brachten und von den Alliierten an Fallschirmen abgeworfene Waffen in Empfang nahmen. Im Rahmen der Aktion Waldfest wurden 80 Männer aus le Saulcy im Jahr 1944 von Wehrmacht und SS verhaftet, in der Gestapokommandozentrale im nahegelegenen Schloss Belval gefoltert und deportiert. 57 Deportierte überlebten nicht.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche Saint-Jean-du Mont ist auch für die Nachbargemeinden Belval und Le Monz zuständig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Le Saulcy – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. le Saulcy auf Gedenkorte Europa 1939–1945, abgerufen 28. August 2020.