Le Valtin

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Le Valtin
Wappen von Le Valtin
Le Valtin (Frankreich)
Le Valtin
Region Lothringen
Département Vosges
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges
Kanton Fraize
Koordinaten 48° 6′ N, 7° 1′ O48.0988888888897.0244444444444762Koordinaten: 48° 6′ N, 7° 1′ O
Höhe 704–1.304 m
Fläche 19,64 km²
Einwohner 89 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 5 Einw./km²
Postleitzahl 88230
INSEE-Code

Mairie

Le Valtin ist eine französische Gemeinde mit 89 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Vosges in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges und zum Kanton Fraize.

Geografie[Bearbeiten]

Lage der Gemeinde Le Valtin im Département Vosges

Die Gemeinde Le Valtin liegt zwölf Kilometer nordöstlich von Gérardmer und etwa 35 Kilometer westlich der Stadt Colmar (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im äußersten Osten des Departements in den südwestlichen Vogesen. Die östliche Gemeindegrenze zum Elsass befindet sich auf dem Vogesenkamm, der hier mit den Gipfeln Gazon du Faing, Tanet und Le Wurzelstein über 1200 Meter Meereshöhe erreicht.

Die Kirche und das Rathaus (Mairie) liegen auf 762 Merern Meereshöhe – Le Valtin ist damit die höchstgelegene Gemeinde Lothringens.

Das 19.64 km² große Gemeindegebiet umfasst den obersten Abschnitt des Meurthetales. Die Meurthe entspringt am Col de la Schlucht im Südzipfel der Gemeinde. Der 1139 m hohe Pass ist eine wichtige Verkehrsachse zwischen den Regionen Elsass und Lothringen. Die Talmulde der Meurthe ist tief in die umgebenden Höhen eingeschnitten. Das Gemeindeareal ist überwiegend bewaldet, landwirtschaftliche Flächen in Tallagen beschränken sich auf Weideland; auch einige Lagen oberhalb von 1000 Metern sind unbewaldet und dienen als Sommerweiden für Schafe.

Das nach Norden öffnende Meurthetal und Höhen über 1000 Meter Meereshöhe gelten in den Vogesen als schneesicher.

Nachbargemeinden von Le Valtin sind Plainfaing im Norden, Soultzeren im Osten, Stosswihr im Südosten, Xonrupt-Longemer im Südwesten sowie Ban-sur-Meurthe-Clefcy im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname erschien als Sant Veltin erstmals urkundlich im Jahr 1472. Das Gebiet um Valtin unterstand dem Herzog von Lothringen. Der östliche Teil des damaligen Ortes mit weit verstreuten Höfen am Oberlauf der Kleinen Meurthe (Petite Meurthe) ist heute als Le Grand Valtin ein Ortsteil der Gemeinde Ban-sur-Meurthe-Clefcy. Aus dem Westteil (Petit-Valtin), einer Filiale der Landvogtei Saint-Dié und einer Pfarrstelle der Pfarrei in Fraize entstand die heutige Gemeinde Le Valtin.

Valtin hatte zunächst nur eine Kapelle, eine Gründung der Herren zu Rappoltstein. Die 1704 erbaute Kirche wurde dem Heiligen Sylvester geweiht. Sie war Teil der Diözese und des Dekanates von Saint-Die. Die Mairie (Rathaus und ehemaliges Knabenschulgebäude) wurde 1820 gebaut, der Bau der Mädchenschule folgte 1864. [1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 112 115 90 87 101 98 94

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche Saint-Sylvestre aus dem Jahr 1704
Südostseite der Kirche
Südwestseite der Kirche

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft spielt im oberen Meurthegebiet heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Durch den Waldreichtum in den Vogesen hat die Forstwirtschaft eine lange Tradition. Haupterwerbszweig in der Gemeinde ist heute der Tourismus. Zahlreiche Hotels und Pensionen werden insbesondere in den Wintermonaten gebucht (Skigebiete Col de la Schlucht, Grand Valtin-Vimbar und Hautes-Navières mit mehreren Liften).

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Le Valtin liegt zwischen den beiden Passstraßen über den Col de la Schlucht und den Col du Bonhomme. Eine weitere Straße verbindet Le Valtin über Xonrupt-Longemer mit Gérardmer. Wenige Höhenmeter unterhalb des Vogesenkammes verläuft die Touristenstraße Route des Crêtes, auf der im Winter teilweise Langlaufloipen gespurt werden.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Le Valtin auf vosges-archives.com. Abgerufen am 18. Juni 2011 (pdf; 86 kB, französisch).

Weblinks[Bearbeiten]