Bötersen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bötersen
Bötersen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bötersen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 8′ N, 9° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Sottrum
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 19,85 km2
Einwohner: 1070 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27367
Vorwahl: 04268
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 005
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Winkel 8
27367 Bötersen
Webpräsenz: www.gemeinde-boetersen.de

www.boetersen.de

Bürgermeister: Hermann Holsten (CDU)
Lage der Gemeinde Bötersen im Landkreis Rotenburg (Wümme)
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Über dieses Bild

Bötersen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Sottrum im Landkreis Rotenburg (Wümme) im Bundesland Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bötersen befindet sich zwischen Sottrum (acht Kilometer) und Rotenburg (Wümme) (zehn Kilometer) und liegt an der K202, die von der B 75 etwa in Höhe Waffensen nord-nord-westlich verläuft. Über die K 202 ist nach etwa sieben Kilometern in west-west-nördlicher Richtung – weiterführend über die „Rotenburger Str.“ – etwa bei Bittstedt die A 1 zu erreichen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören zudem die Ortsteile Bötersen, Höperhöfen und Jeerhof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühesten Funde belegen eine Besiedlung des Gebietes um Bötersen seit dem Neolithikum (ab etwa 4100 v. Chr.). Größere archäologische Ausgrabungen fanden auf einem Urnenfriedhof der jüngeren Bronzezeit und älteren vorrömischen Eisenzeit statt. Überregional bekannt wurde Bötersen aufgrund des dem Gräberfeld benachbarten Feuerstellenplatzes von Bötersen, der in die jüngere Bronzezeit datiert. Durch die Publikation von R. Dehnke wurde die Bronzezeitforschung auf dieses Phänomen aufmerksam.

Bötersen wurde 1340 erstmals urkundlich erwähnt. Der Stamm des Ortsnamens kommt vom althochdeutschen „Buten“ oder „Putirik“, was „Schlauch“ bedeutet; die Endung „-sen“ gibt einen Hinweis auf die Entstehung der Siedlung zwischen 500 und 1000.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Höperhöfen eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Grund eines kommunalen Beschlusses ist der Neubau von Einfamilienhäusern auf den von der Kommune erschlossenen Grundstücken auf Personen begrenzt, die bereits seit mindestens fünf Jahren in der Gemeinde leben oder hier geboren worden sind. Alle übrigen Baugrundstücke sind hiervon nicht betroffen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Bötersen besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern.[3] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[4]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 56,98 % 6
SPD 43,01 % 5

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 71,42 %[4] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Hermann Holsten (CDU) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Im goldenen Schild ein roter fünfflammiger Feuerstreifen als Schildhaupt, darunter drei aufrecht stehende schwarze Seche.

Das Wappen zeigt auf goldenem Grund einen fünfflammigen Feuerstreifen als Schildhaupt, was auf eine in Bötersen ausgegrabene bronzezeitliche Feuerstellenreihe hinweist, sowie darunter drei aufrecht stehende, schwarze Seche (Pflugschare). Diese symbolisieren die drei Gemeindeteile.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeindeverwaltung im Rathaus der Samtgemeinde Sottrum, Am Eichkamp 12
  • Grundschule Bötersen
  • Kindergarten Bötersen
  • Freiwillige Feuerwehr Bötersen
  • Freiwillige Feuerwehr Höperhöfen
  • Samtgemeindebücherei in Bötersen

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Boitzter Spinnstuv (Heimatverein)
  • Landfrauenverein Bötersen und Umgebung
  • Landjugend Bötersen
  • Motorsport-Club Bötersen (MSC-B)
  • Schützenverein Bötersen-Höperhöfen von 1927
  • Seniorenkreis „Blievt in Gang“ in Bötersen, Höperhöfen und Jeerhof
  • Sozialverband Deutschland – Ortsgruppe Krummer Ort
  • TSV Bötersen (Sportverein)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eiersuchen: Jeden ersten Samstag im Januar findet das Eiersuchen statt: Jung und Alt (traditionell nur Männer, seit 2005 sonntags auch die Frauen) gehen in getrennten Gruppen und sammeln Brot, Eier und Butter, um dieses alles anschließend bei einem der Mit-Sucher oder, wer keinen Platz zu Hause hat, im Gasthaus oder im Schützenhaus, zu verzehren. Am Abend wird dann traditionell der „Fastnachtsball“ durchgeführt.
  • Schlagball: Am Karfreitag findet auf dem Hof vom Gasthaus Hoops immer ein Schlagballspiel statt. Hauptsächlich spielt dort die Landjugend von Bötersen mit jungen und alten Mitgliedern.
  • Backofenfest: Am ersten Juli-Sonntag eines jeden Jahres findet ein Fest statt, bei dem im 200 Jahre alten Lehmofen des Gasthauses Hoops große Mengen Butterkuchen und Brote gebacken werden. Das vom Heimatverein „Boitzter Spinnstuv“ ausgerichtete Fest wird durch einen plattdeutschen Gottesdienst eröffnet und wird anschließend von Vorführungen, u. a. von befreundeten Tanzgruppen, begleitet.
  • Schützenfest: Jedes dritte Wochenende im Mai findet das Schützenfest in Bötersen mit einem großen Umzug durch das Dorf statt. Anschließend werden die Schießveranstaltungen und Feierlichkeiten im Eichenwald auf Zürns Hoff durchgeführt.
  • Erntefest: Das Erntefest findet am dritten Samstag im September traditionell in Höperhöfen statt. Viel Mühe stecken die Mitglieder der verschiedenen Vereine, Gruppierungen und Nachbarschafts- und Straßengemeinschaften in die Ausschmückung der Erntewagen, die am Festtag mit einem großen Umzug durch Bötersen und Höperhöfen der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bötersen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

http://www.gemeinde-boetersen.de/ - offizieller Internetauftritt der Gemeinde Bötersen

www.boetersen.info - Aktuelle Informationen über Bötersen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 245.
  3. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 3. März 2017.
  4. a b Gemeinde Bötersen – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 3. März 2017.
  5. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016; abgerufen am 3. März 2017.
  6. Gemeinde Bötersen – Bürgermeister und Gemeinderat, abgerufen am 3. März 2017.