Jämaja

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Koordinaten: 58° 0′ N, 22° 3′ O

Karte: Estland
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Jämaja
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Estland
Kirche von Jämaja
Kapelle der Familie von Buxhoeveden

Jämaja (deutsch Jamma) ist ein Dorf (estnisch küla) auf der größten estnischen Insel Saaremaa. Es gehört zur Landgemeinde Saaremaa (bis 2017: Landgemeinde Torgu) im Kreis Saare.

Einwohnerschaft und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort an der Westküste der Halbinsel Sõrve hat 19 Einwohner (Stand 31. Dezember 2011).[1]

Er war mit seiner Kirche und dem Pastorat früher Mittelpunkt eines Kirchspiels, das seit 1449 urkundlich belegt ist.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorläufer der heutigen evangelisch-lutherischen St.-Trinitatis-Kirche von Jämaja wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert aus Holz errichtet. 1449 wurde das Gotteshaus erstmals urkundlich erwähnt.

Der heutige Steinbau stammt von einer Umgestaltung von 1864 im Stil des Historismus. An das einschiffige Langhaus schließen sich ein schmaler Chor und an der Westseite ein viereckiger Turm an.

Die Kanzel im Stil der Renaissance wurde um 1612 geschaffen. Sie stammt vermutlich aus der Laurentius-Kirche von Kuressaare.[2]

Friedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Friedhof erinnert ein Gedenkkreuz an die Opfer des deutschen Transportschiffs Moero.[3] Es wurde am Morgen des 22. September 1944 bei der Evakuierung von Tallinn von der sowjetischen Luftwaffe versenkt. Dabei kamen auf der Ostsee etwa die Hälfte der knapp 1300 Flüchtlinge und Verwundeten an Bord ums Leben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirche von Jämaja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Friedhof von Jämaja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Estnisches Statistikamt
  2. Ivar Sakk: Eesti kirikud. Teejuht. Tallinn 2014, S. 325.
  3. Indrek Rohtmets: Kultuurilooline Eestimaa. Tallinn 2004, ISBN 9985-3-0882-4, S. 41.