Jüdischer Parasit

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Der „jüdische Parasit“ ist ein antisemitisches Stereotyp. Dahinter steht die Vorstellung, die Juden der Diaspora wären zu eigener Staatsbildung unfähig und würden daher Staaten und Völker, die biologistisch als Organismen bzw. Volkskörper imaginiert werden, parasitär befallen und ausnutzen. Es tritt oft verbunden mit dem Vorwurf des Wuchers und der Trennung von „schaffendem“, also produktivem, und „raffendem“, nichtproduktivem (Finanz-) Kapital auf. Das Stereotyp ist seit dem späten 18. Jahrhundert nachweisbar. In der Zeit des Nationalsozialismus diente es zur Legitimation des Holocaust.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vorstellung eines „jüdischen Parasiten“ lässt sich erstmals bei dem deutschen Theologen und Philosophen Johann Gottfried Herder (1744–1803) belegen, einem bedeutenden Vertreter der Weimarer Klassik. Herder, ein ausgezeichneter Kenner des Alten Testaments und des antiken Judentums, gilt als ein Philosemit der Aufklärung.[1] Seine Äußerungen zum Judentum seiner Gegenwart lassen aber eine ablehnende Einstellung erkennen. In seinen Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit schrieb er:

„Das Volk Gottes, dem einst der Himmel selbst sein Vaterland schenkte, ist Jahrtausende her, ja fast seit seiner Entstehung eine parasitische Pflanze auf den Stämmen anderer Nationen; Ein Geschlecht schlauer Unterhändler beinahe auf der ganzen Erde, das trotz aller Unterdrückung nirgends sich nach eigener Ehre und Wohnung, nirgends nach einem Vaterlande sehnt.“[2]

Linker Antisemitismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vorstellung eines gesellschaftlichen Parasitismus ist im Sozialismus seit langem anzutreffen. Sie wurde aus der Physiokratie des 18. Jahrhunderts übernommen, die städtische Kaufleute und Manufakturbesitzer im Unterschied zu den angeblich einzig produktiven Landwirten als „classe stérile“ bezeichnete.[3] Der französische Frühsozialist Charles Fourier (1772–1837) etwa bezeichnete die Mehrheit aller Dienstboten, Frauen und Kinder als „häusliche Parasiten“, denen er noch die „sozialen Parasiten“ an die Seite stellte, nämlich Händler und Seeleute. Zu diesen „anti-produktiven“ Bevölkerungsklassen rechnete Fourier auch die Juden.[4]

Der Frühsozialist Pierre-Joseph Proudhon (1809–1865) spitzte Fouriers Antisemitismus zu und lud ihn mit weiteren Stereotypen auf. So beschuldigte er die Juden, sie hätten Jesus Christus gekreuzigt, sie hätten die von Proudhon abgelehnte römisch-katholische Kirche gegründet, sie würden nach der Weltherrschaft streben und seien eine nicht assimilierungsfähige Menschenrasse. Dabei stützte er sich auf den Religionsphilosophen Ernest Renan (1823–1893), der die Ansicht vertrat, die hebräische Sprache sei unfähig zu abstrakter Begriffsbildung und damit zur Metaphysik. Insgesamt erschienen Proudhon die Juden als Verkörperung des von ihm kritisierten Kapitalismus. 1860 schrieb er:

„Der Jude bleibt Jude, eine Parasitenrasse, Feind der Arbeit, der allen Gepflogenheiten des anarchischen und lügnerischen Handels, der Börsenspekulation und der Wucherei frönt. Der gesamte Handelsverkehr ist in der Hand der Juden; vielmehr als die Könige oder die Kaiser sind sie die Souveräne der Zeit.“

Daraus zog er 1847 den Schluss, die Juden müssten entweder nach Asien vertrieben oder vernichtet werden.[5]

Der französische Sozialist Albert Regnard (1836–1903) sah 1890 Parallelen zwischen den Antinomien des Kapitalisten und des Proletariers auf der einen und zwischen Jude und Arier auf der anderen Seite.[6] Der russische Anarchist Michail Bakunin (1814–1876) nannte die Juden 1871 „eine ausbeuterische Sekte, ein Blutegelvolk, einen einzig fressenden Parasiten“.[7] Sie würden entweder von Karl Marx oder von den von Bakunin ebenso verachteten Rothschilds kommandiert. Nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Klaus von Beyme zeigt sich hier, dass Bakunins Antisemitismus nicht rassisch, sondern antikapitalistisch motiviert war.[8]

Rechter Antisemitismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der rechten Seite des politischen Spektrums war das Stereotyp vom „jüdischen Parasiten“ deutlich weiter verbreitet. Hier wurde es eher mit rassistischer als mit antikapitalistischer Stoßrichtung verwendet, wenngleich beide Motive vorkommen. Es hatte jedes Mal die Funktion, die eigenen antisemitischen Verdächtigungen in eine naturwissenschaftliche und damit anscheinend objektive Begrifflichkeit einzukleiden. Der deutschsprachige Publizist Osman Bey schrieb 1873 in seinem verschwörungstheoretischen Werk Die Eroberung der Welt durch die Juden, Juden seien „größtenteils unproduktive Parasiten“.[9]

Als in den 1880er Jahren immer mehr Juden aus Osteuropa nach Deutschland und Österreich flohen, wurde die Darstellung vom jüdischen Schmarotzer und Krankheitsüberträger zum Topos der antisemitischen Literatur.[10] Der deutsche Nationalökonom Albert Schäffle entfaltete in seinem sozialdarwinistischen Werk Bau und Leben des sozialen Körpers 1881 den Begriff des „socialen Parasiten“, der sich die Arbeitskraft und das Vermögen seines Wirts zunutze mache, ohne selbst etwas dazu beizusteuern. Als besonders gefährlichen Teil dieses Sozialschmarotzertums bezeichnete er die im Kreditwesen tätigen, „wuchernden“ Juden.[11]

Der deutsche Nationalökonom Eugen Dühring (1833–1921) schrieb 1881 in seinem Werk Die Judenfrage als Racen-, Sitten- und Culturfrage, jüdische Parasiten würden sich in einem bereits korrumpierten Volkskörper besonders wohlfühlen. Die Macht dieses „inneren Carthago“ hätten die modernen Völker zu brechen. In der posthum erschienenen 6. Auflage von 1930 spitzte er diese Aussage noch zu und rief zum Krieg gegen die Juden auf:

„Dabei ist jedoch zu veranschlagen, dass das Recht des Krieges, zumal eines Krieges gegen die anti-arischen, ja anti-menschlichen Angriffe fremder Parasiten, denn doch ein anderes sein muß als das des Friedens.“

Theodor Lessing zitiert einen Ausspruch Dührings, wonach nordische Menschen verpflichtet seien, „die parasitären Rassen auszurotten, wie man bedrohliche Giftschlangen und wilde Raubtiere ausrotten muss.“[12] In ähnlicher Weise forderte der deutsche Orientalist Paul de Lagarde (1827–1891) 1887 einen „chirurgischen Eingriff“, um die „Masse Eiter“, die sich durch den Befall mit jüdischen Parasiten in Europa angesammelt hätten, zu entfernen: „Mit Trichinen und Bazillen wird nicht verhandelt, Trichinen und Bazillen werden auch nicht erzogen, sie werden so rasch und so gründlich wie möglich vernichtet.“

Ob Lagarde dabei an eine physische Vernichtung der Juden dachte, ist in der Forschung umstritten. Nach Ansicht des deutsch-israelischen Historikers Alexander Bein sind dies aber alles noch biologistische Vergleiche und Metaphern: Lagarde habe noch nicht der Judenvernichtung das Wort geredet, er habe sich in bildhafter Sprache für eine Enteignung der Juden ausgesprochen.[13] Solche naturkundlichen Metaphern wurden im 19. Jahrhundert auch ganz ohne antisemitische Absicht gebraucht, wie zum Beispiel vom Althistoriker Theodor Mommsen (1817–1903), der die antiken Juden als „Ferment der Dekomposition“ bezeichnete, das die Bildung größerer staatlicher Einheiten über ethnische Grenzen hinaus ermöglicht habe.[14] Der österreichische Politikwissenschaftler Michael Ley dagegen nimmt an, dass Lagarde eine Vernichtung der Juden angestrebt habe; sie sei für ihn im Sinne eines Erlösungsantisemitismus „ein notwendiger Schritt auf dem Heilsweg des deutschen Volkes“ gewesen.[15]

Der Wandel von der Metaphorik in ein real-naturalistisches Verständnis dieser Begriffe vollzog sich nach Bein erst im 20. Jahrhundert, als etwa der deutsche Kulturphilosoph Oswald Spengler (1880–1936) in seinem Hauptwerk Der Untergang des Abendlandes naturkundliche Termini wie „Wachstum“, „Verwelkung“ oder „Verwesung“ zur Beschreibung von Staaten, Völkern und Kulturen heranzog. Das Judentum bezeichnete er als ein „zersetzendes Element“, das vernichtend wirke, „wo es auch eingreift“. Juden seien zur Anpassung an die abendländische Kultur unfähig und stellten in Europa einen Fremdkörper dar.[16] Die wiederholte Verwendung des Begriffs Wirtsvolk mit Bezug auf die Nationen, in denen Juden leben, legt die Vorstellung nahe, dass sie Parasiten seien, wenngleich Spengler den Begriff selbst nicht verwendet.[17] Der Publizist Theodor Fritsch (1852–1933) malte in seinem 1907 erstmals erschienenen Handbuch der Judenfrage das Stereotyp vom „jüdischen Parasiten“ aus, der sein „Wirtsvolk“ in Lebensgefahr bringe, wenn er nicht ausgetrieben werde.[18]

Auch in anderen Ländern wurde das Stereotyp verbreitet. In Frankreich behauptete der Journalist Édouard Drumont (1844–1917) in seinem 1886 erschienenen verschwörungstheoretischen Werk La France Juive, der „jüdische Parasit“ würde unter den arischen, „edlen Rassen“ Infektionskrankheiten verbreiten, gegen die er selbst gefeit sei, da „die ihm innewohnende chronische Pest [ihn] vor jeder akuten Ansteckung“ schütze.[19] Anders als jene seien Juden zu schöpferischen Leistungen nicht in der Lage. Daher könnten sie nur als Parasiten überleben, nämlich als Bankiers und Wucherer, die die Franzosen immer weiter schwächen würden. Als Lösung schlug Drumont eine Arisierung der jüdischen Vermögen vor.[20]

Im Kaiserreich Russland hetzte der Journalist Pawel Alexandrowitsch Kruschewan (1860–1909), Mitglied der schwarzen Hundertschaften, um 1900 in der Zeitschrift Bessarabetz regelmäßig gegen die Juden als „Blutsauger, Betrüger, Parasiten und Ausbeuter der christlichen Bevölkerung“. Vor diesem Hintergrund führte ein ungeklärter Mordfall, den er als jüdischen Ritualmord hinstellte, im März 1903 in Chișinău zu einem Pogrom, bei dem etwa 46 Juden umkamen.[21]

Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nationalsozialismus ist das Stereotyp vom jüdischen Parasiten sehr häufig anzutreffen. Adolf Hitler (1889–1945) griff es 1924/25 in seiner Programmschrift Mein Kampf wiederholt auf. So polemisierte er etwa gegen die im antisemitischen Schrifttum verbreitete Vorstellung, die Juden wären Nomaden, als die er sie selbst noch am 13. August 1920 in einer Rede bezeichnet hatte. Nun bestritt er, dass diese Bezeichnung zutreffend wäre:[22]

„[Der Jude] ist und bleibt der ewige Parasit, ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt. Die Wirkung seines Daseins aber gleicht ebenfalls der von Schmarotzern: wo er auftritt, stirbt das Wirtsvolk nach kürzerer oder längerer Zeit ab.“[23]

In dieser Argumentation war jede Möglichkeit der Naturalisierung für Juden ausgeschlossen, denn dadurch würde der angebliche Parasit ja nur noch tiefer in den Volkskörper eindringen.[24] Der nationalsozialistische Journalist Arno Schickedanz (1892–1945) entfaltete das Stereotyp 1927 in seiner Schrift Sozialparasitismus im Völkerleben. Sie wurde vom Ideologen der NSDAP, Alfred Rosenberg (1892–1946), 1930 in seinem Mythus des 20. Jahrhunderts zustimmend zitiert. Darin unterstellte er den Juden, angeblich auf „streng wissenschaftlicher“ Grundlage, absichtsvoll nationale Schwächen zu suchen, um sich durch diese „Wunde“ in den Volkskörper des Wirts hineinfressen zu können, wie etwa der Sackkrebs den Anus des Taschenkrebses nutze, um in ihn einzudringen und ihn von innen aufzufressen. Dabei wies Rosenberg den Juden nachgerade dämonische Qualitäten zu. Ablegen könnten sie ihr parasitäres Verhalten aber nicht:

„Nicht als Held sich Herrschaft erkämpfen ist sein Sinnen, sondern sich die Welt ‚zinsbar‘ zu machen, leitet den traumhaft starken Parasiten. Nicht streiten, sondern erschleichen; nicht Werten dienen, sondern Ent-Wertung ausnutzen, lautet sein Gesetz, nach dem er angetreten und dem er nie entgehen kann – solange er besteht.“[25]

Ähnlich äußerte sich Reichspropagandaminister Joseph Goebbels (1897–1945) in einer Rede am 6. April 1933: Die Juden seien „eine völlig fremde Rasse“ mit „ausgesprochen parasitären Eigenschaften“.[26] Der Nationalsozialist Hans Frank hob in einer Rundfunksendung im Januar 1938 den Konflikt mit dem „Parasiten“ Judentum auf eine religiöse Ebene: Er könne nicht verstanden werden, ohne ihn in den weltgeschichtlichen Prozess einzuordnen, „in dem Gott und der Satan, Schöpfung und Zersetzung in ewigem Ringkampf liegen.“[27] Hitler selbst malte in einer Reichstagsrede am 26. April 1942 die global verderblichen Folgen des angeblichen Strebens der Juden nach Weltherrschaft aus:

„Was dann noch bleibt, ist das Tier im Menschen und eine jüdische Schicht, die zur Führung gebracht, als Parasit am Ende den eigenen Nährboden zerstört. Diesem Prozess der, wie Mommsen sagt, von den Juden betriebenen Dekomposition der Völker, hat nun das junge erwachende Europa den Krieg angesagt.“[28]

Am 16. Mai 1942 nutzte er in einem Tischgespräch das Stereotyp als Gegenargument gegen bürgerliche Proteste gegen die Deportation von Juden aus Deutschland: Als Parasit könne der Jude schließlich „im Gegensatz zum Deutschen in Lappland genauso wie in den Tropen“ leben, zu Krokodilstränen bestehe gar kein Anlass.[29]

Der nationalsozialistische Diskurs vom „jüdischen Parasiten“ wurde durch weitere Gleichsetzungen der Juden mit Krankheitserregern, Ratten oder Ungeziefer ergänzt, wie es etwa in Fritz Hipplers Propagandafilm Der ewige Jude aus dem Jahr 1940 zu sehen ist. Damit knüpfte er an die judenfeindlichen Schriften Martin Luthers (1483–1546) an, der die Juden als „Pestilenz“ der Christen beschimpft hatte. Dieser Vorwurf war im 20. Jahrhundert von Antisemiten etwa der Thule-Gesellschaft und auch von Hitler selbst aufgegriffen worden, der sich während des Krieges gegen die Sowjetunion die bevorstehende Ausrottung „diese[r] Pest“ (gemeint war der vermeintlich jüdische Bolschewismus) als dankenswerte Leistung zugutehielt.[30]

Durch diese Gleichsetzung mit Parasiten, Schädlingen und Krankheiten wurde den Juden systematisch abgesprochen, Menschen zu sein. Die NS-Propaganda konnte hier an das mittelalterliche Bild vom Juden als Brunnenvergifter anknüpfen, doch durch das im 20. Jahrhundert stärker verbreitete Wissen über Medizin und Hygiene gewannen diese Gleichsetzungen eine ungleich größere Bedeutung.[31] Die einzige Lösung, die in dieser Logik blieb, war die physische Vernichtung der angeblichen Schädlinge, der Holocaust.[32] In der nationalsozialistischen Schulungsliteratur wurde diese Konsequenz wiederholt offen angesprochen. So hieß es etwa in „Schulungsgrundlagen für die Reichsthemen der NSDAP für das Jahr 1941/42“, ein von Bakterien befallener Körper müsse diese Parasiten überwinden, oder er werde von ihnen überwunden. Anschließend müsse er dafür Sorge tragen, eine erneute Infektion in der Zukunft zu verhindern. So sei es auch im Völkerleben:

„Bei derartigen Auseinandersetzungen und Vorgängen können humanitäre Grundsätze überhaupt nicht herangezogen werden, ebensowenig wie bei einer Desinfektion eines Körpers oder eines verseuchten Raumes. Es muß hier ein völlig neues Denken Platz greifen. Nur ein solches Denken kann wirklich zu der letzten Entscheidung führen, die in unserer Zeit fallen muß, um die große schöpferische Rasse in ihrem Bestand und in ihrer großen Aufgabe in der Welt zu sichern.“[33]

Alexander Bein sieht im Diskurs vom „jüdischen Parasiten“, der seine biologistische Terminologie nicht metaphorisch, sondern wörtlich verstand, eine der semantischen Ursachen des Holocaust.[34]

Antisemitismus nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch im Antisemitismus nach 1945 ist das Stereotyp des jüdischen Parasiten nachweisbar. Bei Neonazis sind die Metaphern Parasit und Schmarotzer zur Bezeichnung von Juden und Ausländern weit verbreitet. Nach Bernhard Pörksen dient solche Tiermetaphorik dem Versuch, „Ekel zu erzeugen und Vernichtungshemmungen zu senken.“[35] Entsprechend der Analyse von Albert Scherr und Barbara Schäuble aus dem Jahr 2007 wird das antisemitische „Parasiten-, Verunreinigungs- und Bluts-Topos“, dem das Stereotyp „jüdischer Parasit“ zuzuordnen ist, auch in medialen Diskursen sowie von gegenwärtigen Jugendlichen in Erzählungen und Argumentationen aufgegriffen.[36]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Bein: „Der jüdische Parasit“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 13 (1965), Heft 2, S. 121–149 (online, Zugriff am 30. Januar 2016).
  • Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus, s.v. Parasit und parasitär. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2007, ISBN 978-3-11-092864-8, S. 460–464 (abgerufen über De Gruyter Online).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus L. Berghahn: Herder, Johann Gottfried. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Bd. 2: Personen. De Gruyter Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-44159-2, S. 353 ff. (abgerufen über De Gruyter Online).
  2. Zitiert nach Alexander Bein: „Der jüdische Parasit“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 13 (1965), Heft 2, S. 128 (online).
  3. Alexander Bein: „Der jüdische Parasit“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 13 (1965), Heft 2, S. 127 (online).
  4. Jonathan Beecher: Charles Fourier. The Visionary and His World. University of California Press, Berkeley/Los Angeles/London 1990, S. 199, 203 f.; Dominique Trimbur: Proudhon, Pierre-Joseph. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Bd. 2: Personen. De Gruyter Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-44159-2, S. 658 (abgerufen über De Gruyter Online).
  5. Dominique Trimbur: Proudhon, Pierre-Joseph. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Bd. 2: Personen. De Gruyter Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-44159-2, S. 657 f. (abgerufen über De Gruyter Online).
  6. Alexander Bein: „Der jüdische Parasit“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 13 (1965), Heft 2, S. 129 (online).
  7. Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2007 ISBN 978-3-11-092864-8, S. 461 (abgerufen über De Gruyter Online).
  8. Klaus von Beyme: Sozialismus. Theorien des Sozialismus, Anarchismus und Kommunismus im Zeitalter der Ideologien 1789–1945. Springer, Wiesbaden 2013, S. 121 f.
  9. Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2007, ISBN 978-3-11-092864-8, S. 461 (abgerufen über De Gruyter Online).
  10. Christian Hartmann, Thomas Vordermayer, Othmar Plöckinger, Roman Töppel (Hrsg.): Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Institut für Zeitgeschichte München – Berlin, München 2016, Bd. 1, S. 216.
  11. Sarah Jansen: „Schädlinge“. Geschichte eines wissenschaftlichen und politischen Konstrukts 1840–1920. Campus, Frankfurt am Main / New York 2003, S. 269.
  12. Zitiert nach Alexander Bein: „Der jüdische Parasit“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 13 (1965), Heft 2, S. 144 (online).
  13. Alexander Bein: „Der jüdische Parasit“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 13 (1965), Heft 2, S. 129, 144 f. (online); zustimmend referiert von Christoph Gradmann: Die kleinsten, aber gefährlichsten Feinde der Menschheit. Bakteriologie, Sprache und Politik im Deutschen Kaiserreich. In: Stefanie Samida (Hrsg.): Inszenierte Wissenschaft. Zur Popularisierung von Wissen im 19. Jahrhundert. transcipt, Bielefeld 2011, S. 77; auch Magnus Brechtken: „Madagaskar für die Juden“: Antisemitische Idee und politische Praxis 1885–1945. Oldenbourg, München 1998, ISBN 978-3-486-59441-6, S. 17 (abgerufen über De Gruyter Online), glaubt nicht, dass Lagardes Forderung wörtlich zu verstehen ist.
  14. Alexander Bein: „Der jüdische Parasit“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 13 (1965), Heft 2, S. 124 (online).
  15. Michael Ley: Holokaust als Menschenopfer. Vom Christentum zur politischen Religion des Nationalsozialismus. LIT, Münster 2002, S. 84.
  16. Alexander Bein: „Der jüdische Parasit“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 13 (1965), Heft 2, S. 130 (online). Ulrich Wyrwa: Spengler, Oswald. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Bd. 2: Personen. De Gruyter Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-44159-2, S. 785 (abgerufen über De Gruyter Online).
  17. Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes. Bd. 1: Welthistorische Perspektiven. C.H. Beck, München 1922, S. 148, 391, 393.
  18. Christian Hartmann, Thomas Vordermayer, Othmar Plöckinger, Roman Töppel (Hrsg.): Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Institut für Zeitgeschichte München – Berlin, München 2016, Bd. 2, S. 1290.
  19. Bjoern Weigel: Drumont, Édouard. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Bd. 2: Personen. De Gruyter Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-44159-2, S. 785 (abgerufen über De Gruyter Online).
  20. Robert S. Wistrich: Demonizing the Other. Antisemitism, Racism and Xenophobia. Routledge, London/New York 2013, S. 188.
  21. Wolfgang Benz: Pogrom in Kischinew (1903). In: derselbe (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Bd. 4: Ereignisse, Dekrete, Kontroversen . De Gruyter Saur, Berlin 2011, ISBN 978-3-598-24076-8, S. 283 (abgerufen über De Gruyter Online).
  22. Christian Hartmann, Thomas Vordermayer, Othmar Plöckinger, Roman Töppel (Hrsg.): Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Institut für Zeitgeschichte München – Berlin, München 2016, Bd. 1, S. 788 f.
  23. Adolf Hitler: Mein Kampf. Eher-Verlag, München 1942, S. 334, zitiert bei Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2007 ISBN 978-3-11-092864-8, S. 461 f. (abgerufen über De Gruyter Online).
  24. Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2007 ISBN 978-3-11-092864-8, S. 462 (abgerufen über De Gruyter Online).
  25. Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2007, ISBN 978-3-11-092864-8, S. 462 f. (abgerufen über De Gruyter Online).
  26. Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2007, ISBN 978-3-11-092864-8, S. 463 (abgerufen über De Gruyter Online).
  27. Saul Friedländer: Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden. Erster Band. 1933–1939. C.H. Beck, München 1998, S. 337.
  28. Saul Friedländer: Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden. Zweiter Band. 1939–1945. C.H. Beck, München 2006, S. 364.
  29. Magnus Brechtken: „Madagaskar für die Juden“: Antisemitische Idee und politische Praxis 1885–1945. Oldenbourg, München 1998, ISBN 978-3-486-59441-6, S. 281 (abgerufen über De Gruyter Online).
  30. Christian Hartmann, Thomas Vordermayer, Othmar Plöckinger, Roman Töppel (Hrsg.): Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Institut für Zeitgeschichte München – Berlin, München 2016, Bd. 1, S. 473.
  31. Philippe Burrin: Nazi Antisemitism. Animalization and Demonization. In: Robert S. Wistrich (Hrsg.): Demonizing the Other. Antisemitism, Racism and Xenophobia. Routledge, London/New York 2013, S. 226.
  32. Martin Weißmann: Organisierte Entmenschlichung. Zur Produktion, Funktion und Ersetzbarkeit sozialer und psychischer Dehumanisierung in Genoziden. In: Alexander Gruber, Stefan Kühl (Hrsg.): Soziologische Analysen des Holocaust. Jenseits der Debatte über „ganz normale Männer“ und „ganz normale Deutsche“. Springer VS, Wiesbaden 2015, S. 95 f.
  33. Zitiert bei Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2007, ISBN 978-3-11-092864-8, S. 462 f. (abgerufen über De Gruyter Online).
  34. Alexander Bein: „Der jüdische Parasit“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 13 (1965), Heft 2, S. 146–149 (online).
  35. Bernhard Pörksen: Die Konstruktion von Feindbildern: Zum Sprachgebrauch in neonazistischen Medien. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2000, S. 187.
  36. Albert Scherr, Barbara Schäuble: »Ich habe nichts gegen Juden, aber...«. Ausgangsbedingungen und Perspektiven gesellschaftspolitischer Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. (online) Amadeu Antonio Stiftung 2007, S. 13.