Kisdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kisdorf
Kisdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kisdorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 49′ N, 10° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Segeberg
Amt: Kisdorf
Höhe: 69 m ü. NHN
Fläche: 24,52 km2
Einwohner: 3900 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24629
Vorwahlen: 04191, 04193, 04194, 04535
Kfz-Kennzeichen: SE
Gemeindeschlüssel: 01 0 60 047
Adresse der Amtsverwaltung: Winsener Straße 2
24568 Kattendorf
Webpräsenz: www.kisdorf.de
Bürgermeister: Wolfgang Stolze (WKB)
Lage der Gemeinde Kisdorf im Kreis Segeberg
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Dorfhaus Margarethenhoff

Kisdorf (Plattdeutsch Kisdörp) ist eine Gemeinde im südlichen Teil des Kreises Segeberg in Schleswig-Holstein. Kisdorf-Dorf, Kisdorferwohld, Kisdorf-Feld, Kisdorf-Graff und Kisdorf-Regel liegen im Gemeindegebiet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kisdorf liegt etwa 10 km nördlich von Norderstedt in ländlicher Umgebung. Westlich verläuft die Bundesautobahn 7 von Hamburg nach Flensburg, östlich die Bundesstraße 432 von Norderstedt nach Bad Segeberg.

Der Ort liegt am Westhang des Kisdorfer Wohldes, eines Höhenzuges, der mit seiner höchsten Erhebung – dem Rathkrügen (91 m) – die Höhe des Segeberger Kalkberges erreicht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kisdorf wurde um 1520 erstmals als „Kystorpp“ urkundlich erwähnt. Bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts gab es eine Glashütte im Ort und bis ins 18. Jahrhundert weit reichende Waldgebiete, die zur Herstellung von Holzkohle genutzt wurden.

1859 wurde ein Teil des Orts vernichtet durch einen Großbrand, den so genannten Sengelbrand.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung haben die Wählergemeinschaft WKB acht Sitze, die CDU sechs Sitze und die FDP drei Sitze.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber unter einem erhöhten roten Sparren ein grüner Eichenzweig mit drei Blättern und einer Eichel; in den Oberecken je drei blaue Kugeln 2 : 1.“[2]

Der die Giebellinie eines Hauses nachzeichnende Sparren soll die über Jahrhunderte reichende Besiedlung des Ortes versinnbildlichen. Der Eichenzweig symbolisiert die Nähe zum Kisdorfer Wohld. Die sechs blauen Kugeln erinnern einerseits an die Bedeutung des Ortsnamens, andererseits an sechs Quellbäche, die im Gemeindegebiet entspringen.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinde von Kisdof ist Bardsey-cum-Rigton in England. Zu Gingst auf Rügen und Brünzow in Vorpommern pflegt die Gemeinde freundschaftliche Beziehungen.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SC Kisdorf wurde am 2. April 1947 gegründet. Bekanntheit erreichte der Verein durch seine jährlich ausgetragenen Herren- und Jugendfußballturniere sowie durch mehrere Kreis- und Bezirksmeisterschaften im Fußball und Handball. Im Handball wurde der Verein 1997 Landesmeister. Am 30. September 2011 musste der SC – bedingt durch Schulden im fünfstelligen Bereich – Insolvenz anmelden und hat sich mittlerweile aufgelöst.

Der BSV Kisdorf wurde im Oktober 2011 gegründet und hat momentan rund 380 Mitglieder. Angeboten werden Badminton, Basketball, Eltern-Kind-Turnen, Fitness/Aerobic, Handball, Jedermann-Sport, Rückengymnastik, Tischtennis, Turnen und Walken.

Die Fußballer in Kisdorf haben sich im Dezember 2011 im SSC Phoenix Kisdorf organisiert.

Sender Kaltenkirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kisdorf-Regel steht der Sender Kaltenkirchen der Deutsche Telekom AG. Er versorgt primär die Gebiete nördlich von Hamburg sowie die Region Neumünster. Er dient auch als Sender für das Gebiet zwischen Hamburg und Rendsburg, das vor allem den Zweck hat, die A 7 mit den privatrechtlichen Sendeanstalten zu versorgen. In den gängigen Frequenzlisten wird dieser Sender auch als Sender Henstedt-Ulzburg bezeichnet. Die Sendefrequenzen von R.SH und delta radio sind gleichgeschaltet mit dem Kleinstsender im neuen Elbtunnel.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Barkmann (1919–2009), Oberscharführer in der Waffen-SS, später Leiter der Feuerwehr und Bürgermeister in Kisdorf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kisdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2017 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein