La La Land (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel La La Land
Originaltitel La La Land
La La Land Logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2016
Länge 128 Minuten
Altersfreigabe FSK 0[1]
Stab
Regie Damien Chazelle
Drehbuch Damien Chazelle
Produktion Fred Berger,
Gary Gilbert,
Jordan Horowitz,
Marc Platt
Musik Justin Hurwitz
Kamera Linus Sandgren
Schnitt Tom Cross
Besetzung

La La Land ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Damien Chazelle aus dem Jahr 2016. Das Filmmusical basiert auf einem Originaldrehbuch von Regisseur Chazelle und ist in vier Kapitel („Winter“, „Frühling“, „Sommer“, „Herbst“) und einem zeitlich versetzten Epilog („Winter“) gegliedert, die sich an den Jahreszeiten orientieren. Es stellt einen ehrgeizigen Jazzpianisten (gespielt von Ryan Gosling) und eine aufstrebende Schauspielerin (dargestellt von Emma Stone) in den Mittelpunkt, die beide nach beruflichem Erfolg in Los Angeles streben und sich dabei ineinander verlieben. Der Titel des Films nimmt Bezug auf den Spitznamen der Stadt Los Angeles sowie auf eine euphemistische Bezeichnung eines realitätsfernen Seelenzustandes.

La La Land eröffnete am 31. August 2016 den Wettbewerb der 73. Internationalen Filmfestspiele von Venedig. Ein limitierter Kinostart in den USA erfolgte am 2. Dezember 2016. In Deutschland kam der Film am 12. Januar 2017 in die Kinos. Das Musical, im Cinemascope-Format gedreht, gewann in der amerikanischen Filmpreissaison 2016/17 bislang mehr als 120 Auszeichnungen und stellte bei der Verleihung der Golden Globe Awards 2017 mit sieben gewonnenen Preisen einen neuen Rekord auf. Bei Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen 2017 folgte die Rekordanzahl von 14 Nominierungen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Los Angeles der Gegenwart leben der Pianist Sebastian und die angehende Schauspielerin Mia. Sebastian verehrt Jazzlegenden wie Bud Powell und Thelonious Monk und träumt davon, seinen eigenen Jazzclub zu eröffnen. Sein Geld verdient er jedoch mit Gelegenheitsjobs als Keyboarder oder Restaurant-Pianist. Mia liebt das Kino und versucht in Hollywood Fuß zu fassen. Während sie sich erfolglos von Vorsprechen zu Vorsprechen hangelt, jobbt sie in einem Café auf dem Warner-Bros.-Studiogelände.

Sebastian und Mia begegnen sich über den Winter und Frühling dreimal, ehe sie sich Hals über Kopf bei einem nächtlichen Ausflug ins Planetarium ineinander verlieben. Beide ziehen zusammen in Sebastians Wohnung. Ihre Beziehung wird jedoch durch berufliche Enttäuschungen und Kompromisse auf eine harte Probe gestellt. Sebastian findet durch seinen High-School-Bekannten Keith Anschluss an eine Jazz-Band namens The Messengers. Er ist zwar von deren Musik nicht vollumfänglich überzeugt und wegen Tourneen immer öfter von Mia getrennt, der Job als Keyboarder verschafft ihm aber finanzielle Sicherheit. Mia kritisiert nach einem Konzertbesuch diese Einstellung. Nachdem die Rollenangebote weiterhin ausbleiben, arbeitet sie, angespornt durch Sebastian, an ihrer eigenen semi-autobiografischen One-Woman-Show „So Long, Boulder City“.

Sebastian verpasst aufgrund eines Fotoshootings mit der Band Mias One-Woman-Show im Theater. Diese wird nur von einer Handvoll Interessierter besucht und im Anschluss von einigen Zuschauern sehr negativ besprochen. Daraufhin kommt es zum Zerwürfnis zwischen den beiden, und Mia zieht zurück zu ihren Eltern nach Boulder City, Nevada. Als aufgrund Mias Theaterauftritt eine Agentin bei Sebastian anruft und Mia zu einem Vorsprechen einladen möchte, fährt Sebastian nach Boulder City. Er überredet Mia, nach Los Angeles zurückzukehren und diese Chance wahrzunehmen. Tatsächlich erhält Mia die ersehnte Filmhauptrolle, für die sie aber mehrere Monate in Paris leben müsste. Obwohl beide noch Gefühle füreinander hegen, verzichten Sebastian und Mia nach einem Jahr Beziehung einvernehmlich auf das private Glück.

Fünf Jahre später ist aus Mia eine bekannte und vielbeschäftigte Filmschauspielerin geworden, die mit Ehemann und Kleinkind in New York lebt. Die Familie verbringt Zeit in Los Angeles. Als Mia und ihr Gatte eines Abends ausgehen, gelangen sie durch Zufall in den Jazzclub, den Sebastian in der Zwischenzeit unter den Namen „Seb’s“ eröffnet hat, wie es ihm Mia einst vorgeschlagen hatte. Beide nehmen einander wahr, woraufhin Sebastian ein gemeinsames Musikstück aus der Zeit ihrer Beziehung am Klavier anstimmt. Mia stellt sich vor, wie eine gemeinsame Zukunft mit Sebastian hätte aussehen können. Wehmütig beschließt sie mit ihrem Mann, den Club zu verlassen. Kurz vor dem Ausgang begegnen sich ein letztes Mal Sebastians und Mias Blicke, und sie lächeln sich zu.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regisseur und Drehbuchautor Damien Chazelle gab in einem Anfang Januar 2015 veröffentlichten Interview mit dem britischen Daily Telegraph La La Land als ein „Herzensprojekt“ an und beschrieb es, als ob „Gene Kelly auf Thelonious Monk“ träfe. Er hatte das Skript eigenen Angaben zufolge vier Jahre zuvor geschrieben und bei der musikalischen Untermalung mit seinem früheren Kommilitonen aus Harvard, Justin Hurwitz, zusammengearbeitet. Er hatte Hurwitz bereits bei seinem Spielfilmdebüt Guy and Madeline on a Park Bench (2009) eingesetzt, ebenfalls ein Filmmusical über den Jazz, sowie den mit drei Oscars ausgezeichneten Musikfilm Whiplash (2014), Chazelles Durchbruch. Vom Stil orientierten sich beide nicht nur am Jazz, sondern an den klassischen Hollywood-Filmmusicals wie Singin’ in the Rain (1952), Ein neuer Stern am Himmel (1954), Blondinen bevorzugt (1953) und Meet Me in St. Louis (1944), sowie an der französischen Nouvelle Vague und dem französischen Filmmusical Die Regenschirme von Cherbourg (1964). Es war geplant, die in La La Land enthaltenen Songs vorab aufzunehmen, im Stile der alten MGM-Filme mit Fred Astaire und Ginger Rogers: „[…] wir versuchten einfach, jemanden zu überzeugen, ein original, MGM-Style-Musical zu machen, weil ich denke, dass es nicht genug davon gibt“, so Chazelle.[2]

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Hauptdarsteller des Films: Ryan Gosling und Emma Stone

Für die Hauptrollen von Sebastian und Mia waren ursprünglich Miles Teller und Emma Watson vorgesehen. Teller hatte zuvor die Hauptrolle in Whiplash bekleidet. Als Fan der Harry-Potter-Reihe wollte Chazelle ursprünglich mit Watson zusammenarbeiten, die in den Filmen Hermine Granger dargestellt hatte.[2] Watson stieg aber aus dem Filmprojekt aus, nachdem sie als Belle in der Realfilm-Version von Die Schöne und das Biest (2017) ausgewählt worden war. Teller wurde durch den bekannteren kanadischen Schauspieler Ryan Gosling ersetzt, während der Part der Mia an die US-Amerikanerin Emma Stone ging.[3] Für Gosling und Stone war es die dritte Zusammenarbeit als Leinwandpaar nach Crazy, Stupid, Love. (2011) und Gangster Squad (2013).

Produziert wurde der Film von Lions Gate in Zusammenarbeit mit Black Label Media, Gilbert Films und Marc Platt Productions.[4] Es soll für Chazelle vorerst der letzte Jazz- bzw. Musikfilm als Regisseur sein.[2]

Aufgenommen wurde der Film an mehr als 60 Originalschauplätzen in Los Angeles, darunter das Griffith Observatory, der Spaghetti-Knoten der Freeways 105 und 110 und die historische Standseilbahn Angels Flight.[5]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch vor Veröffentlichung wurde der Film von verschiedenen Medien als möglicher Oscar-Kandidat für die Verleihung 2017 gehandelt.[6][7][8][9] Alberto Barbera, Direktor des Filmfestivals von Venedig, sah in La La Land eine „überraschende Ehrerbietung an das Goldene Zeitalter amerikanischer Filmmusicals, von Ein Amerikaner in Paris von Vincente Minnelli bis New York, New York von Martin Scorsese.“ Chazelles Regiearbeit sei nicht nur ein Film, der das Musicalgenre „neu erfunden“ hat, er verleihe diesem einen „brandneuen Start“. „Wenn Whiplash die Offenbarung eines neuen Filmemachers war, ist La La Land seine endgültige, wenn auch altklug, Weihe unter den großen Regisseuren an Hollywoods neuem Firmament“, so Barbera.[4] Dieser Einschätzung schloss sich die Fachkritik überwiegend an und vergab sehr positive Bewertungen. Auf der Website Rotten Tomatoes hält der Film derzeit (Stand: Januar 2017) eine Bewertung von 93 Prozent, basierend auf über 200 Kritiken und einer Durchschnittswertung von 8,7/10. Das Fazit der Seite lautet: „La La Land erweckt neues Leben in ein längst vergangenes Genre mit spannender Regie, kraftvollen Darsteller-Leistungen und einem unwiderstehlichen Überschuss an Herz.“[10] Auf Metacritic erhielt der Film ebenfalls eine Bewertung von 93 Prozent, basierend auf 53 Kritiken.[11] In der Filmdatenbank Internet Movie Database (IMDb) erhielt La La Land von Zuschauern durchschnittlich 8,7/10 Punkte.[12]

Bis zum 22. Januar 2017 hat die 30 Mio. US-Dollar teure Produktion an den Kinokassen in den USA und Kanada geschätzte Brutto-Einnahmen von 89,7 Mio. US-Dollar erwirtschaftet, während La La Land im Ausland auf ein geschätztes Einspielergebnis von 84,5 Mio. US-Dollar kommt.[13]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La La Land gewann bis Anfang Januar 2017 über 120 Filmpreise und wurde für mehr als 180 weitere nominiert.[14] Bei der Verleihung der Golden Globe Awards 2017 gewann der Film Preise in allen sieben nominierten Kategorien, was ihn zum am häufigsten ausgezeichneten Film in der Geschichte dieses Filmpreises machte. Für die Oscarverleihung 2017 erhielt La La Land 14 Nominierungen und zog damit mit den bisherigen Rekordhaltern Alles über Eva (1950) und Titanic (1997) gleich.[15] Eine Auswahl der bislang gewonnenen Auszeichnungen und Nominierungen:

Oscarverleihung 2017

  • Nominierung als Bester Film
  • Nominierung für die Beste Regie (Damien Chazelle)
  • Nominierung für das Beste Originaldrehbuch (Damien Chazelle)
  • Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Ryan Gosling)
  • Nominierung als Beste Hauptdarstellerin (Emma Stone)
  • Nominierung für die Beste Kamera (Linus Sandgren)
  • Nominierung für die Besten Kostüme (Mary Zophres)
  • Nominierung für den Besten Schnitt (Tom Cross)
  • Nominierung für die Beste Filmmusik (Justin Hurwitz)
  • Nominierung für den Besten Filmsong ("Audition (The Fools Who Dream)")
  • Nominierung für den Besten Filmsong ("City of Stars")
  • Nominierung für das Beste Szenenbild (David Wasco und Sandy Reynolds-Wasco)
  • Nominierung für den Besten Ton (Andy Nelson, Ai-Ling Lee und Steve A. Morrow)
  • Nominierung für den Besten Tonschnitt (Ai-Ling Lee, Mildred Iatrou Morgan)

AACTA International Awards 2017

  • Auszeichnung als Bester Film
  • Nominierung für die Beste Regie (Damien Chazelle)
  • Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Ryan Gosling)
  • Auszeichnung als Beste Hauptdarstellerin (Emma Stone)
  • Nominierung für das Beste Drehbuch (Damien Chazelle)

British Academy Film Awards 2017

Critics’ Choice Movie Awards 2016

Golden Globe Awards 2017

Internationale Filmfestspiele von Venedig 2016

Los Angeles Film Critics Association Awards 2016

New York Film Critics Circle Awards 2016

Satellite Awards 2016

Screen Actors Guild Awards 2017

Toronto International Film Festival 2016

  • Publikumspreis

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für La La Land. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 164536/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b c Chilton, Martin: Damien Chazelle: Nothing beats a musical bei telegraph.co.uk, 9. Januar 2016 (abgerufen via Literaturdatenbank Nexis).
  3. Child, Ben: Emma Stone rumoured to be new lead in Damien Chazelle’s La La Land bei theguardian.com, 15. April 2016 (abgerufen am 31. August 2016).
  4. a b Profil bei labiennale.org (englisch; abgerufen am 31. August 2016).
  5. Where was La La Land filmed? Abgerufen am 20. Januar 2017.
  6. Hammond, Pete: Damien Chazelle’s ‘La La Land’, An Ode To Musicals, Romance & L.A., Ready To Launch Venice And Oscar Season bei deadline.com, 30. August 2016 (abgerufen am 31. August 2016).
  7. Pulver, Andrew: Venice film festival: Hollywood looks to Italy for Oscars launchpad bei theguardian.com, 30. August 2016 (abgerufen am 31. August 2016).
  8. Wiseman, Andreas: Venice 2016: 10 things to look out for on the Lido bei screendaily.com, 25. August 2016 (abgerufen am 31. August 2016).
  9. Erbland, Kate: Damien Chazelle’s Ryan Gosling- and Emma Stone-Starring Awards Contender ‘La La Land’ Lands a Venice Premiere bei indiewire.com, 17. Juni 2016 (abgerufen am 31. August 2016).
  10. La La Land bei Rotten Tomatoes (englisch)Vorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/„importiert aus“ fehlt
  11. Profil bei metacritic.com (abgerufen am 22. Januar 2017).
  12. La La Land. In: IMDb. 25. Dezember 2016, abgerufen am 22. Januar 2017 (englisch).
  13. Profil bei boxofficemojo.com (abgerufen am 24. Januar 2017).
  14. IMDb-Profil (abgerufen am 24. Januar 2017).
  15. Oscar-Nominierungen bei oscar.go.com (abgerufen am 24. Januar 2017).
  16. „La Biennale di Venezia - Official Awards of the 73rd Venice Film Festival“. Zugegriffen 10. September 2016. http://www.labiennale.org/en/cinema/news/73miac.html.