Libanesische Fußballnationalmannschaft

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Libanon
لبنان
Spitzname(n) Die Zedern
Verband Fédération Libanaise de Football Association
Konföderation AFC
Technischer Sponsor Capelli Sport
Cheftrainer Serbien Aleksandar Ilić
(seit 2022)
Kapitän Hassan Maatouk
Rekordtorschütze Hassan Maatouk (21)
Rekordspieler Hassan Maatouk (97)
Heimstadion Camille-Chamoun-Stadion
FIFA-Code LBN
FIFA-Rang 100. (1211,71 Punkte)
(Stand: 21. Juni 2022)[1]
Heim
Auswärts
Bilanz
353 Spiele
97 Siege
94 Unentschieden
162 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Palästina Palästina/Eretz Israel 5:1 Großlibanon Lebanese French flag.svg
(Tel Aviv, Palästina; 27. April 1940)
Höchster Sieg
Libanon Libanon 11:1 Philippinen Philippinen 1944
(Tokio, Japan; 6. Oktober 1967)
Höchste Niederlagen
Irak 1959–1963 Irak 8:0 Libanon Libanon
(Bagdad, Irak; 25. November 1959)
Katar Katar 8:0 Libanon Libanon
(Doha, Katar; 27. März 1985)
Erfolge bei Turnieren
Asienmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 2 (Erste: 2000)
Beste Ergebnisse Gruppenphase 2000, 2019
Fußball-Westasienmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 7
Beste Ergebnisse Gruppenphase 2000, 2002, 2004, 2007, 2012, 2013/14, 2019
(Stand: 1. August 2022)

Die libanesische Fußballnationalmannschaft ist die Nationalmannschaft des Libanons und wird von der Fédération Libanaise de Football Association geführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr erstes Spiel bestritten die Libanesen am 27. April 1940 gegen eine israelisch-palästinensische Auswahl, die den Staat Palästina/Eretz Israel vertrat, dieses Spiel endete mit einem 5:0-Sieg für den Libanon. Ihre erste Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb konnte die Mannschaft bei der Qualifikation zu den Olympischen Spielen verzeichnen. Dabei unterlag sie aber 1959 dem Irak mit 0:8 und 0:3.

Libanon ist es bisher noch nicht gelungen, sich für eine Fußball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Am knappsten scheiterte man in der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, als man erstmals die letzte Qualifikationsrunde erreichen konnte, doch jedoch als Gruppenletzter ausschied. An der Qualifikation zu einer Fußball-Weltmeisterschaft nahm die libanesische Mannschaft erstmals 1986 teil. Damals verlor man seine Spiele gegen Katar (0:8 und 0:7) und gegen den Irak (0:6 und 0:6). Nach diesen Ergebnissen zog die Mannschaft nach vier von insgesamt geplanten sechs Spielen ihre Teilnahme zurück. Nachdem man 1990 auf eine Teilnahme verzichtet hatte, nahm der Libanon 1994 wieder an der Qualifikation teil, scheiterte in der ersten Runde aber an Südkorea. 1998 scheiterte der Libanon an Kuwait, 2002 an Thailand und 2006 an Südkorea.

Im Rahmen der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 traf der Libanon in der ersten Runde auf Indien und konnte den Gegner zuhause mit 4:1 besiegen und erreichte nach einem 2:2 auswärts direkt die dritte Runde. Dort traf man auf Saudi-Arabien, Usbekistan und Singapur und verlor alle sechs Spiele. Als Gruppenletzter verpasste der Libanon die Qualifikation für die nächste Runde.

An der Qualifikation zur Asienmeisterschaft nahm der Libanon erstmals 1972 teil. Dort erreichten die Libanesen das Halbfinale (der Qualifikation), in dem sie allerdings dem Irak mit 1:2 unterlagen. 1976 sollte das Qualifikationsturnier in Beirut stattfinden, aufgrund des Ausbruches des Libanesischen Bürgerkrieges verzichtete der Verband auf eine Teilnahme. Als Ausrichter der Asienmeisterschaft 2000 war die Mannschaft automatisch qualifiziert, kam allerdings nach einem 0:4 gegen den Iran und zwei Unentschieden gegen den Irak und Thailand nicht über die Vorrunde hinaus. 2004 konnte die libanesische Mannschaft lediglich gegen Nordkorea punkten, wobei man immerhin zu einem 3:0-Auswärtssieg kam, verpasste aber als Gruppendritter die Qualifikation.

Die libanesische Nationalmannschaft hat nicht an der Qualifikation zur Fußball-Asienmeisterschaft 2007 teilgenommen. Der asiatische Fußball-Verband ist der Bitte des libanesischen Verbandes, aufgrund der „tragischen Umstände“ auf die Teilnahme in der Qualifikationsgruppe D verzichten zu können, nachgekommen. Wegen des Israel-Libanon-Konflikts erwarteten die Verantwortlichen auch keine Geldstrafe. Der libanesische Verband LFA hatte zuvor erklärt, dass es aufgrund der Zerstörungen extrem schwierig sei, die Nationalspieler zu erreichen und eine Mannschaft aufzustellen. Die Anreise zu den Auswärtsspielen sei aufgrund der Bombardierung des Flughafens in der Hauptstadt Beirut „nahezu unmöglich“. Einige Nationalspieler gelten derzeit als vermisst. Die Gruppe D mit Kuwait, Australien und Bahrain wurde mit nur drei Teams fortgesetzt. Die bis dahin einzige Partie des Libanons, ein 1:1 gegen Kuwait am 22. Februar, wurde annulliert.

Teilnahme an Fußball-Wettbewerben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnahme Libanons an der Fußball-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1930 bis 1982nicht teilgenommen
  • 1986während Qualifikation abgebrochen
  • 1990nicht teilgenommen
  • 1994 bis 2018nicht qualifiziert

Teilnahme Libanons an der Asienmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1956 bis 1968nicht teilgenommen
  • 1972nicht qualifiziert
  • 1976keine Teilnahme aufgrund des Bürgerkrieges
  • 1980nicht qualifiziert
  • 1984 bis 1992nicht teilgenommen
  • 1996nicht qualifiziert
  • 2000Vorrunde (Teilnahme als Gastgeber)
  • 2004nicht qualifiziert
  • 2007während der Qualifikation zurückgezogen
  • 2011nicht qualifiziert
  • 2015nicht qualifiziert
  • 2019Vorrunde
  • 2023qualifiziert

Teilnahme Libanons an der Westasienmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FIFA-Arabien-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 29. März 2022)[2]

Spiele Spieler Zeitraum Tore
96 Hassan Maatouk 2006– 21
84 Abbas Ahmed Atwi 2002–2016 7
80 Mohamed Faouzi Haidar 2011– 4
76 Youssef Mohamad 2000–2016 3
65 Roda Antar 1998–2016 20
65 Walid Ismail 2010–2019 1
61 Nour Mansour 2010– 2
60 Moni 2011–2021 6
58 Haitham Moussa Faour 2011–2019 0

Rekordtorschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tore Spieler Zeitraum Spiele
21 Hassan Maatouk 2006– 97
20 Roda Antar 1998–2016 65
19 Mohamad Ghaddar 2006–2017 44
19 Vartan Ghazarian 1995–2001 39
16 Haitham Zein 1998–2004 33
12 Mahmoud El-Ali 2007–2012 46
11 Jamal Khamis Taha 1993–2000 43

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name von bis
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Ljubiša Broćić 1956 1956
Libanon Joseph Nalbandian 1958 1969
Libanon Joseph Abou Murad 1971 1973
Libanon Adnan Meckdache 1974 1976
Libanon Joseph Abou Murad 1976 1978
Libanon Adnan Meckdache 1987 1992
Libanon Adnan Al-Shargi 1993 1993
Wales Terry Yorath 1995 1997
Deutschland Diethelm Ferner 1998 1998
Agypten Mahmoud Saad 1998 2000
Kroatien Josip Skoblar 2000 2000
Deutschland Theo Bücker 2000 2001
Frankreich Richard Tardy 2002 2003
Libanon Mahmoud Hamoud 2003 2005
Syrien Mohammad Kwid 2005 2005
Libanon Adnan Al-Shargi 2005 2005
Libanon Emile Rustom 2005 2006
Libanon Adnan Meckdache 2006 2008
Libanon Emile Rustom 2009 2011
Deutschland Theo Bücker 2011 2013
Italien Giuseppe Giannini 2013 2015
Montenegro Miodrag Radulović 2015 2019
Rumänien Liviu Ciobotariu 2019 2020
Libanon Jamal Taha 2020 2021
Tschechien Ivan Hašek 2021 2022
Serbien Aleksandar Ilić 2022

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Libanesische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 21. Juni 2022, abgerufen am 26. Juni 2022.
  2. rsssf.com: Lebanon – Record International Players