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Omanische Fußballnationalmannschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Oman
Verband Oman Football Association
Konföderation AFC
Technischer Sponsor Jako
Cheftrainer Oman Rashid Jaber
(seit September 2024)
Rekordspieler Ahmed Mubarak (193)
Rekordtorschütze Hani al-Dhabit (42)
Heimstadion Sultan-Qabus-Sportzentrum
FIFA-Code OMA
FIFA-Rang 78. (1313,46 Punkte)
(Stand: 19. Januar 2026)[1]
Heim
Auswärts
Bilanz
567 Spiele
214 Siege
141 Unentschieden
212 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Libyen Konigreich 1951 Libyen 15:1 Oman Oman
(Kairo, Ägypten; 2. September 1965)
Höchster Sieg
Oman Oman 14:0 Bhutan Bhutan
(Maskat, Oman; 28. März 2017)
Höchste Niederlage
Libyen Konigreich 1951 Libyen 21:0 Oman Oman
(Bagdad, Irak; 1. April 1966)
Erfolge bei Turnieren
Asienmeisterschaften
Endrundenteilnahmen 5 (Erste: 2004)
Beste Ergebnisse Achtelfinale 2019
(Stand: 25. März 2025)

Die omanische Fußballnationalmannschaft ist die Nationalmannschaft des Sultanats Oman, das auf der Arabischen Halbinsel liegt.

Bereits früh, im Jahre 1965, bestritt Oman sein erstes Länderspiel. Gegen Libyen hatte die Mannschaft allerdings keine Chance und verlor deutlich mit 1:15. Für die nächsten 15 Jahre gelang es der Mannschaft nicht, auch nur ein Spiel zu gewinnen. Den einzigen Punktgewinn bis dato erreichte das Land 1976 mit einem 1:1 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate beim Golfpokal. Der erste Sieg konnte am 17. Februar 1982 gefeiert werden, als Oman Nepal mit 1:0 besiegte. Seit Anfang der 1990er Jahre verbesserte die Mannschaft ihre Ergebnisse stetig und schloss immer mehr zu den anderen Nationen Vorderasiens auf.

Für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifizierte sich Oman bisher noch nicht. Am knappsten scheiterte man 2002, als die Mannschaft in die letzte Runde einzog, dort aber keine Chance gegen China und die VAE hatte.

Nachdem sich die Mannschaft erstmals 1984 für eine Asienmeisterschaft hatte qualifizieren wollen, erreichten die Omaner 20 Jahre später die Endrunde, als sie u. a. den Weltmeisterschaftsvierten Südkorea mit 3:1 schlug. Bei der Endrunde verlor man das erste Spiel gegen Japan knapp mit 0:1 und trennte sich mit 2:2 gegen den Iran. Trotz des 2:0-Sieges über Thailand schieden die Omaner aus, da der Iran und Japan sich torlos trennten. Am Ende belegten die Omaner den dritten Tabellenplatz.

Bei der Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2004 in Athen lag Oman vor dem letzten Spieltag auf dem ersten Tabellenplatz und musste in Kuwait gegen den Tabellenzweiten Kuwait antreten, während der Tabellendritte Irak in Amman Saudi-Arabien empfing. Ein Sieg in Kuwait hätte die Qualifikation gebracht, allerdings kamen die Omaner nicht über ein 0:0 hinaus und verspielten ihre Qualifikationschancen, da der Irak Saudi-Arabien mit 3:1 schlug und sich aufgrund der besseren Tordifferenz die Endrundenteilnahme sicherte.

Bei der Asienmeisterschaft 2007 schied die Mannschaft sieglos in der Vorrunde aus, 2009 gelang ihr zum ersten Mal der Sieg beim Golfpokal. Ein zweiter Titelgewinn erfolgte 2017.

Bekannte Spieler

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Der wohl bekannteste Spieler ist der ehemalige FC-Reading-Legionär Ali al-Habsi (* 1981).

Weltmeisterschaften

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Nur fünf Spieler haben mehr Länderspiele als Ahmed Mubarak bestritten. (Stand: 20. Februar 2026)

Rekordspieler
Spiele[F 1] Spieler Position Zeitraum Tore
193 Ahmed Mubarak Mittelfeld 2003–2019 24
152 Fawzi Bashir Mittelfeld 2001–2013 30
147 Ali al-Habsi Tor 2001–2019 00
134 Hassan al-Ghilani Abwehr 2003–2015 06
133 Amad al-Hosni Angriff 2003–2015 40
127 (123) Mohammed Saleh Ali al-Musalami Abwehr 2010– 03
123 (116) Saad al-Mukhaini Abwehr 2008–2019 01
120 Harib al-Saadi Mittelfeld 2016– 01
110 Ali al-Busaidi Abwehr 2013– 04
107 (103) Ahmed al-Mukhaini Abwehr 2003–2013 09
102 (101) Ismail al-Ajmi Angriff 2003–2013 15
102 Mohammed al-Noobi Abwehr 1998–2011 00
100 (102) Hani al-Dhabit Mittelfeld 1997–2014 42
100 Abdul Aziz al-Muqbali Mittelfeld 2011–2021 34
Rekordschützen
Tore Spieler Zeitraum Spiele
42 Hani al-Dhabit 1997–2014 100 (102)
40 Amad al-Hosni 2003–2015 133
34 Abdulaziz al-Muqbali 2011–2019, 2021 100
30 Fawzi Bashir 2001–2013 152
24 Ahmed Mubarak 2003–2019 193
21 Issam Abdallah Said al-Sabhi 2019– 072

Quelle: Oman – Record International Players[2]

  1. Von der FIFA anerkannte Spiele und Tore in Klammern, wenn abweichend.

Asienmeisterschaften

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  • 1956 bis 1980nicht teilgenommen
  • 1984nicht qualifiziert
  • 1988nicht teilgenommen
  • 1992 bis 2000nicht qualifiziert
  • 2004 – Gruppenphase
  • 2007 – Gruppenphase
  • 2011nicht qualifiziert
  • 2015 – Gruppenphase
  • 2019 – Achtelfinale
  • 2024 – Gruppenphase
  • 2027Qualifiziert

Westasienmeisterschaften

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  • 2000 bis 2007nicht teilgenommen
  • 2008Vorrunde
  • 2010Vorrunde
  • 2012Dritter Platz
  • 2013/14Vorrunde
  • 2019nicht teilgenommen
  • 2021qualifiziert (Austragung erst 2023)

Teilnahme Omans am FIFA-Arabien-Pokal

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  • 2021Viertelfinale (gegen den späteren Gewinner Tunesien ausgeschieden)

Länderspiele gegen deutschsprachige Fußballnationalmannschaften

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Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 18.02.1998 Maskat Oman Oman 0:2 Deutschland Deutschland
2. 10.02.1999 Maskat Oman Oman 1:2 Schweiz Schweiz
3. 19.02.2000 Maskat Oman Oman 1:4 Schweiz Schweiz
4. 16.11.2022 Maskat Oman Oman 0:1 Deutschland Deutschland

Bisher fanden keine Länderspiele gegen Österreich, Luxemburg und Liechtenstein statt.

Trainer Zeitraum
Agypten Mamadoh Mohammed Al-Khafaji 1974–1976
EnglandEngland George Smith 1979
Tunesien Hamed El-Dhiab 1980–1982
Tunesien Mansaf El-Meliti 1982
Brasilien Paulo Heiki 1984
Brasilien Antônio Clemente 1986
Brasilien Jorge Vitório 1986–1988
DeutschlandDeutschland Karl-Heinz Heddergott 1988–1989
DeutschlandDeutschland Bernd Patzke 1990–1992
Iran Heshmat Mohajerani 1992–1994
Oman Rashid Jaber 1995–1996
Agypten Mahmoud El-Gohary 1996
Slowakei Jozef Vengloš 1996–1997
Schottland Ian Porterfield 1997
Iran Homayoun Shahrokhi 1997–1998
Brasilien Valdeir Vieira 1998–1999
Brasilien Carlos Alberto Torres 2000–2001
Tschechien Milan Máčala 2001
DeutschlandDeutschland Bernd Stange 2001
Oman Rashid Jaber 2002
Tschechien Milan Máčala 2003–2005
Kroatien Srečko Juričić 2005–2006
Oman Hamad Al-Azani 2006
(Interimstrainer)
Tschechien Milan Máčala 2006–2007
Argentinien Gabriel Calderón 2007–2008
Uruguay Julio César Ribas 2008
Oman Hamad Al-Azani 2008
(Interimstrainer)
FrankreichFrankreich Claude Le Roy 2008–2010
Oman Hamad Al-Azani Jan 2010
(während der Abwesenheit Le Roys nur bei Freundschaftsspielen)
FrankreichFrankreich Paul Le Guen 2011–2016
SpanienSpanien Juan Ramón López Caro 2016
NiederlandeNiederlande Pim Verbeek 2016–2019
NiederlandeNiederlande Erwin Koeman 2019
Kroatien Branko Ivanković 2020–2024
Tschechien Jaroslav Šilhavý 2024
Oman Rashid Jaber seit 2024
Commons: Omanische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 19. Januar 2026, abgerufen am 20. Januar 2026. (Mannschaften ohne Platz und Punkte sind seit mehr als 48 Monaten inaktiv.)
  2. Oman - Record International Players, auf rsssf.org, abgerufen am 20. Februar 2026