Saudi-arabische Fußballnationalmannschaft

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Saudi-Arabien
Snft png logo.png
Spitzname(n) Grüne Falken
Verband Saudi Arabia Football Federation
Konföderation AFC
Technischer Sponsor Puma
Trainer Juan Ramón López Caro
Rekordtorschütze Madschid Mohammed Abdullah (67)
Rekordspieler Mohammad ad-Daʿayyaʿ (178[1])
Heimstadion König-Fahd-Stadion
FIFA-Code KSA
FIFA-Rang 75. (453 Punkte)
(Stand: 13. März 2014)[2]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Saudi-Arabien Saudi-Arabien 3:1 Syrien Syrien 1932Syrien
(Beirut, Libanon; 20. Oktober 1957)
Höchster Sieg
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien 8:0 Macao Flag of the Government of Portuguese Macau (1976-1999).svg
(Ta'if, Saudi-Arabien; 14. Mai 1993)
Höchste Niederlage
Flag of United Arab Republic.svg Ägypten 13:0 Saudi-Arabien Saudi-Arabien
(Casablanca, Marokko; 3. September 1961)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 4 (Erste: 1994)
Beste Ergebnisse Achtelfinale 1994
Asienmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 8 (Erste: 1984)
Beste Ergebnisse Sieger 1984, 1988, 1996
(Stand: 06.11.2008)

Die saudi-arabische Fußballnationalmannschaft gehört seit Mitte der 1980er-Jahre zu den stärksten asiatischen Nationalmannschaften. Nach dem zweimaligen Gewinn der Asienmeisterschaft konnte sich das Nationalteam Saudi-Arabiens 1994 erstmals für eine WM-Endrunde qualifizieren. Im Verlauf dieses Turniers ist mit dem Erreichen des Achtelfinales (nach Siegen gegen Marokko und Belgien) der bislang größte Erfolg bei Weltmeisterschaften erreicht worden. Die Mannschaft konnte sich danach noch dreimal für die WM-Endrunden qualifizieren. In der Qualifikation für die Endrunde 2010 scheiterte Saudi-Arabien aber in der letzten asiatischen Qualifikationsrunde gegen Bahrain. Nach einem 0:0 in Bahrain, gelang im eigenen Land nur ein 2:2. Saudi-Arabien schied daraufhin wegen der Auswärts-Torregel aus.

Trainiert wurde die Mannschaft seit März 2007 vom Brasilianer Hélio dos Anjos, der seinen Landesmann Marcos Paquetá ablöste. In elf Jahren hatten sich damit insgesamt 15 Trainer auf dem Posten des Nationalcoachs versucht. Im Februar 2009 übernahm der Portugiese José Peseiro das Traineramt von Nasser Al Johar. Nachdem Peseiro während der Asienmeisterschaft 2011 sein Amt niederlegen musste, übernahm Al Johar erneut – für neun Tage. Nachdem auch das dritte Spiel der Asienmeisterschaft verloren gegangen war, wurde Al Johar ebenfalls freigestellt. Im Juni 2011 verpflichtete der Verband Frank Rijkaard zum neuen Cheftrainer[3], dieser wurde am 15. Januar 2013 entlassen.[3]

Teilnahmen an Olympischen Spielen[Bearbeiten]

1900 bis 1972 nicht teilgenommen
1976 in Montreal nicht qualifiziert
1980 in Moskau nicht teilgenommen
1984 in Los Angeles Vorrunde
1988 in Seoul nicht qualifiziert

Nach 1988 hat die A-Nationalmannschaft nicht mehr an den Olympischen Spielen und den Qualifikationsspielen dazu teilgenommen. 1996 schied die Olympiamannschaft in der Vorrunde aus.

Teilnahme Saudi-Arabiens an der Fußball-Weltmeisterschaft (viermal)[Bearbeiten]

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[4] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen Staatsgründung erst 1932
1934 Italien nicht teilgenommen 1. Länderspiel erst 1957
1938 Frankreich nicht teilgenommen 1. Länderspiel erst 1957
1950 Brasilien nicht teilgenommen 1. Länderspiel erst 1957
1954 Schweiz nicht teilgenommen 1. Länderspiel erst 1957
1958 Schweden nicht teilgenommen
1962 Chile nicht teilgenommen
1966 England nicht teilgenommen
1970 Mexiko nicht teilgenommen
1974 Deutschland nicht teilgenommen
1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde am Iran gescheitert.
1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation im Finalturnier an Neuseeland und Kuwait gescheitert.
1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation in der Westasien-Gruppenphase an den VAE gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der Endrunde an Südkorea und den VAE gescheitert.
1994 USA Achtelfinale Schweden 12. Solari, JorgeJorge Solari Die Gruppenphase wurde punkt- und torgleich hinter den Niederlanden als Gruppenzweiter überstanden, die schlechtere Platzierung resultierte aus dem direkten Vergleich, der verloren wurde. Im Achtelfinale kam dann gegen den späteren Dritten das Aus.
1998 Frankreich Vorrunde Dänemark, Frankreich, Südafrika 28. Parreira, Carlos AlbertoCarlos Alberto Parreira Nach Niederlagen gegen Dänemark und den Gastgeber und späteren Weltmeister Frankreich und einem Remis gegen Südafrika als Gruppenletzter ausgeschieden.
2002 Südkorea/Japan Vorrunde Deutschland, Kamerun, Irland 32. Al-Johar, NasserNasser Al-Johar Nach 3 Niederlagen und ohne Torerfolg als Gruppenletzter ausgeschieden. Das 0:8 gegen Deutschland ist die höchste WM-Niederlage für Saudi-Arabien und der höchste WM-Sieg für Deutschland.
2006 Deutschland Vorrunde Tunesien , Ukraine, Spanien 28. Paquetá, MarcosMarcos Paquetá Nach einem Remis gegen Tunesien und Niederlagen gegen die Ukraine und Spanien als Gruppenletzter ausgeschieden.
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 5. Runde an Bahrain gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 3. Runde an Australien und dem Oman gescheitert.
2018 Russland
2022 Katar

FIFA Konföderationen-Pokal[Bearbeiten]

Saudi-Arabien nahm als Veranstalter des zunächst König-Fahd-Pokal genannten Wettbewerbs an den ersten drei Austragungen sowie 1999 als Sieger des AFC Asien-Pokal 1996 teil.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzter Gegner Ergebnis[K 1] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1992 Saudi-Arabien Finale Argentinien Zweiter Rosa, NelsinhoNelsinho Rosa
1995 Saudi-Arabien Vorrunde Dänemark, Mexiko 5. Al-Kharashy, MohammedMohammed Al-Kharashy
1997 Saudi-Arabien Vorrunde Australien, Brasilien, Mexiko 7. Otto Pfister
1999 Mexiko Spiel um Platz 3 USA Vierter Máčala, MilanMilan Máčala
2001 Südkorea/Japan nicht qualifiziert
2003 Frankreich nicht qualifiziert
2005 Deutschland nicht qualifiziert
2009 Südafrika nicht qualifiziert
2013 Brasilien nicht qualifiziert
  1. Laut All-time Ranking 1992-2009 [1] (PDF; 1,8 MB)

Fußball-Asienmeisterschaften[Bearbeiten]

  • 1976 - auf Endrundenteilnahme verzichtet
  • 1980 - nicht teilgenommen
  • 1984 - Asienmeister
  • 1988 - Asienmeister
  • 1992 - Vizemeister
  • 1996 - Asienmeister
  • 2000 - Vizemeister
  • 2004 - Vorrunde
  • 2007 - Vizemeister
  • 2011 - Vorrunde
  • 2015 – qualifiziert

Titel[Bearbeiten]

Länderspiele gegen deutschsprachige Fußball-Nationalmannschaften[Bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 22.02.1998 Riad Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien 0:3 DeutschlandDeutschland Deutschland
2. 01.06.2002 Sapporo (JapanJapan) DeutschlandDeutschland Deutschland 8:0 Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien
3. 30.04.2003 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 1:0 Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien

Bisher gab es keine Begegnungen gegen die Schweiz und Österreich.

Statistiken[Bearbeiten]

Rekordspieler[Bearbeiten]

Saudi-Arabien besitzt die meisten Spieler mit mindestens 100 Spielen.

Spiele Name Zeitraum
172 (178) Mohammad ad-Daʿayyaʿ 1990 bis 2006
163 (145) Mohammad Al-Khilaiwi 1992 bis 2001
156 Sami al-Dschabir 1992 bis 2006
142 (122) Abdullah Zubromawi 1993 bis 2002
132 (108) Hussein Suleimani 1996 bis 2009
121 (120) Mohamed Abdeljawid 1993 bis 2002
118 Saud Kariri seit 2001
117 Mohammad asch-Schalhub 2000 bis 2012
116 (120) Madschid Mohammed Abdullah 1978 bis 1994
116 (114) Ahmed Jamil Madani 1986 bis 1998
114 (112) Khaled al-Muwallid 1988 bis 1998
113 (?) Ahmad ad-Duchi 1997 bis 2006
112 Yassir al-Qahtani seit 2002
105 (103) Khamis Al-Dosari 1997 seit 2006
103 (101) Muhammad al-Dschahani 1994 seit 2002

Anmerkung: Von der FIFA (Zahlen in Klammern, wenn abweichend) und RSSSF wurden im August und September 2013 weitere Saudi-arabische Spieler in die Liste der Spieler mit mindestens 100 Spielen aufgenommen und Daten bereits zuvor aufgeführter Spieler geändert. Quellen: FIFA Hunderterklub (Stand: 20. August 2013) (PDF; 57 kB), Saudi Arabia - Record International Players (Stand: 12. September 2013)

Rekordtorschützen[Bearbeiten]

Tore Name Spiele Quote WM-Tore AM-Tore
71 Madschid Mohammed Abdullah 116 0,61 0 3
46 Sami al-Dschabir 156 0,32 3 2
42 Yassir al-Qahtani 112 0,38 1 5
39[5] Ubaid ad-Dusari 093 0,42 0 0
32 Talal al-Meshal ? ? ? ?
28 Khaled al-Muwallid 114 0,25 0 2
25 Fahad al-Mehalel 086 0,29 ? ?
24 Said al-Uwairan 075 0,32 ? ?
24 Ibrahim asch-Schahrani 084 0,29 ? ?
20 Youssef al-Tunayan 081 0,25 ? ?

Quelle: Saudi Arabia - Record International Players (Stand: 12. September 2013)

Länderspiele[Bearbeiten]

Spiele Gegner
36 Kuwait
35 Katar
29 Bahrain
26 Vereinigte Arabische Emirate
25 Irak

Trainer der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Trainer von bis
Ägypten 1952Ägypten Abdulrahman Fawzi 1957 1962
TunesienTunesien Ali Chaouach 1962 1970
EnglandEngland Siktir Baba 1970 1972
Agypten 1972Ägypten Taha Ismail 1972 1974
Agypten 1972Ägypten Abdo Saleh Washash 1974 1974
Ungarn 1957Ungarn Ferenc Puskás 1975 1975
EnglandEngland Bill McGarry 1976 1977
EnglandEngland Danny Allison 1978 1978
EnglandEngland David Wallit 1979 1979
Brasilien 1968Brasilien Rubens Minelli 1980 1980
Brasilien 1968Brasilien Mário Zagallo 1981 1984
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Khalil Ibrahim Al-Zayani 1984 1986
UruguayUruguay Kosia Tastilo 1986 1986
Brasilien 1968Brasilien Osvaldo 1987 1987
Brasilien 1968Brasilien Carlos Galletti 1988 1988
UruguayUruguay Omar Borras 1988 1988
Brasilien 1968Brasilien Carlos Alberto Parreira 1988 1990
TurkeiTürkei Metin Türel 1990 1990
BrasilienBrasilien Caldinho Garcia 1992 1992
BrasilienBrasilien Veloso 1992 1992
BrasilienBrasilien Candinho 1993 1993
NiederlandeNiederlande Leo Beenhakker 1993 1994
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Mohammed Al-Kharashy 1994 1994
BrasilienBrasilien Ivo Wortmann 1994 1994
ArgentinienArgentinien Jorge Solari 1994 1994
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Mohammed Al-Kharashy 1995 1995
BrasilienBrasilien Zé Mario 1995 1996
PortugalPortugal Eduardo Vingada/Nelo Vingada 1996 1997
DeutschlandDeutschland Otto Pfister 1998 1998
BrasilienBrasilien Carlos Alberto Parreira 1998 1998
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Mohammed Al-Kharashy 06/1998 06/1998
DeutschlandDeutschland Otto Pfister 1999 02/1999
TschechienTschechien Milan Máčala 05/1999 2000
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Nasser Al Johar 2000 2000
SerbienSerbien Slobodan Santrač 08/2001 08/2001
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Nasser Al Johar 08/2001 07/2002
NiederlandeNiederlande Gerard van der Lem 08/2002 08/2004
NiederlandeNiederlande Martin Koopman 2002 2002
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Nasser Al Johar 09/2004 11/2004
ArgentinienArgentinien Gabriel Calderon 11/2004 12/2005
BrasilienBrasilien Marcos Paquetá 12/2005 2007
BrasilienBrasilien Helio dos Anjos 03/2007 06/2008
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Nasser Al Johar 06/2008 02/2009
PortugalPortugal José Peseiro 02/2009 01/2011
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Nasser Al Johar 01/2011 02/2011
BrasilienBrasilien Rogério Lourenço 06/2011 06/2011
NiederlandeNiederlande Frank Rijkaard 06/2011 01/2013

Sonstige Nationalmannschaften[Bearbeiten]

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit Behinderung gewann die saudi-arabische Mannschaft vor 14.500 Zuschauern in der Leverkuser Bayarena den Titel.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. In früheren Statistiken wurde er mit 181 Spielen gelistet, da drei Spiele bei den Asienspielen 1990, die Abdullah ad-Daʿayyaʿ bestritten hatte, irrtümlich Mohammad zugerechnet wurden.[2]
  2. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, Februar 2014. Abgerufen am 13. Februar 2014
  3. a b Rijkaard nach Saudi-Arabien, Hamburger Morgenpost vom 29. Juni 2011 (abgerufen am 29. Juni 2011)
  4. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930-2010 (PDF; 200 kB)
  5. Zudem 2 Tore gegen die algerische Olympiamannschaft