Aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft

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Aserbaidschan
Azərbaycan
AFFA-Logo
Verband Azərbaycan Futbol Federasiyaları Assosiasiyası
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Nike
Cheftrainer ItalienItalien Albanien Gianni De Biasi (seit 2020)
Kapitän Maksim Medvedev
Rekordspieler Rəşad Sadıqov (111)
Rekordtorschütze Qurban Qurbanov (14)
Heimstadion Tofiq-Bəhramov-Stadion
FIFA-Code AZE
FIFA-Rang 123. (1146,72 Punkte)
(Stand: 6. Oktober 2022)[1]
Heim
Auswärts
Ausweich
Bilanz
268 Spiele
49 Siege
72 Unentschieden
147 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Georgien 1990 Georgien 6:3 Aserbaidschan Aserbaidschan
(Gurdschaani, Georgien; 17. September 1992)
Höchster Sieg
Aserbaidschan Aserbaidschan 4:0 Liechtenstein Liechtenstein
(Baku, Aserbaidschan; 5. Juni 1999)
Höchste Niederlage
Frankreich Frankreich 10:0 Aserbaidschan Aserbaidschan
(Auxerre, Frankreich; 6. September 1995)
(Stand: 12. November 2021)

Die aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahl der besten Fußballspieler aus Aserbaidschan.

Die Mannschaft konnte sich bisher weder für eine Fußball-Weltmeisterschaft noch für eine Fußball-Europameisterschaft qualifizieren. Obwohl das Land geographisch in Asien liegt, ist der Verband Mitglied der europäischen UEFA, weswegen die Nationalmannschaft an den europäischen Wettbewerben teilnimmt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende 1991 war Aserbaidschan Teil der Sowjetunion, weswegen Spieler aus der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik nur in der Fußballnationalmannschaft der UdSSR spielen konnten.

Der aserbaidschanische Fußballverband wurde 1992 gegründet und trat 1994 der UEFA und der FIFA bei. Ihre ersten Pflichtspiele bestritt die aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft im Rahmen der Qualifikation zur Europameisterschaft 1996 und beendete diese mit einem Punkt aus 10 Spielen abgeschlagen auf dem letzten Platz. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Heimspiele in Trabzon in der Türkei ausgetragen.

In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1998 gelang ihnen ein überraschender 1:0-Sieg gegen die Schweiz, waren dies doch die einzigen Punkte, die sie in dieser Gruppe holen konnten.

Eine weitere Überraschung gelang ihnen in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2000 mit dem 1:1 gegen den späteren EM-Halbfinalisten Portugal. Allerdings holte Aserbaidschan auch in jener Qualifikationsrunde nur vier Punkte und verlor 1:2 gegen Liechtenstein.

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2002 gelang der erst dritte Pflichtspielsieg für Aserbaidschan, ein 2:0 gegen die Slowakei. Dem folgte in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2004 ein 2:1 gegen Serbien-Montenegro.

Dennoch gehört Aserbaidschan immer noch zu den Fußball-Entwicklungsländern. Auch die Nominierung des Brasilianers Carlos Alberto Torres, einstiger Weltmeister von 1970, zum Nationaltrainer änderte daran nichts. Er ist mittlerweile schon wieder entlassen. Im November 2005 wurde Şahin Diniyev zum neuen Nationaltrainer ernannt. Er legte einen Dreijahresplan zum Aufbau einer neuen Mannschaft vor und setzte den Wechsel der Trikotfarben in blau-rot-grün (Nationalfarben) durch. In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 wurde man erneut Gruppenletzter, es gelang aber ein Sieg gegen Finnland (1:0). Von April 2008 bis Oktober 2014 war Berti Vogts Nationaltrainer der aserbaidschanischen Elf. Mit dem ehemaligen deutschen Bundestrainer belegte man in der WM-Qualifikation für 2010 den vorletzten Platz und ließ Liechtenstein hinter sich. Gegen Liechtenstein gab es den einzigen Sieg und ein Unentschieden. Eine große Sensation gab es im letzten Spiel zu bejubeln. Gegen den Gruppenzweiten, EM-Halbfinalisten und Erzrivalen Russland erreichte man in Baku ein 1:1.

In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 gelang dem Team nach dem 1:6 gegen Deutschland und 0:3 gegen Österreich am 12. Oktober 2010 ein 1:0-Sieg gegen die Türkei. Auch mit einem 1:1 gegen Belgien am 2. September 2011 konnte die Mannschaft überraschen.

In der WM-Qualifikation 2018 spielte Aserbaidschan auch gegen Deutschland. Durch den Sieg gegen Norwegen am zweiten Spieltag und das 0:0-Unentschieden gegen Tschechien stieg die Nationalmannschaft in der FIFA-Weltrangliste (Ausgabe Oktober 2016) auf Platz 88, den besten Platz in der Geschichte des Landes.

Weltmeisterschafts-Teilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europameisterschafts-Teilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aserbaidschan nahm als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. In der sowjetischen Nationalmannschaft spielten aserbaidschanische Spieler aber keine große Rolle. Nur wenige aserbaidschanische Spieler kamen zu EM-Einsätzen, so 1972 Anatoli Banischewski. Nach der Auflösung der Sowjetunion in mehrere selbständige Staaten nahm Aserbaidschan erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber nie qualifizieren und es reichte höchstens zum vorletzten Gruppenplatz.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und Frankreich gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation erneut an Rumänien sowie an Portugal gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien und Wales, das sich auch nicht qualifizieren konnte, gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Polen und erneut Portugal gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an Deutschland und der Türkei, die sich auch nicht qualifizieren konnte, gescheitert.
2016 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation traf Aserbaidschan auf Italien, Kroatien, Norwegen, Bulgarien und Malta. Bereits nach 8 Spielen war eine Qualifikation nicht mehr möglich.
2021 Europa nicht qualifiziert In der Qualifikation an Kroatien und Wales gescheitert.

Kleinere Turniere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Position Sp. S U N Tore Pkt.
1993 Iran ECO-Cup 1. 4 2 1 1 8:5 5

Länderspiele gegen deutschsprachige Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 31. August 1996 Baku Aserbaidschan Aserbaidschan 1:0 Schweiz Schweiz
2. 11. Oktober 1997 Zürich Schweiz Schweiz 5:0 Aserbaidschan Aserbaidschan
3. 14. Oktober 1998 Vaduz Liechtenstein Liechtenstein 2:1 Aserbaidschan Aserbaidschan
4. 5. Juni 1999 Baku Aserbaidschan Aserbaidschan 4:0 Liechtenstein Liechtenstein
5. 8. September 2004 Wien Osterreich Österreich 2:0 Aserbaidschan Aserbaidschan
6. 7. September 2005 Baku Aserbaidschan Aserbaidschan 0:0 Osterreich Österreich
7. 10. September 2008 Baku Aserbaidschan Aserbaidschan 0:0 Liechtenstein Liechtenstein
8. 12. August 2009 Baku Aserbaidschan Aserbaidschan 0:2 Deutschland Deutschland
9. 9. September 2009 Hannover Deutschland Deutschland 4:0 Aserbaidschan Aserbaidschan
10. 10. Oktober 2009 Vaduz Liechtenstein Liechtenstein 0:2 Aserbaidschan Aserbaidschan
11. 3. März 2010 Luxemburg Luxemburg Luxemburg 1:2 Aserbaidschan Aserbaidschan
12. 7. September 2010 Köln Deutschland Deutschland 6:1 Aserbaidschan Aserbaidschan
13. 8. Oktober 2010 Wien Osterreich Österreich 3:0 Aserbaidschan Aserbaidschan
14. 7. Juni 2011 Baku Aserbaidschan Aserbaidschan 1:3 Deutschland Deutschland
15. 7. Oktober 2011 Baku Aserbaidschan Aserbaidschan 1:4 Osterreich Österreich
16. 6. Februar 2013 Dubai Aserbaidschan Aserbaidschan 1:0 Liechtenstein Liechtenstein
17. 22. März 2013 Luxemburg Luxemburg Luxemburg 0:0 Aserbaidschan Aserbaidschan
18. 7. Juni 2013 Baku Aserbaidschan Aserbaidschan 1:1 Luxemburg Luxemburg
19. 26. März 2017 Baku Aserbaidschan Aserbaidschan 1:4 Deutschland Deutschland
20. 8. Oktober 2017 Kaiserslautern Deutschland Deutschland 5:1 Aserbaidschan Aserbaidschan
21. 1. September 2021 Luxemburg Luxemburg Luxemburg 2:1 Aserbaidschan Aserbaidschan
22. 11. November 2021 Baku Aserbaidschan Aserbaidschan 1:3 Luxemburg Luxemburg


Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 14. November 2021

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum
01. Rəşad Sadıqov 111 5 Abwehr 2001–2017
02. Aslan Kərimov 80 0 Mittelfeld 1994–2008
03. Kamran Ağayev 79 0 Tor 2008–2018
04. Maksim Medvedev 76 4 Abwehr 2009–
Mahir Şükürov 76 4 Abwehr 2004–2014
06. Mahmud Qurbanov 75 1 Mittelfeld 1992–2008
Tərlan Əhmədov 75 0 Abwehr 1992–2005
08. Qara Qarayev 73 0 Mittelfeld 2013–
09. Qurban Qurbanov 68 14 Angriff 1992–2005
10. Emin Ağayev 65 1 Abwehr 1992–2005
11. Vüqar Nadirov 61 4 Angriff 2004–2015
12. Rahid Əmirquliyev 60 3 Mittelfeld 2007–2018
Badavi Hüseynov 60 1 Abwehr 2012–

Quelle: eu-football.info[2]

Rekordtorschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 14. November 2021

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum
01. Qurban Qurbanov 14 68 0,21 1992–2005
02. Vaqif Cavadov 9 58 0,16 2006–2014
03. Emin Mahmudov 8 26 0,31 2016–
Dimitrij Nazarov 8 43 0,19 2014–2019
05. Elvin Məmmədov 7 37 0,19 2008–2017
Ramil Şeydayev 7 43 0,17 2016–
Branimir Subašić 7 40 0,18 2007–2013
Rauf Əliyev 7 47 0,15 2010–2018

Quelle: eu-football.info[3]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: eu-football.info[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 6. Oktober 2022, abgerufen am 17. Oktober 2022.
  2. Players by appearances (caps) (englisch) European football database. Abgerufen am 10. Dezember 2021.
  3. Players by goals scored (englisch) European football database. Abgerufen am 10. Dezember 2021.
  4. Managers (englisch) European football database. Abgerufen am 22. Januar 2019.