Manuel Feller

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Manuel Feller Ski Alpin
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 13. Oktober 1992 (28 Jahre)
Geburtsort St. Johann in Tirol, Österreich
Größe 184 cm
Gewicht 85 kg
Karriere
Disziplin Slalom, Riesenslalom
Verein SC Fieberbrunn
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber Pyeongchang 2018 Mannschaft
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
Silber St. Moritz 2017 Slalom
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Gold Québec 2013 Slalom
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 11. November 2012
 Einzel-Weltcupsiege 2
 Gesamtweltcup 10. (2018/19, 2020/21)
 Riesenslalomweltcup 4. (2017/18)
 Slalomweltcup 4. (2020/21)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Riesenslalom 0 1 0
 Slalom 2 4 1
 Mannschaft 0 0 1
letzte Änderung: 21. März 2021

Manuel Feller (* 13. Oktober 1992 in St. Johann in Tirol) ist ein österreichischer Skirennläufer. Er ist auf die technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom spezialisiert.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feller stammt aus Fieberbrunn und besuchte die Skihauptschule Neustift und die Skihandelsschule in Stams. Nach Erreichen des Alterslimits nahm er in der Saison 2007/2008 erstmals an FIS-Rennen teil, erste sporadische Einsätze im Europacup folgten ab Jänner 2010. Im Frühjahr 2010 wurde Feller in den C-Kader des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) aufgenommen. Er erreichte im Laufe des Jahres 2011 die ersten Podestplätze und schließlich den ersten Sieg in einem FIS-Rennen und kam ab der Saison 2011/2012 regelmäßig im Europacup zum Einsatz. Nach ersten Punktegewinnen im Europacup wurde er für die Juniorenweltmeisterschaft 2012 in Roccaraso nominiert, bei der er neben dem vierten Platz im Teamwettbewerb als bestes Einzelergebnis den 14. Platz im Riesenslalom belegte. Im März 2012 wurde er hinter Mario Matt Österreichischer Vizemeister im Slalom, nach Saisonende stieg er in den B-Kader des ÖSV auf.

Am Beginn der Saison 2012/13 kam Feller in seiner stärksten Disziplin, dem Slalom, zu ersten Einsätzen im Weltcup. In seinem zweiten Weltcuprennen am 8. Dezember 2012 in Val-d’Isère gewann er mit Platz 23 die ersten Weltcuppunkte. Vier Tage später feierte er im Slalom von Obereggen seinen ersten Sieg im Europacup. Feller nahm am 29. Jänner 2013 am City Event im Moskau teil. Er schied in der ersten Runde aus, was gleichbedeutend war mit dem geteilten neunten Rang.

Bei den Alpinen Juniorenweltmeisterschaften 2013 in Québec gewann Feller die Goldmedaille im Slalom. Am 24. Jänner 2014 erzielte er mit Platz 8 im Slalom von Kitzbühel sein bis dahin bestes Weltcupergebnis. Im Dezember 2014 erlitt Feller einen Bandscheibenvorfall, womit er für den Rest der Saison 2014/15 ausfiel.[1] In der Saison 2015/16 fuhr er im Riesentorlauf von Val-d’Isère am 12. Dezember 2015 auf den vierten Platz und erreichte sein bisher bestes Ergebnis im Weltcup.[2]

In die Saison 2016/17 startete er mit Platz 5 im Slalom von Levi. Anschließend hatte er mit mehreren Ausfällen zu kämpfen, bis er im Slalom von Adelboden als Siebter wieder ein gutes Ergebnis erzielte. Auf zwei weitere Ausfälle folgte Platz 6 im Slalom von Schladming. Im Riesentorlauf erreichte er ein ausgezeichnetes Resultat in Adelboden, als er Fünfter wurde. Er wurde für die Alpine Skiweltmeisterschaft 2017 in St. Moritz nominiert und belegte im Teambewerb mit Österreich den 5. Platz. Im Slalom gewann er hinter seinem Teamkollegen Marcel Hirscher die Silbermedaille. Die Medaille war aus vielfacher Hinsicht eine Sensation. Zum einen war es sein erster Podestplatz in einem wichtigen (WM oder Weltcup) Rennen, zum anderen war einen Tag vor dem Rennen der Antritt aufgrund von starken Rückenschmerzen in Frage. Zudem lag er nach dem 1. Durchgang auf der siebten Position und somit deutlich von den Medaillenrängen entfernt. Trotzdem konnte er sich mit einem angriffslustigen Lauf die Silbermedaille sichern.[3]

In der Saison 2017/18 gelang es ihm, sich im Riesenslalom in der absoluten Weltspitze zu etablieren. Während er im Slalom neben vierten und fünften Plätzen auch mehrere Ausfälle zu verzeichnen hatte, fuhr er in seiner zweiten Disziplin konstant in die Top 10 und schaffte als Zweiter im Riesenslalom von Garmisch-Partenkirchen hinter Marcel Hirscher erstmals den Sprung auf ein Weltcuppodest. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gewann der damals 25-Jährige im Mannschaftswettbewerb zusammen mit Stephanie Brunner, Katharina Gallhuber, Katharina Liensberger, Michael Matt und Marco Schwarz die Silbermedaille.

In der Saison 2018/19 lieferte er seine bisher stärkste Slalom-Saison ab. Er wurde jeweils beim Lauberhornslalom in Wengen und beim Saisonfinale in Soldeu Zweiter. Zusätzlich erreichte er noch einen dritten Platz beim Slalom in Zagreb. Bei jedem Saisonrennen bei dem er ins Ziel kam, war er unter den Top-10 platziert, er schied jedoch insgesamt viermal aus, jedes Mal im ersten Durchgang. Im Riesentorlauf startete er mit einem Ausfall in Beaver Creek, ehe er in Alta Badia mit einem Vierten Platz sein, neben dem vierten Platz beim Saisonfinale, stärkstes Saisonergebnis holen konnte. Er wurde für die Alpine Skiweltmeisterschaft 2019 in Åre nominiert. Seine Silber-Medaille vom Slalom 2017 konnte er nicht verteidigen und musste sich mit den Positionen 6 im Slalom und 15 im Riesenslalom zufriedengeben.

Die Saison 2019/20 verlief für ihn alles andere als optimal, er konnte sich weder in Slalom noch Riesenslalom ein Top-10-Ergebnis sichern. Grund für die schwache Saisonleistung war auch die Tatsache, dass er im Dezember 2019 in den USA einen Bandscheibenvorfall erlitten hat.[4]

In der Saison 2020/21 fand er im Slalom zu seiner Form zurück und konnte sich bereits beim ersten Saison-Slalom in Alta Badia mit dem zweiten Platz sein erstes Saisonpodest holen. Es folgte ein vierter Platz in Madonna, ein zweiter in Zagreb und ein Ausfall in Adelboden, ehe er am 16. Jänner 2021 im Slalom von Flachau erstmals ein Weltcuprennen gewinnen konnte. Vor seinem Sieg bezeichnete Feller den Hang in Flachau als "Märchenwiese", da dieser angeblich zu flach für den Herren-Weltcup sei. Regulär finden in Flachau lediglich Rennen des Damen-Weltcups statt, die Rennen 2021 waren Ersatzrennen für die aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagten Bewerbe in Wengen und Kitzbühel.[5] Bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2021 trat er im Slalom und Riesenslalom an. Im Riesenslalom schied er im 1. Durchgang aus, im Slalom, wo er als Mitfavorit gehandelt wurde, belegte er im 1. Durchgang den 24. Platz und musste somit, aufgrund des geänderten Reglements, nach den besten 15 starten, wo er dann schließlich ausschied.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 8 Podestplätze, davon 2 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
16. Jänner 2021 Flachau Österreich Slalom
21. März 2021 Lenzerheide Schweiz Slalom

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Riesenslalom Slalom
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2012/13 83. 49 30. 49
2013/14 66. 86 22. 86
2015/16 32. 306 13. 181 21. 125
2016/17 31. 266 16. 145 21. 121
2017/18 13. 481 4. 309 17. 172
2018/19 10. 558 14. 170 8. 388
2019/20 58. 141 27. 59 26. 82
2020/21 10. 595 23. 107 4. 488

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
12. Dezember 2012 Obereggen Italien Slalom
4. März 2013 La Molina Spanien Slalom
11. März 2014 Soldeu Andorra Riesenslalom
5. Dezember 2015 Trysil Norwegen Riesenslalom
6. Dezember 2015 Trysil Norwegen Riesenslalom

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bittere Nachrichten für Manuel Feller. (Nicht mehr online verfügbar.) In: skionline.ch. 15. Dezember 2014, archiviert vom Original am 24. September 2015; abgerufen am 15. Dezember 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.skionline.ch
  2. Platz vier im Riesentorlauf – Manuel Feller rast zu bestem Weltcupergebnis. In: smpr.at. 15. Dezember 2015, abgerufen am 18. Dezember 2015.
  3. kitzanzeiger: Empfang für Manuel Feller. Abgerufen am 13. Februar 2021.
  4. Nach Bandscheibenvorfall: Manuel Feller fällt mindestens bis Mitte der Saison aus. In: www.kleinezeitung.at. (kleinezeitung.at [abgerufen am 13. Februar 2021]).
  5. Manuel Feller rockt die „Märchenwiese“. Abgerufen am 13. Februar 2021.