Rossana

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Dieser Artikel bezieht sich auf die Gemeinde in Italien; für weitere Bedeutungen siehe auch Rossana (Begriffsklärung).
Rossana
Kein Wappen vorhanden.
Rossana (Italien)
Rossana
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Cuneo (CN)
Koordinaten 44° 32′ N, 7° 26′ OKoordinaten: 44° 32′ 0″ N, 7° 26′ 0″ O
Höhe 535 m s.l.m.
Fläche 19 km²
Einwohner 897 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 47 Einw./km²
Postleitzahl 12020
Vorwahl 0175
ISTAT-Nummer 004197
Volksbezeichnung Rossanesi
Schutzpatron Assunta
Website Rossana

Rossana (piemontesisch Rossan-a) ist eine Gemeinde mit 897 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der italienischen Provinz Cuneo (CN), Region Piemont.

Zu der Gemeinde gehören die Ortsteile (Frazioni) Lemma und Madonna delle Grazie.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt 24 km von der Provinzhauptstadt Cuneo entfernt am Beginn des Valle Varaita, am rechten Ufer des Flusses Torto. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 19 km². Die Nachbargemeinden sind Busca, Costigliole Saluzzo, Piasco, Valmala und Venasca.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Rossana wird vielfach auf das Adjektiv roscianus oder rossianus zurückgeführt, der vermutlich auf eine römische gens entsprechenden Namens aus der Zeit der römischen Eroberung im 2. Jahrhundert v. Chr. zurückgeht. Als Fondus oder Ager Roscianus eingerichtet, übertrug sich die feminine Form durch die Villa oder Cohors Rosciana auf den Ort.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet von Bracalla, bei casale Barbero, fand sich eine dreizeilige römische Inschrift, die heute in einer Wand des Palazzo Garro eingemauert ist, dem ehemaligen Sitz der Gemeindeverwaltung. Carlo Fedele Savio[2] nahm 1937 an, dass die „Bagienni“, die Vegenni, ein ligurischer Stamm, der den Taurinern zugerechnet wird, die Provence und das Piemont beherrschten. Daraus leitete er die übergreifende gemeinsame Sprache und Kultur der Regionen ab.

Rossana wurde 998 ein Gut des Bistums Turin und blieb es bis zur Französischen Revolution. Dabei genossen die Talorte allerdings ein verhältnismäßig hohes Maß an Autonomie. 1155 ging der Feudalbesitz an Guglielmo del Vasto, den deutschen Grafen von Busca, dessen Nachkommen die Herrschaft bis ins frühe 14. Jahrhundert behielten. Dabei unterstanden sie formal den Grafen von Saluzzo, deren westlicher Vorposten das Tal wurde.

Eigentliche Herren des Ortes wurde die Familie des Gaskonen Archibald (Arcibaldo) di Abzac. Seine Familie starb in Rossana um 1317 aus, und die Bischöfe von Turino ersetzten diese Dynastie durch andere Familien, nämlich die Mazucco da Melle, die Cervere, die Ricciardino da Savigliano, die Romagnano, die Bernezzo, die Gazelli de Selve.

Mit der Besetzung durch Savoyen verloren die Markgrafen von Saluzzo im 14. und 15. Jahrhundert ihre Vorherrschaft endgültig. Letzter Signore von Rossana war Luigi Gazelli, 1772 zum Conte durch König Carlo Emanuele III. erhoben. Paola Ruffo di Calabria, eine Nachkommin, wurde 1993 Königin von Belgien.

Im Ersten Weltkrieg starben 20 Bewohner des Ortes, 36 waren es im Zweiten Weltkrieg. Am 12. Juli 1944 brannten die deutschen Besatzer 69 Häuser nieder.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Patrizia Capobianco, Almerino De Angelis: I quadri votivi del comune di Rossana, Associazione Soulestrelh, 1993.
  • Dante Barbero: I piloni e le pitture murali di Rossana, Associazione Soulestrelh, 1993.
  • Carlo Fedele Savio: Rossana, ossia il passato di un villaggio prealpino, Mortara, Saluzzo 1937.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rossana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Carlo Fedele Savio: Rossana ossia il passato di un villaggio prealpino, Saluzzo 1937.