Crissolo

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Crissolo
Kein Wappen vorhanden.
Crissolo (Italien)
Crissolo
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Cuneo (CN)
Koordinaten 44° 42′ N, 7° 10′ OKoordinaten: 44° 42′ 0″ N, 7° 10′ 0″ O
Höhe 1318 m s.l.m.
Fläche 48 km²
Einwohner 169 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 4 Einw./km²
Postleitzahl 12030
Vorwahl 0175
ISTAT-Nummer 004077
Volksbezeichnung Crissolesi
Website crissolo

Crissolo ist eine oberitalienische Gemeinde in den Cottischen Alpen mit 169 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016). Sie befindet sich in der Provinz Cuneo, Region Piemont, etwa 60 km südwestlich von Turin, im obersten Valle Po.

Sie ist seit 2006 Mitglied der Berggemeinschaft Comunità Montana Valli Po, Bronda e Infernotto, die 2008 zur Comunità Montana Valli Po, Bronda, Infernotto e Varaita erweitert wurde.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Crissolo liegt etwa 1300 m über dem Meeresspiegel im Valle Po, etwa 7 km Luftlinie von den Quellen des Po entfernt.

Die Gemeinde, mit ihrer Fläche von 48 km², ist auf der Nordseite des Tales entstanden. Vom Fluss herauf kommt die Via Valle Po (Strada Statale 662), die von Osten her von Saluzzo (Rand der Poebene) nach Paesana führt, dem Hauptort des Gebirgstales.

Die Nachbargemeinden sind:

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Talschluss des Valle Po ist der beste Ausgangspunkt zum höchsten Gipfel der Cottischen Alpen, der Felspyramide des Monte Viso (Monviso, 3.841 m).[2] Für ihre Besteigung sind von Crissolo aus zwei Schutzhütten erreichbar: das Rifugio Quintino Sella (2640 m) am Lago Grande di Viso und das Rifugio Mont Viso (2460 m).

Crissolo panorama.JPG

Eine zweitägige Bergtour ist der Giro del Viso, der – teilweise auf französischer Seite (Bergerie du Grand Vallon) – um den Bergriesen herumführt bis zum Rifugio Vallanta (2450 m) oberhalb des südlichen Nachbartales Valle Varaita.

Die beliebteste Wanderung von Crissolo aus führt zu den 6 km entfernten Quellen des Po, von wo mehrere Steige nach Westen zu den Dreitausendern an der französischen Grenze führen, etwa zur Punta Venezia (3095 m), Punta Udine und Punta Roma (3070 m), oder zum Monte Granero (3170 m). Unterhalb der erstgenannten Gipfel liegt die Schutzhütte Rifugio Vitale Giacoletti (2741 m).

Kleinere Bergrouten führen auf den nahen Monte Tivoli (~2000 m) im Süden Crissolos, auf den von Oncino auch eine Bergstraße führt, und den Monte Grane (2.318 m) im Südwesten. Von hier gelangt man weiter zum Lago Grande di Viso an der Ostflanke des Monviso. Einige weitere Bergseen sind auf Steigen von der Poquelle her erreichbar.[3]

Zur Entwicklung des Wintersports wurden neue Schilifte errichtet, etwa auf den Monte Grane (2.318 m) und die Pian Regina (1745 m). So soll auch die Abwanderung der Talbewohner gestoppt werden.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sabine Bade, Wolfram Mikuteit: Giro del Monviso – Rund um und kreuz und quer durch die Region des Re di Pietra, Fernwege.de, Roxheim 2009, ISBN 978-3-941366-11-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Crissolo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Übersichtskarte: Cartina Giro del Monviso
  3. Alpenseen im Piemont: Lago Superiore und Lago Chiaretto