Saint-Marcouf (Manche)

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Saint-Marcouf
Wappen von Saint-Marcouf
Saint-Marcouf (Frankreich)
Saint-Marcouf
Region Normandie
Département Manche
Arrondissement Cherbourg
Kanton Valognes
Gemeindeverband Communauté de communes de la Région de Montebourg
Koordinaten 49° 28′ N, 1° 17′ WKoordinaten: 49° 28′ N, 1° 17′ W
Höhe 0–36 m
Fläche 13,38 km²
Einwohner 336 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 25 Einw./km²
Postleitzahl 50310
INSEE-Code

Kirche Saint-Marcouf

Saint-Marcouf ist eine französische Gemeinde mit 336 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Manche in der Region Normandie. Sie gehört administrativ zum Arrondissement Cherbourg sowie zum Kanton Valognes und ist Mitglied im Gemeindeverband Communauté de communes de la Région de Montebourg. Die Einwohner bezeichnen sich als Saint-Marculfiens.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Marcouf liegt auf der Halbinsel Cotentin, in der Seine-Bucht, an der Küste des Ärmelkanals. Angrenzende Gemeinden sind:

Das Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Marais du Cotentin et du Bessin. Rund sechs Kilometer der Küstenlinie vorgelagert befinden sich die Inselgruppe Îles Saint-Marcouf, die aus den beiden Inseln Île du Large und Île de Terre bestehen. Trotz ihres Namens gehören sie administrativ zur Gemeinde Ravenoville. [1]

Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in Bayeux geborene Saint Marcouf war ein Mönch, der die Abtei Nanteuil gründete. Es wird angenommen, dass sich diese Abtei in Saint-Marcouf befand[2].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unweit von Utah Beach lag die deutsche Geschützstellung Batterie von Crisbecq. Crisbecq ist der Name eines Bachlaufes[3]. Die Befreiung von Saint-Marcouf von der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg fand am 8. Juni 1944 statt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Inseln Saint-Marcouf, von Ravenoville aus gesehen.
Romanische Krypta der Kirche St. Marcouf.
  • Kirche Saint-Marcouf aus dem 13. Jahrhundert (wurde in die Liste der Monument historique aufgenommen); romanische Unterkirche der Kirche Saint-Marcouf
  • Die Batterie von Crisbecq
  • Kapelle Notre-Dame de Bonsecours (19. Jahrhundert).
  • Überreste des Schlosses von Fontenay (18. Jahrhundert), das im April 1944 während der Bombardierung der Normandie durch Alliierte Luftstreitkräfte zerstört wurde. Ein bis heute gepflegter Landschaftspark blieb dabei unbeschadet erhalten.
  • Brunnen Saint-Marcouf (13. Jahrhundert). Saint Marcouf wird bei Erkrankungen an Furunkeln und Skrofulose als Schutzpatron angerufen.
  • Inseln Saint-Marcouf, Archipel, Schutzgebiet seit dem 28. Dezember 1981, in der Nachbargemeinde Ravenoville.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.annuaire-mairie.fr/aux-alentours-iles-saint-marcouf.html
  2. René Lepelley. Dictionnaire étymologique des noms de communes de Normandie. Seite 230.
  3. Norman toponymy (englisch).