Montebourg

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Dieser Artikel behandelt die französische Gemeinde Montebourg. Zum französischen Politiker Arnaud Montebourg, siehe ebenda.
Montebourg
Wappen von Montebourg
Montebourg (Frankreich)
Montebourg
Region Normandie
Département Manche
Arrondissement Cherbourg-Octeville
Kanton Valognes
Gemeindeverband Communauté d’agglomération du Cotentin
Koordinaten 49° 29′ N, 1° 23′ WKoordinaten: 49° 29′ N, 1° 23′ W
Höhe 21–116 m
Fläche 5,89 km2
Einwohner 2.078 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 353 Einw./km2
Postleitzahl 50310
INSEE-Code
Kirche von Montebourg
Montebourg

Montebourg ist eine französische Gemeinde mit 2078 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Manche in der Region Normandie. Sie gehört zum Arrondissement Cherbourg-Octeville im Kanton Valognes.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Montebourg liegt auf der Halbinsel Cotentin, im Plain, auf halbem Weg zwischen Cherbourg und Carentan.

Nachbargemeinden von Montebourg sind Saint-Germain-de-Tournebut im Norden, Vaudreville im Nordosten, Saint-Floxel im Osten, Éroudeville im Süden und Saint-Cyr im Westen.

Montebourg wird von der vom Département Manche betriebenen Buslinie Manéo Nr. 1 angefahren (Buslinie Saint-Lô-Carentan-Valognes-Cherbourg)[1]. Die nächste Haltestelle auf der Bahnstrecke Paris-Cherbourg ist Valognes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montebourg wird im elften Jahrhundert in den Akten der Herzöge Wilhelm und Robert Courteheuse erstmals erwähnt. In der zweiten Hälfte des elften Jahrhunderts gründete Wilhelm der Eroberer die "Unserer Lieben Frau" gewidmet Abtei. Montebourg war im Zweiten Weltkrieg heftig zwischen den US-Amerikanern und den Deutschen umkämpft. Die Stadt liegt in unmittelbarer Nähe des Invasionsstrandes Utah Beach, an dem am 6. Juni 1944 die Invasion stattgefunden hatte. Am 22. Juni 1944 sollte die 4. Division unter General Roosevelt die kleine Stadt besetzen, um nach Cherbourg vorzurücken. Erst als die deutsche Front in Barneville an der Westküste der Halbinsel Cotentin zusammenbrach, zog sich die Kampfgruppe Keil (919. Infanterie-Regiment) zurück. Eine stark zerstörte Stadt blieb zurück.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1827 2026 2039 1956 2052 2022 2084

Die Bevölkerungsdichte beträgt 370,5 Einwohner/km² und 53,2 % der Bevölkerung sind Frauen und 46,8 % Männer.

Die Bewohner von Montebourg werden Montebourgeois und Montebourgeoises genannt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Abtei Sainte-Marie de Montebourg (11. Jahrhundert)
  • Kirche Saint-Jacques (14. Jahrhundert)
  • Statue von Jeanne d'Arc (Werk von Pierre Le Nordez 1814-1892)
  • Park Alcide Guiffard

Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr findet der so genannte „Chandeleur“-Markt, ehemals ein großer Viehmarkt, heute ein Volksfest, an Lichtmess Ende Januar/Anfang Februar statt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walheim (seit 1972 Ortsteil von Aachen), Deutschland. Die Städtepartnerschaft wird auf französischer Seite von der Association d´Échanges Culturels et Sportifs Comité de Jumelage MONTEBOURG-WALHEIM und auf deutscher Seite vom Jumelage Komitee Aachen-Walheim-Montebourg e.V. gepflegt. Die Städtepartnerschaft wurde 1960 begründet und ist somit eine der ältesten deutsch-französischen Partnerschaften und die älteste der Stadt Aachen.
  • Sturminster Newton, Dorset, England
  • Saint Saviour, Guernsey

Politik und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1920-1922 Joseph Le-Cacheux
  • 1922-1925 Pierre Levallois
  • 1925-1931 Albert Groult
  • 1931-1936 René François
  • 1936 Célectin Tabarin (8 Tage)
  • 1936 1944 Eugène Ruet
  • 1944–1959 Albert Pèlerin
  • 1959–1965 Raymond Éliard
  • 1965–1989 Henri Le Cacheux
  • 1989–1995 Alain Huraux
  • 1995–2001 Louis Le Cacheux
  • seit 2001 Jean-Pierre Mauquest

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Amicale Sportive de Montebourg (Fußball)
  • SAEL (Société des Amis des Ecoles Laïques de Montebourg) de Montebourg (Bogenschießen, Boxen, Tischtennis, Badminton..)

Persönlichkeiten der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Léon Marie Le Nordez (1844-1922), Geistlicher und Bischof von Dijon
  • Joseph Le Cacheux (1880-1952), Abgeordneter Manche, Mitglied der ersten und zweiten Nationalen Konstituierenden Versammlung
  • Edmond-Marie Poullain (1878-1957), Französischer Magistrat, Maler, Graveur, Widerstandskämpfer
  • Arsène Lefillâtre (1888-1966), Kommunalpolitiker und Namensgeber der Grundschule
  • Jean-Magloire Dorange (1911-1941), Widerstandskämpfer
  • Pierre Devouassoud (1921-1941), Widerstandskämpfer

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte von Manéo (französisch)
  2. Ereignisse und Bilder auf faehrtensucher.com

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montebourg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien