Schweizer Truppen in fremden Diensten

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Fahne Schweizergarde-Regiment in Frankreich 1616–1792, 1815–1830

Schweizer Truppen in fremden Diensten hiess der von Behörden der Schweizer Eidgenossenschaft vom 15. bis ins 19. Jahrhundert mit Staatsverträgen geregelte Solddienst von geführten, ganzen Truppenkörpern im Ausland. Hinter dem Ziel, die ungeregelte individuelle Reisläuferei einzudämmen, steckte auch die Absicht, finanzielle Einnahmen zu erzielen.

Massnahmen der Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alte Eidgenossenschaft der 13 souveränen Orte bestand bis 1798 als lockerer Staatenbund aus sechs ländlichen Kantonen (Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus, Appenzell), sieben städtischen Ständen (Zürich, Basel, Schaffhausen, Freiburg, Solothurn, Luzern, Bern), zwei zugewandten Orten (St. Gallen, Graubünden), vier Untertanengebieten (Waadt, Aargau, Thurgau, Tessin), drei informell Verbündeten (Neuenburg, Wallis, Genf) und verschiedenen zeitweilig eingebundenen Körperschaften. Der heutige Kanton Jura gehörte als französischsprachiges Territorium des Fürstbistum Basel zum Deutschen Reich, war aber grossenteils mit Bern verbündet.

Als einzige gemeinsame Behörde und alleiniges Bindeglied verfügte die Eidgenossenschaft über die periodisch zusammentretende Tagsatzung der instruierten Delegierten ihrer Bundesgenossen.

Allen Bundesgliedern gemeinsam war aus verschiedenen Gründen (Überbevölkerung, Armut, Abenteuerlust, Geldgier, Familientradition) seit alters die Reisläuferei und ihre Auswirkungen (Tod in der Fremde, Invalidität, Verwahrlosung, Verrohung). In vier Jahrhunderten sollen zwei Millionen Schweizer in fremde Dienste gezogen (die Hälfte davon nach Frankreich) und jeder Dritte[1] dort umgekommen sein.

Im 15. Jahrhundert begannen die Tagsatzung und die Behörden der einzelnen Orte die ungeregelte individuelle Reisläuferei, diesen «Export von Blut»[2], durch Staatsverträge – der erste wurde 1453 mit dem französischen König Karl VIII. abgeschlossen – in geordnetere Bahnen zu lenken: zuerst geduldet bei unternehmerischen einheimischen Hauptleuten, die mit privatem Vertrag (Partikularkapitulation) Söldner anwarben, aber schon bald mit eigenen Offensiv- und Defensivverträgen mit fremden Fürsten und Staaten, die eine Militärkapitulation enthielten.

Militärkapitulation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präambel der Militärkapitulation der niederländischen Generalstaaten mit der Republik Bern vom 8. Januar 1714 (Staatsarchiv Bern)

Im Bündnisvertrag wurden die militärischen Belange in einem eigenen Kapitel, der Militärkapitulation[3][4], zusammengefasst. Sie legte den Einsatzraum und den Verwendungszweck der Truppe fest und regelte die Rekrutierung, den Sold, die Verpflegung, die Verpflichtungsdauer, den Urlaub, die Uniformen, die Bewaffnung, die Munition, die medizinische Betreuung und die Bestände der Truppenangehörigen. Sie bestimmte das Verfahren zur Ernennung der Offiziere, die Pensionen, die Provisionen sowie die Art der Rechtspflege und der Religionsausübung. Oft enthielt sie auch eine Bestimmung über die gegenseitige Hilfe bei einem Überfall auf einen der Vertragspartner und räumte dem Kanton meist ein Rückrufsrecht bei eigenem Bedarf ein.

Ausländische Vertragspartner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wucht und Disziplin des gegen die habsburgischen und burgundischen Ritterheere erfolgreichen Gewalthaufens der Schweizer Söldner festigte schon im 15. Jahrhundert den Ruf ihrer Unbesiegbarkeit und ihren militärischen Marktwert. Die Fürsten Europas, fast dauernd in Kriege gegeneinander verstrickt, waren stark interessiert am Geviert aus Hellebardieren als Nahkämpfern, geschützt durch Pikeniere mit ihren Langspiessen (16 Fuss = 5 m). Sie bemühten sich immer öfter um offizielle Bündnisverträge und Militärkapitulationen mit den eidgenössischen Behörden.

Frankreich, 1453–1830[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankreich war der erste und über vier Jahrhunderte der wichtigste Vertragspartner der Eidgenossen mit mehr als 90 Schweizer Truppen. Sie bildeten mit der Leibgarde der «Hundertschweizer» die erste stehende Schweizer Truppe im Ausland, unterstützten die Königsdynastie der Valois gegen Burgund, die Hugenotten und Habsburg, kamen während der Expansionspolitik der nachfolgenden Bourbonen und schliesslich in und nach den Revolutionszeiten zum Einsatz.

Heiliger Stuhl, seit 1478[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt 21 Schweizer Truppen waren am Ausbau des Kirchenstaates beteiligt, stützten die weltliche Politik des Papstes und stellten Leibgarden für ihn (die heutige Schweizergarde) und seine Legaten. Sie konnten um 1870, als Teil von und zusammen mit seinen Truppen, die Integration des Kirchenstaates in den entstehenden italienischen Nationalstaat jedoch nicht verhindern. Mit einer Sonderbewilligung des Bundesrats sind heute noch 110 Schweizergardisten für die persönliche Sicherheit des Papstes verantwortlich.

Niederlande, 1568–1829[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

31 Schweizer Truppen sind in niederländische Dienste gezogen: 1568 für den Freiheitskampf der Republik der Vereinigten Niederlande (darunter die Leibgarde Guardes Switsers), im 18. Jahrhundert für die Niederländische Ostindien-Kompanie (nach Afrika und Asien) und im 19. Jahrhundert für die Monarchie des Vereinigten Königreiches der Niederlande.

Venedig, 1573–1719[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Republik Venedig wurde in knapp 150 Jahren von 12 Schweizer Truppen unterstützt. Durch Vasco da Gamas Seeweg nach Indien wirtschaftlich in der Defensive und militärisch durch die Osmanen schrittweise ihrer Kolonien entledigt, musste sie sich 1797 kampflos den napoleonischen Truppen ergeben. Sie wurde 1866 vom italienischen Nationalstaat übernommen.

Spanien, 1574–1835[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreissig Schweizer Truppen in spanischen Diensten (zwei davon nicht reguläre Einheiten) unterstützten von 1574 bis 1835 nacheinander die Königsdynastien der spanischen Habsburger und die ihnen auf dem Throne Spaniens nachfolgenden spanischen Bourbonen, sowie kurzzeitig König Joseph I., einen Herrscher von Napoleons Gnaden.

Genua, 1575–1779[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Seerepublik Genua stellte 8 Schweizer Truppen in Dienst. Eine davon war eine Schweizer Garde.

Lothringen, 1581–1767[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Herzogtum Lothringen leistete sich 1581 eine Schweizergarde. Deren wechselvolle Geschichte endete 1767 in österreichischen Diensten am habsburgischen Hof in Wien.

Savoyen/Sizilien/Sardinien, 1582–1848[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fünfunddreissig Schweizer Truppen in savoyischen Diensten dienten den Herzögen und später den Königen aus dem Hause Savoyen von 1582 bis 1848 bei ihrem wechselvollen Aufstieg aus dem Piemont über das Königreich von Sizilien zu demjenigen von Sardinien-Piemont. Darunter befand sich auch eine Schweizergarde.

Schweden, 1632–1634[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Königreich Schweden hatte 1632 während des Dreissigjährigen Krieges drei unbewilligte Schweizer Truppen in seinen Reihen.

Lucca, 1653–1806[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lucca, der toskanische Stadtstaat, unabhängig bis in die napoleonische Zeit, ging 1861 im Königreich Italien auf. 1653 rekrutierte die Stadt eine Schweizer Palastwache.

Sachsen, 1656–1814[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den zwei Schweizer Truppen der Kurfürsten von Sachsen war nur eine kapituliert: die Schweizergarde.

Österreich, 1690–1801[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es befanden sich von 1690 bis 1801 sechzehn Schweizer Truppen in österreichischen Diensten, darunter eine Schweizergarde.

Sie dienten, teilweise fremdfinanziert, den Habsburgern, neben zahlreichen Schweizer Söldnern, im Spanischen, im Polnischen und im Österreichischen Erbfolgekrieg sowie in deren schier endlosen Auseinandersetzungen mit Frankreich.

England/Grossbritannien/Vereinigtes Königreich 1691–1856[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siebzehn Schweizer Truppen in englischen und britischen Diensten waren von 1691 bis 1856 für das Königreich England, das Königreich Grossbritannien (ab 1707) und das Vereinigte Königreich Grossbritannien und Irland (ab 1801) im Einsatz, meist zugunsten von verbündeten Staaten.

Preussen, 1696–1848[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Armee von Preussen verfügte über zwei Schweizer Truppen, eine davon war eine Schweizer Palastwache.

Neapel, 1734–1859[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Königreich Neapel wurde ein erstes Mal im 18. Jahrhundert, nach dem ersten Einzug der Bourbonen, und ein zweites Mal im 19. Jahrhundert, nach ihrer Wiedereinsetzung nach einer napoleonischen Phase, Vertragspartner für insgesamt 11 Schweizer Truppen.

Portugal, 1762–1763[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Einsatz der beiden Schweizer Truppen in portugiesischen Diensten im Siebenjährigen Krieg endete unrühmlich.

Brasilien, 1819/1840[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfragen 1819 des Königs und 1840 des Kaisers von Brasilien für Schweizer Truppen im Zusammenhang mit der Gründung der Kolonie Nova Friburgo bzw. der Sezession der Provinz Rio Grande do Sul (Republik Piratini) und weiteren Unruhen hatten keinen Erfolg. Es gab keine Schweizer Truppen in brasilianischen Diensten.

Ägypten, 1882/1883[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Khedive Muhammad Tawfiq Pascha setzte 1882 in Alexandria eine nicht reguläre Schweizergarde, als Teil einer Europäischen Garde innerhalb der Gendarmerie, zur Sicherung der Stadt ein.

Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl die Wachen vor dem königlichen Schloss in Kopenhagen Schweizeren (deutsch: Schweizer)[5] genannt werden und König Claudius in Shakespeares Hamlet nach seinen Schweizer Torwächtern ruft[6], gab es keine Schweizer Truppen in dänischen Diensten. Es handelt sich vielmehr um ein Beispiel dafür, dass die Bezeichnung Schweizer im europäischen Sprachgebrauch auch zu einem Synonym für einen königlichen Gardesoldaten wurde.

Köln und weitere Orte mit grossen Sakralbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenschweizer, in Bischofskirchen auch Domschweizer genannt, ist ein weiteres Beispiel für Schweizer als eine heute noch übliche, nichtmilitärische Berufs- oder Funktionsbezeichnung ohne Bezug zum Schweizer Bürgerrecht.

Angestellt von Diözesen, Kirchgemeinden und Pfarreien sorgen sie in (meist nur noch grösseren) katholischen Gotteshäusern[7][8] für Ruhe und Ordnung. Im Kölner Dom sind neuerdings sogar Domschweizerinnen[9] im Einsatz.

Ende der Schweizer Truppen in fremden Diensten 1859[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in den Bündnisverträgen vereinbarten Zahlungen (Pensionen) an die eidgenössischen Orte, an wichtige Persönlichkeiten und Söldneroffiziere führten schon früh zu Kritik. Diebold Schilling schrieb bereits 1483 in einem Entwurf zur Berner Chronik[10] (der dann der Zensur zum Opfer fiel):

«So wart ouch den houptlüten und andern gewaltigen von stetten und lendern ein merglich und gros summ geltes geschenkt, das si ouch williclichen namen und nit versmachten, und wart aber dem gemeinen man nit, die dann stat und land als wol und me dann die gewaltigen mussent behalten. Das bevilhen ich dem almechtigen gotte, der weis ieder man nach sinem verdienen zu belonen.»

Versuche, wie der Pensionenbrief[11] von 1503, sie zu beschränken, blieben erfolglos.

Auch der Zürcher Reformator Huldrych Zwingli predigte 1525 gegen den Solddienst an[12].

Finanzielle Einzelinteressen korrumpierten auch öfter die Entscheide der Tagsatzung, verunmöglichten eine gemeinsame eidgenössische Aussenpolitik und führten sogar zur verlustreichen Direktbegegnung von Schweizer Truppen auf dem Schlachtfeld in gegnerischen Reihen.

Doch «das Übel sollte selber allmählich die Möglichkeit zu seiner Überwindung schaffen», schrieb 1968 Lorenz Stucki[2]:

Das in die Eidgenossenschaft fliessende Kapital wurde eine wichtige Voraussetzung[2] für die relativ frühe Entwicklung der erfolgreichen schweizerischen Aussenwirtschaft und der Anfänge der Binnenindustrie. Viele Söldneroffiziere nutzten ihre Dienstzeit zum Aufbau von internationalen Beziehungen und für ihre geschäftliche Entwicklung als Handelsherren sowie die Heimarbeit der Bauern zu Hause als günstige Produktionsbasis.

Die enge Bindung an das mächtige Frankreich sicherte zudem über Jahrhunderte die Westgrenze der Eidgenossenschaft und ihre Handlungsfreiheit gegenüber den übrigen europäischen Mächten. Sie vermittelte dem rückständigen Land auch mannigfaltige kulturelle, architektonische und gesellschaftliche Impulse, nicht zuletzt durch die Französische Revolution 1789, in deren Folge 1798 die Alte Eidgenossenschaft unterging und, nach einigen Geburtswehen, 1848 die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft entstand.

Der nun von liberalen Kräften[13] dominierte junge Bundesstaat schaffte 1849 schrittweise[14] und, nachdem ein Einsatz eines päpstlichen Schweizer Regiments 1859 in Perugia in Kriegsgräueln eskaliert war, den fremden Dienst von Schweizer Truppen endgültig ab[15], 1927 auch den von einzelnen Bürgern, sofern nicht vom Bundesrat bewilligt[16].

Schweizer Bürger in fremden Diensten 1859–1927[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Bundesgesetz von 1859[15] war dem Schweizer Bürger der individuelle fremde Dienst nach wie vor erlaubt, solange er seine schweizerische Steuer- und Militärdienstpflicht nicht vernachlässigte.

Einzig, wenn er in fremde, nicht nationale Truppen eintreten wollte, benötigte er die Bewilligung des Bundesrates, der diese «zum Zwecke der Ausbildung im Interesse der Schweizer Armee»[17] erteilen konnte.

Bekannt sind[18] solche Bewilligungsverfahren für sechzehn Armeen.

Das Militärstrafgesetz von 1927[16] stellte schliesslich auch diesen individuellen fremden Dienst von Schweizer Bürgern generell unter Strafe, sofern er nicht vom Bundesrat bewilligt wurde.

Schweizer Bürger in fremden Diensten nach 1927[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1927 trat der neue Paragraph §94 des Militärstrafgesetzes[16] in Kraft, der auch den individuellen fremden Dienst von Schweizer Bürgern unter Strafe stellte und von den eidgenössischen Behörden konsequent angewandt wurde.

Französische Fremdenlegion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betroffen vom neuen Regime der Behörden waren vor allem die Söldner[19] der Französischen Fremdenlegion[20]. Ihre genaue Zahl ist nicht bekannt[21][22], nur die Anzahl Verurteilungen: nach dem Zweiten Weltkrieg waren es um 240 Betroffene jährlich, jetzt noch eine tiefe einstellige Zahl.

Spanienkämpfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch die rund 800 Schweizerinnen und Schweizer[23], die im Spanischen Bürgerkrieg[24] 1936–1939 auf der republikanischen Seite in den kommunistischen Internationalen Brigaden gegen den Faschismus der spanischen Falangisten kämpften, wurden hart angefasst. Richard Dindo hat 1974 in seinem Film Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg deren Schicksale eindrücklich dokumentiert. Einer ihrer bekanntesten Anführer war Otto Brunner.

Die Spanienkämpfer wurden durch das schweizerische Parlament 2009 schliesslich rehabilitiert und die Urteile gegen sie aufgehoben. Das Rehabilitierungsgesetz[25] galt allerdings nicht für die rund 30 Schweizer in den Reihen des Putschgenerals Francisco Franco.

Nationalsozialistische Waffen-SS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein weiteres Kapitel sind auch die etwa 2000 Schweizer Angehörigen[26][27] der nationalsozialistischen deutschen Waffen-SS. Ranghöhere Schweizer waren beispielsweise SS-Oberführer Johann Eugen Corrodi, SS-Obersturmbannführer Franz Riedweg, SS-Sturmbannführer Heinrich Johann Hersche, SS-Hauptsturmführer Kurt Brüderlin[28], SS-Untersturmführer Benno Schäppi[26] und SS-Hauptscharführer Johannes Pauli[29], berüchtigt der sadistische Konzentrationslager-Funktionshäftling Eugen Wipf[30]. Die Angehörigen der Waffen-SS wurden nach dem Zweiten Weltkrieg (1939–1945), meist nach längerer Kriegsgefangenschaft und zum Teil in Abwesenheit, verurteilt, Einzelnen sogar die Staatsbürgerschaft entzogen.

Konflikte in jüngerer Zeit (Naher Osten, Türkei, Ukraine)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jüngster Zeit wurden nachrichtendienstliche und militärgerichtliche Untersuchungen gegen Schweizer im Einsatz in der Israelischen Armee,[31][32] mit Blackwater im Irak,[33][34] im Krieg in der Ukraine,[35] als Kämpfer bei der kurdischen PKK[36] sowie im Bürgerkrieg in Syrien[37][38] bekannt.

Dschihad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch der Dschihad fand Anhänger: gegen 100 Personen sind aus der Schweiz dafür nach Syrien, Irak[39], Afghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia oder den Philippinen gereist[40], jede Zweite mit Schweizerpass, jede Vierte als Doppelbürger[41].

Durch islamistisches Gedankengut Radikalisierte[42] in der Schweiz (darunter 66 Risikopersonen) werden vom Nachrichtendienst des Bundes erfasst[43] und vom Bundesamt für Polizei überwacht[44]. Für den Umgang mit ihnen hat der Bundesrat im Rahmen des neuen Nachrichtendienstgesetzes[45] und des Sicherheitsverbundes Schweiz[46] eine spezialisierte Fachstelle geschaffen[47][48].

Der Bundesrat will die in kurdischen Gefängnissen einsitzenden Dschihadisten schweizerischer Herkunft nicht aktiv zurückführen[49], prüft jedoch Ausnahmen für die sechs betroffenen Kinder[50]. In die Schweiz zurückkehrende Dschihadreisende werden der hiesigen Justiz[51] zugeführt.

Päpstliche Schweizergarde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Päpstliche Schweizergarde hat, mit einer Sonderbewilligung des Bundesrates[52], als einzige Schweizer Truppe aus der Zeit der fremden Dienste bis heute überlebt. Sie wird durch zwei Stiftungen aus der Schweiz finanziell unterstützt[53].

Sonderregelungen für Doppelbürger seit 1938[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1938 hat der Bundesrat sieben bilaterale Abkommen abgeschlossen, die es Schweizer Doppelbürgern gestatten, ihre Militärdienstpflicht abweichend von §94 des Militärstrafgesetzes[16] auch in diesen ausländischen Vertragsstaaten zu erfüllen.

Schweizer Bürger mit einem zweiten Bürgerrecht (Doppelbürger) in Deutschland[54], Frankreich[55], USA[56], Kolumbien[57], Argentinien[58], Österreich[59] oder Italien[60] müssen ihren Militärdienst in der Regel nur noch in einem Land leisten[61][62]. Für die vier direkten Nachbarländer der Schweiz haben sie diesbezüglich Wahlfreiheit.

Widerstandsorganisation P-26, 1979–1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990 wurde die Existenz einer seit 1979 aufgebauten Widerstandsorganisation im damaligen Eidgenössischen Militärdepartement[63] öffentlich. Die durch eine Parlamentarische Untersuchungskommission durchleuchtete, für den Fall einer feindlichen Besetzung der Schweiz aufgebaute Kaderorganisation wurde von einigen Medien als Geheimarmee[64] skandalisiert und vom Bundesrat aufgelöst. Dieser veröffentlichte 2018 den Schlussbericht des Neuenburger Untersuchungsrichters Pierre Cornu von 1991[65] in anonymisierter Fassung. Er zeigt, dass diese Stay-behind-Organisation namens P-26[66] auf Fachwissen, Ausbildung und teilweise Führung aus Grossbritannien basierte. Sie wies auch eine gewisse Affinität zu ähnlichen Organisationen im Ausland und zur Nato auf.

Auslandeinsätze der heutigen Schweizer Armee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schweizer Armee stellt gegenwärtig gemäss einer ihrer Aufträge (Friedensförderung im internationalen Rahmen[67]) der UNO unbewaffnete Militärbeobachter (im Offiziersrang)[68][69] zur Verfügung. Zudem sind für die der KFOR unterstellte Swisscoy seit 1999 bis zu 235 Armeeangehörige und seit Herbst 2004 rund 25 Armeeangehörige im Rahmen der EUFOR Mission in Bosnien als bewaffnete Einheiten im Auslandeinsatz[70]. Für Sonderaufgaben im Ausland stehen die Elite-Berufssoldaten des Armee-Aufklärungsdetachement 10 (AAD 10)[71] bereit.

Private Söldnerfirmen in der Schweiz in jüngerer Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sich international tätige Privatarmeen in der Schweiz niederliessen, ergänzten Bundesrat und Parlament den gesetzlichen Rahmen[72]. Das am 1. September 2015 in Kraft getretene Bundesgesetz[73] unterstellte private Sicherheitsdienstleistungen aus der Schweiz im Ausland[74] einer strikten behördlichen Kontrolle[75] und einem internationalen Verhaltenskodex.[76] Durch das Verbot der Teilnahme an Feindseligkeiten[77] und schweren Menschenrechtsverletzungen[78] wurde privaten Söldnerfirmen in der Schweiz die Existenzgrundlage entzogen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schweizer Truppen in fremden Diensten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul de Vallière: Der Fremdendienst in der Schweizer Geschichte. In: Alexander Randa: Handbuch der Weltgeschichte. Sonderdruck, Otto Walter Verlag, Olten [1958], S. 1724.
  2. a b c Lorenz Stucki: Das heimliche Imperium. Wie die Schweiz reich wurde. Scherz, Bern/ München 1968, DNB 458274143.
  3. Heinrich Türler, Viktor Attinger, Marcel Godet: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Vierter Band. Neuenburg 1927.
  4. Burin de Roziers: Capitulations militaires entre la Suisse et la France. Diss. Juristische Fakultät der Universität Paris, Arthur Rousseau, Paris 1902.
  5. Christliches Tagblatt vom 28. Juli 2009
  6. Hamlet/4. Aufzug/Szene 5: König: Herbei! Wo sind die Schweizer? Laßt die Thür bewachen. Was gibt es draußen?
  7. beispielsweise Basilika Vierzehnheiligen, Prien am Chiemsee, Basilika Gößweinstein, Köln, Speyer, Mainz, Trier, Limburg/Lahn, Bamberg, Aachen, Freiburger Münster und Salzburger Dom.
  8. Domschweizer im Mainzer Dom
  9. Domradio: Erste Domschweizerinnen am Kölner Dom stellen sich vor, Eingesehen: 15. Mai 2019.
  10. Ernst Walder: Von raeten und burgeren verhoert und corrigiert, Diebold Schillings drei Reaktionen der Berner Chronik der Burgunderkriege. In: Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde. Band 48. 1986.
  11. Hans Stadler: Pensionenbrief. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  12. Melchior Schuler, Johann Schulthess: Huldreich Zwinglis Werke. Band 2, Schulthess’sche Buchhandlung, Zürich 1832:

    Ein göttlich vermanung an die eersamen, wysen, eerenfesten, ältisten eidgnossen zu Schwyz, dass sy sich vor frömden herren hütind und entladind … als nun … etlich unter uns … sich ir begird hand lassen füren; hat der tüfel … glych wie zum ersten der gschöpft der schlangen, also zu unseren zyten die frömden herren ufgricht, dass sy mit uns sprachetind also: … dienend uns um rychen sold? Wirt üch grossen namen und guot gebären, und wirt üwer stärke den menschen kund und geförchtet. Glych also sprach der tüfel zuo Eva durch die schlangen … […] … Es soll ouch ein iedlicher … an jm selbs bedenken, wenn mit jm gehandlet wurd, als … wo ein fremder versöldeter dir in din land gewaltiglich zuge, din matten, acker, wyngarten gschandte, din rinder und vee hinweg tribe, allen husrat zemmen bunde und hinweg soumete, dine sün … erschlagen hätt; dine tochtren mit gwalt notzogete und schmächte, din liebe husfrowen … mit den füssen hinstiesse; und dich … in angesicht dines wybs jämmerlich erstäche … und zum letzten hus und hof verbrannte.

  13. Lagebeurteilung des ersten Bundespräsidenten Jonas Furrer im zweiten Bundesblatt von 1849: (pdf)
  14. Bundesverfassung vom 12. September 1848 im ersten Bundesblatt 1849:

    Artikel 11
    Es dürfen keine Militärkapitulationen abgeschlossen werden.
    Artikel 12
    Die Mitglieder der Bundesbehörden, die eidgenössischen Civil- und Militärbeamten und die eidgenössischen Repräsentanten und Kommissarien dürfen von auswärtigen Regierungen weder Pensionen oder Gehalte, noch Titel, Geschenke oder Orden annehmen.
    Sind sie bereits im Besitze von Pensionen, Titeln oder Orden, so haben sie während ihrer Amtsdauer auf den Genuss der Pensionen und das Tragen der Titel und Orden zu verzichten.
    Untergeordneten Beamten und Angestellten kann jedoch vom Bundesrath der Fortbezug von Pensionen bewilligt werden.

  15. a b Bundesgesetz, betreffend die Werbung und den Eintritt in den fremden Kriegsdienst (vom 30. September 1859):

    Artikel 1
    Der Eintritt in diejenigen Truppenkörper des Auslandes, welche nicht als Nationaltruppen des betreffenden Staates anzusehen sind, ist ohne Bewilligung des Bundesrathes jedem Schweizerbürger untersagt.
    Der Bundesrath kann eine solche Bewilligung nur zum Behufe weiterer Ausbildung für die Zwecke des vaterländischen Wehrwesens ertheilen.

  16. a b c d Militärstrafgesetz vom 13. Juni 1927:

    Artikel 94
    Der Schweizer, der ohne Erlaubnis des Bundesrates in fremden Militärdienst eintritt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

  17. verständlichere Interpretation des Gesetzestextes, «nur zum Behufe weiterer Ausbildung für die Zwecke des vaterländischen Wehrwesens», der dem Bundesrat einen gewissen Ermessensspielraum liess
  18. Guido Mülhaupt: … für die Zweke des vaterländischen Wehrwesens… – Die bundesbehördliche Handhabung fremder Dienste 1859–1927. Masterarbeit in Neuester Geschichte, Philosophisch-historische Fakultät der Universität Bern, 2012.
  19. Homepage: Verein ehemaliger Legionäre
  20. Peter Huber: Fluchtpunkt Fremdenlegion. Schweizer im Indochina-und im Algerienkrieg, 1945-1962, Seiten 8 – 19, Chronos-Verlag, Zürich, 2017.
  21. Andreas Oplatka: Legio Patria Nostra – 150 Jahre Fremdenlegion In: Neue Zürcher Zeitung. 5./6. September 1981, Nr. 205.
  22. nach Peter Huber: Fluchtpunkt Fremdenlegion. Schweizer im Indochina- und im Algerienkreig, 1945–1962. Chronos-Verlag, Zürich, 2017, sollen es in dieser Zeitspanne 2'200 Schweizer gewesen sein, von denen jeder Zehnte ums Leben kam und 18 % einen Fluchtversuch unternahmen, davon 2/3 erfolgreich.
  23. Die Homepage der Interessengemeinschaft der Spanienfreiwilligen enthält die wichtigsten Informationen über sie.
  24. Schweizerisches Sozialarchiv: Vor 80 Jahren: Der Spanische Bürgerkrieg und die Schweiz
  25. Bundesgesetz über die Rehabilitierung der Freiwilligen im Spanischen Bürgerkrieg
  26. a b Sabine Bitter: Bei diesem Krieg wollte ich dabei sein, Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) Kultur, 21. Januar 2018.
  27. Fränzi Zwahlen-Saner: Aus Abenteuerlust und Verblendung: Solothurner in der Waffen-SS In: Solothurner Zeitung, 21. August 2015.
  28. Nachruf Kurt Brüderlin PDF.
  29. Remy Bütler: Mein Grossvater war ein Mörder, Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) Kultur, 21. Januar 2018.
  30. Marc Tribelhorn: Folter und Mord im Nazi-Konzentrationslager. Sadist Wipf. In: Neue Zürcher Zeitung. 3. Juli 2017.
  31. Kian Ramezani: Schweizer Legionäre in der israelischen Armee? Die Militärjustiz ermittelt In: watson. 1. April 2017.
  32. Oren Giladi in "beneath the helmets" (youtube-Video)
  33. Ermittlung gegen Schweizer Blackwater-Angestellten In: Neue Zürcher Zeitung. 7. November 2007.
  34. Kein Verfahren gegen Schweizer Söldner In: Blick. 7. Juli 2008.
  35. Fabian Eberhard: Schweizer kämpfen in der Ukraine In: Sonntagszeitung. 7. September 2015.
  36. Tobias Kühne: Fremder Militärdienst (Art. 94 MStG) beim Eintritt in eine bewaffnete nichtstaatliche Gruppierung oder terroristische Organisation Masterarbeit im Programm Master of Advanced Studies Forensics der Staatsanwaltsakademie der Universität Luzern, 2015.
  37. Christlicher Anti-IS-Kämpfer zurück in der Schweiz In: Neue Zürcher Zeitung. 11. März 2015.
  38. Andrea Böhm: Schweizer Scharfschütze In: ZEIT ONLINE. 24. Oktober 2014.
  39. Artikelsammlung Irak: Werden Krieg und Terror jemals enden?, In: Der Tagesspiegel, Eingesehen: 10. Juni 2019.
  40. Nachrichtendienst des Bundes: Dschihadreisende, Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, Eingesehen: November 2018.
  41. Bundesamt für Polizei fedpol: Jahresbericht 2018, Seiten 7 – 8, Bern, 24. April 2019. Eingesehen: 25. April 2019.
  42. Andreas Maurer: Dschihadisten leben vom Staat, Aargauer Zeitung, 12. Juni 2019.
  43. Generalsekretariat Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport: Anzahl Risikopersonen, Eingesehen: 30. Juni 2019.
  44. Fabian Baumgartner, Florian Schoop: 13 Jahre lang lebt Marat Yusupov in der Schweiz. Dann wird er mitten in der Nacht von der Polizei abgeführt – und ausgeschafft/ «Ich habe den Krieg erlebt, und Sie können ihn auch erleben» – Marat Yusupovs Leben stürzt ins Chaos In: Neue Zürcher Zeitung. 7./ 8. August 2019.
  45. Der Bundesrat : Nachrichtendienstgesetz, Medienmitteilung Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Eingesehen: 11. Mai 2019.
  46. Sicherheitsverbund Schweiz SVS: Nationaler Aktionsplan zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus 4. Dezember 2018.
  47. Der Bundesrat: Nationaler Aktionsplan gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus: Umsetzung der Massnahmen ist auf Kurs, Medienmitteilung Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, Bern 14. November 2018.
  48. Schweizer Eidgenossenschaft, Kerngruppe Sicherheit TETRA: Massnahmen der Schweiz zur Bekämpfung des dschihadistisch motivierten Terrorismus (Dritter TETRA-Bericht) PDF. Eingesehen: 11. Mai 2019.
  49. Marcel Gyr: Der Bundesrat will Jihadisten nicht aktiv zurückholen In: Neue Zürcher Zeitung. 8. März 2019.
  50. Andrea Kucera: Sorge um Schweizer Terroristen-Kinder In: NZZ am Sonntag. 10. März 2019.
  51. Der Bundesrat: Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen «Al-Qaïda» und «Islamischer Staat» sowie verwandter Organisationen In: Systematische Sammlung des Bundesrechts 14. Dezember 2014.
  52. Protokoll der Sitzung des Bundesrates vom 15. Februar 1929, 297. Le nouveau statut du St. Siège, Verbal:

    … Il est difficile […] de considérer la garde papale comme une armée étrangère au sens de l’article 94 du code pénal militaire; cette troupe étant une simple garde de police, quiconque pourra y prendre du service, comme actuellement, sans l’autorisation du Conseil fédéral …

  53. Stiftungen der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan.
  54. Der Bundesrat: Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über die Wehrpflicht der Doppelbürger/Doppelstaater. Rechtstext 0.141.113.6 vom 1. Oktober 2011 in Systematische Rechtssammlung. Eingesehen: 18. März 2019.
  55. Der Bundesrat: Abkommen zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Französischen Republik betreffend den Militärdienst der Doppelbürger. Rechtstext 0.141.134.92 vom 1. Mai 1995 in Systematische Rechtssammlung. Eingesehen: 18. März 2019.
  56. Der Bundesrat: Vertrag zwischen der Schweiz und den Vereinigten Staaten von Amerika über die militärischen Pflichten gewisser Personen, die Doppelbürger sind. Rechtstext 0.141.133.6 vom 7. Mai 1938 in Systematische Rechtssammlung. Eingesehen: 18. März 2019.
  57. Der Bundesrat: Abkommen zwischen der Schweiz und Kolumbien betreffend den Militärdienst. Rechtstext 0.141.126.3 vom 6. Mai 1963 in Systematische Rechtssammlung. Eingesehen: 18. März 2019.
  58. Der Bundesrat: Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Argentinischen Republik betreffend den Militärdienst. Botschaft 10 040 130 vom 13. März 1958, von Argentinien nicht ratifiziert, aktuelle Praxis. Eingesehen: 18. März 2019.
  59. Der Bundesrat: Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Österreich betreffend den Militärdienst der Doppelbürger. Rechtstext 0.141.116.3 vom 1. Januar 2001 in Systematische Rechtssammlung. Eingesehen: 18. März 2019.
  60. Der Bundesrat: Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Italien betreffend den Militärdienst der Doppelbürger. Rechtstext 0.141.145.42 vom 1. September 2008 in Systematische Rechtssammlung. Eingesehen: 18. März 2019.
  61. Der Bundesrat: Doppelbürger. Information Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Eingesehen: 22. Februar 2019.
  62. Information: Militärdienst von Doppelbürgern, In: Homepage Auslandschweizer-Organisation (ASO). Eingesehen am 15. März 2019.
  63. heute: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
  64. Titus J. Meier: P-26 oder die Mär von der Schweizer Geheimarmee In: NZZ am Sonntag. 15. Juli 2018.
  65. Pierre Cornu: Beziehungen zwischen der Organisation P-26 und analogen Organisationen im Ausland, Bericht an den Bundesrat, Neuenburg und Bern, den 5. August 1991.
  66. Pietro Boschetti, Xavier Nicol: Die Schweizer Geheimarmee P-26. Reportage für SRF Dok, YouTube-Video, 2018.
  67. Homepage: SWISSINT - Friedensförderung der Schweizer Armee im internationalen Rahmen, Kompetenzzentrum SWISSINT, Kasernenstrasse 8, CH-6370 Stans-Oberdorf.
  68. Medienmitteilung: 60 Jahre Schweizer Präsenz zwischen den beiden Korea, SWI swissinfo.ch, internationaler Service der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR, Giacomettistrasse 1, CH-3000 Bern 31.
  69. Schweizer Armee: Schweizer Peacekeeper weltweit. Information, Zentrum elektronische Medien des VBS, YouTube-Video, 2015.
  70. Schweizer Armee: Militärische Friedensförderung, Missionen, Eingesehen 18. Mai 2019.
  71. Schweizer Armee: Armee-Aufklärungsdetachement 10, Eingesehen: 18. Mai 2019.
  72. Bundesgesetz über die im Ausland erbrachten privaten Sicherheitsdienstleistungen (BPS) vom 1. September 2015:

    Art. 1 Zweck
    Dieses Gesetz soll dazu beitragen:
    a. die innere und äussere Sicherheit der Schweiz zu gewährleisten;
    b. die aussenpolitischen Ziele der Schweiz zu verwirklichen;
    c. die schweizerische Neutralität zu wahren;
    d. die Einhaltung des Völkerrechts, insbesondere der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts, zu garantieren.

  73. Bundesgesetz über die im Ausland erbrachten privaten Sicherheitsdienstleistungen (BPS) vom 1. September 2015 (PDF; 146 kB).
  74. Bundesgesetz über die im Ausland erbrachten privaten Sicherheitsdienstleistungen (BPS) vom 1. September 2015:

    Art. 4 Begriffe:
    In diesem Gesetz bedeuten:
    a. private Sicherheitsdienstleistung insbesondere folgende, von einem privaten Unternehmen erbrachte Tätigkeiten:
    1. Personenschutz in einem komplexen Umfeld,
    2. Bewachung von Gütern und Liegenschaften in einem komplexen Umfeld,
    3. Ordnungsdienst bei Anlässen,
    4. Kontrolle, Festhalten oder Durchsuchung von Personen, Durchsuchung von Räumen oder Behältnissen sowie Beschlagnahme von Gegenständen,
    5. Bewachung, Betreuung und Transport von Gefangenen, Betrieb von Gefängnissen sowie Hilfeleistungen beim Betrieb von Lagern für Kriegsgefangene oder internierte Zivilpersonen,
    6. operationelle oder logistische Unterstützung von Streit- oder Sicherheitskräften, soweit diese nicht im Rahmen einer unmittelbaren Teilnahme an Feindseligkeiten nach Artikel 8 erfolgt,
    7. Betrieb und Wartung von Waffensystemen,
    8. Beratung oder Ausbildung von Angehörigen von Streit- oder Sicherheitskräften,
    9. nachrichtendienstliche Tätigkeiten, Spionage und Spionageabwehr;

    b. mit einer privaten Sicherheitsdienstleistung zusammenhängende Dienstleistung:
    1. Rekrutierung oder Ausbildung von Personal für private Sicherheitsdienstleistungen im Ausland,
    2. Vermittlung oder Zurverfügungstellung von Personal zugunsten eines Unternehmens, das private Sicherheitsdienstleistungen im Ausland anbietet;

  75. Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten, Sektion Private Sicherheitsdienste der Politischen Direktion, Tätigkeitsbericht 2017
  76. Internationaler Verhaltenskodex für private Sicherheitsdienstleister (PDF; 429 kB).
  77. Bundesgesetz über die im Ausland erbrachten privaten Sicherheitsdienstleistungen (BPS) vom 1. September 2015:

    Art. 8 Unmittelbare Teilnahme an Feindseligkeiten:
    1 Es ist verboten:
    a. zum Zwecke der unmittelbaren Teilnahme an Feindseligkeiten im Ausland Personal in der Schweiz zu rekrutieren oder auszubilden;
    b. zum Zwecke der unmittelbaren Teilnahme an Feindseligkeiten im Ausland von der Schweiz aus Personal zu vermitteln oder zur Verfügung zu stellen;
    c. in der Schweiz ein Unternehmen zu gründen, anzusiedeln, zu betreiben oder zu führen, das zum Zwecke der unmittelbaren Teilnahme an Feindseligkeiten im Ausland Personal rekrutiert, ausbildet, vermittelt oder zur Verfügung stellt;
    d. von der Schweiz aus ein Unternehmen zu kontrollieren, das zum Zwecke der unmittelbaren Teilnahme an Feindseligkeiten im Ausland Personal rekrutiert, ausbildet, vermittelt oder zur Verfügung stellt.

    2 Personen, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben und die im Dienst eines Unternehmens stehen, das diesem Gesetz untersteht, ist es verboten, unmittelbar an Feindseligkeiten im Ausland teilzunehmen.

  78. Bundesgesetz über die im Ausland erbrachten privaten Sicherheitsdienstleistungen (BPS) vom 1. September 2015:

    Art. 9 Schwere Verletzung von Menschenrechten:
    Es ist verboten:
    a. von der Schweiz aus private Sicherheitsdienstleistungen oder damit zusammenhängende Dienstleistungen zu erbringen, von denen anzunehmen ist, dass die Empfängerinnen oder Empfänger sie im Rahmen der Begehung schwerer Menschenrechtsverletzungen nutzen;
    b. in der Schweiz ein Unternehmen zu gründen, anzusiedeln, zu betreiben oder zu führen, das private Sicherheitsdienstleistungen oder damit zusammenhängende Dienstleistungen erbringt, von denen anzunehmen ist, dass die Empfängerinnen oder Empfänger sie im Rahmen der Begehung schwerer Menschenrechtsverletzungen nutzen;
    c. von der Schweiz aus ein Unternehmen zu kontrollieren, das private Sicherheitsdienstleistungen oder damit zusammenhängende Dienstleistungen erbringt, von denen anzunehmen ist, dass die Empfängerinnen oder Empfänger sie im Rahmen der Begehung schwerer Menschenrechtsverletzungen nutzen.

  79. Karin Marti-Weissenbach: May, Beat Emmanuel (von Romainmôtier). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  80. Christian Müller (2): Mülinen, Wolfgang Friedrich von. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  81. Hans Braun: Wattenwyl, Friedrich Moritz von. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  82. Olivier Meuwly: Valliere, Paul de. In: Historisches Lexikon der Schweiz.