Avatar – Der Herr der Elemente

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Zeichentrickserie Avatar. Für die darauf basierende Filmtrilogie, siehe Die Legende von Aang.
Seriendaten
Deutscher Titel Avatar – Der Herr der Elemente
Originaltitel Avatar: The Last Airbender
Avatar-der Herr der Elemente.png
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 2005–2008
Länge 23 Minuten
Episoden 61 in 3 Staffeln
Genre Abenteuer, Fantasy, Jugendserie
Titelmusik The Story
Produktion Aaron Ehasz
Idee Michael Dante DiMartino,
Bryan Konietzko
Musik Benjamin Wynn,
Jeremy Zuckerman
Erstausstrahlung 21. Februar 2005 auf Nickelodeon
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
8. Januar 2006 auf Nickelodeon
Synchronisation
Episodenliste

Avatar – Der Herr der Elemente (Originaltitel: Avatar: The Last Airbender, auch Avatar: The Legend of Aang) ist eine US-amerikanische Fantasy-Zeichentrickserie des Senders Nickelodeon. Nachdem sie von der Fortsetzung Die Legende von Korra im Programm abgelöst wurde, wird sie in Comics fortgeführt. Sie spielt in einer fiktiven Welt, die an das historische Ostasien angelehnt ist. Die Serie ist stilistisch von den japanischen Animes beeinflusst und hebt sich dadurch von anderen US-Zeichentrickserien ab, ist aber keine reine Imitation des Animestils.

Entstehung[Bearbeiten]

2002 beschlossen Bryan Konietzko und Michael Dante DiMartino, eine eigene Cartoonserie zu entwerfen. Ursprünglich hatten sie eine „Jugendserie mit menschlichen Figuren“ vor, bis Nickelodeon sein Veto einlegte: inspiriert vom Erfolg von Harry Potter und Herr der Ringe musste die Serie übernatürliche Elemente enthalten. Zunächst planten Konietzko und DiMartino eine Science Fiction-Story „mit einem vierzigjährigen griesgrämigen Glatzkopf, einem Roboter mit Stab, der einen Pfeil auf dem Kopf hatte, und einer zweibeinigen Mischung aus Polarbär und Hund“, bis sie entschieden, dass eine Geschichte mit einem Kind als Hauptfigur interessanter sei. Der Glatzkopf wurde im zweiten Entwurf zu einem „Hirtenbengel mit Stab und Pfeil auf dem Kopf, der als Nomade mit einem fliegenden Bison die Welt bereist“. Aus dem Hirten wurde Aang, der fliegende Bison wurde Appa, und aus dem Roboter wurde der Lemur Momo. Dann ließen sie sich von den Polarexpeditionen von Ernest Shackleton inspirieren, so dass aus dem Hirten ein „Überlebender einer Katastrophe am Südpol“ wurde. Dann bekam Konietzko die Idee, „dass die Überlebenden alle Kinder seien... der Pfeiljunge ist ein Luftkind, die Kinder vom Südpol sind Wasserleute, die Feuerleute sind die Bösen und es gibt noch Erdleute...“ Aus den „Südpolkindern“ wurden die Charaktere Sokka und Katara, und aus ihrer Liebe zu asiatischer Kultur wuchs die Mythologie der Serie.[1]

Die Welt von Avatar[Bearbeiten]

Einer der Erfinder von Avatar: Michael Dante DiMartino …
… und Bryan Konietzko

Die Fantasywelt von „Avatar“ weist Ähnlichkeiten zu verschiedenen ostasiatischen Kulturen sowie den Yupik (Eskimo) auf: Alle Menschen in der gesamten Welt tragen asiatische Züge sowie, je nach Herkunft, Unterschiede im Hautteint: Die Angehörigen der „Wasserstämme“ sind eher dunkler und tragen braune Haare, während die der „Feuernation“ einen eher blassen Teint und schwarze Haare haben. Auch die Bekleidung ähnelt dem historischen Asien wie die Uniformen der „Feuernation“, welche die Rüstungen der Samurai imitieren. Die Architektur erinnert bei militärischen Festungen an die Chinesische Mauer und bezieht ansonsten meist geschwungene Dächer und Pagoden sowie typische chinesische Laternen mit ein. Die Flora besteht häufig aus den für Asien typischen hohen Gräsern und Bambus, während jedoch die Fauna von Fabelwesen gebildet wird, zumeist Chimären oder Lebewesen, die größer sind als ihre Vorlagen in der realen Welt.

Die vier Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer bilden das Fundament der Geschichte. Allen Völkern der Welt ist eines dieser Elemente zugeordnet: den in den vier Lufttempeln lebenden Luftnomaden, den Wasserstämmen am Nord- und Südpol sowie einer Gruppe in einem großen Sumpfgebiet, dem großen Erdkönigreich und der Feuernation auf einem mit Vulkanen übersäten Kontinent. In jedem dieser Völker gibt es sogenannte Bändiger, die das jeweilige Element kontrollieren können. Der Avatar, der regelmäßig im Zyklus (Wasser, Erde, Feuer und Luft) wiedergeboren wird, außer wenn er im „Avatarzustand“ sterben würde, ist der Einzige, der alle vier Elemente bändigen kann und damit die Welt im Gleichgewicht halten soll. Zudem besitzt der Avatar eine Verbindung zur Geisterwelt.

Kurze Beschreibung[Bearbeiten]

Am Südpol gibt es ein kleines Dorf, in dem der Wasserstamm ums Überleben kämpft. Eine junge Wasserbändigerin namens Katara (14 Jahre) und ihr kriegerischer Bruder Sokka (15 Jahre) retten den 12-jährigen Jungen Aang aus einem Eisberg. Es stellt sich heraus, dass Aang der fast vergessenen Nation der Luftnomaden angehört, und bald erkennen sie, dass Aang auch der verschwundene Avatar ist. Sokka und Katara tun nun alles dafür, dass Aang seine Bestimmung als Avatar anerkennt und nicht nur den Wasserstamm rettet, sondern die Welt auch gegen die Feuernation verteidigt. Zusammen mit Katara und Sokka reist Aang in der Welt herum, um Lehrer für die Elemente Wasser, Erde und Feuer zu finden. Die Serie ist in drei Staffeln (Bücher) unterteilt: Wasser, Erde und Feuer.

Luftnomaden[Bearbeiten]

Die Luftnomaden waren ein spiritueller Mönchsorden, der hoch oben in den Bergen lebte, mittlerweile aber untergegangen ist. Junge Luftbändiger wurden in einem der vier Lufttempel ausgebildet, wo sie dann als Mönche oder Nonnen lebten. Im Gegensatz zu anderen Nationen, die meist durch Monarchien regiert werden, herrschte in den Lufttempeln Theokratie, die Herrschaft der Mönchsoberhäupter, vor. Auffällig waren die blauen Pfeiltätowierungen, die jeder ausgebildete Luftbändiger trug. Im Kampf benutzten Luftbändiger eine Mischung aus den inneren Kampfkünsten Baguazhang und Xingyiquan. Luftnomaden lebten wie der Name andeutet ohne feste Siedlungen – lediglich ihre Bändiger schlossen sich in Tempeln zusammen, was auch in ihrer Spiritualität und starken Verbundenheit zur Natur begründet war. Aus Achtung vor allem Lebendigen waren wohl viele Luftnomaden Vegetarier. So verzichtet auch Aang auf den Verzehr von Fleisch. Die Luftbändiger selbst konnten spezielle Gleiter zum Fliegen benutzen, sowie fliegende Bisons (die Lieblingshaustiere der Luftbändiger waren eine Art auch in unserer Welt beheimateten Lemuren). Besonders starke Luftbändiger konnten das Wetter beeinflussen oder ein Vakuum erschaffen. Im Herbst waren ihre Kräfte besonders stark.

Durch den Krieg zwischen den Elementen sind die Nomaden jedoch ausgelöscht worden. Vernichtet wurden sie von Zosin, einem „Feuerlord“ ( = Herrscher der Feuernation), der vor 100 Jahren lebte, mit dem berühmten, nach ihm benannten Kometen ( = „Zosins Komet“). Selbiger fliegt nur alle 100 Jahre an dieser Welt vorbei und verstärkt dabei die Fähigkeiten der Feuerbändiger extrem. Der letzte bekannte lebende Luftbändiger ist der Avatar Aang. Der nördliche Lufttempel wird mittlerweile von Flüchtlingen bewohnt und ist weitgehend umgebaut. Die Kulturgüter der Luftbändiger sind zerstört worden. Die neuen Siedler haben nach dem Vorbild der Luftbändiger eigene Fluggeräte entwickelt, die sie ohne „Bändigungskräfte“ nutzen. Die Lufttempel des Westens und Südens sind unbewohnt und verfallen, im östlichen Lufttempel lebt Guru Pathik, dessen Herkunft unbekannt ist und welcher Aang im Lauf des 2. Buches hilft, seine 7 Chakren zu öffnen.

Wasserstämme[Bearbeiten]

Es gibt zwei große Wasserstämme am Nord- und Südpol. Während der Südstamm in einem kleinen Dorf lebt, befindet sich am Nordpol eine größere Siedlung, die zu einer Festung ausgebaut ist, um der Feuernation trotzen zu können. Kennzeichnend für ihre Kleidung sind kalte Blautöne. Sie haben eine gebräunte Haut, braunes bis dunkelbraunes oder schwarzes Haar und blaue Augen. Neben den beiden Wasserstämmen gibt es noch eine Gruppe von Wasserbändigern, die in den Sümpfen im Erdkönigreich lebt. Diese haben gelernt, Pflanzen mit Hilfe des in ihnen enthaltenen Wassers zu bändigen.

Wasserbändiger benutzen beim Bändigen die Bewegungen des Tai Chi und beherrschen das Wasser in den jeweiligen Aggregatzuständen. Der Winter ist die ideale Jahreszeit, um Wasser bändigen zu können. Der Mond hat dabei einen großen Einfluss auf das Wasserbändigen, indem er die Kräfte des Bändigers unterstützt. Umgekehrt werden die Kräfte eines Bändigers bei Tag geschwächt und verschwinden sogar bei einer Mondfinsternis. Neben dem Kampf kann Wasserbändigen auch zum Heilen eingesetzt werden, wozu aber nur wenige Frauen des Wasserstammes begabt sind. Des Weiteren existiert die schwierige Kunst des Blutbändigens, die nur bei Vollmond eingesetzt werden kann, wenn die Kräfte des Wasserbändigers am stärksten sind. Allerdings kann Katara dies zu einem gewissen Grad auch ohne Vollmond. Dabei kontrolliert der Bändiger das Wasser im Körper eines anderen Lebewesens und kann dieses wie eine Marionette steuern.

Erdkönigreich[Bearbeiten]

Das Erdkönigreich ist das größte Reich in der Welt von Avatar. Die Hauptstadt Ba-Sing-Se ist der Sitz des Erdkönigs und gilt aufgrund ihrer riesigen Mauern als uneinnehmbar. Die charakterisierende Farbe in der Mode ist Grün, vermischt mit hellen Brauntönen. Die Menschen im Erdkönigreich haben schwarzes oder braunes Haar, ihre Haut ist leicht gebräunt und sie haben meist grünliche Augenfarben. Der Erdkönig besitzt nur geringe reale Macht, während das Reich von einflussreichen Funktionären und einer gewaltigen Bürokratie am Laufen gehalten wird. Als eine Art Geheimpolizei fungiert in Ba-Sing-Se das Dai Li.

Erdbändiger sind starke Krieger und benutzen den Hung-Gar-Stil des Wushu. Aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit des Elements Erde entstanden verschiedene Bändigungsstile. Die Sandbändiger in der Wüste können die losen Sandkörner – ähnlich wie Wasserbändiger in ihrem Element – dazu nutzen, sich mithilfe eines Wüstenseglers fortzubewegen. Auch Metall ist in dieser Welt nur eine weitere spezielle Form von Erde, sodass auch dieses gebändigt werden kann, ebenso wie Kohle und Asche. Der Frühling hat eine fördernde Wirkung auf die Erdbändiger.

Feuernation[Bearbeiten]

Die imperialistische Feuernation wird absolutistisch beherrscht vom regierenden Feuerlord. Ihre Bewohner sind ein kriegerisches Volk, das bereits teilweise industriell entwickelt ist. Sie haben den großen Krieg begonnen und streben danach, die anderen Nationen zu erobern. Im Kleidungsstil der Feuernation herrschen dunkle Rottöne und Schwarz vor. Die Menschen der Feuernation haben bernsteinfarbene Augen, schwarze bis braune Haare und eine sehr helle Hautfarbe. Das schlagkräftige Militär der Feuernation ist im Vergleich zu den anderen Völkern hochtechnisiert.

Feuerbändiger verwenden hauptsächlich Kampftechniken des nördlichen Shaolin-Wushu. Die Sonne verstärkt ihre Bändigungskräfte, vor allem im Sommer. Sie werden aber bei Nacht geschwächt. Während einer Sonnenfinsternis kann das Feuer gar nicht gebändigt werden. Eine besondere Technik des Feuerbändigens ist das Erzeugen von Blitzen, das nur wenige Feuerbändiger beherrschen.

Der Avatar[Bearbeiten]

Der Avatar ist die einzige Person, die alle vier Elemente bändigen kann und somit der Welt Gleichgewicht beschert. Es gibt zu jeder Zeit immer nur einen Avatar, der nach seinem Tod stets wiedergeboren wird. Auch der Avatar gehört zu einem der Völker und seine Zugehörigkeit wechselt in bestimmter Reihenfolge, dem Avatarzyklus (Wasser-Erde-Feuer-Luft).

Neben der Fähigkeit, alle vier Elemente bändigen zu können, kann sich ein Avatar in den sogenannten „Avatar-Zustand“ versetzen. In diesem bündelt er alle Kräfte der vorherigen Avatare. Sollte er jedoch in diesem Zustand getötet werden, wird der Avatar-Kreislauf durchbrochen und der Avatar hört auf zu existieren. Die Beherrschung dieses Zustands ist sehr schwierig und kann nur gelingen, wenn der Avatar sein inneres Gleichgewicht findet, indem alle sieben Chakren geöffnet wurden. Wut oder Verzweiflung können eine unkontrollierte Form dieses Zustands auch aufrufen. Des Weiteren bildet der Avatar die Brücke zwischen der Materiellen und der Geisterwelt. Das heißt, er kann in die Geisterwelt „eintreten“, in der sich auch die Geister der vergangenen Avatare aufhalten. Sein Körper bleibt dabei in der Materiellen Welt und das Bändigen der Elemente ist ihm nicht möglich. Bekannte Avatare sind Aang, Roku, Kyoshi, Kuruk, Yangchen und Wan.

Handlung[Bearbeiten]

Die vier Nationen hatten friedlich zusammen existiert, bis die Feuernation den anderen den Krieg erklärte. Der Avatar, der dies hätte verhindern können, verschwand jedoch. 100 Jahre später finden Katara und ihr Bruder Sokka am Südpol den neuen Avatar – einen jungen Luftbändiger namens Aang. Zusammen mit dessen fliegendem Bison Appa und dem Lemur Momo treten sie eine Reise an, auf der Aang lernen muss, die anderen Elemente zu meistern, damit er den Feuerlord Ozai aufhalten und so den Krieg beenden kann.

Der Verlauf der Geschichte wird in drei Staffeln („Bücher“) erzählt, die nach dem jeweiligen Elementen benannt sind, die Aang erlernen muss.

Buch 1: Wasser[Bearbeiten]

Aang, Katara und Sokka reisen vom Süd- zum Nordpol, um dort einen Lehrer zu finden, der Aang und Katara im Wasserbändigen unterweisen kann. Aang wird eröffnet, dass er der letzte Luftbändiger ist und viele seiner alten Freunde durch die Feuernation ums Leben gekommen sind. Darüber hinaus erfährt Aang von Avatar Rokus Geist, dass sich am Ende des Sommers ein Komet nähern wird, der die Kraft der Feuerbändiger erheblich stärken und somit das Gleichgewicht der Elemente empfindlich stören wird. Somit bleibt Aang nur wenig Zeit um alle Bändigungsarten zu erlernen und Feuerlord Ozai zu besiegen.

Auf ihrem Weg werden die drei Freunde von der Feuernation verfolgt. Zuko, der verbannte Kronprinz der Feuernation, hofft durch die Gefangennahme des Avatars seine Ehre wiederzuerlangen. Er wird dabei von seinem Onkel, General Iroh, begleitet. In Admiral Zhao findet sich ein weiterer starker Widersacher Aangs, der es sich ebenfalls zur Aufgabe gemacht hat, den Avatar zu fangen. Er greift schließlich mit einer gewaltigen Flotte den nördlichen Wasserstamm an. Die Belagerung des Nordpols endet in einer großen Schlacht, bei der Zhao getötet und seine Flotte von Aang vernichtet wird. Letztlich findet Aang seinen Lehrer für Wasserbändigen in Katara.

Buch 2: Erde[Bearbeiten]

Auf seiner Suche nach einem Lehrer für das Erdbändigen kehren Aang und seine Freunde nach Omashu zurück, da Aang Bumi als seinen Lehrer haben will. Jedoch ist Omashu inzwischen gefallen, womit Ba-Sing-Se das letzte Bollwerk des Erdkönigreichs verbleibt. Da Bumi Aang einen anderen Lehrer empfiehlt, machen sie sich auf die Suche und finden die starke und blinde Erdbändigerin Toph Bei Fong, die sich ihnen anschließt und zu Aangs Lehrerin fürs Erdbändigen wird. Auf ihrer weiteren Reise finden die Gefährten in einer Bibliothek Informationen, die eine Wende im Krieg gegen die Feuernation bringen können. Noch bevor Zosins Komet am Ende des Sommers zurückkehrt, wird eine Sonnenfinsternis stattfinden, welche die Feuernation erheblich schwächen wird. So entsteht der Plan, am „Tag der schwarzen Sonne“ einen Gegenschlag auszuführen und den Krieg zu beenden. Aang und seine Freunde hoffen, beim Erdkönig Unterstützung zu finden, und machen sich auf den Weg nach Ba-Sing-Se. Doch erweist sich das Vorhaben als schwierig, da zum einen Appa zeitweilig entführt wird und die Machthaber in Ba-Sing-Se die Existenz des Krieges leugnen.

Zuko und Iroh werden währenddessen als Verräter der Feuernation von Zukos jüngerer Schwester Azula verfolgt. Sie hoffen in Ba-Sing-Se unter den zahlreichen Flüchtlingen sicher zu sein. Doch auch Azula gelangt in die inneren Mauern der Stadt und beginnt mit Hilfe der Dai-Li-Agenten einen Umsturz. Nachdem sich Zuko ihr überraschenderweise anschließt, wird Aang im Kampf von Azula schwer verletzt, er schwebt in Lebensgefahr. Die Gefährten müssen mit dem Erdkönig fliehen. Mit Ba-Sing-Se fällt damit auch das Erdkönigreich.

Buch 3: Feuer[Bearbeiten]

Cosplay zu den Hauptcharakteren der Serie in dem Stil der Feuernation angeglichenen Kostümen

Aang und seine Gefährten dringen in Feuernationskleidung in die Feuernation ein und planen die Invasion für den Tag der schwarzen Sonne, da aufgrund der Sonnenfinsternis die Feuerbändigerfähigkeit der Gegner neutralisiert sein wird. Am Tag der schwarzen Sonne erleiden sie jedoch eine Niederlage, da die Finsternis nur 8 Minuten andauert und sie nicht bis zum Feuerlord vordringen können. Die Freunde fliehen zum westlichen Lufttempel, wo sich ihnen Zuko anschließt, der sich nun gegen seine Familie wendet. Er wird Aangs Lehrer für das Feuerbändigen.

Am Tag des Kometen kommt es zum finalen Kampf zwischen Aang und dem Feuerlord Ozai. Dieser will mit einer großen Flotte von Luftschiffen das gesamte Erdkönigreich niederbrennen. Aang tötet den Feuerlord nicht, da dies seiner pazifistischen Natur widerspräche, doch entzieht er Ozai die Fähigkeit des Feuerbändigens. Azula, die wahnsinnig geworden ist, wird von Zuko und Katara besiegt. Damit ist der Krieg zu Ende und Zuko wird neuer Feuerlord. Er gelobt, die Welt wieder aufzubauen und mit den anderen Nationen in Frieden zu leben.

Charaktere und Organisationen[Bearbeiten]

Aang
Der 12-jährige Aang ist der letzte überlebende Luftnomade und gleichzeitig der Avatar. Er wurde von Mönchen großgezogen und ist eigentlich bereits 112 Jahre alt. Da seine Identität im Angesicht des drohenden Krieges mit der Feuernation und die Tatsache, dass er zu einem anderen Lufttempel zum Training geschickt werden sollte, ihn seelisch bedrückte und überforderte, floh er mit seinem fliegenden Bison Appa. Als er in einen Sturm geriet, fror er sich selbst in einem Eisberg ein und wurde erst 100 Jahre später zufällig von Katara und Sokka entdeckt. Er fühlt sich seinen Aufgaben oft nicht gewachsen und nimmt die Schuld für all das Leid, das von der Feuernation verursacht wurde, auf sich, weil er damals aus dem Tempel geflüchtet ist. Er verliebt sich von Anfang an in Katara, aber erst in der letzten Folge werden sie schließlich ein Paar.
Auf der Suche nach geeigneten Lehrmeistern, die ihm das Bändigen von Wasser, Erde und Feuer vermitteln, reist er gemeinsam mit Sokka und Katara um die Welt.
Während Feuerlord Ozai den entscheidenden Vernichtungsfeldzug gegen die anderen Nationen beginnt, kommt es zur entscheidenden Konfrontation zwischen ihm und dem Avatar, wobei es Aang gelingt Ozai zu bezwingen. Nach dem Ende des Krieges wird es zu Aangs Aufgabe, das Gleichgewicht zwischen den Nationen wiederherzustellen.

Katara
Katara ist ein 14-jähriges Mädchen und die einzige Person des südlichen Wasserstammes, die über Bändigungsfähigkeiten verfügt. Diese Fähigkeit will sie stets perfektionieren, sie ist verantwortungsbewusst, ehrgeizig und hält die Gruppe zusammen. Sie hat Fertigkeiten zu heilen, außerdem erlernt sie unfreiwillig die Fähigkeit Blut zu bändigen. Mit der Zeit verliebt sie sich in Aang. Am Ende der Serie werden sie ein Paar. Ihre Mutter wurde von der Feuernation getötet, und ihr Vater befindet sich im Krieg gegen die Feuernation.

Sokka
Der 15-jährige Sokka ist Kataras Bruder. Er besitzt nicht die Fähigkeit zu bändigen, kann jedoch sehr geschickt mit Waffen umgehen, so z.B. mit seinem geliebten Bumerang oder ab der dritten Staffel mit seinem eigens aus Meteoritengestein gefertigten Schwert. Er ist ein Stratege und mutig, handelt jedoch häufig auch emotional oder überstürzt. Er liebt das Essen – insbesondere Fleisch – und hat eine sehr extrovertierte Art, auf Frauen einzugehen, was selten von Erfolg gekrönt ist. Er ist häufig aufbrausend und durchgehend von seiner Meinung überzeugt.

Appa
Appa ist der fliegende Bison Aangs und der letzte Vertreter seiner Spezies, die gemeinsam mit den Luftbändigern, die in enger Verbundenheit mit den Tieren lebten, von der Feuernation ausgelöscht wurde. Extrem wichtig ist seine Funktion als Transportmittel, da sich durch seine Größe und Flugfähigkeit mehrere Personen schnell und leicht über weite Strecken transportieren lassen, daneben ist er aber auch ein wichtiger und verbundener Weggefährte, insbesondere für Aang. Appa kann enorme Kräfte entfesseln und selbst Luft bändigen.

Momo
Momo ist ein fliegender Lemur, der von Aang gefunden und als Haustier adoptiert wird. Die fliegenden Lemuren waren traditionelle Haustiere der Luftnomaden. Wie Appa ist Momo wahrscheinlich der letzte seiner Art.

Prinz Zuko
Zuko ist der 16-jährige Kronprinz der Feuernation. Er ist der Sohn von Feuerlord Ozai und Ursa, die Nachfahrin von Avatar Roku. Zuerst wird man bei "der Suche" in die Irre geführt und findet heraus, dass Ikem, Ursas alte große Liebe , sein Vater ist , stellt sich jedoch später als falsch heraus. Als er 13 Jahre alt war, widersprach er einem General in einem wichtigen Kriegsrat, was Ozai als Verletzung der Ehre des Generals auffasste, weshalb er Zuko zu einem rituellen Zweikampf (Agni-Kai) herausforderte. Obwohl Zuko nicht gegen Ozai kämpfen wollte und um Verzeihung bat, strafte Ozai ihn – nach seiner Ansicht noch sehr milde – mit einer Brandnarbe im Gesicht, die ihn entstellt. Jedoch tiefer schmerzt Zuko der Verlust seiner Ehre, die er – wie Ozai behauptet – nur zurückerhalten könne, wenn er den Avatar fängt und ausliefert. Weil der Feuerlord dies insgeheim für eine unlösbare Aufgabe hielt, wollte er so seinen ungeliebten Sohn aus seiner Umgebung beseitigen. Diese Aufgabe verfolgt Zuko sehr ehrgeizig und sie prägt sein Leben (bis zu seiner Bekehrung zu einem Unterstützer des Avatar). Dies zeigt sich auch darin, dass er als „Blauer Geist“ den Avatar aus der Gefangenschaft durch Admiral Zhao befreit, damit er jenen selbst fangen kann. Die Ratschläge seines Onkels Iroh ignoriert er zumeist, wenngleich dieser immer betont, dass nur er selbst seine Ehre wiederfinden könne und sie ihm nicht wiedergegeben werden kann. Trotzdem wird Iroh von Zuko hoch geschätzt. Zu seiner Schwester Azula führt er ein sehr schlechtes Verhältnis. Dies liegt bereits in der frühen Kindheit der beiden begründet, wo er seine ihm überlegene Schwester beneidete. Sie beide führen ihr ganzes Leben einen endlosen Kampf von Hass, der aber von Azula ausgeht.
Im Laufe des dritten Buches wendet sich Zuko gegen Ozai und schließt sich Aang an. Nachdem der Krieg gewonnen ist, wird er zum neuen Feuerlord gekrönt und plant mit Aang alle Nationen wieder aufzubauen und zu trennen. Im Laufe der Krise um Yu Dao ändert er jedoch seine Meinung und überzeugt schließlich auch die Anderen. Gemeinsam versuchen sie etwas Neues aus den Kolonien der Feuernation zu erschaffen und Zuko macht sich auf die Suche nach seiner Mutter.

General Iroh
Der 56-jährige Iroh ist der ältere Bruder von Feuerlord Ozai und somit der Onkel von Zuko und Azula. Er war ein bedeutender General der Feuernation und führte die fehlgeschlagene Belagerung gegen Ba-Sing-Se, der Hauptstadt des Erdkönigreiches, an. Das angebliche Erlegen des letzten lebenden Drachens brachte ihm den Beinamen „Drache des Westens“ ein. Nach dem Tod seines einzigen Sohnes beendete er seine militärische Laufbahn und fiel so bei seinem Bruder in tiefe Missgunst. Als Feuerlord Azulon, Irohs Vater, starb, wurde er bei der Thronfolge von Ozai übergangen. Seit Zuko beim Feuerlord in Ungnade gefallen ist, begleitet Iroh seinen Neffen auf dessen Suche nach dem Avatar. Er hat ein ausgesprochen enges Verhältnis zu Zuko und sorgt sich um ihn. Mit seiner sehr gemütlichen Art, seiner Vorliebe für Tee und unterhaltsame Musikabende, sowie seiner Leidenschaft für das anspruchsvolle Brettspiel Pai-Sho ist er ein ausgleichender Pol zu Zukos jähzornigem und aufbrausendem Temperament. Auch im hohen Alter ist Iroh noch ein mächtiger Feuerbändiger und einer der wenigen, die auch Blitze bändigen können. Die Fähigkeit, Blitze umzuleiten, hat er selbst entwickelt, indem er die anderen Elemente studierte und die Technik vom Wasserbändigen abgeleitet hat. Diese Fähigkeit gibt er später an Zuko weiter. Er ist ein hochrangiges Mitglied des Ordens des Weißen Lotus. Iroh befürwortet ein Gleichgewicht zwischen den Völkern und stellt sich damit ideologisch gegen die von Ozai angestrebte Weltmachtsstellung der Feuernation. Er zeigt sich stets weise und zeigt Geduld und überlegtes Handeln.

Toph Bei Fong
Toph ist die zwölf Jahre alte Tochter der sehr wohlhabenden Familie Bei Fong aus dem Erdkönigreich. Obwohl Toph blind zur Welt kam, ist sie eine hervorragende Erdbändigerin, da sie ihre Umgebung durch Vibrationen des Bodens erfassen kann. Durch ihre Bändigungsfähigkeiten kann sie ihre fehlende Sehkraft ausgleichen, da sie auch kleinste Bewegungen und Geräusche wahrnehmen kann. Trotz ihrer Fähigkeiten (die sie zunächst vor ihren Eltern geheim hielt) ist es ihr nicht gestattet, das Familienanwesen zu verlassen. Daher flieht sie aus ihrem dem Elternhaus und wird Lehrerin von Aang. Da Toph bisher wenig Kontakt zu anderen Menschen gehabt hat, lebt sie sich anfangs nur schwer in die Gruppe ein. Sie hat einen trockenen Humor, ist eigenwillig und will sich anfangs nicht an gemeinsamen Aufgaben beteiligen. Später erlernt sie Metall und Sand zu bändigen, was nur sehr wenige Bändiger beherrschen. Sie gilt als die Erste die je Metallbändigen ausübte und eröffnet nach ihren Abenteuern eine Akademie für Metalbändiger.

Prinzessin Azula
Die 14-jährige Azula ist die einzige Tochter und Liebling von Feuerlord Ozai. Als exzellente Feuerbändigerin ist sie deutlich talentierter als ihr älterer Bruder Zuko. Sie kann sogar Blitze bändigen. Nachdem Zuko und Iroh zu Abtrünnigen erklärt wurden, beauftragt der Feuerlord sie mit der Gefangennahme der beiden. Begleitet wird sie dabei von ihren Jugendfreundinnen Mai und Ty Lee. Die Beiden sind jedoch keine Freundinnen im eigentlichen Sinne, sondern Anhängerinnen. Ty Lee ist von Azulas Gerissenheit beeindruckt und hat wie Mai gleichzeitig Angst vor ihr. Azula ist hochintelligent, skrupellos und grausam. Sie strebt nach Macht und Anerkennung. Im sozialen Bereich ist sie sehr unsicher, selbst gegenüber ihren wenigen Freunden, weshalb sie andere Menschen durch Furcht zu kontrollieren versucht. Der spätere Verrat von Mai und Ty Lee, die sich weigern sie weiterhin zu unterstützen lässt Azula schließlich wahnsinnig werden und wird in eine Anstalt eingeliefert. Auf der Suche nach seiner Mutter wendet sich Zuko schließlich an sie und nimmt sie mit. Trotz ihrer Geisteskrankheit hält sie immer noch daran fest, Feuerlord werden zu wollen.

Feuerlord Ozai
Feuerlord Ozai ist der absolutistisch regierende Monarch der Feuernation und gilt als einer der mächtigsten Feuerbändiger. Er ist Vater Azulas und Zukos, sowie der jüngere Bruder Irohs. Nach dem Feuerlord Azulon ihm befohlen hat, Zuko zu töten, half Ursa Ozai bei dem Mord an Azulon und der machthungrige Ozai bestieg entgegen der eigentlichen Erbfolge den Thron. Um zu verhindern, das diese auch ihn tötet, verbannt er sie aus dem Palast.
Er führte den Angriffskrieg gegen die verbliebenen Nationen, der von Feuerlord Zosin begonnen wurde, in nie dagewesener Härte fort. Dabei fiel ihm die Gebietshoheit in verschiedenen Regionen des Erdkönigreiches zu.
Zu seiner Tochter Azula besitzt Ozai tiefes Vertrauen und spricht ihr seine Anerkennung aus, während er Zuko zwar duldet und offiziell als Sohn anerkennt, wohl wissend, dass dieser nicht sein leiblicher Sohn ist, jedoch verachtet. Ozai besitzt im Gegensatz zu seinem Bruder, der als General diente, keine nennenswerte militärische Vergangenheit, weswegen er über keine militärstrategische Grundkenntnisse verfügt. Aufgrund dessen überlässt er die Planung und Durchführung von Kriegsoperationen zumeist seinen loyalen Generälen. Trotzdem ist er weiterhin im Besitz der absoluten Befehlsgewalt über die Streitkräfte der Feuernation.
Später (Buch 3) ernennt sich Ozai selbst zum sogenannten Phönixkönig. Aus der Zerstörung würde unter seinem Regiment ein neues, über alle Vorstellungen erhabenes Reich auferstehen – wie der legendäre, sich selbst reinkarnierende Vogel Phönix.
Innerhalb der Feuernation ist auch der Feuerlord, dem Phönixkönig in seinen Befugnissen unterstellt Nach seiner Selbsterhebung zu einem beinahe gottähnlichen Macht- und Würdenträger erklärt Ozai Azula zum neuen Feuerlord.
Zu den Machtinsignien des Phönixkönigs gehört unter anderem eine prachtvolle, teilweise aus purem Gold gegossene Rüstung, die unter anderem einen weit ausladenden Helm und prächtige, enorme Schulteraufsätze umfasst. Dadurch, dass Ozai seine Absicht, die anderen Nationen zu unterwerfen, nicht umsetzen konnte, blieb er der einzige Phönixkönig der Geschichte.
Nach seiner Niederlage lebt er im hoheitlichen Gefängnis der Feuernation.

Avatar Roku und Feuerlord Zosin
Avatar Roku war die Inkarnation des Avatar vor Aang gewesen und gehörte der Feuernation an. Er war ein enger Freund des damaligen Feuerlords Zosin gewesen, welcher der Urgroßvater Zukos und Azulas war, der Großvater Irohs und Ozais sowie der Vater Azulons. Roku stellte sich gegen Zosin, als dieser den Entschluss fasste, einen Eroberungskrieg gegen die anderen Nationen zu beginnen. Roku lebte später auf einer Vulkaninsel. Als diese durch eine Eruption zerstört wurde, hatte Zosin die Chance, seinen alten Freund zu retten, überließ ihn jedoch dem Tod. Damit kein neuer Avatar geboren werden konnte, der seine Expansionspläne gefährden könnte, ließ Zosin alle Luftbändiger töten, wobei ihm Aang jedoch entkam. Wie Zosin war Roku ein Urgroßvater von Zuko und Azula, da er der der Großvater von Zukos und Azulas Mutter war. Roku kann, wie alle Avatare, über den Tod hinaus mit Aang spirituellen Kontakt aufnehmen.

Suki
Suki ist die Anführerin der Kyoshi-Kriegerinnen, einer Gruppe ausschließlich weibliche Elitekämpferinnen die den früheren Avatar Kyoshi kulthaft verehren. Sie ist Sokkas erste und letztendlich auch endgültige Freundin. Im ersten Buch ist sie zunächst noch von ihm abgeneigt, da er sich über alle Maßen prahlerisch verhält. Da er sich später für sein Verhalten entschuldigt und sich mutig erweist, kommen sich beide näher. Im dritten Buch wird die von der Feuernation gefangen genommen und im Gefängnis Brodelnder Felsen verwahrt. Sokka befreit und integriert sie in die Gruppe um Aang, der sie bis zum Kriegsende beisteht.

Erdkönig Kuei
Kuei ist der während der Ereignisse amtierende König des Erdkönigreichs mit Sitz in der Hauptstadt Ba-Sing-Se. Auch wenn sein Titel eine gewisse Machtausübung vermuten lässt, besitzt er nur eine vornehmlich repräsentative Funktion. Er ist in seinem Handlungsspielraum stark eingeschränkt, da er sich vor allem von seinem Berater Long Feng stark beeinflussen lässt. Die Naivität des Erdkönigs ermöglichte es Long Feng und dem Dai-Li die von der Feuernation ausgehende Bedrohung für die Hauptstadt vor ihm geheim zu halten. Zudem ist es dem Erdkönig nicht gestattet seinen Palast zu verlassen. Kurz nachdem ihm von Aang die prekäre Situation Ba-Sing-Ses demonstriert wurde, wird die Stadt von Azula, die mit dem Dai-Li kollaborierte erobert. Kuei verlässt daraufhin die Hauptstadt in Begleitung seines Haustieres, dem Bären Bosco, um die Welt besser kennen zulernen. Bosco gilt als gutmütig und ruhig, und der Erdkönig vertraut seinem scharfsinnigen Urteil über Menschen absolut.
Nach der Niederlage der Feuernation wird er erneut Erdkönig und versucht keine Schwäche mehr zu zeigen, weswegen er auch mit Gewalt versucht, die Kolonien wie Yu Dao aufzulösen, welche von der Feuernation geschützt wird. Von Aang wird ihm jedoch klargemacht, das in Yu Dao nicht nur Feuerbändiger leben sondern auch ein Teil seines Volkes. Schließlich willigt er ein, aus den Kolonien etwas neues entstehen zu lassen.

Das Dai-Li
Das Dai-Li ist ein Geheimdienst im Erdkönigreich, genauer in Ba-Sing-Se. Alle Agenten sind speziell ausgebildete Erdbändiger. Es soll die innere Ordnung in der Hauptstadt aufrechterhalten und setzt dazu gezielt Gehirnwäsche ein. Vor dem Angriff der Feuernation verheimlichen sie den globalen Krieg so vor der Bevölkerung und auch dem Erdkönig. Später wird das Dai-Li von Azula angeworben und ermöglicht der Feuernation in Ba-Sing-Se einzumarschieren.

Der Orden des Weißen Lotus
Dieser Orden ist eine internationale Geheimgesellschaft, die sich dem Erreichen und Erhalten des Friedens verschrieben hat. Im Fall des Todes eines Avatars würden sie im Notfall eine Art Ersatz bilden. Die Erkennung unter Mitgliedern geschieht durch Verwendung des Weißen Lotus-Steins im Brettspiel Pai Sho. Bekannte Mitglieder sind General Iroh, König Bumi, Sokkas Schwertmeister Piandao, Aangs und Kataras Wasserbändigungsmeister Pakku sowie der Feuerbändiger Jeong Jeong.

Episodenliste[Bearbeiten]

Produktion und Veröffentlichung[Bearbeiten]

Die erste Staffel der Serie wurde 2005 von Nickelodeon produziert und ab dem 21. Februar 2005 auf diesem Sender ausgestrahlt. Da die erste Staffel erfolgreich war, folgten weitere zwei. Die dritte Staffel lief ab dem 21. September 2007 in den USA. Außerdem erschienen bisher alle Folgen der ersten, zweiten und dritten Staffel komplett als Einzel-DVDs und DVD-Boxen.

In Deutschland wird Avatar seit dem 8. Januar 2006 durch den Sender NICK ausgestrahlt, am 18. November 2008 lief die letzte Folge der dritten Staffel. In Österreich wurde die erste Staffel von Avatar vom 12. April 2008 bis in den Juni auf ORF 1 ausgestrahlt.

In Deutschland wurden die Staffeln der Serie nach und nach auf Einzel-DVDs veröffentlicht. Anschließend erschien auch eine DVD-Box je Staffel, die den europäischen Fassungen entsprechen, auf denen sich, neben der deutschen, auch die englische, französische und niederländische Synchronisation befindet.

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Comics[Bearbeiten]

2011 gaben Nickelodeon und Dark Horse Comics den Beginn einer Partnerschaft bekannt, in deren Rahmen die Geschichte rund um Aang und seine Freunde fortgesetzt werden soll.[2] Die Avatar: Der Herr der Elemente-Comicserie erscheint seit Januar 2012 und umfasst bislang acht Ausgaben. Diese unterteilen sich in mehrere Trilogien:

Das Versprechen ist eine Graphic-Novel-Trilogie von Gene Yang, Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko, deren Handlung direkt an das Ende der TV-Serie anschließt. Sie erscheint bei Dark Horse Comics, das bereits 2011 in Partnerschaft mit Nickelodeon einen Comicband veröffentlichte, der Geschichten enthält, die zwischen einzelnen Episoden der Serie spielen.[3] Der erste Band der Trilogie erschien auf englisch am 25. Januar 2012, der zweite am 30. Mai 2012.

Die deutsche Ausgabe von Avatar: Der Herr der Elemente – Das Versprechen erschien ab September 2012 bei Cross Cult (Band 1: ISBN 978-3-86425-065-1; Band 2: ISBN 978-3-86425-066-8; Band 3: ISBN 978-3-86425-067-5).[4]

Am 25. Juni 2012 wurde bekannt, dass es eine direkt an Das Versprechen anschließende Graphic-Novel-Serie mit dem Originaltitel The Search (zu deutsch: Die Suche) geben wird. Diese dreht sich um Zukos und Azulas Suche nach ihrer Mutter Ursa.[5] Der erste Teil der Trilogie wurde in den USA am 20. März 2013 veröffentlicht.[6]

Am Gratis-Comic-Tag 2013 war ein Comic namens Rebound erhältlich, das nach Das Versprechen spielt und sich auf Mai konzentriert.[7]

Auch nach Die Suche wird Dark Horse die Serie fortsetzen, so soll 2014 die Trilogie The Rift erscheinen.[8] "The Rift" wird, wie auch "Das Versprechen" und "Die Suche", unter dem Titel "Der Graben" als deutsche Version bei Cross Cult erscheinen.

Die Legende von Korra[Bearbeiten]

Hauptartikel: Die Legende von Korra

Im Juli 2010 kündigte Nickelodeon auf der Comic-Con eine Fortsetzung bzw. eine Nachfolgeserie von Avatar – Der Herr der Elemente an. Produziert wird die Fortsetzung/Nachfolgeserie, die den Titel Die Legende von Korra trägt, von den Produzenten der Originalserie. Nickelodeon plant eine 52 Episoden umfassende Serie in vier ebenfalls „Bücher“ genannten Halbstaffeln, deren Handlung 70 Jahre nach dem Ende der Originalserie startet und sich mit der Geschichte Korras, der Nachfolgerin Aangs, beschäftigt. Die Erstausstrahlung erfolgte in den USA ab dem 14. April 2012.[9] In Deutschland erfolgte die Erstausstrahlung ab dem 26. August 2012.

Soundtrack[Bearbeiten]

Der Soundtrack wurde vom „The Track Team“ bestehend aus Jeremy Zuckerman und Benjamin Wynn produziert. Mit Instrumenten wie zum Beispiel dem Guzheng, der Pipa oder dem Duduk wurde eine Hintergrundmusik für diese fiktive Welt erschaffen. Eine Veröffentlichung des offiziellen Soundtracks ist noch nicht geschehen, da der Fernsehsender Nickelodeon die Rechte zurückhält [10].

Synchronisation[Bearbeiten]

Für die deutsche Vertonung war das Bikini Studio in Berlin zuständig. Für die Dialogregie war Harald Wolff verantwortlich. Aufgrund des Auslandaufenthaltes von Julia Kaufmann wurde die Rolle der Katara in der finalen Staffel neu besetzt.[11]

Rolle Staffel Englische Synchronsprecher Deutsche Synchronsprecher
Aang 1–3 Zach Tyler Eisen Johannes Walenta
Katara 1–3 Mae Whitman Julia Kaufmann (Staffel 1-2)
Tanja Schmitz (Staffel 3)
Sokka 1–3 Jack DeSena David Turba
Toph Bei Fong 2–3 Jessie Flower Marie-Luise Schramm
Prinz Zuko 1–3 Dante Basco Sebastian Schulz
Onkel Iroh 1–3 Makoto Iwamatsu (Staffel 1-2)
Greg Baldwin (Staffel 3)
Hans Teuscher
Admiral Zhao 1 Jason Isaacs Erich Räuker
Avatar Kyoshi 1–3 Jennifer Hale Christin Marquitan
Avatar Roku 1–3 James Garrett Uli Krohm
Bumi 1–3 Kevin Ng (Jung)
André Sogliuzzo (Alt)
Hannes Maurer (Jung)
Hans-Werner Bussinger (Alt)
Erdkönig 2 Phil LaMarr Peter Flechtner
Feuerlord Ozai 2–3 Mark Hamill Tim Moeseritz (Staffel 1)
Axel Lutter (Staffel 2-3)
General Fong 2 Daniel Dae Kim Boris Tessmann
Mai 2–3 Cricket Leigh Tanya Kahana
Prinzessin Azula 2–3 Grey DeLisle Yvonne Greitzke
Ty Lee 2–3 Olivia Hack Anne Helm
Julia Stoepel (Vereinzelt in Staffel 3)
Appa / Momo 1–3 Dee Bradley Baker
Long Feng 2 Clancy Brown Klaus-Dieter Klebsch
Avatar Kuruk 3 Jim Meskimen
Suki 1–3 Jennie Kwan Manja Doering
Chit Sang 3 Ezikial Rollins Axel Lutter
Feuerlord/Prinz Zosin 3 Sean Marquette (Jung)
Ron Perlman (Alt)
Peter Flechtner (Jung)
Reinhard Kuhnert (Alt)
Jeong Jeong 1, 3 Keone Young Lutz Schnell (Staffel 1)
Tim Moeseritz (Staffel 3)
Zhang (Führerin) 1 Roberta Farkas Regina Lemnitz
Gan Jin (Führer) 1 René Auberjonois Helmut Gauß
June 1–3 Jennifer Hale Claudia Urbschat-Mingues
Nicole Hannak
Meister Pakku 1–3 Victor Brandt Uli Krohm
Boris Tessmann
Prinzessin Yue 1 Johanna Braddy Catrin Dams

Andere Medien[Bearbeiten]

Computer- und Videospiele[Bearbeiten]

Zu Avatar erschienen folgende Computer- bzw. Videospiele. Diese wurden allesamt von THQ Entertainment entwickelt. Daneben existieren zudem einige offizielle PC-Online-Spiele, wie zum Beispiel Avatar: Legends of the Arena.

Originaltitel Deutscher Titel Plattform Erscheinungsdatum (D)
Avatar: The Last Airbender Avatar – Der Herr der Elemente Playstation 2, GameCube, Wii, PSP, Xbox, Nintendo DS, Game Boy Advance, PC 27. Februar 2007, 28. November 2008 (PC, GBA)
Avatar: The Last Airbender – The Burning Earth Avatar – Der Herr der Elemente: Die Erde brennt Xbox 360, Wii, PlayStation 2, Nintendo DS, Game Boy Advance 8. November 2007 (PS2, NDS), 22. November 2007 (360), 30. Oktober 2007 (Wii)
Avatar: The Last Airbender – Into the Inferno Avatar – Der Herr der Elemente: Der Pfad des Feuers Wii, PlayStation 2, Nintendo DS 31. Oktober 2008 (Wii, PS2),
7. November 2008 (NDS)
Avatar: Legends of the Arena Avatar: Legends of the Arena PC 5. September 2008 (PC)
The Last Airbender Die Legende von Aang Wii, Nintendo DS Sommer 2010 (Wii, NDS)

Realverfilmung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Die Legende von Aang

Am 8. Januar 2007 gaben Paramount Pictures und Nickelodeon Movies bekannt, dass M. Night Shyamalan mit der Ausarbeitung eines Drehbuches (zusammen mit Mike DiMartino und Bryan Konietzko), der Produktion und Regie eines Avatar-Realfilmes beauftragt wurde. Diese Realverfilmung ist als Trilogie, gemäß der Bücher der Vorlage, ausgelegt. Da die Rechte am Titel „Avatar“ nicht vorlagen, erschien diese Trilogie unter dem Titel „The Last Airbender“ (im deutschsprachigen Raum als „Die Legende von Aang“). Der Kinostart in Deutschland war der 19. August 2010.[12]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Auszeichnung Folge
2005 Pulcinella Awards:
Beste Action/Adventure Fernsehserie [13]
Beste Fernsehserie [13]
33. Annie Award:
Bestes Drehbuch in einer Fernsehserie [14] Buch 1: Wasser, Kapitel 16: Die Macht des Feuers
34. Annie Award:
Beste Animation von Charakteren in einer Fernsehproduktion [15] Buch 2: Erde, Kapitel 6: Der blinde Bandit
Beste Regie in einer Zeichentrickserie [15] Buch 2: Erde, Kapitel 13: Bedrohlicher Bohrer
36. Annie Award:
Bester Zeichentrickfilm für Kinder [16]
Beste Regie in einer Zeichentrickserie an Joaquim Dos Santos [16] Buch 3: Feuer, Kapitel 20: Zosins Komet (Teil 3) – Von Angesicht zu Angesicht
2007 Genesis Award:
Hervorragende Kinderunterhaltung Buch 2: Erde, Kapitel 16: Armer Appa
Primetime Emmy Awards:
Individueller Leistungsbeitrag an Sang-Jin Kim Buch 2: Erde, Kapitel 17: Der Laogai-See
Nickelodeon Kid's Choice Awards 2008:
Lieblingsfernsehserie
Peabody Awards 2008
Beziehungsreiche Charaktere und gute Darstellung der Folgen eines Krieges[17]

Weiterführende Informationen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Bryan Konietzko und Michael Dante DiMartino: Avatar: The Last Airbender. The Art of the Animated Series. Dark Horse Comics, 15. Juni 2010, ISBN 978-1-59582-504-9, S. 184.[18]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Avatar – Der Herr der Elemente – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Avatar: Der Herr der Elemente - Das Versprechen, Band 2 (dt. Ausgabe), 2012, S. 77-79
  2. [1]
  3. Avatar: The Last Airbender — The Lost Adventures :: Profile :: Dark Horse Comics. Dark Horse Comics. Abgerufen am 22. Juli 2011.
  4. Avatar Aang fliegt bald auch bei Cross Cult. Cross Cult, 25. Juli 2012, abgerufen am 5. September 2012.
  5. Steve Sunu: EXCLUSIVE: Yang Continues „Avatar: The Last Airbender“ in "The Search". Comic Book Resources, 25. Juni 2012, abgerufen am 25. Juni 2012.
  6. Avatar: The Last Airbender—The Search part 2 TPB. In: DarkHorse.com. Dark Horse Comics Inc., abgerufen am 28. März 2013.
  7. Rachel Edidin: Free Comic Book Day: These Are the 10 Titles You Need to Grab. 5. März 2013, abgerufen am 26. Juli 2013.
  8. Kiel Phegley: SDCC EXCLUSIVE: Yang Takes "Avatar: The Last Airbender" To "The Rift". 24. Juli 2013, abgerufen am 26. Juli 2013.
  9. Nickelodeon Greenlights New Series From the Creators of the Animated Television Hit Avatar: The Last Airbender (englisch, abgerufen am 11. Februar 2011)
  10. http://www.soundtrack.net/features/article/?id=252
  11. Avatar – Der Herr der Elemente in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 18. Januar 2014.
  12. The Last Airbender Website, Termine der Kinostarts in verschiedenen Ländern auf der offiziellen Website zum Kinofilm
  13. a b Cartoons on the Bay Picks Winner
  14. Annie Award: Legacy – 33rd Annual Annie Awards
  15. a b Annie Award: Legacy – 34th Annual Annie Awards
  16. a b Annie Awards 2007: For Your Consideration (Version vom 15. April 2008 im Internet Archive)
  17. The Peabody Awards
  18. The Art of the Animated Series auf Darkhorse.com (abgerufen am 8. November 2010)