Bernstadt (Alb)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bernstadt
Bernstadt (Alb)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bernstadt hervorgehoben
48.49972222222210.025551Koordinaten: 48° 30′ N, 10° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 551 m ü. NHN
Fläche: 13,95 km²
Einwohner: 2138 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89182
Vorwahl: 07348
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 019
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schmiedgasse 5
89182 Bernstadt
Webpräsenz: www.bernstadt-wuertt.de
Bürgermeister: Oliver Sühring
Lage der Gemeinde Bernstadt im Alb-Donau-Kreis
Landkreis Biberach Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Ulm Allmendingen (Württemberg) Allmendingen (Württemberg) Altheim (Alb) Altheim (bei Ehingen) Altheim (bei Ehingen) Amstetten (Württemberg) Asselfingen Ballendorf Balzheim Beimerstetten Berghülen Bernstadt (Alb) Blaubeuren Blaustein Breitingen Börslingen Dietenheim Dornstadt Ehingen (Donau) Ehingen (Donau) Emeringen Emerkingen Erbach (Donau) Griesingen Grundsheim Hausen am Bussen Heroldstatt Holzkirch Hüttisheim Illerkirchberg Illerrieden Laichingen Langenau Lauterach (Alb-Donau-Kreis) Lonsee Merklingen Munderkingen Neenstetten Nellingen Nerenstetten Oberdischingen Obermarchtal Oberstadion Öllingen Öpfingen Rammingen (Württemberg) Rechtenstein Rottenacker Schelklingen Schnürpflingen Setzingen Staig Untermarchtal Unterstadion Unterwachingen Weidenstetten Westerheim (Württemberg) Westerstetten BayernKarte
Über dieses Bild

Bernstadt ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Bernstadt liegt an der alten Römerstraße, die von Augsburg nach Cannstatt führte, etwa zehn Kilometer nördlich von Ulm.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Holzkirch und Neenstetten, im Osten an die Stadt Langenau, im Süden an Hörvelsingen und im Westen an Beimerstetten und Breitingen.

Geschichte[Bearbeiten]

St.-Lambertus-Kirche in Bernstadt
Grabmal eines Mitglieds der Ulmer Patrizierfamilie Besserer von Thalfingen in der St.-Lambertus-Kirche

Die Herren von Berolfstat, die der Gemeinde ihren Namen gaben, wurden 1209 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Der Ort muss jedoch älter sein, da es für ihn bereits seit 1195 eine eigene Pfarrstelle gibt.

Religionen[Bearbeiten]

1484 wurde die St.–Lambert-Kirche als katholische Pfarrkirche erbaut. Seit der Reformation ist der Ort jedoch evangelisch und auch die Kirche wird noch heute von der evangelischen Gemeinde genutzt. Der katholische Teil der Bevölkerung gehört zur Pfarrgemeinde Dornstadt.

Politik[Bearbeiten]

Seit 1972 gehört Bernstadt zum Verwaltungsverband Langenau, dem als Zweckverband verschiedene Aufgaben der Mitgliedsgemeinden übertragen worden sind.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit dem 17. Mai 1974 war Theodor Ott Bürgermeister der Gemeinde Bernstadt. Am 7. Januar 2005 verunglückte Ott tödlich. Am 3. April 2005 wurde der Diplom-Verwaltungswirt Oliver Sühring im ersten Wahlgang mit 70 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Dem Gemeinderat von Bernstadt gehören 10 Personen an. Bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Liste Sitze %
Bernstadter Wählergemeinschaft (BWG) 7 64,7
Gemeinwohl Bernstadt (GwB) 2 24,2
Andere Liste Bernstadt (ALB) 1 11,1

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1991 besteht eine Partnerschaft mit Bernstadt a. d. Eigen in der Oberlausitz in Sachsen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

In Bernstadt besteht seit 1902 eine Grundschule. Weiterführende Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) können in Langenau besucht werden.

Bernstadt verfügt außerdem über einen Kindergarten, der von der evangelischen Kirche betrieben wird.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Im Schloss befindet sich seit 1982 das Heimatmuseum des Ortes.

Bauwerke[Bearbeiten]

Bernstadter Schloss

Das Schloss in Bernstadt wurde 1549 von Georg Besserer, Mitglied einer Ulmer Patrizierfamilie, als Landsitz erbaut. Nach der Zerstörung des Schlosses im Jahr 1688 wurde es zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Stil des Barock wieder aufgebaut. Später diente das Schloss als Schule, Kindergarten und beherbergte nach dem Zweiten Weltkrieg Heimatvertriebene. Heute beherbergt das Bernstadter Schloss die Gemeindeverwaltung und das Heimatmuseum. Besonders sehenswert sind zwei restaurierte Stuckdecken aus den Jahren 1720 bis 1750.
siehe auch Burg Salzbühl, Burg Schlössle, Burgstall Schlössle (Bernstadt), Burg Breitenbühl

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Bosch: Bernstadt – Zur Geschichte einer Albgemeinde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bernstadt (Alb) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien