Lauterach (Alb-Donau-Kreis)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lauterach
Lauterach (Alb-Donau-Kreis)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lauterach hervorgehoben
48.2555555555569.5816666666667518Koordinaten: 48° 15′ N, 9° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 518 m ü. NHN
Fläche: 13,77 km²
Einwohner: 581 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89584
Vorwahl: 07375
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 073
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lautertalstraße 16
89584 Lauterach
Webpräsenz: www.gemeinde-lauterach.de
Bürgermeister: Bernhard Ritzler
Lage der Gemeinde Lauterach im Alb-Donau-Kreis
Landkreis Biberach Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Ulm Allmendingen (Württemberg) Allmendingen (Württemberg) Altheim (Alb) Altheim (bei Ehingen) Altheim (bei Ehingen) Amstetten (Württemberg) Asselfingen Ballendorf Balzheim Beimerstetten Berghülen Bernstadt (Alb) Blaubeuren Blaustein Breitingen Börslingen Dietenheim Dornstadt Ehingen (Donau) Ehingen (Donau) Emeringen Emerkingen Erbach (Donau) Griesingen Grundsheim Hausen am Bussen Heroldstatt Holzkirch Hüttisheim Illerkirchberg Illerrieden Laichingen Langenau Lauterach (Alb-Donau-Kreis) Lonsee Merklingen Munderkingen Neenstetten Nellingen Nerenstetten Oberdischingen Obermarchtal Oberstadion Öllingen Öpfingen Rammingen (Württemberg) Rechtenstein Rottenacker Schelklingen Schnürpflingen Setzingen Staig Untermarchtal Unterstadion Unterwachingen Weidenstetten Westerheim (Württemberg) Westerstetten BayernKarte
Über dieses Bild

Lauterach ist eine kleine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Die Gemeinde gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen. Lauterach ist mit einem Großteil seiner Gemarkung (92,2 %) Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Im Lautertal bei Lauterach

Lauterach liegt am Rand der Schwäbischen Alb, wo die Große Lauter in die Donau mündet, etwa 35 km südwestlich von Ulm.

Gliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören neben Lauterach noch die Ortsteile Neuburg, Talheim und Reichenstein.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden und Osten an Ehingen, im Süden an Untermarchtal und Obermarchtal, sowie im Westen an Rechtenstein und Emeringen.

Geschichte[Bearbeiten]

Lauterach, dessen Name sich vom Flussnamen Lauter ableitet, wurde erstmals 1229 urkundlich erwähnt. Nach verschiedenen wechselnden Herrschaften kam das Gebiet 1803 (außer Talheim, das erst 1806 folgte) endgültig an Württemberg. Mit Einrichtung des Oberamts Zwiefalten 1809 wurde das heutige Gemeindegebiet diesem zugeordnet, kam aber bereits 1810 zum Oberamt Ehingen. Seit der kommunalen Neugliederung 1938 gehörte Lauterach zum Landkreis Ehingen, der am 1. Januar 1973 im Alb-Donau-Kreis aufging. 1973 schloss sich die Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen an und konnte so ihre Selbständigkeit erhalten.

Neuburg[Bearbeiten]

Neuburg

Neuburg wurde erstmals urkundlich in den 1260er-Jahren erwähnt. Es wurde 1803 nach Lauterach eingemeindet.

Reichenstein[Bearbeiten]

Reichenstein wurde erstmals 1276 urkundlich erwähnt. Es entstand als Weiler um die gleichnamige Burg herum. Die dort gelegene Laufenmühle wurde erstmals 1492 unter der Bezeichnung Lauffen die mulin erwähnt. Reichenstein wurde 1812 nach Lauterach eingemeindet.

Talheim[Bearbeiten]

Talheim ist der älteste Teilort Lauterachs, es wurde bereits 776 urkundlich erwähnt. Seit 1743 gehörte es den Grafen von Fugier, bevor es 1806 an Württemberg fiel und dort dem Oberamt Ehingen zugeordnet wurde. 1815 wurde Talheim nach Lauterach eingemeindet.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

  • 1803: Neuburg
  • 1812: Reichenstein
  • 1815: Talheim

Religionen[Bearbeiten]

Kapelle Maria Himmelfahrt

Lauterach ist vorwiegend katholisch geprägt. Neben der Pfarrkirche im Ortsteil Neuburg bestehen auch Kapellen in den übrigen Ortsteilen. Die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Untermarchtal betreiben im Ortsteil Talheim ein Erholungsheim für Ordensschwestern.

Die wenigen evangelischen Bewohner Lauterachs gehören zur Kirchengemeinde in Mundingen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Lauterach verfügt über eine Grundschule für die ersten und zweiten Klassen. Dritt- und Viertklässler besuchen die Schule in Untermarchtal, deren Erst- und Zweitklässler im Gegenzug in Lauterach zur Schule gehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Sägemaschine in Laufenmühle
  • Burgruine Reichenstein
  • Mühlenweiler Laufenmühle im Lautertal mit kleinem Freilicht-Museum. Die erhaltene Tuffstein-Sägemaschine erinnert an den Kalksinter-Abbau im Lautertal.
Lauterfall bei der Laufenmühle

Vereine[Bearbeiten]

  • DRK-Ortsverein Lauterach Kirchen
  • Fasnetsverein - Lauterach e.V.
  • Freiwillige Feuerwehr Lauterach
  • Frühschoppenverein "Still Vergnügt" - Gasthaus Krone
  • Gesangverein "Eintracht Lauterach" e.V. und Katholischer Kirchenchor Neuburg
  • Landjugendgruppe
  • Sportclub Lauterach e.V.
  • Wanderverein
  • Zeltlagergruppe - Katholische Kirchengemeinde
  • Mutter/Kind-Gruppe
  • Mädchengruppe

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Reichenstein, Blick von der Laufenmühle, Aquarell von General Eduard von Kallee, 1858

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Tiberius Fundel (1897–1982), geboren in Neuburg, Politiker (CDU), Landtagsabgeordneter
  • Xaver Mönch (1843–1907), geboren in Reichenstein, Orgelbauer und Begründer der bekannten Orgelbauanstalt in Überlingen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lauterach (Alb-Donau-Kreis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien