Börslingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Börslingen
Börslingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Börslingen hervorgehoben
48.53944444444410.0625560Koordinaten: 48° 32′ N, 10° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 560 m ü. NHN
Fläche: 6,29 km²
Einwohner: 172 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89177
Vorwahl: 07340
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 022
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 25
89177 Börslingen
Bürgermeister: Heinrich Wolf
Lage der Gemeinde Börslingen im Alb-Donau-Kreis
Landkreis Biberach Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Ulm Allmendingen (Württemberg) Allmendingen (Württemberg) Altheim (Alb) Altheim (bei Ehingen) Altheim (bei Ehingen) Amstetten (Württemberg) Asselfingen Ballendorf Balzheim Beimerstetten Berghülen Bernstadt (Alb) Blaubeuren Blaustein Breitingen Börslingen Dietenheim Dornstadt Ehingen (Donau) Ehingen (Donau) Emeringen Emerkingen Erbach (Donau) Griesingen Grundsheim Hausen am Bussen Heroldstatt Holzkirch Hüttisheim Illerkirchberg Illerrieden Laichingen Langenau Lauterach (Alb-Donau-Kreis) Lonsee Merklingen Munderkingen Neenstetten Nellingen Nerenstetten Oberdischingen Obermarchtal Oberstadion Öllingen Öpfingen Rammingen (Württemberg) Rechtenstein Rottenacker Schelklingen Schnürpflingen Setzingen Staig Untermarchtal Unterstadion Unterwachingen Weidenstetten Westerheim (Württemberg) Westerstetten BayernKarte
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Börslingen ist eine kleine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis und mit rund 180 Einwohnern eine der kleinsten selbständigen Gemeinden in Baden-Württemberg.

Die Gemeinde gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Langenau mit Sitz in Langenau an.

Lage[Bearbeiten]

Sie liegt auf 561 m Höhe auf der Niederen Alb, einer Hochfläche nördlich des Lonetals und etwa 15 Kilometer nördlich von Ulm, einem der 14 Oberzentren des Bundeslandes.

Börslingen grenzt im Norden an Altheim (Alb), im Osten an Ballendorf und Nerenstetten, im Süden an die Stadt Langenau und im Westen an Neenstetten.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Dorf ist landwirtschaftlich strukturiert. Im Jahr 2003 gab es sieben Haupterwerbsbetriebe und einige Nebenerwerbslandwirte, die zusammen etwa 440 ha Fläche bewirtschafteten. Milchviehhaltung ist vorherrschend. Im Ort ist auch ein Betrieb für Industriegravuren sowie eine Gastwirtschaft ansässig.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zentrum des Ortes ist die evangelische Kirche Sankt Bernhard. Eine alte Winterlindenreihe begleitet den Weg ins südlich gelegene Lonetal.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach erfolgreichen Geländebegehungen eines ehrenamtlichen Mitarbeiters des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg konnte im Gebiet der Gemeinde Börslingen durch ein Grabungsteam der Universität Tübingen unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Floss eine neue altsteinzeitliche Fundstelle untersucht werden. Im Rahmen von zwei Ausgrabungen, die im Herbst 2011 und im Frühjahr 2012 stattfanden, wurden mehrere Siedlungskonzentrationen freigelegt, die mehrere Tausende Funde, vor allem Steingeräte, erbrachten. Die Fundstelle wurde erstmals zur Zeit der Neandertaler begangen. Damit ist Börslingen im Gebiet der Schwäbischen Alb eine der ältesten Fundstellen der Menschheitsgeschichte. Auch während des Aurignacien, also derselben Zeit vor knapp 40.000 Jahren, in der die berühmten Vogelherdfiguren und der Löwenmensch vom Stadel entstanden, wurde die Fundstelle vermutlich aufgesucht. Ihre Bedeutung verdankt der Platz nach allem einem Vorkommen von so genannten Hornsteinen, die von den prähistorischen Menschen an dieser Stelle gewonnen wurden und aus denen sie ihre Geräte und Waffenspitzen herstellten. Die besondere Bedeutung der Grabungen ergibt sich durch den Umstand, dass Börslingen nach insgesamt mehr als 150 Jahren Forschung der erste sichere Fundplatz der Altsteinzeit in diesem Gebiet ist, der nicht in Höhlen, sondern im freien Land auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb liegt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Börslinger Wappen zeigt in gespaltenem Schild links in Rot eine silberne Kirchenfahne, rechts in Silber eine pfahlweise gestellte rote doppelzügige Börse mit abhängenden blauen Nesteln.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Börslingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien