Altheim (bei Ehingen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altheim
Altheim (bei Ehingen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altheim hervorgehoben
48.3286111111119.7711111111111606Koordinaten: 48° 20′ N, 9° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 606 m ü. NHN
Fläche: 7,8 km²
Einwohner: 597 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89605
Vorwahl: 07391
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 004
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 15
89605 Altheim
Bürgermeister: Robert Rewitz
Lage der Gemeinde Altheim im Alb-Donau-Kreis
Landkreis Biberach Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Ulm Allmendingen (Württemberg) Allmendingen (Württemberg) Altheim (Alb) Altheim (bei Ehingen) Altheim (bei Ehingen) Amstetten (Württemberg) Asselfingen Ballendorf Balzheim Beimerstetten Berghülen Bernstadt (Alb) Blaubeuren Blaustein Breitingen Börslingen Dietenheim Dornstadt Ehingen (Donau) Ehingen (Donau) Emeringen Emerkingen Erbach (Donau) Griesingen Grundsheim Hausen am Bussen Heroldstatt Holzkirch Hüttisheim Illerkirchberg Illerrieden Laichingen Langenau Lauterach (Alb-Donau-Kreis) Lonsee Merklingen Munderkingen Neenstetten Nellingen Nerenstetten Oberdischingen Obermarchtal Oberstadion Öllingen Öpfingen Rammingen (Württemberg) Rechtenstein Rottenacker Schelklingen Schnürpflingen Setzingen Staig Untermarchtal Unterstadion Unterwachingen Weidenstetten Westerheim (Württemberg) Westerstetten BayernKarte
Über dieses Bild

Altheim ist eine kleine Gemeinde nahe Ehingen im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg, zu der außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Orte gehören.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Altheim liegt am Südabhang der Schwäbischen Alb auf dem Hochsträß, südwestlich von Ulm und nahe der Stadt Ehingen (Donau).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Schelklingen, im Osten an die Stadt Erbach, im Süden an die Stadt Ehingen und im Westen an Allmendingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprüngliche Inhaber des Dorfes waren die Herren von Steußlingen. Im 14. Jh. erwarben Mitglieder der Familie Ruch einzelne Höfe. Zwischen 1425 und 1436 konnte Burkard von Wernau die meisten Höfe erwerben. Da Burkards Sohn Conrad von Wernau kinderlos blieb, fiel das Erbe an den jüngeren Bruder Jörg von Wernau. Dieser hatte aber nur 4 Töchter und keinen Sohn. Die dritte Tochter, Clara, heiratete Conrad von Stadion, womit 1497 die Güter an die Familie von Stadion fielen. Da auch Conrad von Stadion keinen männlichen Leibeserben hatte, ging der Besitz an den Schwiegersohn Caspar von Freyberg über, welcher 1518 die Erbtochter Appollonia geheiratet hatte. Spätestens seit dem Tod Conrads von Stadion, wohl 1527, blieb die Familie von Freyberg im Besitz der meisten Höfe in Altheim bis zur Ablösung der Lehensherrschaft im 19. Jh. Jeweils 2 Höfe waren im Besitz der Klöster Urspring und Blaubeuren.

Religionen[Bearbeiten]

Altheim besitzt seit dem hohen Mittelalter eine eigene Pfarrei. Die Pfarrkirche ist dem Heiligen Michael geweiht, was auf eine frühe Gründung in der alemannischen Epoche hinweist.[2] Anfänglich war die Altheimer Pfarrei eine Tochterpfarrei der Erbacher Pfarrei. Die Hofbauern das Klosters Blaubeuren verblieben auch nach der Reformation des Klosters beim Katholizismus. 1826 waren alle 318 Einwohner katholisch. Durch Zuzug sind heute auch evangelische Einwohner ansässig.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Es handelt sich um Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg[3] (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1826 318
1. Dezember 1871 ¹ 452
1. Dezember 1880 ¹ 459
1. Dezember 1900 ¹ 464
1. Dezember 1910 ¹ 503
16. Juni 1925 ¹ 441
16. Juni 1933 ¹ 385
17. Mai 1939 ¹ 386
Jahr Einwohnerzahlen
13. September 1950 ¹ 456
6. Juni 1961 ¹ 400
27. Mai 1970 ¹ 452
31. Dezember 1980 510
27. Mai 1987 ¹ 524
31. Dezember 1990 548
31. Dezember 2000 553
31. Dezember 2010 582

Politik[Bearbeiten]

Schultheißen, Bürgermeister und Ortsvorsteher[Bearbeiten]

Schultheißen bis 1930, Bürgermeister seit 1930. 1971 vereinbarte die Gemeinde eine Verwaltungsgemeinschaft mit der benachbarten Gemeinde Allmendingen.

  • 1486 Hans Spalt

  • 1716–1753 Josef Mauz
  • 1753–1776 Sebastian Kolb
  • 1777–1819 Matthäus Mauz
  • 1819–1845 Xaver Heisler
  • 1846–1870 Anton Geiger
  • 1871–1906 Johann Georg Schmid
  • 1906–1933 Georg Schaible
  • 1933–1942 Franz Moll
  • 1942–1946 Josef Traub
  • 1946-1971 Georg Enderle
  • 1971-1995 Karl Spitzmüller - gleichzeitiger Bürgermeister in Allmendingen

  • 1995 - Robert Rewitz. Der ehrenamtliche Bürgermeister Robert Rewitz ist gleichzeitig hauptamtlicher Bürgermeister von Allmendingen.

Wappen[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen trägt in seinem silbernen (weißen) Schildhaupt einen blauen Dornenbalken, den Schild selbst schmücken drei silberne (weiße) Kugeln. Die Farben sind Weiß-Blau (Silber-Blau). Das Schildhaupt, der blaue Dorn[4], erinnert an die ersten Ortsherren des 13. Jh., die Herren von Steußlingen. Die drei Kugeln entstammen dem Familienwappen der Freiherren von Freyberg, welche seit 1528 in Altheim begütert sind.


Bauwerke[Bearbeiten]

  • Schloss der Freiherren von Freyberg, erbaut 1701 bis vor 1706. Bereits 1412 befand sich in Altheim eine Burg[5].
  • Pfarrkirche von 1785, mit dem spätgotischen Kirchturm von ca. 1485.


Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Tiberius Denkinger, Dr. phil., Oberstudiendirektor

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Johann Christoph von Freyberg, * 28. September 1616 in Altheim (bei Ehingen), † 1. April 1690 in Dillingen an der Donau, 1665–1690 Fürstbischof von Augsburg
  • Tiberius Denkinger, Dr. phil., Oberstudiendirektor, Lokalhistoriker, Ehrenbürger von Altheim

Literatur[Bearbeiten]

  • Ansbacher, Walter (2001), Das Bistum Augsburg in barockem Aufbruch: Kirchliche Erneuerung unter Fürstbischof Johann Christoph von Freyberg (1665–1690). Augsburg: Sankt-Ulrich-Verlag.
  • Denkinger, Tiberius (1963), Herren, Höfe, Häuser und Fluren in Altheim Kr. Ehingen. Ulm (Donau): Süddeutsche Verlagsgesellschaft.
  • Königliches Statistisches Landesamt (Hrsg.) (1893), Beschreibung des Oberamts Ehingen. 2. Bearbeitung. Stuttgart: Kohlhammer, S. 64-66.
  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.) (1989), Der Alb-Donau-Kreis. 2 Bde. Sigmaringen: Thorbecke, hier Bd. 1, S. 401-417. ISBN 3-7995-1350-7.
  • Memminger, Johann Daniel Georg von (1826), Beschreibung des Oberamts Ehingen. Stuttgart und Tübingen: Cotta, S. 103f. (Reprint des Verlags Horst Bissinger, Magstadt, 1971. ISBN 3-7644-0003-X) (Digitalisat in Wikisource)
  • Steuer, Peter (Bearb.) (2010), Archiv der Freiherren von Freyberg Schloss Allmendingen: Urkundenregesten 1367-1910. Stuttgart: W. Kohlhammer (Inventare der nichtstaatlichen Archive in Baden-Württemberg, Bd. 37). ISBN 978-3-17-021286-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. St. Michael – Altheim, abgerufen 27. Juli 2010
  3. Bevölkerungsentwicklung in Baden-Württemberg von 1871 bis 2012
  4. Vgl. das Wappen von Altsteußlingen und Justingen.
  5. Abbildungen des Schlosses bei Ansbacher (2001).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Altheim (bei Ehingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien