Rammingen (Württemberg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rammingen
Rammingen (Württemberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rammingen hervorgehoben
48.51805555555610.1725512Koordinaten: 48° 31′ N, 10° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 512 m ü. NHN
Fläche: 14,04 km²
Einwohner: 1249 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89192
Vorwahl: 07345
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 097
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausgasse 7
89192 Rammingen
Webpräsenz: www.rammingen-bw.de
Bürgermeister: Karl-Friedrich Häcker
Lage der Gemeinde Rammingen im Alb-Donau-Kreis
Landkreis Biberach Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Ulm Allmendingen (Württemberg) Allmendingen (Württemberg) Altheim (Alb) Altheim (bei Ehingen) Altheim (bei Ehingen) Amstetten (Württemberg) Asselfingen Ballendorf Balzheim Beimerstetten Berghülen Bernstadt (Alb) Blaubeuren Blaustein Breitingen Börslingen Dietenheim Dornstadt Ehingen (Donau) Ehingen (Donau) Emeringen Emerkingen Erbach (Donau) Griesingen Grundsheim Hausen am Bussen Heroldstatt Holzkirch Hüttisheim Illerkirchberg Illerrieden Laichingen Langenau Lauterach (Alb-Donau-Kreis) Lonsee Merklingen Munderkingen Neenstetten Nellingen Nerenstetten Oberdischingen Obermarchtal Oberstadion Öllingen Öpfingen Rammingen (Württemberg) Rechtenstein Rottenacker Schelklingen Schnürpflingen Setzingen Staig Untermarchtal Unterstadion Unterwachingen Weidenstetten Westerheim (Württemberg) Westerstetten BayernKarte
Über dieses Bild

Rammingen ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Rammingen liegt 23 km nordöstlich von Ulm, 512 m bis 545 m über dem Meeresspiegel auf der Schwäbischen Alb am östlichen Rand des Alb-Donau-Kreises. Der Ort Rammingen mit dem Weiler „Lindenau“ wurde erstmals 1286 erwähnt. Der Weiler „Lindenau“ liegt etwa 2,5 km nördlich der Gemeinde und befindet sich ganz in der Nähe vom Lonetal. Das Lonetal hat vielfältige Eigenarten und Schönheiten wie z.B. Talauen, Wiesentäler, Baumgruppen, Waldlagen, Felsbildungen und Wacholderheiden, es ist somit ein schönes Naherholungsgebiet.

Die Gemarkungsfläche beträgt 1404 ha und grenzt am südlichen Rand der Gemarkung durch einen Landesgrenzgraben an den Kreis Günzburg und somit auch an den Freistaat Bayern. Von Rammingen aus überblickt man wegen der hohen, ganz freien Lage das ganze Donautal im Westen und Süden. Rund 60 - 70 Ortschaften mit den bayerischen Städten Gundelfingen, Lauingen, Dillingen, hinunter bis Höchstädt und herauf bis Günzburg, bilden ein schönes Panorama, welches bei hellem Wetter die gut sichtbar rund 100 km entfernten Tiroler Berge begrenzen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an den Ortsteil Bissingen der Stadt Herbrechtingen im Landkreis Heidenheim, im Osten an Asselfingen, im Süden an die Stadt Leipheim in Bayern sowie im Westen an die Stadt Langenau und an Öllingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1127 trug der Ort noch den Namen Rammungun und gehörte damals zur Grafschaft Albeck. Mit dieser ging 1383 die Oberherrschaft an Ulm. Ortsadel als Albecker Lehensleute waren die Herren von Rammingen seit 1127. Sie waren seit 1286 helfensteinische Vasallen, später Bürger in oberschwäbischen Reichsstädten und bis ins 17. Jahrhundert in württembergischen Diensten. 1286 schenkte Markgraf Heinrich von Burgau die Kirche und verschiedene Güter an Kloster Kaisheim, das im Laufe der Zeit die Grundherrschaft weitgehend erwarb, so noch 1665 fünf Höfe und 17 Sölden von Kloster Oberelchingen. Infolge dieser Besitzverhältnisse konnte Ulm im 16. Jahrhundert den Ort nicht reformieren. Deshalb ist die Gemeinde vom Stamm her katholischer Konfession geblieben, während alle umliegenden Ortschaften evangelischer Konfession sind.

Im Jahre 1286 hatte auch Markgraf Heinrich von Burgau das Kloster von Lindenau (ursprünglich ein Pfarrdorf) mit der Kirche von Rammingen dem Kloster Kaisheim geschenkt. Die hier erwähnte Pfarrkirche war die Wallfahrtskirche zur schmerzhaften Mutter Gottes. Sie war damals eine selbstständige Pfarrkirche, hatte aber ein geringes Einkommen und wurde daher auf Ansuchen des Abts von Bischof Marquard von Augsburg schon 1350 mit der Kirche von Rammingen verbunden, woraus Streitigkeiten bis zum Ende des römischen Reiches entstanden.

Religionen[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu den evangelischen Nachbarorten ist Rammingen noch heute katholisch geprägt. Dieses rührt von der Tatsache her, dass ein Großteil des Ortes dem Kloster Kaisheim gehörte und somit der Einfluss Ulms nicht ausreichte, um auch Rammingen zu reformieren.

Politik[Bearbeiten]

Rammingen gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Langenau an.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen stellt einen aufgerichteten, silber-weißen, schwarz gehörnten Widder auf rotem Grund dar.

Seit dem Jahre 1938 ist das Wappen des ehemaligen Ortsadelsgeschlechts der Herren von Rammingen im Siegel der gleichnamigen Gemeinde nachgewiesen.

Es zeigt den „Ramm“ - alte Bezeichnung für einen Widder - als redende Wappenfigur. Seit 1954 sind auch die Farben des Gemeindewappens nach dem Vorbild des Adelswappens festgelegt. Das Landratsamt Alb - Donau - Kreis hat das Wappen samt der Flagge am 4. Juni 1982 verliehen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Rammingen verfügt über einen Haltepunkt an der Brenzbahn, der von den im Zweistundentakt verkehrenden Regionalbahnen auf der Strecke von Ulm nach Aalen bedient wird. Sieben Kilometer westlich des Orts verläuft die A7, sieben Kilometer südlich die A8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rammingen (Württemberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien