Brasilianische Literatur

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Brasilianische Literatur ist die in portugiesischer Sprache verfasste Literatur aus Brasilien. Dabei ist die Literatur in die Zeit vor und nach der Unabhängigkeit 1822 zu unterscheiden. Die Literatur vor der Unabhängigkeit wurde zumeist von Portugiesen geprägt, die zwar oftmals in Brasilien geboren wurden, sich aber als Portugiesen betrachteten. Berühmtester Vertreter war der „Apostel Brasiliens“ António Vieira. Nach der Unabhängigkeit des Landes 1822 entwickelte sich eine seit Mitte des 19. Jahrhunderts als eigenständig wahrgenommene brasilianische Literatur, die auch Bezug auf die afrikanischen und indigenen Minderheiten nahm und bis heute stark expandiert.

Anfänge: Kolonialzeit ab 1500[Bearbeiten]

Allgemeines siehe auch:

Erste Reiseberichte[Bearbeiten]

Carta de Pêro Vaz de Caminha

Für die Periode von 1500 bis 1700 sind vor allem Reiseberichte und insbesondere Missionsberichte aus portugiesischer Quelle überliefert. Pero Vaz de Caminha, der Steuermann des portugiesischen Seefahrers und Brasilien-Entdeckers Pedro Alvares Cabral, beschrieb als erster Europäer Brasilien überhaupt und die Landung der Flotte an der Küste von Salvador da Bahia in einem 27 Seiten langen Brief, dem Carta a el-rei D. Manuel sobre o achamento do Brasil, kurz als „Brief des Pero Vaz de Caminha“ bekannt, im Jahr 1500 an den portugiesischen König Manuel I.[1]

Viele portugiesische Reisende wie Manuel de Nóbrega (1517-1570) oder Gabriel Soares de Sousa (1540-1591) in seinen Notícia do Brasil, erst 1851 vollständig als Tratado Descriptivo do Brasil em 1587 erschienen, beschrieben Brasilien aus ethnologischer, anthropologischer und biologischer Sicht. Ihre Werke geben Einblicke in die Flora, Fauna und der Erstkontakte mit der indianischen Urbevölkerung im Brasilien des 16. Jahrhunderts.

Die Beschreibungen des deutschen Militärs und Söldnerkommandanten Hans Staden sind die ersten eines Nicht-Portugiesen zu diesem Thema. Er beschrieb darin seine Erlebnisse im Dienst der portugiesischen Gouverneure in Brasilien, untermischt mit Erzählungen über die indigene Bevölkerung des Landes.[2][3] Fernandes Brandâo schildert 1618 die landwirtschaftlichen Potenziale Brasiliens hingegen bereits aus der Sicht des sklavenhaltenden Kolonisten.

Die Barockzeit[Bearbeiten]

Der Jesuit José de Anchieta (1537–1597) schrieb volkstümliche Mysterienspiele für die Indianer, an denen sie selbst mitwirkten. Dem nach Brasilien ausgewanderten Portugiesen Bento Teixeira (1545 oder 1561?–1618?) werden mehrere Werke zugeschrieben. Erwiesen ist seine Autorenschaft nur für das barocke Epos Prosopopeia (1601), in dem er die Taten des damaligen Gouverneurs von Pernambuco, Jorge de Albuquerque Coelho, und seines Bruders Duarte beschrieb und das er vermutlich in Gefangenschaft verfasste.

In den Kämpfen gegen Engländer und Holländer erwachte ein frühes Nationalgefühl der Brasilianer, das das Gefühl der völligen kulturellen Abhängigkeit vom Mutterland zurückdrängte. Es schlug sich nieder in der História da custódia do Brasil (1627) des Franziskaners Vicente do Salvador (1564-1636). Zu dieser Zeit war die Hauptstadt São Salvador de Bahia das kulturelle Zentrum des Landes. Bahianer waren auch der Lyriker Manuel Botelho de Oliveira (1636-1711), der mit Música do Parnaso (1705) das lyrische Hauptwerk des Barock verfasste, der Prosadichter Nuno Marques Pereira (1652-1728) sowie Gregório de Matos (1636–1696). Dieser gilt mit seinen Sonetten, in denen er schwarze Frauen und Mulattinnen verehrte und Adel und Klerus kritisierte, als erster der bedeutenden Lyriker Brasiliens und Vertreter des Gongorismus, eines extrem verschraubt-manierierten Stils.[4] Er bekam wegen seiner scharfen Satiren den Beinamen Höllenmaul und musste wegen seiner kritischen Haltung zeitweise nach Angola ins Exil gehen. Als Prediger, Gegner der Inquisition und Kritiker kolonialer Missstände trat der aus Portugal zugewanderte Padre Antônio Vieira hervor.

Das 18. Jahrhundert: Arcadismo[Bearbeiten]

Im 18. Jahrhundert verschärften sich die Gegensätze zwischen Brasilien und dem Mutterland. In Brasilien herrschte von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1808 ein Druckverbot, da hier Schriften von durch die Inquisition verfolgten Autoren gedruckt worden waren. So gab es jahrzehntelang weder eine gedruckte Presse noch Buchverlage. Das Verbot wurde erst aufgehoben, als die königliche portugiesische Familie vor den napoleonische Truppen nach Brasilien floh. Daher entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts keine eigenständige koloniale Literatur; vielmehr orientierte man sich wieder an Europa.

„Caramuru. Gedicht über die Entdeckung Bahias“. Frei José de Santa Rita Durão, Titelseite der ersten Ausgabe 1781.

Im späten 18. Jahrhundert verschob sich der kulturelle Fokus in die Goldminengegend von Minas Gerais. Dort hatte sich eine separatistisch-republikanische Bewegung gebildet. Die Dichter, die ihr angehörten, agierten verstärkt politisch. Der Beginn dieser Bewegung wird auf das Herausgabedatum 1768 der anakreontischen Dichtung Obras poéticas von Cláudio Manuel da Costa angesetzt. Der kulturelle Einfluss Portugals ging in der Folge zurück, der Einfluss Frankreichs - vor allem der Bukolik des französischen Rokoko, hier Arcadismo genannt - nahm zu.[5] Einer der Autoren dieser Escola Mineira, Tomás Antônio Gonzaga (1744–1810), stand mit an der Spitze der von der Regierung niedergeschlagenen Freiheitsbewegung Inconfidencia Mineira. Er wurde als bedeutendster Lyriker der Zeit durch sein Werk Marília de Dirceu bekannt und gilt auch als Autor des anonym veröffentlichten satirischen Werkes Cartas Chilenas (Chilenische Briefe), das ein Porträt der kolonialen Gesellschaft zeichnet.[6] Er starb an seinem Verbannungsort in Mosambik. Frei José de Santa Rita Durâo (ca. 1722–1784) schilderte in seinem Heldenepos Caramurú (1781) die Entdeckung Bahias um 1510, das Leben eines schiffbrüchigen Portugiesen unter den Indios und die Gründung Rio de Janeiros im Versmaß der Luisaden. José Basílio da Gama stellt in seinem Blankvers-Epos O Uraguay (1769) den Kampf der Portugiesen gegen einen von der Jesuiten geschürten Indioaufstand in Uruguay dar.

Von der Unabhängigkeit bis 1900[Bearbeiten]

Brasilien wurde 1822 von Portugal unabhängig und erlebte seitdem als eigenständige Nation eine reiche literarische Blüte. Gerade das 19. Jahrhundert brachte sehr berühmte brasilianische Autoren wie José de Alencar (1829–1877), Casimiro de Abreu (1839–1860) oder Joaquim Maria Machado de Assis (1839–1908), den wohl bedeutendsten Schriftsteller Brasiliens im 19. Jahrhundert, hervor.

Geprägt war das 19. Jahrhundert durch mehrere Unterepochen der Romantik (Romantismo), ab der zweiten Jahrhunderthälfte durch Naturalismus (Naturalismo) – vertreten etwa durch Aluísio Azevedo – , Realismus (Realismo) – begründet durch Machado de Assis – und Symbolismus (Simbolismo). Brasilien durchläuft diese Epochen sozusagen im Zeitraffer durch Übernahme europäischer Modelle, passt sie jedoch den eigenen Erfordernissen an.

Die Literatur während des Kaiserreiches: Romantik[Bearbeiten]

Während sich die europäischen Romantiker thematisch oft dem Mittelalter zuwandten, thematisierten brasilianische Schriftsteller die eigene Geschichte, wobei die Situation der einheimischen „noblen Wilden“ stark idealisiert wurde (Indianismo). Die innere Widersprüchlichkeit der Gesellschaft äußerte sich in einem breiten Spektrum politischer Stellungnahmen, das von der Verteidigung der Feudalordnung bis zur Verkündung revolutionärer Ideale reicht. Die Romantik setzt in Brasilien um 1830 ein; als ihr Begründer gilt der Arzt, Politiker, Psychologe und Lyriker Domingos José Gonçalves de Magalhães, Graf von Araguaia (1811-1882). Mit Antônio Gonçalves Dias (1823-1864) erreicht die romantische Lyrik einen ersten Höhepunkt (Primeiros cantos, 1846). Dias war Sohn eines portugiesischen Vaters und einer Mutter, die indianische und schwarze Vorfahren hatte. Er gilt als früher Vertreter des Indianismo.

Thematisch beeinflusste die Romantik auch die Malerei:
Die erste Messe in Brasilien“, historisierendes Gemälde von Victor Meirelles, 1860

Die vom Werk Byrons beeinflusste Spätromantik konzentrierte sich in São Paulo und pflegte ihren Weltschmerz vor allem an der juristischen Fakultät.[7] Als Hauptwerk des früh verstorbenen Casimiro de Abreu (1839-1860) gilt die 1859 erschienene Lyriksammlung As primaveras (Frühling). In Reaktion auf den romantischen Subjektivismus entstand die sozial engagierte Escola Condoreira. Dazu zählte der Lyriker Antônio de Castro Alves, der sich in Os escravos (postum) ebenso wie sein Mitstreiter Tobias Barreto (1839-1889) für die Sklavenbefreiung engagierte.

Von José de Alencar, einem Vertreter des romantischen Romans, erschien im Jahr 1857 eines seiner bedeutendsten Werke, O Guarani, dem ersten Teil einer Trilogie über die indigene Bevölkerung Brasiliens, dem 1865 Iracema (ein Anagramm aus „America“), ein identitätsstiftender Roman für das brasilianische Volk, und 1874 Ubirajara folgten. Der Indianismo blieb jedoch künstlerischer Ausdruck einer feudalen Oberschicht; er ignorierte das Sklavenproblem. Hingegen schilderte Antônio de Almeida (1830-1861) erstmals das Leben der kleinen Leute in Rio de Janeiro in seinem Roman Memórias de um sargento de milícia (1854/55) und näherte sich damit dem Realismus.[8]

Realismus, Naturalismus, Symbolismus[Bearbeiten]

Mit wachsender Eigenständigkeit der brasilianischen Literatur wendeten sich Dichter und Schriftsteller immer stärker von der feudalen portugiesischen Vergangenheit ab und der brasilianischen Gesellschaft zu, wobei europäische Vorbilder wie Emile Zola für Prosa- und Theaterautoren wie Artur Azevedo und Júlio Ribeiro (A carne, 1888) eine wichtige Rolle spielten. Das gilt insbesondere nach Ende der Kaiserreichs 1889. Auch das Interesse an der Lage der schwarzen Sklaven auf den Plantagen wuchs in dieser Zeit; denn Brasilien hatte als letztes Land der westlichen Welt die Sklaverei endgültig erst 1888 abgeschafft Vielleicht gerade daher erwies sich der Einfluss der afrikanischen Kultur als dauerhaft.

Joaquím Machado des Assis sprengte das dogmatische Korsett das Naturalismus. Er wurde durch seinen witzig-tragischen Lebensrückblick aus dem Jenseits Memórias Póstumas de Brás Cubas (1880; dt. Die nachträglichen Memoiren des Bras Cubas erst 2004), der an Tristram Shandy erinnert, nicht nur zum Initiator und wichtigsten Erzähler und Romancier des brasilianischen Realismus, sondern auch zu einem Vorboten des Magischen Realismus. Er war Mitbegründer der Academia Brasileira de Letras.

Raul Pompeia, der in seinem Roman O Ateneu (postum 1888) erstmals Probleme von Heranwachsenden behandelte, zeigt sich von Gustave Flaubert beeinflusst. Aluízio Azevedo führte mit dem Roman O mulato 1881 den Naturalismus in Brasilien ein. Auch Inglès de Souza ist ein Vertreter des naturalistischen Romans.

Da wenige Autoren von der Schriftstellerei leben konnten und sich ihren Lebensunterhalt durch den Journalismus verdienen mussten, entstand seit Ende des 19. Jahrhunderts ein besonderes, bis heute gepflegtes Genre: die Crônica, die zwischen Feuilleton und Kurzgeschichte einzuordnen ist.

Iracema, Gemälde von Antônio Parreiras, 1909

In der Lyrik schloss an eine kurze Epoche des von Europa beeinflussten Simbolismo (Vertreter u.a. João da Cruz e Sousa) im späten 19. Jahrhundert dessen spezielle brasilianische Ausprägung des Parnasianismo brasileiro (Parnassianismus) an. Zu dieser Bewegung, die 1878 der Romantik im Streben nach formaler Perfektion den Krieg erklärte und zur „Schlacht um den Parnass“ aufrief, gehörten Teófilo Dias, Alberto de Oliveira und Olavo Bilac, ein Vorläufer der Moderne, der durch seine Sonette bekannt wurde.[9]

Das 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Im Allgemeinen folgten die brasilianischen Autoren des 20. Jahrhunderts den Tendenzen der lateinamerikanischen Literatur. Dazu gehörte die sozialkritische Aufarbeitung der eigenen Geschichte und Staatswerdung und die Entdeckung des verarmten Nordosten des Landes für die Literatur. Euclides da Cunha wurde durch sein 1902 erschienenes Buch Os Sertões bekannt, das auf dokumentarischer Basis die Zerstörung der Siedlung Canudos im Sertão durch das brasilianische Militär behandelte.

Charakteristisch ist wie in anderen lateinamerikanischen Ländern die Formenvielfalt, derer sich die Autoren bedienten, die als Journalisten arbeiten mussten; ihr Werk umfasst wie im Fall von Afonso Henriques de Lima Barreto die Essays, feuilletonistische Beiträge, Romane und Satiren.

Modernismo und Regionalismo[Bearbeiten]

Die erste avantgardistische Generation des Modernismo brasileiro, die „Generation 22“, benannt nach dem starken Eindruck, den das Kunst-, Literatur- und Musikfestival Semana de Arte Moderna in São Paulo (Februar 1922) hinterließ, wurde vor allem vertreten durch Oswald de Andrade, der dem Futurismus nahestehende Gegenaktionen gegen die vermeintlich zerstörerische europäische Kultur entwickelte und die Sprache aus den Fesseln der Syntax zu befreien suchte, und Manuel Bandeira, der – obgleich hochdelikater Lyriker und Prosaist – dem Modernismo sozialkritische und dramatische Akzente verlieh und noch bis in die 1950er Jahre produktiv blieb. Allerdings zersplitterte sich die Bewegung bald in kleine Grüppchen.

Henrique Maximiano Coelho Neto verharrte mit seinem traditionellen Erzählstil und mit der Wahl „folkloristischer“ Themen aus der Amazonasregion in Opposition zum Modernismo. Dieser wurde nach 1930 durch den Regionalismo brasileiro abgelöst. Dessen Vertreter wie José Lins do Rego, Graciliano Ramos („Karges Leben“, dt. 2013) und der frühe Jorge Amado thematisierten - angeregt durch Arbeiten des Soziologen und Anthropologen Gilberto Freyre - das anhaltende Elend der Arbeiter und Landlosen im Sertão, dem Nordosten Brasiliens. In psychologischer Hinsicht sind die Akteure in diesen Arbeiten weitaus schlichter gezeichnet als die Subjekte des Modernismo. In den 1930er und 1940er Jahren schlossen sich viele Intellektuelle der Kommunistischen Partei an, darunter Ramos, Jorge Amado und Rachel de Queiroz.

Unter der Diktatur des Antisemiten und Antikommunisten Getúlio Dornelles Vargas verließen in den 1930er Jahren auch andere Autoren wie Freyre das Land, während Brasilien sich gleichzeitig als relativ großzügiges Exilland für deutsche und österreichische Emigranten zeigte (z.B. für Stefan Zweig). Ramos wurde 1936 inhaftiert, seine Hafterinnerungen erschienen posthum. Patrícia Rehder Galvão (Pseudonym: Pagu oder Pagú) (1910–1962), die zeitweise mit Oswald de Andrade zusammen lebte und 1935 nach Paris ins Exil ging, vertrat auch als militante Kommunistin weiter die Position einer ästhetischen Avantgarde.[10]

Érico Veríssimo setzte in den 1940er Jahren die Bearbeitung sozialer Themen fort. Er gehörte zu den wichtigen Vertretern einer zweiten Phase des Modernismo (Neomodernismo). Der polyglotte Romancier João Guimarães Rosa kann als Vertreter des Magischen Realismus oder besser (wegen seines Rückgriffs auf europäische, nicht-indigene Mythen): einer literatura fantástica gelten (Grande Sertão, 1956).

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Die Nachkriegsgeneration („Generation 45“) wandte sich gänzlich ab von Romantizismus und Sentimentalismus und suchten nach neuen Ausdrucksformen, so vor allem der neben Carlos Drummond de Andrade als größter Lyriker Brasiliens der Neuzeit geltende João Cabral de Melo Neto oder der Autor avantgardistischer, vom Nouveau Roman beeinflusster Romane Osman Lins, der als Vertreter des magischen Realismus gelten kann. Auch Clarice Lispector überwand schon mit ihrem ersten Roman Perto do coração selvagem (1943, dt. „Nahe dem wilden Herzen“) den Regionalismo durch die Analyse des verwirrenden Innenlebens ihrer Heldin. In der erzählenden Prosa dieser Autoren verschmelzen realistisch, phantastische und absurde Elemente. Wie bei Lispector ist auch das Weltbild vieler anderer Literaten von Chaos, Pessimismus und Aufstand gegen gesellschaftliche Konventionen geprägt.

In den 1950er Jahren erwachte unter Präsident Juscelino Kubitschek ein neues brasilianisches Nationalbewusstsein (Brasilidade); in Abkehr von ausländischen Vorbildern suchte man nach neuen ästhetischen Normen. In São Paolo entwickelte sich unter dem Einfluss der strukturalistischen Linguistik der Concretismo. Zu den herausragenden Dichtern gehört der Prémio Camões-Preisträger des Jahres 2010 Ferreira Gullar, der 1959 mit der Malerin Lygia Clark, der Bildhauerin und Filmemacherin Lygia Pape, dem Bildhauer Amilcar des Castro und anderen Künstlern die Gruppe der an geometrischer Strenge und Expressivität zugleich orientierten Neo-Konkreten (Neoconcretismo) gründete[11].

Während der Militärdiktatur nach 1964 musste Gullar ins Exil gehen. Dieses Schicksal teilte er mit dem Anthropologen und Schriftsteller Darcy Ribeiro, der eine Zivilisationstheorie am Beispiel des größten „neolateinischen“ Landes Brasilien entwickelte, und dem magischen Realisten und Kenner der Kultur des Nordostens João Ubaldo Ribeiro, der mit seinem Roman Sargento Getúlio (1971), einem endlosen inneren Monolog eines durch ungesetzliche und widersprüchliche Aufträge überforderten Polizisten, die von Ramos begonnene Geschichte des archaischen Sertão fortschrieb; ferner mit dem Lyriker und Prosaisten Thiago de Melo, dem Musiker, Popstar, Raomcier und belesenen Theaterdichter Chico Buarque und vielen anderen. Gilberto Freyre hingegen unterstützte die Militärdiktatur.

Mit den Thema der Identität jüdischer Migranten in Brasilien befasste sich Moacyr Scliar („Der Zentaur im Garten“, dt. Neuauflage 2013). Auch Bernardo Kucinski stammt aus einer polnisch-jüdischen Einwanderfamilie. In „K. oder Die verschwundene Tochter“ (dt. 2013) zeichnet er Parallelen zwischen dem Widerstand gegen die deutschen Verfolger und dem gegen die brasilianische Militärdiktatur. Die sozial engagierte Lygia Fagundes Telles wurde durch ihre Erzählungen bekannt. Ihr Buch As meninas (1970; dt. „Mädchen am blauen Fenster“, 1984) schildert das Leben junger Mädchen unter der Militärdiktatur.

Die Gegenwart: Die Gewalt der Großstadt[Bearbeiten]

Weltweit bekanntester Schriftsteller Brasiliens ist heute der in den 1970er Jahren zeitweise vom Militärregime verfolgte Romancier Paulo Coelho, dessen vom Magischen Realismus beeinflusste Bücher oft von der Suche nach spiritueller Sinngebung handeln und in vielen Ländern zu Bestsellern wurden (zuerst O Alquimista 1988, dt. Der Alchimist 1996). Doch mit fortschreitender Verstädterung verlor der auf regionalistischem Kolorit und ländlichen Mythen basierende Magische Realismus gegen Ende des 20. Jahrhunderts an Bedeutung. Städtische Alltagsthemen dominieren seither.

Die jüngere brasilianische Literatur ist von der Großstadt fasziniert.[12] Die sozialen Pathologien, den Hass und die Gewalt der Städte thematisiert der bis weit über sein 80. Lebensjahr hinaus produktive ehemalige Streifenpolizist und Jurist Rubem Fonseca (Os prisioneiros, 1963; O cobrador, 1979). Der Kampf um individuellen Erfolg und Aufstieg wird zum ein Dauerthema. Daniel Galera gilt als einer der besten jüngeren Autoren; er behandelt Themen wie die Identitätsfindung und Perspektivlosigkeit jüngerer Menschen, verlegt die Handlung aber z.T. in die dörfliche Vergangenheit. Bernardo Carvalho schildert die Gewalt im postsowjetischen Russland, Paolo Scott Schicksale „am Rande der Rassen- und Klassengesellschaft“.[13] Luis Ruffato (*1961), früher Textilarbeiter und Journalist, schildert das Leben der Textilarbeiter und der Zuwanderer vom Lande, die in den Armenvierteln São Paulos landen. Sein fünfbändiger Zyklus Inferno próvisorio (Provisorische Hölle) erscheint seit 2013 in deutscher Sprache.

Der mehrfach prämierte Michel Laub (*1973) versucht in seinem fünften Roman Tagebuch eines Sturzes (dt. 2013) die Verfolgung seiner jüdischen Vorfahren unter den Nationalsozialisten literarisch zu bewältigen. Zwei Romane von João Paulo Cuenca (*1978), der zum Internationalen Literaturfestival 2015 in Berlin erwartet wird, wurden bereits ins Deutsche übersetzt; er hat außerdem zahlreiche Anthologien herausgegeben und Theaterstücke sowie Drehbücher verfasst.[14] Unter vielen Pseudonymen schreibt Julio Emilio Braz Krimis, Comics- und Westerngeschichten sowie Dreh- und Jugendbücher, so das 2007 in die deutsche Sprache übersetzte Jugendbuch „Kinder im Dunkeln“ über die brasilianischen Straßenkinder. Auch andere Genres der Abenteuerroman, der Frauenkrimi und eine spezielle „Fußballliteratur“ haben in den letzten Jahren viele Autoren und weite Verbreitung gefunden. Luís Fernando Veríssimo, ein populärer Meister der Crônica (kurzer, oft satirischer Alltagstexte), Zeitungs- und Kriminalautor verkaufte bis 2006 fünf Millionen Bücher.

Das brasilianische Theater[Bearbeiten]

Auch im Drama gab es einige herausragende Autoren: Artur Azevedo mit seinen Komödien, Nelson Rodrigues mit insgesamt 19 Stücken sowie Jorge de Andrade, der das Zerbrechen der Großgrundbesitzerfamilien des Südostens aus eigener Erfahrung kennen gelernt hatte, der erste wirklich erfolgreiche moderne Dramatiker Brasiliens.

Die Diktatur Vargas' begünstigte die Entstehung des Amateurtheaters, da die großen kommerziellen Theater zensiert wurden. 1938 wurde das Teatro do Estudante do Brasil in Rio de Janeiro durch Carlos Magno gegründet. Nelson Rodrigues gilt mit Vestido da Noiva (1943) als wichtigster Erneuerer des brasilianischen Theaters. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte sich der Trend um: Das europäisierende Ausstattungs- und Startheater Teatro Brasileiro de Comédia (TBC) in São Paulo wurde für die Bedürfnisse reicher Bürger geschaffen.

Augusto Boal gibt einen Workshop des Theaters der Unterdrückten in der Riverside-Kirche in New York Ciy am 13. Mai 2008.

Rasch setzte eine Gegenbewegung ein: Das Stück Eles não usam black-tie („Sie tragen keine schwarzen Krawatten“ (1958)) von Gianfrancesco Guarnieri handelte zum ersten Mal vom Leben der Industriearbeiter und in den Favelas. Die Volkskulturbewegung der frühen 1960er Jahre unter Präsident João Goulart führte zum Aufbau der Centros Populares de Cultura (CPC). Dort und in Universitäten, bei Gewerkschaftsabenden und auf der Straße wurden politische Agitationsstücke aufgeführt: „Arte para o povo e com o povo.“ 1964 wurden die CPC verboten, die Zensur wurde wieder eingeführt. Auch der Tropicalismo auf dem Theater (vertreten durch O Rei da Vela von Oswald de Andrade und Roda Viva von Chico Buarque), eine ursprünglich in der Populärmusik entstandene konsumkritische Bewegung der 1960er und 70er Jahre, hinterließ seine Spuren auf dem Theater und kritisierte die Saturiertheit des Bürgertums.[15] Chico Buarque war als Poet des Bossa Nova schon zur Zeit der Militärdiktatur mit doppeldeutig-anspielungsreichen Texten bekannt geworden.

Die wichtigsten Theater schlossen jedoch in der Zeit der Militärdiktatur: 1974 das Teatro de Arena unter José Celso, der nach Portugal ins Exil ging, und 1971 das Teatro Oficina unter Augusto Boal, der mit seinen theaterpädagogischen Konzepten wie dem Theater der Unterdrückten weltweite Wirkungen erzielte.[16][17]

Hinter dem internationalen Rang der Lyrik, Erzählkunst und Essayistik brasilianischer Autoren bleibt die Bedeutung des Theaters jedoch zurück; der Kinofilm und die Telenovelas sowie die Musik haben offenbar dessen Rolle übernommen.

Afrobrasilianische Literatur[Bearbeiten]

Neben den als Klassikern der brasilianischen Literatur eingestuften Mulatten wie Machado de Assis und anderen Autoren des 20. Jahrhunderts, erfolgte ab den 1960er-Jahren eine verstärkte Beschäftigung mit der Situation von Autoren afrikanischer Herkunft, den Afrobrasilianern. Dabei galt es nicht nur, die Eigenart dieser schriftstellerischen Leistungen zu bestimmen, vielmehr ragte die Herausarbeitung eines eigenen schwarzen Bewusstseins hervor. So sind sehr viele Worte aus afrikanischen Sprachen in den Wortschatz Brasiliens geflossen. Auch Erinnerungen an andere kulturelle Elemente afrikanischen Ursprungs wie den Candomblé spiegeln sich in der Literatur. Bekanntester Vertreter der afrobrasilianischen Literatur ist Cuti, der in seinem Werk Consciencia negra do Brasil (2002) die allgemein als Hauptwerke zur Herausbildung eines afrobrasilianischen Bewusstseins geltenden Werke vorstellte. Die afrobrasilianische Literatur verfügt heute über eigene Zeitschriften wie Afrodiásora.

In deutscher und portugiesischer Sprache liegt eine Einführung in die Poesia Negra der Gegenwart vor, die von Moema Parente Augel herausgegeben wurde.[18] Augel hatte bereits früher einen ins Deutsche übersetzten Sammelband mit Prosa Negra editiert.

Indigene Literatur[Bearbeiten]

Bereits 1957 gab Alberto da Costa e Silva eine Anthologie mit indianischen Mythen heraus. Als indigene brasilianische Literatur kann erst der seit den 1970er-Jahren sich bemerkbar machende Zweig innerhalb der Literatur bezeichnet werden, die durch Vertreter wie Daniel Munduruku[19] gekennzeichnet ist: Sowohl eigene Poesie der in die brasilianische Gesellschaft eingetretenen Vertretern als auch die Förderung der schriftlichen Fixierung bisher nur als mündliche Überlieferung, des Wissens „der Alten“, das an jüngere Generationen weitergegeben muss. Dies wird inzwischen institutionalisiert.

Literarisches Leben[Bearbeiten]

Die bedeutendste Einrichtung für das literarische akademische Leben ist die Academia Brasileira de Letras (ABL). Regional existieren weitere Sprach- und Literaturakademie wie z. B. die Academia Catarinense de Letras.

Bekannte Literaturpreise sind der höchst renommierte Prêmio Machado de Assis, vergeben seit 1941 von der Academia Brasileira de Letras für das Lebenswerk eines brasilianischen Schriftstellers und dotiert mit R$ 100.000; der Prêmio Jabuti de Literatura, der seit 1959 von der Brasilianischen Buchhandelskammer Câmara Brasileira do Livro (CBL) in inzwischen 21 Sparten vergeben wird; der Prêmio Juca Pato, vergeben seit 1963 von der Folha de São Paulo und dem Brasilianischen Schriftstellerverband União Brasileira de Escritores (UBE) für dasjenige Buch, das die brasilianische Kultur am besten zum Ausdruck brachte, der Autor erhält zusätzlich den Ehrentitel Intelectual do Ano.

International bekannt ist das seit 2003 stattfindende Literaturfestival Festa Literária Internacional de Paraty, an dem inzwischen auch deutsche Autoren wie z. B. Ingo Schulze teilnehmen.

Durch diese und andere Aktivitäten wie Stipendien und Kolloquien hat sich das literarische Umfeld in den letzten Jahren erheblich professionalisiert.

Verlagswesen und Buchhandel[Bearbeiten]

Der brasilianische Buchmarkt ist heute der neuntgrößte der Welt. Brasilien produziert 50 % aller Bücher Lateinamerikas. 2011 erschienen über 58.000 Titel. Etwa 20 Millionen Angehörige der neuen Mittelschichten haben seit ca. 2000 das Buch für sich entdeckt. Die Regierung fördert Übersetzer und ausländische Verlage bei der Übertragung und Herausgabe brasilianischer Literatur. Über das Programa Nacional do Livro Didático werden 2013 132 Millionen Bücher in 120.000 Schulen verteilt. Der brasilianische E-Book-Markt soll zu den größten der Welt gehören; Schätzungen gehen von 11.000 bis 25.000 einheimischen Titeln aus.

Jährlich finden in Brasilien rund 15 Buchmessen statt, von denen die größte wechselweise in Rio de Janeiro und São Paulo stattfindet (Bienal do Livro de Rio de Janeiro bzw. Bienal do Livro de São Paulo). Die letzte Messe zog 750.000 Besucher an (zum Vergleich: Frankfurter Buchmesse 2012: 280.000). Jedes Kind bekommt mit der Eintrittskarte einen Gutschein für ein Buch. Darüber hinaus finden verschiedene Leseförderungs- und andere Schülerprogramme statt.[20] Brasilien war im Jahr 2013 zum zweiten Mal nach 1994 Gastland der Frankfurter Buchmesse.

Etwa 500 Verlage sind auf dem brasilianischen Buchmarkt zu finden, wobei derzeit noch portugiesische und spanische Verlage dominieren. Zu den größten brasilianischen gehören Companhia das Letras, Martins Fontes, Sextante, Grupo Editorial Record, die ein Joint Venture mit dem kanadischen Harlequin Books betreibt, und Objetiva.[21][22]

Eine Sonderform bilden die als Literatura de Cordel bezeichneten kleinformatigen Hefte, den folhetos, mit brasilianischer Volksliteratur: kleine strophische Geschichten und Nachrichten, die in Teilen des Landes oft das einzige Massenmedium waren. Der Name dieser Literaturform leitet sich davon her, dass diese folhetos mit Klammern auf Schnüren zum Verkauf angeboten werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Bibliografien[Bearbeiten]

  • Klaus Küpper: Bibliographie der brasilianischen Literatur. Prosa, Lyrik, Essay und Drama in deutscher Übersetzung. Mit einem Vorwort von Berthold Zilly. Hrsg. vom Archiv für Übersetzte Literatur aus Lateinamerika und der Karibik. Küpper, Köln, Ferrer de Mesquita, Frankfurt/M. 2012, ISBN 978-3-939455-09-7 (TFM). + 1 CD-ROM.[23]
  • Rainer Domschke u.a. (Hrsg.): Deutschsprachige Brasilienliteratur. 1500–1900. Bibliografisches Verzeichnis. Editoria Oikos, São Leopoldo 2011, ISBN 978-85-7843-158-7.[24]

Aufsatzsammlungen[Bearbeiten]

  • Wolfgang Eitel (Hrsg.): Lateinamerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen. (= Kröners Taschenausgabe. 462). Kröner, Stuttgart 1978, ISBN 3-520-46201-X.
  • Mechtild Strausfeld (Hrsg.): Brasilianische Literatur. (=suhrkamp taschenbuch. 2024). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-518-38524-0.

Anthologien[Bearbeiten]

  • Die Reiher. Brasilien in den Erzählungen seiner besten zeitgenössischen Autoren. Auswahl und Übersetzung: Curt Meyer-Clason. (= Geistige Begegnungen. Bd. XVIII.) Erdmann Verlag, Herrenalp 1967.
  • Erhard Engler (Hg.): Erkundungen. 38 brasilianische Erzähler. Verlag Volk und Welt, Berlin 1988.
  • Christiane Freudenstein (Hg.): Brasilien erzählt. Fischer Taschenbuch, Frankfurt 2013.

Lexika, Literaturgeschichte, Literaturkritik[Bearbeiten]

Deutsch

Portugiesisch

  • Assis Brasil: História Crítica da Literatura Brasileira. 4 Bände. Companhia Editora Americana, Rio de Janeiro 1973.
  • Antônio Cândido: Presença da Literatura Brasileira. Difusão Européia do Livro, São Paulo 1968.
  • Afrânio Coutinho (Hrsg.): A Literatura no Brasil. 6 Bände. Ed. Sul Americana, Rio de Janeiro, 1956 ff.
  • A Literatura Brasileira. 6 Bände. Ed. Cultrix, São Paulo 1964 ff. - Band 1: J. Aderaldo Castello: Período Colonial. Band 2: Antônio Soares Amora: O Romantismo. Band 3: João Pacheco: O Realismo. Band 4: Massaud Moisés: O Simbolismo. Band 5: Alfredo Bosi: O Pré-Modernismo. Band 6: Wilsons Martins: O Modernismo.
  • José Veríssimo: História da literatura brasileira. De Bento Teixeira (1601) a Machado de Assis (1908). Livraria Francisco Alves, Rio de Janeiro; A Editora, Lisboa 1916.[25] (Zuletzt: Letras & Letras, São Paulo 1998, ISBN 85-85387-78-5). (Online, 1,37 MB, PDF).

Englisch

  • Irwin Stern (Hrsg.): Dictionary of Brazilian literature. Greenwood Press, New York 1988, ISBN 0-313-24932-6.

Verlagswesen[Bearbeiten]

  • Hallewell, Laurence: O livro no Brasil: sua história. São Paulo: EdUSP 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Brasilianische Literatur, Kurzeinführung, deutsch, auf Brasilienportal.ch
  • LiteraturaDigital. Biblioteca de Literaturas de Língua Portuguesa. Abgerufen am 11. November 2012 (portugiesisch, enthält: Informationen zu über 17.000 Autoren, über 3.300 digitalisierte Werke (Stand: 2012)).
  • biblio.com.br. A Biblioteca Virtual de Literatura. Biografias dos maiores autores de nossa língua. Abgerufen am 11. November 2012 (portugiesisch, enthält: Biografien und Digitalisate als Onlinetexte).
  • Fundação Biblioteca Nacional. Biografias de Autores. Abgerufen am 11. November 2012 (portugiesisch, enthält: Biografien und Digitalisate als Onlinetexte).
  • Enciclopédia literatura brasileira. Itaú Cultural, abgerufen am 11. November 2012 (portugiesisch, enthält: Biografien und Bibliografien, Begriffe, Werke).
  • Jornal Rascunho, Zeitschrift zur brasilianischen Literatur
Digitalisate früher Werke
 Commons: Brief des Pero Vaz de Caminha, 1500 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eine Transkription in originaler und heutiger Schreibung findet sich in der portugiesischen WikiSource.
  2. Hans Staden: Warhaftige Historia. Zwei Reisen nach Brasilien (1548–1555). Historia de duas viagens ao Brasil. Kritische Ausgabe durch Franz Obermeier; Fontes Americanae 1; Kiel 2007, ISBN 3-931368-70-X.
  3. Franz Obermeier: Bilder von Kannibalen, Kannibalismus im Bild. Brasilianische Indios in Bildern und Texten des 16. Jahrhunderts (PDF; 114 kB). In: Jahrbuch für Geschichte Lateinamerikas, 38. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2001.
  4. Brasilianische Literatur, 1988, S. 287.
  5. Brasilianische Literatur, 1988, S. 287.
  6. Brasilianische Literatur im Brasilienportal, Zugriff 19. September 2013.
  7. Brasilianische Literatur, 1988, S. 288.
  8. Brasilianische Literatur, 1988, S. 288.
  9. Brasilianische Literatur, 1988, S. 288.
  10. Thelma Guedes, Pagu - Literatura e Revoluçao. Atelié Editorial 2003
  11. http://www.arteonline.arq.br/museu/ensaios/ensaiosantigos/neoconcrete.htm The NeoConcrete Movement
  12. Jens Jessen: Die Gewalt der Moderne. in: Die Zeit, Nr. 41, September 2013, online
  13. So die TAZ, [1]
  14. Literaturfestival 2015
  15. http://www.uni-koeln.de/phil-fak/fs-rwl/infos/examen/pdf/brasTheater.pdf
  16. Augusto Boal: Theater der Unterdrückten: Übungen und Spiele für Schauspieler und Nicht-Schauspieler. edition suhrkamp, Frankfurt 1989
  17. Anne Vogtmann: Augusto Boals Theater der Unterdrückten: revolutionäre Ideen und deren Umsetzung. Ein Überblick. (PDF, 370 KB). In: Helikon. A Multidisciplinary Online Journal. (1), 2010, S. 23–34. Abgerufen am 11. Oktober 2013.
  18. M. P. Augel (Hg.), Schwarze Poesie - Poesia Negra: Afrobrasilianische Dichtung der Gegenwart. Portugiesisch - Deutsch, amazon Kindle, 2013
  19. Blog: Mundurukando (portugiesisch).
  20. Auf dem Sprung in die Welt, NZZ, Internationale Ausgabe, 18. September 2013, S. 23.
  21. Camila Gonzatto: Das brasilianische Verlagswesen: Wachstum und digitale Medien, auf der Website des Goethe-Instituts Brasilien, Juli 2013.
  22. Auf dem Sprung in die Welt, NZZ, Internationale Ausgabe, 18. September 2013, S. 23.
  23. Klaus Schreiber: Rezension in: Informationsmittel für Bibliotheken IFB 12-4 (PDF; 42 kB)
  24. Klaus Schreiber: Rezension in: Informationsmittel für Bibliotheken IFB 12-4 (PDF; 45 kB)
  25. Maria Eunice Moreira: História da literatura e identidade nacional brasileira. In: Revista de Letras. Vol. 43, 2003, Nr. 2, S. 59–73. ISSN 0101-3505 (JSTOR stable URL).