James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie

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Filmdaten
Deutscher Titel James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie
Originaltitel Tomorrow Never Dies
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Produktionsland Vereinigtes Königreich, USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1997
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Roger Spottiswoode
Drehbuch Bruce Feirstein
Produktion Barbara Broccoli,
Michael G. Wilson
Musik David Arnold
Titelsong: Sheryl Crow
Kamera Robert Elswit
Schnitt Michel Arcand
Dominique Fortin
Besetzung

James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie (Originaltitel: Tomorrow Never Dies) ist der 1997 gedrehte 18. Film der James-Bond-Reihe und der zweite Film mit Pierce Brosnan. Der Titelsong Tomorrow Never Dies wurde von Sheryl Crow gesungen. Der Film hatte ein Budget von 110 Millionen US-Dollar und spielte weltweit fast 350 Millionen US-Dollar ein. Der Film startete am 18. Dezember 1997 in den deutschen Kinos.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der britische Medien-Mogul Elliott Carver will die informatorische Weltherrschaft gewinnen – und dies mithilfe seines Medien-Imperiums, zu dem die britische Tageszeitung Tomorrow und ihr deutsches Gegenstück Der Morgen gehören. Zu diesem Zweck will er das Vereinigte Königreich und die Volksrepublik China in einem Krieg aufeinanderhetzen.

In einem ersten Schritt versenkt er – im Schutz seines Stealth-Schiffs – die HMS Devonshire, eine Fregatte der britischen Marine und schießt einen Kampfjet der chinesischen Luftwaffe ab. Die Attacken führen zu den von Carver provozierten politischen Konsequenzen. Aber weder der britische Secret-Service noch der chinesische Nachrichtendienst sind von Angriffen überzeugt, und aus diesem Grund schicken beide Länder ihre Agenten aus. Bei der Eröffnung von Carvers neuem Medienzentrum in Hamburg treffen James Bond und seine chinesische Kollegin Wai Lin zum ersten Mal aufeinander. Bond trifft jedoch auch Paris Carver wieder, die Ehefrau des Medienzaren, mit der er einige Jahre zuvor eine Affäre hatte.

Als er in sein Hotel zurückkommt, findet er dort die Leiche von Paris Carver vor, zusammen mit der Schlagzeile seines eigenen Todes. Daneben sitzt ein Profikiller, den Bond aber überwältigen kann, indem er ihn dazu bringt, eine bestimmte Taste an seinem Mobiltelefon zu bedienen, mit der eine 20.000 Volt starke Spannung hervorgerufen wird. Nach einer aufwendigen Flucht gelingt es Bond, aus dem Parkhaus des Hotels zu fliehen. Mithilfe seines CIA-Kollegen Jack Wade gelangt er nach Vietnam, wo er wieder auf Wai Lin trifft. Diesmal geraten beide in die Hände von Carvers Leuten, doch auch jetzt gelingt ihnen – mit Handschellen aneinandergekettet – auf einem Motorrad die Flucht durch Saigon.

Unter Mithilfe der Chinesen entdecken sie schließlich Carvers Stealth-Schiff (basierend auf der Sea Shadow (IX-529)) im chinesischen Meer. Carver will von hier aus mit einer Rakete nicht nur den Krieg endgültig entfachen, sondern auch einen Staatsstreich im Reich der Mitte organisieren – mit der er sich die Führungsrolle in der dortigen Medienlandschaft sichert.

Bei dem Versuch, Minen an das Schiff anzubringen, wird Bond – vermeintlich – von Carvers Handlanger Stamper getötet und Wai Lin gefangengenommen. Bond, der tatsächlich aber noch lebt, gelingt es, Wai Lin zu befreien und mit einer ferngezündeten Handgranate die Außenwand des Schiffes zu beschädigen, so dass es nun auf dem Radar sichtbar ist. Als die Royal Navy daraufhin das Feuer auf das Stealth-Schiff eröffnet, springt die gesamte Besatzung von Bord. Zurück bleiben Bond, Wai Lin, Carver und Stamper. Zuerst kommt es zu einem Duell zwischen Bond und Carver, wobei Carver am Ende von der „Seadrill“ – einer Art Torpedo, das vorne mit drei Sägen bestückt ist – zerfetzt wird. Danach versucht Bond, die Rakete zu entschärfen, wird aber von Stamper überrascht, der in der Zwischenzeit Wai Lin wieder gefangengenommen hat und sie nun, mit Ketten gefesselt, ins Wasser wirft. Es kommt zu einem letzten Kampf zwischen Bond und Stamper auf der Abschussrampe, an der Bond inzwischen die Zünder für die Minen platziert hat. Bond merkt schnell, dass er gegen den weitaus stärkeren Stamper keine Chance hat. Er sticht Stamper ein Messer in den Bauch, springt über Bord und rettet Wai Lin. Kurz darauf zerstören die Düsenstrahlen der startenden Rakete die Zünder, wodurch die Minen explodieren und das Stealth-Schiff zusammen mit Stamper und der Rakete in die Luft fliegt.

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Titelgebung

Der Filmtitel ist der zweite eines Bondfilms (nach Lizenz zum Töten 1989), der keinen Bezug zum Erfinder Bonds, Ian Fleming, hat.

Der englische Originaltitel ist durch einen Fehler entstanden. Einer der Entwürfe war laut Regisseur Roger Spottiswoode Tomorrow Never Lies (Der Morgen lügt nie), in Anlehnung an den Beatles-Song „Tomorrow Never Knows“. Dieser wurde zusammen mit anderen per Fax an MGM übermittelt, wo jedoch durch einen Fehler Tomorrow Never Dies (Der Morgen stirbt nie) ankam, was den Produzenten so gut gefiel, dass der Druckfehler zum Filmtitel wurde.

Die deutsche Übersetzung des Titels führt leicht zu einem Missverständnis: „Tomorrow“ bedeutet genau genommen „Das Morgen“ (im Sinne von „der nächste Tag“) und nicht „Der Morgen“, was dem englischen „Morning“ entspräche. Da mit dem "Morgen" aber Carvers Zeitung „MORGEN“ gemeint ist, setzte sich der maskuline Artikel durch.[2]

[Bearbeiten] Hintergrund

  • Die in Saigon spielenden Szenen wurden in Thailand gedreht.
  • Die in Hamburg gedrehten Szenen spielen am Hamburger Flughafen, im Hotel Atlantic und in der Mönckebergstraße (Galeria Kaufhof).
  • Die Hamburger Kaufhoffiliale wurde für die Dreharbeiten mit einer AVIS-Autovermietung versehen.
  • Für den Film wurden insgesamt 17 BMW 740iL verwendet, die allerdings im Film als 750iL dargestellt waren. Bei den Dreharbeiten wurden acht BMW 740iL zerstört.
  • Für die Darstellung der drei britischen Kriegsschiffe im Film wurde die Fregatte HMS Westminster genutzt.
  • Der Deutsche Götz Otto alias Mr. Stamper bekam beim Casting für seine Rolle die Aufgabe, sich in zwanzig Sekunden vorzustellen. Er beantwortete dies mit: „Ich bin groß. Ich bin böse. Ich habe blonde Haare und bin Deutscher. Das waren fünf Sekunden.“ Danach bekam er die Rolle.
  • Als Carver in seinem Hauptquartier Bond und Wai Lin die Schlagzeile „The Empire WILL strike back!“ zeigt, ist das eine Hommage an den Star Wars Film Das Imperium schlägt zurück, der im Original „The Empire strikes back“ heißt. Carver sagt daraufhin lachend: „Diese gefällt mir am besten! Und sie ist nicht mal von mir!“. Auch wird hierdurch darauf Bezug genommen, dass diese Schlagzeile in der Realität tatsächlich am 19. April 1982 von der Zeitschrift Newsweek benutzt wurde, als Großbritannien gegen Argentinien in den Falklandkrieg zog.
  • Der ursprüngliche Titelsong war K. D. Langs „Surrender“, der eigentlich Tomorrow Never Dies hieß. Weil Sheryl Crow bekannter war, wurde mit ihr kurzerhand ein neuer Song aufgenommen. Langs Song wurde um ein Surrender im Refrain ergänzt und als Endtitel benutzt. Langs Song war aber dann bereits im Soundtrack als Leitmotiv eingeflossen, womit schnell ersichtlich wurde, dass dieser der ursprüngliche Titelsong war.
  • Die "Special Edition" von Der Morgen stirbt nie war wie Goldeneye gekürzt, um die FSK-12-Freigabe zu bekommen. Die "Ultimate Edition" des Films ist dagegen ungekürzt.

[Bearbeiten] Gadgets

Einer von mehreren BMWs, die bei den Dreharbeiten verwendet wurden
  • Ericsson JB988 Mobiltelefon mit Fernsteuerung für Bonds Dienstwagen, Dietrich in der Antenne, Fingerabdruckscanner und Elektroschock-Verteidigung.
  • BMW 750iL mit folgenden „Erweiterungen“: Raketen (unter dem Schiebedach), selbst-aufpumpende Reifen, Reifentöter (Vierzack – bekannt auch als „Krähenfuß“), um bei verfolgenden Autos die Reifen platzen zu lassen, Metallsäge unter dem Hersteller-Signet, erweiterte Diebstahlsicherung (Elektroschock-Elektroden in den Türgriffen, Tränengas-Düsen) und eine extrastarke Titan-Panzerung.
  • Feuerzeug, welches als Handgranate fungiert (Eröffnungsszene).

Einige weitere Gadgets stammen nicht von Q, sondern aus den Beständen des chinesischen Geheimdienstes. Hierzu gehören beispielsweise ein feuerspeiender Drache, ein Fächer mit Stahlseilen und eine Armbanduhr mit integriertem Sprengsatz. Diese ist der chinesische Nachbau der Uhr aus dem vorhergehenden Bond-Film, einer Omega Seamaster Professional.

[Bearbeiten] Drehorte

[Bearbeiten] Soundtrack

Der Soundtrack erschien erstmalig 1997 bei A&M Records auf CD. Im Jahre 2000 wurde eine neue Version mit mehr Audiostücken aus dem Film veröffentlicht, die das VHS/DVD-Cover als Vorlage hatte. Der Titelsong fehlte aus rechtlichen Gründen auf dieser Ausgabe.

Originalauflage (November 1997)
  1. Tomorrow Never Dies (04:47) gesungen von Sheryl Crow
  2. White Knight (08:30)
  3. The Sinking of the Devonshire (07:07)
  4. Company Car (03:08)
  5. Station Break (03:30)
  6. Paris and Bond (01:55)
  7. The Last Goodbye (01:34)
  8. Hamburg Break In (02:52)
  9. Hamburg Break Out (01:26)
  10. Doctor Kaufman (02:26)
  11. *-3-Send (01:17)
  12. Underwater Discovery (03:37)
  13. Backseat Driver (04:37)
  14. Surrender (03:56) gesungen von k.d. lang
  15. James Bond Theme (03:12) interpretiert von Moby
Extended Version (2000)
  1. White Knight (08:29)
  2. The Sinking of the Devonshire (07:06)
  3. Company Car (03:07)
  4. Paris & Bond (01:55)
  5. The Last Goodbye (01:33)
  6. Hamburg Break-In (02:53)
  7. Hamburg Break-Out (01:24)
  8. Doctor Kaufman (02:27)
  9. *-3- Send (01:15)
  10. Back Seat Driver (04:34)
  11. Underwater Discovery (03:36)
  12. Helicopter Ride (01:34)
  13. Bike Chase (06:44)
  14. Bike Shop Fight (02:42)
  15. Kowloon Bay (02:27)
  16. Boarding The Stealth (04:38)
  17. A Tricky Spot For 007 (02:48)
  18. All In A Day's Work (05:09)
  19. Exclusive David Arnold Interview (11:02)

[Bearbeiten] Kritik

„Trotz einiger bemerkenswerter Spannungsmomente, eindrucksvoller Bilder der Schauplätze sowie ironischer Dialoge unterliegt der Film einer Genre-Konvention, die nur mit wenigen Pausen durchsetzte Materialschlachten fordert. Darunter leidet auch das gerade für Bond-Filme notwendige Charisma der Hauptfigur.“

Lexikon des Internationalen Films[3]

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Videospiele

  • Im November 1999 erschien bei Electronic Arts die Umsetzung für die Playstation.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Deutsche Synchronkartei
  2. Deutsches Filmplakat (1997)
  3. Lexikon des Internationalen Films – Der Morgen stirbt nie
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