Formel-1-Saison 1993

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Formel-1-Saison 1993
Weltmeister
Fahrer: FrankreichFrankreich Alain Prost
Konstrukteur: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Renault
Saisondaten
Anzahl Rennen: 16
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Saison 1994 >

Ayrton Senna im McLaren MP4/8 Ford beim GP Deutschland 1993

Die Formel-1-Saison 1993 war die 44. FIA-Formel-1-Weltmeisterschaft. Sie wurde über 16 Rennen in der Zeit vom 14. März 1993 bis zum 7. November 1993 ausgetragen. Alain Prost gewann in seiner letzten Formel-1 Saison zum vierten Mal die Fahrerweltmeisterschaft. Williams-Renault wurde zum sechsten Mal Konstrukteursweltmeister.

Teams und Fahrer[Bearbeiten]

Team Chassis Motor Reifen Nr. Stammfahrer Rennen Test-/
Ersatzfahrer
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Canon Williams Williams FW15C Renault 3.5 V10 G [A 1]00[A 1] Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Damon Hill 1–16 SchwedenSchweden Kenny Bräck
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich David Coulthard
02 FrankreichFrankreich Alain Prost 1–16
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tyrrell Racing Organisation Tyrrell 020C
Tyrrell 021
Yamaha OX10A 3.5 V10 G 03 JapanJapan Ukyō Katayama 1–16 n/a
04 ItalienItalien Andrea de Cesaris 1–16
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Camel Benetton Ford Benetton B193
Benetton B193B
Ford 3.5 V8 G 05 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher 1–16 FrankreichFrankreich Paul Belmondo
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Perry McCarthy
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Allan McNish
ItalienItalien Andrea Montermini
ItalienItalien Alessandro Zanardi
06 ItalienItalien Riccardo Patrese 1–16
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Marlboro McLaren McLaren MP4/8 Ford 3.5 V8 G 07 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Andretti 1–13 FinnlandFinnland Mika Häkkinen
FinnlandFinnland Mika Häkkinen 14–16
08 BrasilienBrasilien Ayrton Senna 1–16
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Footwork Mugen Honda Footwork FA13B
Footwork FA14
Mugen-Honda 3.5 V10 G 09 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Derek Warwick 1–16 AustralienAustralien David Brabham
JapanJapan Ukyō Katayama
10 JapanJapan Aguri Suzuki 1–16
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Team Lotus Lotus 107B Ford 3.5 V8 G 11 ItalienItalien Alessandro Zanardi 1–12 n/a
PortugalPortugal Pedro Lamy 13–16
12 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johnny Herbert 1–16
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sasol Jordan Jordan 193 Hart 3.5 V10 G 14 BrasilienBrasilien Rubens Barrichello 1–16 ItalienItalien Emanuele Naspetti
15 ItalienItalien Ivan Capelli 1, 2
BelgienBelgien Thierry Boutsen 3–12
ItalienItalien Marco Apicella 13
ItalienItalien Emanuele Naspetti 14
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Eddie Irvine 15, 16
FrankreichFrankreich Larrousse F1 Larrousse LH93 Lamborghini 3.5 V12 G 19 FrankreichFrankreich Philippe Alliot 1–14 n/a
JapanJapan Toshio Suzuki 15, 16
20 FrankreichFrankreich Érik Comas 1–16
ItalienItalien Lola BMS Scuderia Italia Lola T93/30 Ferrari 3.5 V12 G 21 ItalienItalien Michele Alboreto 1–14 n/a
22 ItalienItalien Luca Badoer 1–14
ItalienItalien Minardi Team Minardi M193 Ford 3.5 V8 G 23 BrasilienBrasilien Christian Fittipaldi 1–14 n/a
FrankreichFrankreich Jean-Marc Gounon 15, 16
24 ItalienItalien Fabrizio Barbazza 1–8
ItalienItalien Pierluigi Martini 9–16
FrankreichFrankreich Ligier Gitanes Blondes Ligier JS39 Renault 3.5 V10 G 25 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Martin Brundle 1–16 FrankreichFrankreich Éric Bernard
26 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mark Blundell 1–16
ItalienItalien Scuderia Ferrari SpA Ferrari F93A Ferrari 3.5 V12 G 27 FrankreichFrankreich Jean Alesi 1–16 ItalienItalien Nicola Larini
ItalienItalien Gianni Morbidelli
28 OsterreichÖsterreich Gerhard Berger 1–16
SchweizSchweiz Sauber Sauber C12 Ilmor 3.5 V10 G 29 OsterreichÖsterreich Karl Wendlinger 1–16 n/a
30 FinnlandFinnland JJ Lehto 1–16
  1. Die Startnummer 1 wurde nicht vergeben, da mit Nigel Mansell der Weltmeister von 1992 nicht mehr teilnahm. So fielen die ersten Startnummern automatisch dem Konstrukteursweltmeister zu.

Rennkalender[Bearbeiten]

Nr. Datum Grand Prix Strecke Distanz
(km)
Pole-Position Schnellste Rennrunde Sieger Gesamtführender
Fahrer
Gesamtführender
Konstrukteur
01 14. März Sudafrika 1961Südafrika Südafrika Kyalami Grand Prix Circuit 306,792 Alain Prost Alain Prost Alain Prost Alain Prost Williams-Renault
02 28. März BrasilienBrasilien Brasilien Autódromo José Carlos Pace 307,075 Alain Prost Michael Schumacher Ayrton Senna Ayrton Senna McLaren-Ford
03 11. April EuropaEuropa Europa Donington Park Circuit 305,748 Alain Prost Ayrton Senna Ayrton Senna
04 25. April San MarinoSan Marino San Marino Autodromo Enzo e Dino Ferrari 307,440 Alain Prost Alain Prost Alain Prost Williams-Renault
05 9. Mai SpanienSpanien Spanien Circuit de Catalunya 308,555 Alain Prost Michael Schumacher Alain Prost Alain Prost
06 23. Mai MonacoMonaco Monaco Circuit de Monaco 259,584 Alain Prost Alain Prost Ayrton Senna Ayrton Senna
07 13. Juni KanadaKanada Kanada Circuit Gilles-Villeneuve 305,670 Alain Prost Michael Schumacher Alain Prost Alain Prost
08 4. Juli FrankreichFrankreich Frankreich Circuit de Nevers Magny-Cours 306,000 Damon Hill Michael Schumacher Alain Prost
09 11. Juli Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Silverstone Circuit 308,334 Alain Prost Damon Hill Alain Prost
10 25. Juli DeutschlandDeutschland Deutschland Hockenheimring 306,675 Alain Prost Michael Schumacher Alain Prost
11 15. August UngarnUngarn Ungarn Hungaroring 305,536 Alain Prost Alain Prost Damon Hill
12 29. August BelgienBelgien Belgien Circuit de Spa-Francorchamps 306,856 Alain Prost Alain Prost Damon Hill
13 12. September ItalienItalien Italien Autodromo Nazionale Monza 307,400 Alain Prost Damon Hill Damon Hill
14 26. September PortugalPortugal Portugal Circuito do Estoril 308,850 Damon Hill Damon Hill Michael Schumacher
15 24. Oktober JapanJapan Japan Suzuka International Racing Course 310,792 Alain Prost Alain Prost Ayrton Senna
16 7. November AustralienAustralien Australien Adelaide Street Circuit 298,620 Ayrton Senna Damon Hill Ayrton Senna

Rennberichte[Bearbeiten]

Großer Preis von Südafrika[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Alain Prost Williams-Renault 1:38:45,082
2 Ayrton Senna McLaren-Ford + 1:19,824
3 Mark Blundell Ligier-Renault + 1 Runde
4 Christian Fittipaldi Minardi-Ford + 1 Runde
5 JJ Lehto Sauber-Ilmor + 2 Runden
6 Gerhard Berger Ferrari Ausfall

Der Große Preis von Südafrika auf dem Circuit Kyalami in Kyalami fand am 14. März 1993 über 72 Runden auf insgesamt 306,792 km statt.

Nachdem Prost 1992 pausiert hatte, gewann er gleich das erste Rennen nach seinem Comeback. Nur fünf Fahrer beendeten das Rennen, den letzten Punkt erhielt Gerhard Berger, der nur zwei Runden vor Schluss ausgeschieden war. Spät im Rennen begann es zu regnen.

Großer Preis von Brasilien[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Ayrton Senna McLaren-Ford 1:51:15,485
2 Damon Hill Williams-Renault + 16,625
3 Michael Schumacher Benetton-Ford + 45,436
4 Johnny Herbert Lotus-Ford + 46,557
5 Mark Blundell Ligier-Renault + 52,127
6 Alex Zanardi Lotus-Ford + 1 Runde

Der Große Preis von Brasilien auf dem Autódromo José Carlos Pace in Sao Paulo fand am 28. März 1993 über 71 Runden und insgesamt 307,075 km statt.

Eine Startkollision kostete vier Fahrern das Rennen, darunter Gerhard Berger und Michael Andretti. Schwierige äußere Bedingungen in Form eines Gewitters erschwerten die Fahrbedigungen. Dieser Sieg stellte den 100. Erfolg des McLaren-Teams in der Formel 1 dar.

Großer Preis von Europa[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Ayrton Senna McLaren-Ford 1:50:46,570
2 Damon Hill Williams-Renault + 1:23,199
3 Alain Prost Williams-Renault + 1 Runde
4 Johnny Herbert Lotus-Ford + 1 Runde
5 Riccardo Patrese Benetton-Ford + 2 Runden
6 Fabrizio Barbazza Minardi-Ford + 2 Runden

Der Große Preis von Europa in Donington Park Circuit fand am 11. April 1993 über 76 Runden statt. Es war das einzige Mal, dass der Große Preis von Europa in Donington ausgetragen wurde.

Das Rennen stand unter dem Zeichen schwieriger äußerer Bedingungen, bei denen sich Regen- und Trockenphasen abwechselten. Ayrton Senna fuhr hier eines der besten Rennen seiner Karriere. Bereits in der ersten Runde überholte der auf Platz vier gestartete Senna im strömenden Regen alle vor ihm fahrenden Gegner, und gab die Führung bis Rennende nicht wieder ab. Statt wie die meisten anderen Fahrer die Reifen aufgrund des ständig wechselnden Wetters bis zu siebenmal zu wechseln, wechselte er sie lediglich viermal und gewann das Rennen mit deutlichem Vorsprung.

Ein Kuriosum ist, dass Senna die schnellste Rennrunde durch die Boxengasse fuhr. Der Brasilianer wollte zum Reifenwechsel, doch sein Team war noch nicht bereit, also fuhr er einfach hindurch. Die Fahrt durch die Boxengasse sparte einen Teil des eigentlichen Weges und es gab noch kein Tempolimit innerhalb der Box.

Großer Preis von San Marino[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Alain Prost Williams-Renault 1:33:20,413
2 Michael Schumacher Benetton-Ford + 32,410
3 Martin Brundle Ligier-Renault + 1 Runde
4 JJ Lehto Sauber-Ilmor Ausfall
5 Philippe Alliot Larrousse-Lamborghini + 2 Runden
6 Fabrizio Barbazza Minardi-Ford + 2 Runden

Der Große Preis von San Marino auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola fand am 25. April 1993 über 61 Runden statt.

Alain Prost fuhr einen nie gefährdeten Sieg von der Pole Position aus ein. Teamkollege Damon Hill schied nach einem Fahrfehler aus, Ayrton Senna musste mit Hydraulikproblemen aufgeben. Der viertplazierte JJ Lehto fiel zwei Runden vor Schluss mit einem Motorschaden aus, wurde aber auf Grund der zurückgelegten Distanz noch gewertet.

Großer Preis von Spanien[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Alain Prost Williams-Renault 1:32:27,685
2 Ayrton Senna McLaren-Ford + 16,873
3 Michael Schumacher Benetton-Ford + 27,125
4 Riccardo Patrese Benetton-Ford + 1 Runde
5 Michael Andretti McLaren-Ford + 1 Runde
6 Gerhard Berger Ferrari + 2 Runden

Der Große Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona fand am 9. Mai 1993 über 65 Runden statt.

Erneut dominierte Alain Prost das Geschehen. Auf Grund hoher Temperaturen mussten fünf Fahrer mit Motorschäden aufgeben, darunter Damon Hill.

Großer Preis von Monaco[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Ayrton Senna McLaren-Ford 1:52:10,947
2 Damon Hill Williams-Renault + 52,118
3 Jean Alesi Ferrari + 1:03,362
4 Alain Prost Williams-Renault + 1 Runde
5 Christian Fittipaldi Minardi-Ford + 2 Runden
6 Martin Brundle Ligier-Renault + 2 Runden

Der Große Preis von Monaco auf dem Circuit de Monaco fand am 23. Mai 1993 über 78 Runden statt.

Ayrton Senna erreichte seinen sechsten Sieg im Fürstentum, den fünften davon in Folge. Dieser Bestwert hat bis heute Bestand. Mit diesem Sieg übernahm Senna auch vorübergehend wieder die Führung in der Weltmeisterschaft.

Großer Preis von Kanada[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Alain Prost Williams-Renault 1:36:41,822
2 Michael Schumacher Benetton-Ford + 14,527
3 Damon Hill Williams-Renault + 52,685
4 Gerhard Berger Ferrari + 1 Runde
5 Martin Brundle Ligier-Renault + 1 Runde
6 Karl Wendlinger Sauber-Ilmor + 1 Runde

Der Große Preis von Kanada auf dem Circuit Gilles-Villeneuve in Montreal fand am 13. Juni 1993 über 69 Runden statt.

Alain Prost holte sich mit seinem Sieg die Führung in der Weltmeisterschaft zurück. Sein Hauptkonkurrent Ayrton Senna musste sechs Runden vor Schluss mit Elektronikproblemen aufgeben.

Großer Preis von Frankreich[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Alain Prost Williams-Renault 1:38:35,241
2 Damon Hill Williams-Renault + 0,342
3 Michael Schumacher Benetton-Ford + 21,201
4 Ayrton Senna McLaren-Ford + 32,405
5 Martin Brundle Ligier-Renault + 33,795
6 Michael Andretti McLaren-Ford + 1 Runde

Der Große Preis von Frankreich auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours fand am 4. Juli 1993 über 72 Runden statt.

In der Startaufstellung war noch Prosts Teamkollege Damon Hill vorne, im Rennen kam es jedoch zum Positionstausch.

Großer Preis von Großbritannien[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Alain Prost Williams-Renault 1:25:38,189
2 Michael Schumacher Benetton-Ford + 7,660
3 Riccardo Patrese Benetton-Ford + 1:17,482
4 Johnny Herbert Lotus-Ford + 1:18,407
5 Ayrton Senna McLaren-Ford Ausfall
6 Derek Warwick Footwork-Mugen + 1 Runde

Der Große Preis von Großbritannien auf dem Silverstone Circuit fand am 11. Juli 1993 über 59 Runden statt.

Beim freien Training am Freitag wäre es fast zu einer Tragödie gekommen, als Mark Blundell auf regennasser Fahrbahn einen Unfall hatte und unmittelbar nach einer Kurve mitten auf der Fahrbahn zum stehen kam. Als er das Auto verlassen wollte, kamen Ayrton Senna und Michael Andretti mit hoher Geschwindigkeit um die Kurve gefahren und konnten nur knapp ausweichen. Im Rennen am Sonntag fuhr Alain Prost einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein. Ayrton Senna rollte kurioserweise auf Grund eines Berechnungsfehlers eine Runde vor Schluss ohne Benzin aus, wurde jedoch noch als Fünfter gewertet. Da auch Damon Hill mit einem Motorschaden ausfiel, konnte sich Prost in der Weltmeisterschaft weiter absetzen und seine Führung ausbauen.

Großer Preis von Deutschland[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Alain Prost Williams-Renault 1:18:40,885
2 Michael Schumacher Benetton-Ford + 16,664
3 Mark Blundell Ligier-Renault + 59,349
4 Ayrton Senna McLaren-Ford + 1:08,229
5 Riccardo Patrese Benetton-Ford + 1:31,516
6 Gerhard Berger Ferrari + 1:34,754

Der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring fand am 25. Juli 1993 über 45 Runden statt.

Erneut setzte sich Alain Prost souverän durch und holte den 51. und letzten Sieg seiner Karriere. Damon Hill schied nur eine Runde vor Rennende mit Reifenproblemen aus und verlor seine Position in den Punkten. Ayrton Senna wurde nach einem Dreher in der Startrunde, der ihn an das Ende des Feldes brachte, noch Vierter.

Großer Preis von Ungarn[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Damon Hill Williams-Renault 1:47:39,098
2 Riccardo Patrese Benetton-Ford + 1:11,915
3 Gerhard Berger Ferrari + 1:18,042
4 Derek Warwick Footwork-Mugen + 1 Runde
5 Martin Brundle Ligier-Renault + 1 Runde
6 Karl Wendlinger Sauber-Ilmor + 1 Runde

Der Große Preis von Ungarn auf dem Hungaroring bei Budapest fand am 15. August 1993 über 77 Runden statt.

In einem turbulenten Rennen mit einigen Kollisionen und Ausfällen, konnte Damon Hill den ersten Grand Prix seiner Karriere gewinnen. Der Polesetter und Gesamtführende Alain Prost konnte auf Grund technischer Probleme nicht rechtzeitig in die Einführungsrunde starten und musste deshalb vom letzten Startplatz aus in das Rennen gehen. Michael Schumacher und Ayrton Senna fielen mit technischen Defekten aus, so dass Hill einen ungefährdeten Sieg erreichen konnte.

Großer Preis von Belgien[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Damon Hill Williams-Renault 1:34:32,124
2 Michael Schumacher Benetton-Ford + 3,668
3 Alain Prost Williams-Renault + 14,988
4 Ayrton Senna McLaren-Ford + 1:36,763
5 Johnny Herbert Lotus-Ford + 1 Runde
6 Riccardo Patrese Benetton-Ford + 1 Runde

Der Große Preis von Belgien auf dem Circuit de Spa-Francorchamps fand am 29. August 1993 über 44 Runden statt.

Das Wochenende begann mit einem Schockmoment. Am Freitag überlebte Lotus-Pilot Alex Zanardi einen Hochgeschwindigkeitscrash in der Eau Rouge nur knapp, bei welchem er kurioserweise durch die wirkende Kraft sogar 3 cm größer wurde. Der nachfolgende Ayrton Senna sah die gelben Flaggen nicht rechtzeitig und drehte sich mit einem Ausweichmanöver in Richtung der Bergungskräfte, vor denen er nur knapp zum stehen kam. Zanardis Saison war damit beendet, sein Cockpit übernahm der Portugiese Pedro Lamy. Das Rennen wurde von einem Dreikampf zwischen Alain Prost, Damon Hill und Michael Schumacher bestimmt, bei welchem Schumacher zwar Prost hinter sich lassen konnte, sich jedoch Damon Hill geschlagen geben musste.

Großer Preis von Italien[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Damon Hill Williams-Renault 1:17:07,509
2 Jean Alesi Ferrari + 40,012
3 Michael Andretti McLaren-Ford + 1 Runde
4 Karl Wendlinger Sauber-Ilmor + 1 Runde
5 Riccardo Patrese Benetton-Ford + 1 Runde
6 Érik Comas Larrousse-Lamborghini + 2 Runden

Der Große Preis von Italien auf dem Autodromo Nazionale Monza fand am 12. September 1993 über 53 Runden statt.

Das Rennen gestaltete sich turbulent, von den vier führenden Fahrern der Weltmeisterschaft konnte nur Damon Hill das Rennen beenden, und sich den dritten Sieg in Folge sichern. Im Startgedränge kam es zu einer Kollision zwischen Hill und Ayrton Senna, welche jedoch folgenlos blieb. Wenig später kollidierte Senna jedoch mit Martin Brundle und musste das Rennen aufgeben. Der in Führung liegende Alain Prost musste das Rennen nach einem Motorschaden, Michael Schumacher nach einem Getriebeschaden, beenden. Bei der Zieleinkunft kam es zu einer spektakulären Szene, als Christian Fittipaldi mit Höchstgeschwindigkeit auf das Hinterrad seines Teamkollegen Pierluigi Martini auffuhr und sich sein Wagen überschlug, glücklicherweise jedoch wieder auf den Rädern landete. Anschließend rutschte er über die Ziellinie und wurde als Achter gewertet.

Großer Preis von Portugal[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Michael Schumacher Benetton-Ford 1:32:46,309
2 Alain Prost Williams-Renault + 0,982
3 Damon Hill Williams-Renault + 8,206
4 Jean Alesi Ferrari + 1:07,605
5 Karl Wendlinger Sauber-Ilmor + 1 Runde
6 Martin Brundle Ligier-Renault + 1 Runde

Der Große Preis von Portugal auf dem Circuito do Estoril in Lissabon fand am 26. September 1993 über 71 Runden statt.

Bei McLaren ersetzte der Finne Mika Häkkinen den glücklosen Michael Andretti. Polesetter Damon Hill musste aus der letzten Startreihe losfahren, da sein Wagen zu Beginn der Einführungsrunde ausging. In einem Rennen mit vielen Führungswechseln konnte sich am Ende Michael Schumacher gegen den schnelleren Alain Prost durchsetzen und den zweiten Sieg seiner Karriere einfahren. Der zweite Platz reichte Prost jedoch aus, um sich im Jahr seines Comebacks zum vierten Mal in seiner Karriere den Weltmeisterschaftstitel zu sichern. Großes Glück hatte Gerhard Berger, als sein Wagen aufgrund eines Fehlers der aktiven Radaufhängung in der Boxenausfahrt aufsetzte und quer über die Strecke schleuderte. Er wurde nur um Zentimeter von Derek Warwick verfehlt und entging somit einem möglicherweise folgenschweren Unfall.

Großer Preis von Japan[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Ayrton Senna McLaren-Ford 1:40:27,912
2 Alain Prost Williams-Renault + 11,435
3 Mika Häkkinen McLaren-Ford + 26,129
4 Damon Hill Williams-Renault + 1:23,538
5 Rubens Barrichello Jordan-Hart + 1:35,101
6 Eddie Irvine Jordan-Hart + 1:46,421

Der Große Preis von Japan auf dem Suzuka International Racing Course fand am 24. Oktober 1993 über 53 Runden statt.

Ayrton Senna konnte mit einem guten Start von Startplatz zwei an Erzrivale Alain Prost vorbeigehen und sich danach im einsetzenden Regen deutlich absetzen. Ein Dreikampf zwischen Gerhard Berger, Damon Hill und Michael Schumacher führte zum Ausfall Schumachers, der in den Williams von Damon Hill rutschte. Neuling Eddie Irvine fuhr auf Anhieb in die Punkte, zog allerdings den Ärger Sennas auf sich, da er diesen nicht überrunden ließ, was nach dem Rennen zu einem Kinnhaken Sennas gegen Irvine geführt haben soll.

Großer Preis von Australien[Bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Ayrton Senna McLaren-Ford 1:43:27,476
2 Alain Prost Williams-Renault + 9,259
3 Damon Hill Williams-Renault + 33,902
4 Jean Alesi Ferrari + 1 Runde
5 Gerhard Berger Ferrari + 1 Runde
6 Martin Brundle Ligier-Renault + 1 Runde

Der Große Preis von Australien auf dem Adelaide Street Circuit fand am 7. November 1993 über 79 Runden statt. Ayrton Senna holte seinen 41. und letzten Sieg. Mit diesem nie gefährdeten Sieg sicherte er sich noch die Vizeweltmeisterschaft hinter Alain Prost und vor Damon Hill, der in seinem ersten vollständigen Jahr Gesamtrang drei erreichte. Michael Schumacher, am Ende Vierter in der Weltmeisterschaft, schied mit einem Motorschaden aus. Auf dem Siegerpodest kam es zu einer versöhnlichen Geste der beiden Erzrivalen Ayrton Senna und Alain Prost.

Weltmeisterschaftswertungen[Bearbeiten]

Weltmeister wird derjenige Fahrer bzw. Konstrukteur, der bis zum Saisonende die meisten Punkte in der Weltmeisterschaft angesammelt hat. Bei der Punkteverteilung werden die Platzierungen im Gesamtergebnis des jeweiligen Rennens aller Rennen berücksichtigt. Die sechs erstplatzierten Fahrer jedes Rennens erhielten Punkte nach folgendem Schema:

Punkteverteilung
Platz 1 2 3 4 5 6
Punkte 10 6 4 3 2 1

Fahrerwertung[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Flag of South Africa 1928-1994.svg Flag of Brazil.svg Flag of Europe.svg Flag of San Marino.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Portugal.svg Flag of Japan.svg Flag of Australia.svg Punkte
01 FrankreichFrankreich A. Prost Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Renault 1 DNF 3 1 1 4 1 1 1 1 12 3 12* 2 2 2 99
02 BrasilienBrasilien A. Senna Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 2 1 1 DNF 2 1 18* 4 5* 4 DNF 4 DNF DNF 1 1 73
03 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich D. Hill Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Renault DNF 2 2 DNF DNF 2 3 2 DNF 15* 1 1 1 3 4 3 69
04 DeutschlandDeutschland M. Schumacher Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Benetton-Ford DNF 3 DNF 2 3 DNF 2 3 2 2 DNF 2 DNF 1 DNF DNF 52
05 ItalienItalien R. Patrese Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Benetton-Ford DNF DNF 5 DNF 4 DNF DNF 10 3 5 2 6 5 16* DNF 8* 20
06 FrankreichFrankreich J. Alesi ItalienItalien Ferrari DNF 8 DNF DNF DNF 3 DNF DNF 9 7 DNF DNF 2 4 DNF 4 16
07 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich M. Brundle FrankreichFrankreich Ligier-Renault DNF DNF DNF 3 DNF 6 5 5 14* 8 5 7 DNF 6 9 6 13
08 OsterreichÖsterreich G. Berger ItalienItalien Ferrari 6* DNF DNF DNF 6 14* 4 14 DNF 6 3 10* DNF DNF DNF 5 12
09 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich J. Herbert Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford DNF 4 4 8* DNF DNF 10 DNF 4 10 DNF 5 DNF DNF 11 DNF 11
10 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich M. Blundell FrankreichFrankreich Ligier-Renault 3 5 DNF DNF 7 DNF DNF DNF 7 3 7 11* DNF DNF 7 9 10
11 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten M. Andretti Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford DNF DNF DNF DNF 5 8 14 6 DNF DNF DNF 8 3 7
12 OsterreichÖsterreich K. Wendlinger SchweizSchweiz Sauber-Ilmor DNF DNF DNF DNF DNF 13 6 DNF DNF 9 6 DNF 4 5 DNF 15* 7
13 FinnlandFinnland JJ Lehto SchweizSchweiz Sauber-Ilmor 5 DNF DNF 4* DNF DNF 7 DNF 8 DNF DNF 9 DNF 7 8 DNF 5
14 BrasilienBrasilien C. Fittipaldi ItalienItalien Minardi-Ford 4 DNF 7 DNF 8 5 9 8 12* 11 DNF DNF 8 9 5
15 FinnlandFinnland M. Häkkinen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford DNF 3 DNF 4
16 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich D. Warwick Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Footwork-Mugen 7* 9 DNF DNF 13 DNF 16 13 6 17 4 DNF DNF 15* 14* 10 4
17 FrankreichFrankreich P. Alliot FrankreichFrankreich Larrousse-Lamborghini DNF 7 DNF 5 DNF 12 DNF 9 11 12 8 12 9 10 2
18 BrasilienBrasilien R. Barrichello Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jordan-Hart DNF DNF 10* DNF 12 9 DNF 7 10 DNF DNF DNF DNF 13 5 11 2
19 ItalienItalien F. Barbazza ItalienItalien Minardi-Ford DNF DNF 6 6 DNF 11 DNF DNF 2
20 ItalienItalien A. Zanardi Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford DNF 6 8 DNF 14* 7 11 DNF DNF DNF DNF DNS 1
21 FrankreichFrankreich É. Comas FrankreichFrankreich Larrousse-Lamborghini DNF 10 9 DNF 9 DNF 8 16* DNF DNF DNF DNF 6 11 DNF 12 1
22 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich E. Irvine Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jordan-Hart 6 DNF 1
ItalienItalien P. Martini ItalienItalien Minardi-Ford DNF 14 DNF DNF 7 8 10 DNF 0
JapanJapan A. Suzuki Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Footwork-Mugen DNF DNF DNF 9 10 DNF 13 12 DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF 7 0
ItalienItalien L. Badoer ItalienItalien Lola-Ferrari DNF 12 DNQ 7 DNF DNQ 15 DNF DNF DNF DNF 13 10 14 0
BelgienBelgien T. Boutsen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jordan-Hart DNF DNF 11 DNF 12 11 DNF 13 9 DNF 0
ItalienItalien A. de Cesaris Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tyrrell-Yamaha DNF DNF DNF DNF DSQ 10 DNF 15 NC DNF 11 DNF 13* 12 DNF 13 0
JapanJapan U. Katayama Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tyrrell-Yamaha DNF DNF DNF DNF DNF DNF 17 DNF 13 DNF 10 15 14 DNF DNF DNF 0
ItalienItalien M. Alboreto ItalienItalien Lola-Ferrari DNF 11 11 DNQ DNQ DNF DNQ DNQ DNQ 16 DNF 14 DNF DNF 0
PortugalPortugal P. Lamy Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 11* DNF 13* DNF 0
JapanJapan T. Suzuki FrankreichFrankreich Larrousse-Lamborghini 12 14 0
FrankreichFrankreich J.-M. Gounon ItalienItalien Minardi-Ford DNF DNF 0
ItalienItalien I. Capelli Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jordan-Hart DNF DNQ 0
ItalienItalien M. Apicella Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jordan-Hart DNF 0
ItalienItalien E. Naspetti Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jordan-Hart DNF 0

Konstrukteurswertung[Bearbeiten]

Ferrari F93A von 1993
Pos. Konstrukteur Punkte
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Renault 168
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 84
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Benetton-Ford 72
4 ItalienItalien Ferrari 28
5 FrankreichFrankreich Ligier-Renault 23
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 12
7 SchweizSchweiz Sauber-Ilmor 12
Pos. Konstrukteur Punkte
8 ItalienItalien Minardi-Ford 7
9 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Footwork-Mugen 4
10 FrankreichFrankreich Larrousse-Lamborghini 3
11 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jordan-Hart 3
12 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lola-Ferrari 0
13 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tyrrell-Yamaha 0

Kurzmeldungen Formel 1[Bearbeiten]

  • Alain Prost, der sich mit einem zweiten Platz beim Großer Preis von Portugal vorzeitig den vierten Weltmeistertitel seiner Karriere sicherte, scheiterte mit 13 Trainingsbestzeiten während der Saison knapp an der Bestmarke von Nigel Mansell aus dem Jahr 1992 (14). Prost beendete zum Jahresende seine Karriere.
  • Mit Michael Andretti erzielte zum bis heute (Stand: Ende 2013) letzten Mal ein US-Amerikaner WM-Punkte.
  • Ayrton Senna wechselte nach Saisonende von McLaren zu Williams F1. Er versprach sich davon für die Saison 1994 ein konkurrenzfähigeres Auto, das ihm den Gewinn des vierten Weltmeistertitels ermöglichen sollte.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Formel-1-Saison 1993 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien