Fürstenau
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Osnabrück | |
| Samtgemeinde: | Fürstenau | |
| Höhe: | 52 m ü. NN | |
| Fläche: | 78,62 km² | |
| Einwohner: | 9830 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 125 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 49584 | |
| Vorwahl: | 05901 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OS | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 59 017 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Schlossplatz 1 49584 Fürstenau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Herbert Gans (CDU) | |
| Lage der Stadt Fürstenau im Landkreis Osnabrück | ||
Fürstenau ist eine Stadt in der gleichnamigen Samtgemeinde Fürstenau im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Fürstenau liegt direkt südwestlich der Ankumer Höhe, die zum Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge gehört, und etwas östlich der Lingener Höhe. Die Stadt wird vom Fürstenauer Mühlenbach, der zum Einzugsgebiet der Großen Aa gehört, in Nordost-Südwest-Richtung durchflossen.
- Nächstgelegene Großstädte
Osnabrück (43 km), Emmen / Niederlande (69 km), Enschede / Niederlande (72 km), Münster (74 km), Oldenburg (93 km), Bremen (113 km)
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Bippen, Merzen, Neuenkirchen b. Bramsche, Voltlage, Hopsten, Freren, Andervenne
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Stadt Fürstenau wird gebildet aus den Ortschaften Fürstenau, Hollenstede, Schwagstorf und Settrup.
[Bearbeiten] Klima
Gemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Fürstenau 8,5–9,0 °C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20-25 Sommertagen gerechnet werden.
[Bearbeiten] Geschichte
Die historische Hansestadt Fürstenau wurde erstmals im Jahre 1344 als „Vorstenowe“ erwähnt. Der Osnabrücker Fürstbischof Gottfried von Arnsberg ließ in diesem Jahr den ersten Festungsteil des heutigen Schlosses errichten, um seinen Anspruch auf dieses Gebiet gegen die Grafschaft Tecklenburg durchzusetzen. Um die Burg herum siedelten sich Ackerbürger an, und die Burg wurde durch den weiteren Ausbau über Jahrhunderte die Residenz der Osnabrücker Landesfürsten. 1642 erhielt Fürstenau die Stadtrechte. In Fürstenau starb 1532 der Paderborner, Osnabrücker und Münsteraner Fürstbischof Erich von Braunschweig-Grubenhagen. Im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform wurden am 1. Juli 1972 die ehemals selbständigen Gemeinden Hollenstede, Schwagstorf und Settrup zur Stadt Fürstenau eingegliedert.
[Bearbeiten] Religionen
In Fürstenau gibt es folgende Kirchengemeinden:
- Römisch-katholische Kirche:
- St. Katharina Fürstenau
- St. Maria Rosenkranz Hollenstede
- St. Bartholomäus Schwagstorf
- Evangelisch-Lutherische Kirche:
- St. Georg Fürstenau
- Evangelische Freikirchen:
- Elim-Gemeinde Fürstenau
- Jehovas Zeugen:
- Königreichsaal Fürstenau
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtrat
(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)
[Bearbeiten] Wappen und Flagge
„Silberner zinnenbewehrter Torturm (Bergfried) mit rechts anliegender Kemenate auf rotem Schild: Burg Fürstenau“ [1]
- Stadtflagge
„rot - weiß - grün“ [1]
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Garwolin (Polen)
Ruurlo (Niederlande)
Hohen Neuendorf (Brandenburg)
[Bearbeiten] Internationale Mitgliedschaft
- Städtebund – Die Hanse
[Bearbeiten] Nationale Mitgliedschaften
- Westfälischer Hansebund
- Tourismusverband Osnabrücker Land
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Jahrhunderte haben das historische Stadtbild geformt. Besonders geprägt wird dieses Bild von dem aus der Gründungszeit stammenden fürstbischöflich osnabrückischen Schloss – heute Sitz der Samtgemeindeverwaltung Fürstenau und seit 1817 auch der römisch-katholischen Pfarrkirche des Ortes. Die restaurierte Nord-Ost-Bastion unterstreicht die frühere Bedeutung Fürstenaus als militärisches Bollwerk im Mittelalter.
Neben dem Schloss sind auch das alte Stadttor „Hohes Tor“ sowie der Marktplatz mit dem Alten Rathaus und der evangelischen St.-Georgs-Kirche sehenswert. Dort ist auch der Überrest des mittelalterlichen Prangers der Stadt zu finden.
Am nördlichen Stadtrand ist ein großer Ferien- und Freizeitpark geplant.
[Bearbeiten] Ausflugsziele in der Umgebung
- Maiburg: Ein waldreiches Erholungsgebiet zwischen Fürstenau, Bippen und Eggermühlen
- Straße der Megalithkultur von Osnabrück über Fürstenau nach Oldenburg
- Freie Kunstakademie Maiburg (Klein Bokern)
- Museum und Park Kalkriese als vermutliches Schlachtfeld der Varusschlacht
- Hünengrab in Hekese
- Stift Börstel (Berge)
- Draisinenfahrten (Fürstenau–Bippen–Nortrup)
- Wacholderhain (Haselünne)
- Naturschutzgebiet „Swatte Poele“ (Lonnerbecke)
- Sültemühle in Lonnerbecke
[Bearbeiten] Sport
- Spvg. Fürstenau e.V. (Fußball, Volleyball, Tischtennis, Judo, Leichtathletik)
- SV Hollenstede e.V. (Fußball, Tennis, Leichtathletik)
- SG Hollenstede-Schwagstorf (Damenfußball)
- SV Grün-Weiß Schwagstorf e.V. (Fußball)
- TG Fürstenau (Tennis)
- TV Schwagstorf (Tennis)
- LD Equestrian Village (Reitsport-Leistungszentrum)
- RuF Fürstenau e.V.
- RuF Hollenstede e.V.
- RuF Schwagstorf e.V.
- RG Fürstenau e.V. (Auto-Motorsport)
- Motorsportclub Fürstenau e.V.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Durch Fürstenau verlaufen die Bundesstraßen B 214 (Lingen–Fürstenau–Diepholz–Nienburg–Celle–Braunschweig), B 218 (Fürstenau–Bramsche–Ostercappeln) und B 402 (Emmen/Niederlande–Meppen–Haselünne–Fürstenau). Die Autobahnen A 1 (Hamburg–Osnabrück–Ruhrgebiet), A 30 (Amsterdam–Osnabrück–Hannover) und A 31 (Emden–Oberhausen) sind jeweils in etwa 30 Minuten erreichbar.
Die nächsten Bahnhöfe mit Fernreiseverkehr sind Lingen / Ems (26 km), Ibbenbüren (33 km) und Osnabrück (43 km), und für den Nahverkehr ist der nächste Bahnhof in Bersenbrück (23 km). Die ehemals durch den Ort führende Bahnstrecke Duisburg-Quakenbrück besteht nicht mehr. Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) (59 km).
[Bearbeiten] Bildung
Es gibt drei Grundschulen sowie die Integrierte Gesamtschule und das Marienstift als Haupt- und Realschule.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Erich von Braunschweig-Grubenhagen (* 1478; † 14. Mai 1532 in Fürstenau). Er war von 1508 bis 1532 Fürstbischof von Paderborn und Osnabrück und im Jahr 1532 gewählter Bischof von Münster. Er verstarb in seiner Fürstenauer Residenz.
- Günter Sponheuer (* 1945 in Essen) ist ein freischaffender deutscher Maler und Diplom-Designer.
- Dirk Hafemeister (* 17. April 1958 in Berlin). Deutscher Reitprofi, bei den Olympische Sommerspielen 1988 in Seoul gewann er eine Goldmedaille im „Springreiten Mannschaft Mixed“. Ein weiterer Erfolg mit der Deutschen Springreiter Equipe ist der Weltmeistertitel 1994.
- Luciana Diniz (* 11. Oktober 1970 in Brasilien), wohnhaft in Schwagstorf. Brasilianische Springreiterin und Teilnehmerin der Olympische Sommerspiele 2004 in Athen und bei der Weltmeisterschaft 1994 in Den Haag.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Hinrich Just Müller (* 1740 in Fürstenau; † 13. August 1811 in Wittmund). Er war ein überregional bekannter Orgelbauer.
- August von Eye (* 24. Mai 1825 in Fürstenau; † 10. Januar 1896 in Nordhausen, Thüringen). Er war ein deutscher Dichter, Philosoph, Schriftsteller, Kultur- und Kunsthistoriker und Maler.
- Dr. August Schröder (* 8. Mai 1908 in Hollenstede, † 19. Juni 1993 in Münster). Nach seinem Studium der Theologie und in Latein und Französisch in Innsbruck, Paris und Münster widmete er sich neben seiner Position als Landesarchivar im LWL-Archivamt für Westfalen in Münster der Heimatforschung. Die Stadt Fürstenau verlieh ihm die Ehrenbürgerschaft.
- Franz Berding (* 15. Mai 1915 in Fürstenau). Er war ein deutscher Politiker und für die CDU Bundestagsmitglied und Landesminister in Nordrhein-Westfalen.
- Reinhard Freiherr von Schorlemer (* 27. April 1938). Der Land- und Forstwirt war von 1980 bis 2002 CDU-Bundestagsmitglied sowie von 1988 bis 1992 Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW).
- Karl-Heinz Menke (* 28. Januar 1950 in Fürstenau) ist deutscher Theologe, Priester und Seelsorger. Er ist Professor für Dogmatik und Theologische Propädeutik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn.
- Uwe Jursch (* 20. Juni 1963). Deutscher Fußballprofi beim VfL Osnabrück und Hannover 96. Zudem wurde er 1992 DFB-Pokalsieger mit Hannover 96.
- Simon Herrmann (* 1985). Er ist im Wasserski bislang zweifacher Europameister 2003, Deutscher Meister im Slalom 2008 und Weltmeister im Slalom 2008
[Bearbeiten] Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ a b Samtgemeinde Fürstenau: Stadt Fürstenau
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