J. League Division 1

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J. League Division 1
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Voller Name 日本プロサッカーリーグ
Nihon Pro Soccer League
Abkürzung J1;
Erstaustragung 1992
Hierarchie 1. Liga
Mannschaften 18
Meister Gamba Osaka (2014)
Rekordmeister Kashima Antlers (7 Meisterschaften)
Rekordtorschütze JapanJapan Masashi Nakayama (36 Tore)
Website http://www.j-league.or.jpVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation für AFC Champions League

Die J. League Division 1 (jap. Jリーグ・ディビジョン1, J Rīgu Dibijon 1) oder J1 League (J1リーグ, J1 Rīgu) ist die oberste Liga der Japan Professional Football League (日本プロサッカーリーグ, Nippon Puro Sakkā Rīgu) und höchste Spielklasse im japanischen Fußball. Es ist eine der erfolgreichsten Fußballligen im asiatischen Mannschaftsfußball und die einzige mit der Topbewertung 'A' der AFC. Ihr ist die J. League Division 2 untergeordnet.

Rekordtitelträger sind die Kashima Antlers mit insgesamt sieben gewonnenen Meisterschaften. Aktueller Meister jedoch ist Gamba Osaka, welches als Aufsteiger seine zweite Meisterschaft gewann. Die aktuelle Saison 2014 begann am 1. März 2014 und endete am 6. Dezember.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine detaillierte Geschichte des japanischen Profifussballs vor Gründung der Profiliga 1993 ist im Artikel Japan Soccer League zu finden. Eine detaillierte Geschichte der J. League Division 2 befindet sich im Artikel J. League Division 2#Geschichte

Bis zur Gründung der J. League 1992[Bearbeiten]

Vor der Gründung der J. League als höchste Spielklasse in Japan spielten mehrere Amateurteams in der Japan Soccer League (JSL). Aufgrund des amerikanischen Einflusses nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg, war Baseball seit Jahren zum Nationalsport avanciert und das Interesse am Fußball war, bis auf landesweite Jugendmannschaftsturniere, eher gering. Die meist vertretenen Werksmannschaften großer Firmen besaßen finanziell starken Rückhalt, allerdings lohnte es nicht in größere Stadien oder gute Plätze zu investieren. Auch die Nationalmannschaft besaß nicht die Qualität, um zu einem der asiatischen Top-Teams aufzusteigen. Um das Interesse am Sport zu wecken, entschloss sich die Japan Football Association (JFA) eine Profiliga zu gründen.

Die gegründete J. League startete 1992 mit acht Klubs der JSL First Division, einem Verein der JSL Second Division und dem neu gegründeten Verein Shimizu S-Pulse. Viele Vereine änderten ihre Namen, ähnliche wie Teams der US-amerikanischen Profiligen NBA, NFL und die Major League Baseball, mit Wörtern, die der Italienischen oder Spanischen Sprache entlehnt sind, um die Vereine zu europäisieren. Ein Großteil der neuen Maskottchen kreierte zwischen 1992 und 1995 Sony Entertainment. Die JSL änderte ihren Namen in die Japan Football League und wurde zur zweiten Spielklasse hinter der J. League. Die erste offizielle Saison begann erst 1993 und das Gründungsjahr wurde genutzt um mit dem J. League Cup den zehn Teams eine Vorbereitungssaison zu geben.

Hochphase der J. League 1993–1995[Bearbeiten]

Am 15. Mai 1993 begann die erste Saison der neu gegründeten Liga mit dem Spiel zwischen Verdy Kawasaki und den Yokohama Marinos im Olympiastadion Tokio. Die Medienpräsenz des Sports im Fernsehen – so wurde mindestens ein Spiel pro Spieltag landesweit übertragen – sorgte für großes Interesse beim Publikum. Die Stadien füllten sich und mit altgedienten ausländischen Stars versuchten die Vereine den Sport attraktiv zu machen. In ihrer zweiten Ausgabe 1994 verzeichnete die Liga ihren ungebrochenen Zuschauerrekord von durchschnittlich 15.598 Zuschauern pro Spiel.

Mit der gestiegenen Begeisterung für die Liga, bemühten sich auch die unterklassigen Vereinen um einen Platz in der Profiliga. Júbilo Iwata und Bellmare Hiratsuka erweiterten für die Saison 1994 das Feld, welches in den folgenden vier Jahren mit sechs weiteren Mannschaften vergrößert wurde.

Nach dem Boom 1996–1999[Bearbeiten]

Trotz des Erfolges der ersten drei Jahre, erwarteten Experten das baldige Platzen der Blase. Mit der Verpflichtung weiterer Spieler und hohen Gehältern drohten die Ausgaben die zu erwartenden Einnahmen zu übersteigen. Mit dem abrupten Rückgang der Zuschauerzahlen 1996 ging ein Jahr später nur noch knapp jeder zweite im Vergleich zum Rekordjahr 1994 ins Stadion. Damit mussten die Vereine, wie erwartet, hohe Verluste hinnehmen und drohten finanziell auszubluten. Auf Grund des geringen Interesses der Zuschauer entschied man, den zweigeteilten Modus für die Saison 1997 wieder einzuführen. Vermutungen gehen davon aus, dass vor allem das schnelle Wachstum der Liga die Gunst der Zuschauer sinken ließ.

Trotz der Lösung der Vereine aus ihren Firmen, waren viele immer noch auf deren Sponsoring angewiesen. Mit der wirtschaftlichen Rezession sank auch die Liquidität der Unternehmen und somit die Einnahmen der Klubs durch ihrer de facto noch Mutterunternehmen. So kündigte Sato Kogyo, Generalunternehmer und einer der beiden Hauptsponsoren der Yokohama Flügels, 1998 an, man werde aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten die Unterstützung des Vereins einstellen. All Nippon Airways, zweiter Hauptsponsor, war nicht zahlungskräftig genug um alleine das Sponsoring zu betreiben und somit bemühte man sich um eine Lösung. Nach einem Treffen mit Nissan, deren ehemalige Werksmannschaft in die Yokohama Marinos aufgegangen ist, einigte man sich auf einen Zusammenschluss der ehemaligen Stadtrivalen. Die Flügels wurden aufgelöst und in die umbenannten Yokohama F. Marinos integriert – das F. im Namen erinnert heute noch an die Flügels. Ein zweiter Vorfall dieser Art betraf den damaligen Verein Bellmare Hiratsuka, dessen Hauptsponsor Fujita seine Unterstützung einstellen musste und zu einem Zwangsabstieg des Vereins 2000 führte. Die Liga drohte zu kollabieren, sollte keine Lösung gefunden werden.

Umstrukturierung 1999–2004[Bearbeiten]

Um der Situation Herr zu werden entschieden sich die Verantwortlichen mit zwei Maßnahmen der drohenden Katastrophe gegenzusteuern.

Die „Hundert-Jahre-Vision“ sah vor bis zum Jahr 2092 in der J. League über 100 Profiteams aufzuziehen. Um die Liga zu retten, nahm die Leitung die Vereine in die Verantwortung auf lokaler Ebene Werbung für den Fußball, aber auch andere Sportaktivitäten zu machen. Durch die Verwurzelung mit der Heimat sollen die Vereine interessant für die Heimatstadt, ihre Bevölkerung und lokal ansässige Firmen als Sponsoren werden. Die Liga versuchte also gezielt eine landesweite Struktur des Sports zu verhindern. Und tatsächlich, mit Anpassung der wirtschaftlichen Kriterien für den Aufstieg in die J. League Division 2, konnten sich viele kleinere Städte mit Profivereinen etablieren.

Des Weiteren musste sich 1999 die Struktur der Liga entscheidend verändern. Mit Etablierung der J. League Division 2 als Vorhof der Profiliga, wurde die JFL in die Drittklassigkeit verdrängt. Die Division 2 bestand zunächst aus neun Vereinen der alten JFL und einem Absteiger der Division 1. Somit bestand das Oberhaus noch aus 16 Teams, die Division 2 aus zehn Vereinen.

Das Spiel betreffend orientierte sich die Liga nun an dem europäischen Format. Ursprünglich versuchte die Liga Unentschieden zu verhindern und normale Spiele endeten im Zweifelsfall mit Verlängerung, Golden Goal oder Elfmeterschießen. Mit der Saison 1999 gab es kein Elfmeterschießen mehr, 2002 keine Verlängerung in Division 2 und ein Jahr später auch in der Division 1.

Bis 2004, mit einer Ausnahme in der Saison 1996, war die Saison zweigeteilt. So gab es jeweils einen Hin- und Rückrundengewinner, welche die Meisterschaft in zwei Play-Off-Spielen unter sich entschieden. Ausnahmen bildeten hier 2002 Júbilo Iwata und 2003 die Yokohama F. Marinos, die beide Hälften für sich entschieden konnten und sich die Austragung eines Saisonfinales erübrigte. Auch deswegen verzichtete die Liga ab der Saison 2005 auf das zweigeteilte Ligasystem und orientierte sich auch hier am europäischen Pendant.

Europäisches Ligaformat und AFC Champions League 2005–2008[Bearbeiten]

Ab der Saison 2005 bestand die Division 1 aus 18 Mannschaften mit zwei direkten Abstiegsplätzen und einem Relegationsplatz. Am letzten Spieltag kämpften noch fünf Mannschaften um den Titel. Die Tabellenführung wechselte vier Mal, zuletzt noch in der Nachspielzeit. Letztendlich konnte sich Gamba Osaka vor den Urawa Reds den Titel sichern. Das Interesse an der Liga stieg wieder und hielt sich seitdem konstant.

Die Rolle der AFC Champions League, an der japanische Teams bereits seit den 1980er Jahren teilnahmen, wandelte sich für den japanischen Ligafußball auch in dieser Zeit. Die Teilnahme empfanden die Vereine als Bürde, die nur vom nationalen Wettbewerb ablenkt. Beispielhaft hierfür ist die Saison 2005, während der Yokohama und Iwata innerhalb von 44 Tagen 13 CL- und Ligaspiele zu bestreiten hatte und sich auf keinen der Wettbewerbe konzentrieren konnte.

Auf Druck der Vereine entschied die Ligaleitung, zukünftig – ähnlich wie bereits die koreanische K League Classic und die chinesische Chinese Super League – auf die AFC-Teilnehmer Rücksicht zu nehmen und die Spieltage der Liga dem internationalen Wettbewerb anzupassen. Die Anpassung erfolgte für die Saison 2006.

Der Einbezug der australischen A-League und die Einführung der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft steigerten die Vermarktung des Sports auf dem asiatischen Kontinent. Der Fokus der erfolgreichen Vereine zielte nun auch, ähnlich wie in Europa, auf die internationalen Wettbewerbe. So konnte zum Beispiel Kawasaki Frontale mit seiner Teilnahme an der Champions League 2007 eine Fanbasis in Hong Kong aufbauen und die Pokalsiege der Urawa Red Diamonds 2007 und Gamba Osaka 2008 bezeugen die Bemühungen der Vereine im internationalen Geschäft.

Belohnt wurde das exzellente Management der Liga mit dem höchsten zu vergebenen Ligaranking und insgesamt vier Startplätzen im Wettbewerb ab der Saison 2009. Die Liga nutzte die Chance, um sich international, mit Fokus auf Asien, zu vermarkten.

Seit der Teilnahme an der Champions League konnte der Sieger des Kaiserpokal, welcher stets am Neujahrstag des folgenden Jahres ausgespielt wird, erst im darauffolgenden Jahr am internationalen Wettbewerb teilnehmen.

Beispielhaft sei hier Tokyo Verdy zu nennen, die mit Gewinn des nationalen Pokals 2005 und dem Abstieg in die Division 2 im selben Jahr, als Zweitligist an der CL-Saison 2007 teilnehmen durfte.

Um diese Lücke zu schließen wurde die Teilnahme der Kashima Antlers, als Sieger des Kaiserpokal 2007, übergangen, da der Verein als Meister 2008 ohnehin teilnehmen durfte.

Somit spielt der Sieger der Kaiserpokals seit der Saison 2008 in der darauffolgenden Saison der Champions League.

Moderne von 2009 bis 2012[Bearbeiten]

Mit Beginn der Saison 2009 gab es drei Veränderungen. Es dürfen vier Mannschaften der J. League an der AFC Champions League teilnehmen. Des Weiteren gibt es seit dieser Saison drei direkte Abstiegsplätze in die Division 2. Weiterhin darf fortan jeder Verein maximal vier ausländische Spieler besitzen, von denen mindestens einer die Nationalität eines anderen AFC-Landes besitzen muss.

Zusammenfassung[Bearbeiten]

Jahr Wichtige Ereignisse # J1 Teams # AFC Teams Abstiegspl.
1989
  • Die JFA bildet er Komitee zur Gründung einer Profiliga.
1990
  • Das Komitee entscheidet die Kriterien für künftige Profiklubs
  • 15 von 20 Vereinen der Japan Soccer League erhalten die Teilnahmeberechtigung für die Profiliga
1992
  • Die Profiliga J. League wird gegründet. Folgende Vereine bilden das Teilnehmerfeld:
    • Gamba Osaka, JEF United Ichihara, Nagoya Grampus Eight, Sanfrecce Hiroshima, Urawa Red Diamonds, Verdy Kawasaki, Yokohama Flügels, and Yokohama Marinos (aus der alten JSL First Division)
    • Kashima Antlers (aus der JSL Division 2)
    • Shimizu S-Pulse (neu gegründet, keine Werksmannschaft).
  • Japan Soccer League wird zur zweitklassigen Japan Football League
  • Der J. League Cup wird als Vorbereitungssaison mit 10 Teams ausgespielt
1993 10
1994
  • Weitere Vereine steigen in die J. League auf: Júbilo Iwata und Bellmare Hiratsuka
12
1995
  • Weitere Vereine steigen in die J. League auf: Cerezo Osaka und Kashiwa Reysol
  • Das erste Punktesystem wird vorgestellt: Für einen Sieg erhält die Mannschaft 3 Punkte, für die Niederlage im Elfmeterschießen 1 Punkt und für eine Niederlage in der regulären bzw. verlängerten Spielzeit 0 Punkte
14
1996
  • Weitere Vereine steigen in die J. League auf: Kyoto Purple Sanga und Avispa Fukuoka
  • Die Liga spielt setzt die zweigeteilte Saison aus
  • Die Durchschnittszuschauerzahl sinkt auf das Rekordtief von 10.131 Zuschauern pro Spiel
16
1997
  • Ein weiterer Verein steigt in die J. League auf: Vissel Kobe
  • Die Liga spielt wieder in einer zweigeteilten Saison
  • Das Punktesystem wird geändert: Für den Sieg regulären Zeit erhält die Mannschaft 3 Punkte, in der Verlängerung 2 Punkte, im Elfmeterschießen 1 Punkt. Für die Niederlage gibt es keine Punkte.
17
1998
  • Ein weiterer Verein steigt in die J. League auf: Consadole Sapporo
  • Yokohama Flügels kündigt die Auflösung und Angliederung an den Stadtrivalen Yokohama Marinos ab der kommenden Spielzeit an.
  • Die Liga gibt die Hundert-Jahres-Vision als ihr Ziel an.
  • Die Liga kündigt die Etablierung eines Zweiligensystems ab der kommenden Spielzeit an.
  • Die Liga hält das J. League Promotion Turnier ab, um über Auf- und Abstieg für die kommende Saison zu entscheiden. Consadole Sapporo wird der erste Absteiger der Ligageschichte.
18
1999
  • Yokohama Marinos fusionieren mit den Yokohama Flügels werden zu den Yokohama F. Marinos.
  • Das Elfmeterschießen wird in beiden Ligen abgeschafft.
  • Das Punktesystem wird verändert: Für einen Sieg in der regulären Spielzeit erhält eine Mannschaft 3 Punkte, in der Verlängerung 2 Punkte, bei einem Unentschieden 1 Punkt.
  • Die alte Japan Football League wird umstrukturiert und wird zur Dritten Liga. Um die Unterscheidung zur alten Liga sicherzustellen, wird die neue JFL in Japan Nihon Football League genannt.
16 2
2000 16 2
2001 16 2
2002 16 2 2
2003
  • Die Verlängerung wird in Ligaspielen der Division 1 abgeschafft und das traditionelle 3-1-0 Punktesystem etabliert
16 2
2004
  • Für die Erweiterung der Liga auf 18 wird der Abstieg diese Saison abgesetzt. Nur zwei Teams steigen auf.
  • Einführung des Auf- und Abstiegssystems mit 2 direkten und einem indirekten Aufstiegsplatz, welcher in zwei Partien ausgespielt wird.
16 2 0.5
2005
  • Die J. League Division 1 wird auf 18 Mannschaften erweitert
  • J. League Division 1 schafft komplett die zweigeteilte Spielzeit ab.
18 2 2.5
2006
  • Die Auswärtstorregel wird im Yamazaki Nabisco Cup und den Auf- bzw. Abstiegsspielen eingeführt
  • Die Liga gründet ein Komitee, welches über die Erweiterung der Liga berät
  • Die Liga führt die Auflagen zur Teilnahmeberechtigung an der J. League wieder ein
18 2 2.5
2007
Beachte: Sollte ein Japanischer Verein die AFC Champions League gewinnen, verlieren sie dieses Recht.
  • Die Urawa Red Diamonds gewinnen als erste japanische Mannschaft die AFC Champions League seit ihrer Neuauflage 2002.
18 2 2,5
2008
  • Gamba Osaka gewinnt die AFC Champions League, als zweite japanische Mannschaft in Folge.
18 2 + 1 2,5
2009
  • Vier Vereine dürfen an der AFC Champion League teilnehmen.
  • Einführung des AFC-Spieler Vorrechts.
  • Der indirekte 16. Abstiegsplatz wird in einen direkten umgewandelt. Nun steigen drei Mannschaften automatisch ab bzw. auf.
18 4 3
2010 18 4 3
2011
  • Der Meister der J. League Kashiwa Reysol darf die nächsten zwei Ausgaben der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft austragen.
18 4 3
2012 18 4 3

Stellung in der japanischen Fussballpyramide[Bearbeiten]

Stufe(n) Liga/Division
I J. League Division 1 (J1)
18 Vereine
II J. League Division 2 (J2)
22 Vereine
III J3 League
12 Vereine
IV Japan Football League
14 Vereine
V/VI 9 Regionalligen
122 Vereine
VII+ 46 Präfekturligen
& 4 Block Ligen auf Hokkaido

viele Vereine

Seit Gründung der J. League Division 2 1999 besteht ein Auf- und Abstieg System, ähnlich dem europäischer Fußballligen, in dem die letzten beiden der J1 bzw. die ersten beiden der J2 definitiv aufsteigen. Zwischen 2004 und 2008 spielten der Drittplatzierte der J2 und der 16. der J1 in der Relegation um einen Platz im Oberhaus. Wenn auch der Zweitligist den Vorgaben der J. League für eine Spielberechtigung entsprechen musste (u. a. Größe des Stadions von mindestens 10.000 Plätzen), wurde in dieser Zeit keinem Sieger der Aufstieg verweigert.

Bis zur Saison 2004 spielte die Division 1 eine eigenständige Hin- und Rückrunde, deren Gewinner in einem Endspiel die Meisterschaft entschieden. Lediglich in der Saison 1996 wurde zum ersten Mal eine volle Spielzeit gespielt, was ab 2005 die geteilte Saison ersetzte. Seit 2008 nehmen die besten drei Mannschaften der Liga sowie der Sieger des Kaiserpokals an der asiatischen Champions League teil. Bei einem Sieg der Top 3 wird das Teilnehmerfeld um den Viertplatzierten erweitert. In der Saison 2009 wurden die Relegationsspiele abgeschafft, seitdem steigen die drei letztplatzierten Vereine automatisch ab.

Wettbewerbsmodus[Bearbeiten]

Die 18 Vereine der Division 1 spielen in einem Hin- und Rückspiel gegeneinander, womit jede Mannschaft 34 Spiele zu bestreiten hat. Für einen Sieg erhält die Mannschaft drei Punkte, für ein Unentschieden einen und keinen für eine Niederlage. Die Platzierung richtet sich nach den Punkten. Bei gleicher Punktzahl entscheiden über die Platzierung in folgender Reihenfolge:

  • Torunterschied
  • Geschossene Tore
  • Ergebnisse in den Duellen
  • Fair-Play-Vergleich

Falls nötig, wird die Platzierung ausgespielt. Sollten zwei Vereine punktgleich auf Platz 1 stehen, werden beide zum Meister erklärt. Die besten drei Mannschaften der Liga sowie der Sieger des Kaiserpokals nehmen an der AFC Champions League teil, die letzten drei der Division 1 steigen ab. Der Meister darf die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft am Ende des Jahres austragen, sollte kein japanisches Team die Champions League gewinnen.

Preisgelder
  • 1. Platz: 200 Millionen Yen
  • 2. Platz: 100 Millionen Yen
  • 3. Platz: 80 Millionen Yen
  • 4. Platz: 60 Millionen Yen
  • 5. Platz: 40 Millionen Yen
  • 6. Platz: 20 Millionen Yen
  • 7. Platz: 10 Millionen Yen

Teilnehmer 2014[Bearbeiten]

Hauptartikel: J. League Division 1 2014
Logo Verein Beitritts-
jahr
Beheimatet in Erste Saison im
Oberhaus
Aktuell im
Oberhaus seit
Albirex Niigata.svg Albirex Niigata 1999 (J2) Niigata & Seiro, Niigata 2004 2004–
Cerezo Osaka.svg Cerezo Osaka 1995 Ōsaka, Osaka 1965 2010–
FC Tokyo.svg FC Tokyo 1999 (J2) Tokyo 2000 2012–
Gamba Osaka.svg Gamba Osaka (*) 1993 Suita, Osaka 1986/87 2014–
Kashima Antlers FC.svg Kashima Antlers (*) 1993 Mehrere Städte im Südwesten der Präfektur Ibaraki 1985 1993–
Kashiwa Reysol.svg Kashiwa Reysol 1995 Kashiwa, Chiba 1965 2011–
Kawasaki Frontale.svg Kawasaki Frontale 1999 (J2) Kawasaki, Kanagawa 1977 2005–
Nagoya Grampus Eight.svg Nagoya Grampus (*) 1993 Nagoya, Aichi 1973 1990/91–
Omiya Ardija.svg Omiya Ardija 1999 (J2) Saitama, Saitama 2005 2005–
Sagan Tosu.svg Sagan Tosu 1999 (J2) Tosu, Saga 2012 2012–
Sanfrecce Hiroshima.svg Sanfrecce Hiroshima (*) 1993 Hiroshima, Hiroshima 1965 2009–
Shimizu S-Pulse.svg Shimizu S-Pulse (*) 1993 Shizuoka, Shizuoka 1993 1993–
Tokushima Vortis.svg Tokushima Vortis 2005 (J2) Städteverbund in Tokushima 2014 2014–
Urawa Red Diamonds.svg Urawa Red Diamonds (*) 1993 Saitama, Saitama 1965 2001–
Vegalta Sendai.svg Vegalta Sendai 1999 (J2) Sendai, Miyagi 2002 2010–
Ventforet Kofu.svg Ventforet Kofu 1999 (J2) Städteverbund in Yamanashi 2006 2013–
Vissel Kobe.svg Vissel Kobe 1997 Kōbe, Hyōgo 1997 2014–
Yokohama F Marinos.svg Yokohama F. Marinos (*) 1993 Yokohama & Yokosuka, Kanagawa 1979 1982–
  • Die Aufsteiger aus der Division 2 sind lila unterlegt
  • Sofern nicht anders angegeben, gibt das Beitrittsjahr die erste Spielzeit in der J. League Division 1 an.
  • „Erste Saison im Oberhaus“ und „Aktuell im Oberhaus seit“ schließt die Spielzeiten in der früheren Japan Soccer League mit ein.
  • Die mit (*) gekennzeichnete Teams gehören zu den Gründungsmitgliedern der J. League 1993. Die Yokohama Flügels stellten 1999 den Spielbetrieb ein und fusionierten mit den Yokohama Marinos. Die verbleibenden Gründungsmitglieder JEF United Ichihara Chiba und Tokyo Verdy (als Verdy Kawasaki) spielen derzeitig in der Division 2.

Meisterschaft und Abstieg[Bearbeiten]

Meister seit Gründung der J. League[Bearbeiten]

Jahr Meister Vizemeister
1993 600px Verde con V Bianca.png Verdy Kawasaki Kashima Antlers
1994 600px Verde con V Bianca.png Verdy Kawasaki Sanfrecce Hiroshima
1995 600px Bianco Blu e Rosso diagonale con ancora Dorata.png Yokohama Marinos Verdy Kawasaki
1996 600px Grigio e Rosso con cervo Nero.png Kashima Antlers Nagoya Grampus
1997 600px Celeste con J bianca.png Jubilo Iwata Kashima Antlers
1998 600px Grigio e Rosso con cervo Nero.png Kashima Antlers Jubilo Iwata
1999 600px Celeste con J bianca.png Jubilo Iwata Shimizu S-Pulse
2000 600px Grigio e Rosso con cervo Nero.png Kashima Antlers Yokohama F. Marinos
2001 600px Grigio e Rosso con cervo Nero.png Kashima Antlers Jubilo Iwata
2002 600px Celeste con J bianca.png Jubilo Iwata Yokohama F. Marinos
2003 600px Bianco Blu e Rosso diagonale con ancora Dorata.png Yokohama F. Marinos Jubilo Iwata
2004 600px Bianco Blu e Rosso diagonale con ancora Dorata.png Yokohama F. Marinos Urawa Reds
2005 600px Nero e Blu (Strisce).png Gamba Osaka Urawa Reds
2006 600px Rosso con losanga cava Bianca.png Urawa Reds Kawasaki Frontale
2007 600px Grigio e Rosso con cervo Nero.png Kashima Antlers Urawa Reds
2008 600px Grigio e Rosso con cervo Nero.png Kashima Antlers Kawasaki Frontale
2009 600px Grigio e Rosso con cervo Nero.png Kashima Antlers Kawasaki Frontale
2010 600px Rosso Arancione e Rosso con Delfino.png Nagoya Grampus Gamba Osaka
2011 600px Giallo con sole Arancione e R nera.png Kashiwa Reysol Nagoya Grampus
2012 600px Viola con tre frecce Bianche.png Sanfrecce Hiroshima Vegalta Sendai
2013 600px Viola con tre frecce Bianche.png Sanfrecce Hiroshima Yokohama F. Marinos
2014 600px Nero e Blu (Strisce).png Gamba Osaka Urawa Reds

Zweigeteilte Saison (1993–1995,1997-2004,2015-)
Einzelsaison (1996,2005–2014)

Rekordmeister[Bearbeiten]

Verein Meister Vizemeister Meister Vizemeister
600px Grigio e Rosso con cervo Nero.png Kashima Antlers 7 2 1996, 1998, 2000, 2001, 2007, 2008, 2009 1993, 1997
600px Celeste con J bianca.png Jubilo Iwata 3 3 1997, 1999, 2002 1998, 2001, 2003
600px Bianco Blu e Rosso diagonale con ancora Dorata.png Yokohama Marinos 3 3 1995, 2003, 2004 2000, 2002, 2013
600px Verde con V Bianca.png Tokyo Verdy 2 1 1993, 1994 1995
600px Viola con tre frecce Bianche.png Sanfrecce Hiroshima 2 1 2012, 2013 1994
600px Nero e Blu (Strisce).png Gamba Osaka 2 1 2005, 2014 2010
600px Rosso con losanga cava Bianca.png Urawa Reds 1 4 2006 2004, 2005, 2007, 2014
600px Rosso Arancione e Rosso con Delfino.png Nagoya Grampus 1 2 2010 1996, 2011
600px Giallo con sole Arancione e R nera.png Kashiwa Reysol 1 0 2011
600px Celeste e Nero (Strisce).png Kawasaki Frontale 0 3 2006, 2008, 2009
600px Arancione e Blu con S Bianca con bordi Rossi.png Shimizu S-Pulse 0 1 1999
600px Giallo, blu e rosso con stelli blu e bianca.png Vegalta Sendai 0 1 2012

Geschichte der Relegation[Bearbeiten]

Saison 1998

Mit Einführung der J. League Division 2 wurde die Mannschaftszahl der J1 von 18 auf 16 verkleinert. Hierzu spielten am Ende der Saison 1998 sechs Teams in einem Turnier um die Teilnahme in der Division 1. Es handelte sich um den JFL-Teilnehmer Kawasaki Frontale sowie 5 weitere Mannschaften, deren Leistungen in den vorigen zwei Spielzeiten bewertet wurden und in einer hierfür konzipierten Tabelle die letzten Plätze belegten. Mit der Auflösung der Yokohama Flügels fiel ohnehin ein Team aus der Division 1, wodurch nur noch 5 Mannschaften, um die Spielberechtigung spielten. Die beiden letztplatzierten sollten die Liga in die neu gegründete Division 2 verlassen, während die anderen drei weiterhin im Oberhaus spielen durften. Kawasak Frontale konnte sich nicht durchsetzen und Consadole Sapporo war der ersten Verein der Ligageschichte, der absteigen sollte. Beide begründeten mit acht weiteren Clubs die neue J. League Division 2.

Spielzeiten 1999–2004

Zwischen 1999 und 2003 stiegen die beiden Letztplatzierten am Ende der Saison in die J2 ab. Dies errechnete sich aus dem Abschneiden in beiden Spielzeiten der zweigeteilten Saison und nicht, wie im Titelkampf, an der Platzierung in einer Saisonhälfte. Nach der Saison 2004 wurde das Teilnehmerfeld von 16 auf 18 erhöht, weshalb keine Mannschaft absteigen musste. Stattdessen spielten der Tabellensechzehnte der J1 gegen den Dritten der J2, um den Aufstieg beziehungsweise Klassenerhalt. Auch hier wurde der Tabellensechzehnte aus beiden Spielzeiten ermittelt.

Spielzeiten 2005 bis heute

Von 2005 bis 2008 stiegen die beiden letztplatzierten Teams automatisch ab, während der Sechzehnte um den Klassenerhalt spielen musste. Seit 2009 wurde auf die Relegation verzichtet und drei Vereine steigen automatisch ab.

Zusammenfassung
Saison 15. 16. 17. 18.
1998 JEF United Chiba Consadole Sapporo Vissel Kobe Avispa Fukuoka
1999 Urawa Red Diamonds Bellmare Hiratsuka
2000 Kyoto Purple Sanga Kawasaki Frontale
2001 Avispa Fukuoka Cerezo Osaka
2002 Sanfrecce Hiroshima Consadole Sapporo
2003 Vegalta Sendai Kyoto Purple Sanga
2004 Cerezo Osaka Kashiwa Reysol
2005 Shimizu S-Pulse Kashiwa Reysol Tokyo Verdy 1969 Vissel Kobe
2006 Ventforet Kofu Avispa Fukuoka Cerezo Osaka Kyoto Purple Sanga
2007 Omiya Ardija Sanfrecce Hiroshima Ventforet Kofu Yokohama FC
2008 JEF United Chiba Júbilo Iwata Tokyo Verdy Consadole Sapporo
2009 Montedio Yamagata Kashiwa Reysol Ōita Trinita JEF United Chiba
2010 Vissel Kobe FC Tokyo Kyoto Sanga F.C. Shonan Bellmare
2011 Urawa Red Diamonds Ventforet Kofu Avispa Fukuoka Montedio Yamagata
2012 Albirex Niigata Vissel Kobe Gamba Osaka Consadole Sapporo
2013 Ventforet Kofu Shonan Bellmare Júbilo Iwata Ōita Trinita
2014 Shimizu S-Pulse Omiya Ardija Cerezo Osaka Tokushima Vortis

* Fett geschriebene Vereine stiegen ab

  • † gewannen das Relegationsspiel
  • ‡ Verloren das Relegationsspiel und stiegen ab

Weitere Wettbewerbe[Bearbeiten]

National
International
Frühere Wettbewerbe

Preise der J. League[Bearbeiten]

Erwähnenswerte Spieler der J. League[Bearbeiten]

Speziell zu Beginn der J. League-Geschichte versuchte die Liga, eine Reihe von altgedienten ausländischen Stars zu verpflichten, um so das allgemeine Spielniveau zu steigern. Nachstehend findet sich eine Auswahl von solchen Spielern, die vor allem für den deutschen Sprachraum von Interesse ist.

  • BrasilienBrasilien Zico – Kashima Antlers (1993–1994)
  • DeutschlandDeutschland Uwe Bein – Urawa Red Diamonds (1994–1996)
  • DeutschlandDeutschland Guido Buchwald – Urawa Red Diamonds (1994–1997)
  • DeutschlandDeutschland Pierre Littbarski – JEF United Ichihara Chiba (1993–1995)
  • DeutschlandDeutschland Michael Rummenigge – Urawa Red Diamonds (1993–1995)
  • DanemarkDänemark Michael Laudrup – Vissel Kobe (1996–1997)
  • SerbienSerbien Dragan Stojković – Nagoya Grampus Eight (1994–2001)
  • KamerunKamerun Patrick M’Boma – Gamba Osaka (1997–1998), Tokyo Verdy (2003–2004), Vissel Kobe (2004–2005)
  • BulgarienBulgarien Christo Stoitschkow – Kashiwa Reysol (1998–1999)
  • EnglandEngland Gary Lineker – Nagoya Grampus Eight (1993–1994)
  • BrasilienBrasilien Dunga – Jubilo Iwata (1995–1998)
  • OsterreichÖsterreich Mario Haas – JEF United (2005–2006)
  • KroatienKroatien OsterreichÖsterreich Ivica Vastić – Nagoya Grampus Eight (2002–2003)
  • DeutschlandDeutschland BrasilienBrasilien Cacau – Cerezo Osaka (2014-)
  • UruguayUruguay Diego Forlan – Cerezo Osaka (2014-)

Übertragung im deutschsprachigen Raum[Bearbeiten]

In Deutschland werden einzelne Spiele der J. League auf Eurosport 2 übertragen. Dazu gehört pro Spieltag ein ausgewähltes Spiel, welches in geschnitzter Form zwischen 30 und 75 Minuten, unterbrochen von Werbeblöcken, gezeigt wird. Abgeschlossen wird der Spieltag mit der halbstündigen Spieltagzusammenfassung mittwochs nachmittags. Vereinzelt werden Spiele des Yamazaki Nabisco Cups in ähnlicher Form gezeigt. Spiele der AFC Champions League mit unter anderem japanischer Beteiligungen werden live im Mittagsprogramm gezeigt. Über den Eurosport Player werden die Partien in der Mediathek angeboten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]