Maxsain

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Maxsain
Maxsain
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Maxsain hervorgehoben
50.5458333333337.7880555555556275Koordinaten: 50° 33′ N, 7° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Selters (Westerwald)
Höhe: 275 m ü. NN
Fläche: 13,51 km²
Einwohner:

1077 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56244
Vorwahl: 02626
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 046
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Saynbach 5–7
56242 Selters (Westerwald)
Webpräsenz: www.selters-ww.de
Ortsbürgermeister: Willi Löcher
Lage der Ortsgemeinde Maxsain im Westerwaldkreis
Karte
Der Ortskern von Maxsain

Maxsain (mundartlich: Maxään[2]) ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Selters (Westerwald) an.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen der Kreisstadt Montabaur und Hachenburg. Durch sie fließen der Saynbach und der Steinchesbach, welcher in der Ortsmitte in den Saynbach mündet. Die nächste Stadt ist das 3 km südwestlich gelegene Selters.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Blick über den Ortsteil Zürbach

Die Gemeinde Maxsain besteht aus den Orten Maxsain und Zürbach (mundartlich: Zerwisch[2]. Zürbach liegt etwa 3 km weiter östlich und hat ca. 80 Einwohner. Sehenswert ist die evangelische Kirche und das Gemeindehaus Backes im Dorfzentrum.

Geschichte[Bearbeiten]

Maxsain wird erstmals 1194 urkundlich erwähnt. Die Schreibweise des Namens wechselte im Laufe der Jahrhunderte von Machseine nach Maxeine und Makeseyne.

Am 1. März 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Zürbach mit 80 Einwohnern eingemeindet.[3]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Dorfgemeinschaftshaus und Bürgermeisteramt Backes

Der Gemeinderat in Maxsain besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche und alte Schule im Vordergrund
Haus Sahm, ältestes Haus im Dorf, erbaut 1688

Im Zentrum von Maxsain steht auf einem Felsvorsprung die evangelische Kirche. Das breite Querschiff des Baus mit einem vor 1500 errichteten Turm wurde 1786 im Barockstil ergänzt.

Am Zusammenfluss von Steinchesbach und Großem Saynbach steht das 1687/88 errichtete Fachwerkhaus „Sahm“, ein Musterbeispiel der fränkischen Bauweise mit ungewöhnlich starken Holzbalken und viel Schnitzarbeiten.

Westlich von Maxsain erreicht man im Verlauf des Großen Saynbachs die Hammermühle. Bereits 1729 gründete Johann Martin Bachem hier eine Eisenhütte. 1857 wurden die Anlagen in eine Mahlmühle umgebaut, 1901 erfolgte die Umrüstung in ein Elektrizitätswerk, das noch heute Strom für die Region produziert.[5]

Musik[Bearbeiten]

1985 wurde die „Maxsainer Blaskapelle e.V.“ gegründet. Der Verein mit seinem ca. 40 Musikerninnen und Musiker starken Blasorchester ist ein fester Bestandteil der Ortsgemeinde. Neben Auftritten innerhalb Maxsains, wie auf der traditionellen Kirmes, ist die Maxsainer Blaskapelle auch bei großen Schützenfesten, Kirmesumzügen und Konzerten zu hören. Zu den jährlichen Höhepunkten zählt ein gemeinsames Ringkonzert mit den Musikvereinen aus Sessenhausen und Helferskirchen, welches immer am ersten Samstag bzw. Sonntag im November stattfindet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In der Gemarkung Maxsain liegt ein Campingplatz mit einem als Freibad eingerichteten Weiher.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Gerhard Schiller: Der Bann Maxsain im 16. Jahrhundert. Die Wirkung herrschaftlicher Konkurrenz auf das bäuerliche Alltagsleben im Westerwald der Frühen Neuzeit. Münster (Westfalen) 2004, 519 S. [Zugl.: Göttingen, Univ., Diss., 2003], ISBN 3-00-013247-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maxsain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Hermann-Josef Hucke: Ortsnamen im Westerwaldkreis in ihrer mundartlichen Aussprache sowie Ortsneckereien, 2010, Seite 17 (PDF; 132 kB)
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis Rheinland-Pfalz 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 186 (PDF; 2,1 MB)
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  5. Maxsain im Wanderatlas Deutschland