Wirges

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Wirges
Wirges
Deutschlandkarte, Position der Stadt Wirges hervorgehoben
50.4741666666677.7952777777778267Koordinaten: 50° 28′ N, 7° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wirges
Höhe: 267 m ü. NHN
Fläche: 10,13 km²
Einwohner: 5212 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 515 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56422
Vorwahl: 02602
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 081
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 10
56422 Wirges
Webpräsenz: www.wirges.eu
Stadtbürgermeister: Andreas Weidenfeller (CDU)
Lage der Stadt Wirges im Westerwaldkreis
Karte

Wirges ist eine Stadt im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Wirges, der sie auch angehört. Wirges ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Wirges liegt in einer Hochmulde des vorderen Westerwaldes zwischen den Bergen Köppel (540,2 m) im Südwesten, Malberg (422 m) im Nordosten und dem Wirgeser „Hausberg“ Steimel (333,7 m) im Norden. Dort wurde 1865 eine Marienkapelle erbaut, die vom Ort her über einen Kreuzweg erreichbar ist. Am Steimel besteht ein kleiner Lehrpfad durch ein Vogelschutzgebiet.

Westlich von Wirges liegt der „Silbersee“, ein 4,5 Hektar großer Teich, der von den Angelfreunden Wirges genutzt wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Wirges wurde 958 erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadtrechte wurden am 10. Mai 1975 verliehen.[3]

Religion[Bearbeiten]

Rund 52 Prozent der Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Kirche an (Pfarrgemeinde St. Bonifatius, Bistum Limburg),[4] 21 Prozent der evangelischen Kirche (Martin-Luther-Kirchengemeinde Wirges, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau).[5] Etwa 15 Prozent gehören zu anderen Religionsgemeinschaften. Für rund 12 Prozent der Bevölkerung ist keine Religionszugehörigkeit erfasst.[6] Neben den beiden großen Kirchen gibt es eine mennonitische Gemeinde sowie zwei islamische Gebetsräume.

Ortsprägend ist der „Westerwälder Dom“, die katholische Pfarrkirche St. Bonifatius. 1885 wurde der Grundstein für die neugotische Kirche gelegt. 1887 folgte die Weihe durch den Limburger Bischof.

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat in Wirges besteht aus 22 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[7]

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2014 8 12 2 22 Sitze
2009 12 8 2 22 Sitze
2004 12 9 1 22 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Wappen in Blau mit silberner Rose, rotem Butzen und grünen Kelchblättern“.

Der Schild hat die Form eines spätgotischen Rundschildes mit waagerechtem Oberrand und daran rechtswinklig anschließendem Seitenrand. Das Wappen ist von der in alter Zeit in Wirges ansässigen adligen Familie derer von Widergis geführt worden.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Es bestehen Partnerschaften mit der französischen Stadt Montchanin und der kroatischen Stadt Samobor.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

In Nord-Süd-Richtung verläuft die L 300 und in Ost-West-Richtung die L 313 durch die Stadt. Östlich der Stadt verläuft die B 255, die Montabaur und Rennerod verbindet. Die nächste Autobahnanschlussstelle in Richtung Süden ist Montabaur an der A 3 (KölnFrankfurt am Main), etwa drei Kilometer entfernt. Die nächste Autobahnanschlussstelle in Richtung Norden ist Ransbach-Baumbach an derselben Autobahn, etwa fünf Kilometer entfernt. Zwischen diesen beiden Anschlussstellen liegt das Dernbacher-Dreieck, bei dem die A 48 von Trier kommend auf die A 3 stößt.

Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main. Die Stadt liegt ferner an der Unterwesterwaldbahn LimburgSiershahn.

Die nächstgelegenen Flughäfen sind im Süden Frankfurt und im Norden Köln-Bonn – beide in einer Entfernung von ca. 90 Kilometern und gut erreichbar über die A 3 (Köln–Frankfurt am Main) oder den ICE-Bahnhof Montabaur.

Unternehmen[Bearbeiten]

Brunnen in Wirges. Der Brunnen ist mit Glasbläsern und Töpfern geschmückt – Symbole für die wichtigsten Wirtschaftszweige des Ortes.

1895 wurde eine Glashütte in Wirges gegründet. Der Zuzug von Arbeitern führte dazu, dass Wirges eine Parteihochburg der SPD wurde und bis heute ist (zumindest bis zur Kommunalwahl 2014). Auch heute noch ist die Saint Gobain Oberland AG größter Arbeitgeber in Wirges. Schwerpunkt der Produktion sind grüne Glasflaschen für den Wein-, Sekt- und Biermarkt sowie Glasbausteine.[8]

Sport, Kultur und Bildung[Bearbeiten]

Hallenbad

Die erste Mannschaft der SpVgg EGC Wirges spielt in der Fußball-Oberliga Südwest. Die zweite Herrenmannschaft und die A-Jugend spielen in der Rheinlandliga. Die B-Jugend spielt in der Fußball-Regionalliga (Jugend) und die C-Jugend in der Rheinlandliga. Darüber hinaus besitzt Wirges mehrere Chöre, einen Spielmannszug und einen Musikverein.

Oberhalb des Ortes liegt das Hallenbad.

Wirges verfügt über vier Schulen: Die Grundschule Wirges, die Katharina-Kasper-Förderschule, die Theodor-Heuss-Realschule plus sowie den Raiffeisen-Campus, ein privates G8/GTS-Gymnasium in genossenschaftlicher Trägerschaft der Raiffeisen-Campus eG.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • 1887–1987. 100 Jahre Pfarrkirche St. Bonifatius Wirges. Festbuch anläßlich der 100-Jahrfeier der Pfarrkirche St. Bonifatius Wirges. Herausgegeben von der kath. Kirchengemeinde St. Bonifatius Wirges, Wirges 1987.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wirges – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Statistische Bände, Band 393: Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF; 2,1 MB), Seite 205 (abgerufen am 8. März 2009)
  4. Pfarrei St. Bonifatius im Bezirk Westerwald. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  5. Evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde, Mitglieder nach Ortschaften. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  6. Gemeindestatistik der Verbandsgemeinde Wirges, Stand 2009
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Landesschau RP über Wirges