Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1972
| Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1972 | ||
| 7. November 1972 | ||
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Nächste Wahl → 1976 |
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| Kandidat | Richard Nixon | George McGovern |
| Partei | Republikanische Partei | Demokratische Partei |
| Heimatstaat | Kalifornien | South Dakota |
| Running Mate | Spiro Agnew | Sargent Shriver |
| Gewonnene Staaten | 49 | 1 + DC |
| Wahlmänner | 520 | 17 |
| Stimmen gesamt | 47.168.710 | 29.173.222 |
| Stimmenanteil | 60,7 % | 37,5% |
| 538 Wahlmännerstimmen im Electoral College, 270 davon zum Sieg notwendig | ||
| Ergebnisse nach Bundesstaaten | ||
| Präsident vor der Wahl Richard Nixon Republikaner |
Gewählter Präsident Richard Nixon Republikaner |
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Die 47. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika fand am 7. November 1972 statt. Richard Nixon konnte seine Wiederwahl gewinnen und blieb damit 37. Präsident der USA. Die Wiederwahl Nixons war der höchste Sieg, den die Republikaner bei den US-Präsidentenwahlen im Verhältnis der abgegeben Wählerstimmen je erringen konnten. Bei der Wahl 1984 konnte Ronald Reagan das Ergebnis nach Wahlmännern allerdings noch übertreffen.
Die Demokraten waren mit ihrem Kandidaten George McGovern unterlegen.
Inhaltsverzeichnis |
Kandidaten [Bearbeiten]
Republikaner [Bearbeiten]
Die Republikanische Partei nominierte Amtsinhaber Richard Nixon und Spiro Agnew als Kandidat für die Vizepräsidentschaft. Bei der Republican National Convention in Miami Beach erhielt er 1323 von 1324 Stimmen; lediglich ein Delegierter aus New Mexico votierte für den liberalen Kongressabgeordneten Pete McCloskey aus Kalifornien. Ansonsten hatte sich nur John M. Ashbrook, konservatives Kongressmitglied aus Ohio, ernsthaft um die republikanische Nominierung beworben.
Demokraten [Bearbeiten]
Für die Demokratische Partei traten Senator George McGovern aus South Dakota als Kandidat für das Amt des Präsidenten und Sargent Shriver als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten an. Shriver wurde allerdings erst nominiert, nachdem der ursprüngliche Kandidat Thomas Eagleton, Senator aus Missouri, seine Kandidatur zurückziehen musste. Es war bekannt geworden, dass sich Eagleton wegen Depressionen einer Elektroschocktherapie unterzogen hatte. Dies machte ihn in den Augen der Öffentlichkeit als potenziellen Kandidaten für ein hohes Staatsamt unwählbar. Der politisch weit links stehende McGovern galt ursprünglich als Außenseiter, profitierte jedoch von der unerwarteten Schwäche des anfangs als Favoriten gehandelten demokratischen Vizepräsidentschaftskandidaten von 1968, Edmund Muskie, dessen Image durch den Vorwurf, er wäre bei einer Wahlkampfrede in Tränen ausgebrochen, schweren Schaden genommen hatte. Auch Ex-Vizepräsident Hubert Humphrey, der demokratische Prädidentschaftskandidat von 1968, versuchte es erneut. Er scheiterte jedoch trotz Unterstützung der Gewerkschaften und einiger Vorwahlsiege, da er wegen seines seinerzeitigen Eintretens für den Vietnamkrieg keinen Kontakt zu jüngeren Wählern fand. Ein weiterer starker Gegenkandidat, George Wallace, Gouverneur von Alabama und überlegener Vorwahlsieger in Florida, musste seine Wahlkampagne vorzeitig abbrechen, nachdem er bei einem Attentat lebensgefährlich verletzt worden war und in der Folge gelähmt blieb. Edward Kennedy, ebenfalls ein möglicher Kandidat, hatte schon 1969 durch sein fragwürdiges Verhalten bei einem Autounfall alle Chancen verspielt. Mit Shirley Chisholm bewarb sich erstmals eine Afroamerikanerin für eine der beiden großen Parteien um das Präsidentenamt; sie erzielte beim Nominierungsparteitag das viertbeste Ergebnis nach McGovern, Wallace und Henry M. Jackson. Der Parteitag verlief teilweise chaotisch. McGovern konnte seine Nominierungsrede erst lange nach Mitternacht - und somit weitgehend ohne TV-Publikum - halten.
Sonstige [Bearbeiten]
Das weitere Feld der Kandidaten, die aber alle chancenlos blieben, beinhaltete John Hospers von der Libertarian Party, der überraschend eine Wahlmännerstimme aus Virginia bekam, sowie John G. Schmitz von der American Independent Party, Linda Jenness von der Sozialistischen Arbeiterpartei, Gus Hall von der Kommunistischen Partei und Benjamin Spock von der People's Party. Alle diese Kandidaten spielten im Wahlkampf keine Rolle.
Ergebnis [Bearbeiten]
| Kandidat | Partei | Stimmen | Wahlmänner | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl | Prozent | |||
| Richard Nixon | Republikaner | 47.170.179 | 60,7% | 520 |
| George McGovern | Demokrat | 31.274.503 | 37,5% | 17 |
| John G. Hospers | Libertarian | 3.674 | >0,01 % | 1 |
| John G. Schmitz | American Independent | 1.100.868 | 1.4% | 0 |
| Linda Jenness | Socialist Workers | 83.380 | 0,1% | 0 |
| Benjamin Spock | People's | 78.759 | 0,1% | 0 |
| Andere | 135.414 | 0,2% | 0 | |
| Gesamt | 78.448.356 | 100% | 538 | |
Besonderheiten [Bearbeiten]
Das rechtmäßige Zustandekommen dieser Wahl wurde angezweifelt, nachdem Journalisten aufdecken konnten, dass die Zentrale der Demokraten im sogenannten Watergate Building, einem Hotel- und Bürokomplex in Washington D.C., während des Wahlkampfes von republikanischen Hintermännern durchsucht wurde; daraus entwickelte sich der Watergate-Skandal, der Nixon als Auftraggeber enttarnte und letztlich zu einem Amtsenthebungsverfahren führte. Nixon kam seiner Amtsenthebung allerdings durch seinen Rücktritt 1974 zuvor. Sein Nachfolger wurde Gerald Ford, da Spiro Agnew einige Monate vorher schon zurückgetreten war.
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