Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1940
| Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1940 | ||
| 5. November 1940 | ||
| Vorherige Wahl 1936 ← |
Nächste Wahl → 1944 |
|
| Kandidat | Franklin D. Roosevelt | Wendell Willkie |
| Partei | Demokratische Partei | Republikanische Partei |
| Heimatstaat | New York | Indiana |
| Running Mate | Henry A. Wallace | Charles L. McNary |
| Gewonnene Staaten | 38 | 10 |
| Wahlmänner | 449 | 82 |
| Stimmen gesamt | 27.313.945 | 22.347.744 |
| Stimmenanteil | 54,7 % | 44,8% |
| Ergebnisse nach Bundesstaaten | ||
| Präsident vor der Wahl Franklin D. Roosevelt Demokrat |
Gewählter Präsident Franklin D. Roosevelt Demokrat |
|
Die Präsidentschaftswahl 1940 wurde im Schatten des Zweiten Weltkrieges, der im September des vorangegangen Jahres ausgebrochen war, ausgetragen. Der amtierende US-Präsident Franklin D. Roosevelt brach die Tradition und kandidierte ein drittes Mal, was zu heftigen Kontroversen führte. Bei der Wahl setzte er sich jedoch mit 27 zu 22 Millionen Stimmen gegen den Republikaner Wendell Willkie durch.
Inhaltsverzeichnis |
Kandidaten [Bearbeiten]
Demokraten [Bearbeiten]
Roosevelt zögerte lange, ob er für eine dritte Amtszeit kandidieren sollte, aber aufgrund der Tatsache, dass er von den Demokraten sehr unterstützt wurde, akzeptierte er die Nominierung. Auf der Democratic National Convention wählte er Henry A. Wallace, seinen Landwirtschaftsminister, als Vizepräsidentschaftskandidat aus, nachdem John Nance Garner im Gegensatz zu Roosevelt auf ein erneutes Antreten verzichtet hatte. Wallace, ein bekennender Liberaler, bekam teils heftigen Gegenwind zu spüren, vor allem von den eher konservativen Demokraten aus den Südstaaten.
Republikaner [Bearbeiten]
Schon lang vor dem republikanischen Nominierungsparteitag 1940, der in Philadelphia abgehalten wurde, ging man davon aus, dass sich das Rennen zwischen Senator Robert A. Taft aus Ohio, Arthur H. Vandenberg aus Michigan und Thomas E. Dewey, einem Staatsanwalt aus Manhattan, entscheiden würde. Alle drei waren in den primaries angetreten; allerdings wurden dort nur 300 der 1.000 Delegierten 'vergeben'. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein noch unbekannter Kandidat in den Ring steigen würde (ein sogenanntes dark horse), war dementsprechend hoch. Dieser erschien in der Person von Wendell Willkie, einem Wirtschaftsanwalt und ehemaligen Präsidenten eines großen Versorgungsunternehmens, der von Medienmagnaten wie Ogden Mills Reid (New York Herald Tribune) und Roy Howard (E. W. Scripps Company) unterstützt wurde und sich breiten Zuspruchs bei der Parteibasis erfreute. Noch im Mai lag seine Zustimmungsrate bei gerade einmal drei Prozent; sie wuchs aber, auch infolge des deutschen Sieges über Frankreich, bis zur Versammlung immer weiter an. Willkie vertrat nämlich eine weit weniger isolationistische Haltung als seine drei Konkurrenten und konnte sich schließlich im sechsten Wahlgang durchsetzen. Ohne jemals ein politisches Amt bekleidet zu haben, wurde er Kandidat für die Präsidentschaftswahl. Als sein Running Mate fungierte Charles L. McNary, US-Senator aus Oregon.
Ergebnis [Bearbeiten]
| Kandidat | Partei | Stimmen | Wahlmänner | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl | Prozent | |||
| Franklin D. Roosevelt | Demokrat | 27.313.945 | 54,7% | 449 |
| Wendell Willkie | Republikaner | 22.347.744 | 44,8% | 82 |
| Norman Thomas | Sozialist | 116.599 | 0,2% | 0 |
| Roger Babson | Prohibitionist | 65.922 | 0,1% | 0 |
| Andere | 53.586 | 0,1% | 0 | |
| Gesamt | 49.902.113 | 99,9% * | 531 | |
* an 100 % fehlende Prozent: ungültige Stimmen / andere Kandidaten
266 Stimmen waren für die Wahl zum Präsidenten notwendig.
Sonstiges [Bearbeiten]
- Der 2004 erschienene Roman von Philip Roth, Verschwörung gegen Amerika (The Plot Against America), eine Alternativweltgeschichte, hat die Präsidentschaftswahlen von 1940 zum Thema. Im Roman wird allerdings von der Republikanischen Partei der als Nazisympathisant bekannte Charles Lindbergh nominiert, der über Roosevelt siegt.
|
1789 • 1792 • 1796 • 1800 • 1804 • 1808 • 1812 • 1816 • 1820 • 1824 • 1828 • 1832 • 1836 • 1840 • 1844 • 1848 • 1852 • 1856 • 1860 • 1864 • 1868 • 1872 • 1876 • 1880 • 1884 • 1888 • 1892 • 1896 • 1900 • 1904 • 1908 • 1912 • 1916 • 1920 • 1924 • 1928 • 1932 • 1936 • 1940 • 1944 • 1948 • 1952 • 1956 • 1960 • 1964 • 1968 • 1972 • 1976 • 1980 • 1984 • 1988 • 1992 • 1996 • 2000 • 2004 • 2008 • 2012 • 2016 |
||
Wahlen zum Repräsentantenhaus • Wahlen zum Senat • Gouverneurswahlen