Rappin

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Dieser Artikel befasst sich mit der Gemeinde Rappin auf der Insel Rügen. Ein Ortsteil der Stadt Klötze in Sachsen-Anhalt trägt ebenfalls den Namen Rappin.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rappin
Rappin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rappin hervorgehoben
54.50833333333313.3852777777781Koordinaten: 54° 30′ N, 13° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: Bergen auf Rügen
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 29,07 km²
Einwohner: 319 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18528
Vorwahl: 03838
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 074
Adresse der Amtsverwaltung: Markt 5–6
18528 Bergen auf Rügen
Webpräsenz: www.amt-bergen-auf-ruegen.de
Bürgermeister: Thomas Geetz
Lage der Gemeinde Rappin im Landkreis Vorpommern-Rügen
Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Altenpleen Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Klausdorf (bei Stralsund) Kramerhof Preetz (bei Stralsund) Prohn Saal (Vorpommern) Barth Divitz-Spoldershagen Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Karnin (bei Barth) Kenz-Küstrow Löbnitz (Vorpommern) Lüdershagen Pruchten Saal (Vorpommern) Trinwillershagen Bergen auf Rügen Buschvitz Garz/Rügen Gustow Lietzow Parchtitz Patzig Poseritz Ralswiek Rappin Sehlen Ahrenshoop Born a. Darß Dierhagen Prerow Wieck a. Darß Wustrow (Fischland) Franzburg Glewitz Gremersdorf-Buchholz Millienhagen-Oebelitz Papenhagen Richtenberg Splietsdorf Velgast Weitenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) Wendisch Baggendorf Elmenhorst (Vorpommern) Sundhagen Wittenhagen Baabe Gager Göhren (Rügen) Lancken-Granitz Middelhagen Sellin Thiessow Zirkow Groß Kordshagen Jakobsdorf Kummerow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Neu Bartelshagen Niepars Pantelitz Steinhagen (Vorpommern) Wendorf Zarrendorf Altenkirchen (Rügen) Breege Dranske Glowe Lohme Putgarten Sagard Wiek (Rügen) Bad Sülze Dettmannsdorf Deyelsdorf Drechow Eixen Grammendorf Gransebieth Hugoldsdorf Lindholz Tribsees Ahrenshagen-Daskow Schlemmin Ribnitz-Damgarten Semlow Altefähr Dreschvitz Dreschvitz Gingst Hiddensee Kluis Neuenkirchen (Rügen) Neuenkirchen (Rügen) Rambin Samtens Schaprode Schaprode Trent (Rügen) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Binz Grimmen Marlow Putbus Putbus Sassnitz Stralsund Stralsund Süderholz Zingst Zingst ZingstKarte
Über dieses Bild

Rappin ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde wird vom Amt Bergen auf Rügen mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Gut Kartzitz um 1870

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Rappin liegt etwa 15 Kilometer nordwestlich von Bergen auf Rügen. Die Gemeinde befindet sich südlich des Großen Jasmunder Boddens und des Tetztitzer Sees, einer Ausbuchtung des Boddens. Im Gemeindegebiet befinden sich die Banzelvitzer Berge, der westliche Rand eines quer durch die Mitte von Rügen verlaufenden Endmoränenzuges. Der Tetztitzer See und die Banzelvitzer Berge bilden zusammen das Naturschutzgebiet Tetzitzer See mit Halbinsel Liddow und Banzelvitzer Berge. Die B 96 verläuft östlich der Gemeinde.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Bubkevitz
  • Groß Banzelvitz
  • Helle
  • Kartzitz
  • Lüßmitz
  • Moisselbritz
  • Neu Kartzitz
  • Rappin
  • Tetzitz
  • Zirmoisel

Geschichte[Bearbeiten]

Geschichte Gemeinde

Der Ort war bis 1326 Teil des Fürstentums Rügen und danach des Herzogtums Pommern. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde Rügen und somit auch das Gebiet von Rappin ein Teil von Schwedisch-Pommern. Im Jahr 1815 kam Rappin als Teil von Neuvorpommern zur preußischen Provinz Pommern.

Seit 1818 gehörte Rappin zum Kreis bzw. Landkreis Rügen. Nur in den Jahren von 1952 bis 1955 war es dem Kreis Bergen zugehörig. Die Gemeinde gehörte danach bis 1990 zum Kreis Rügen im Bezirk Rostock und wurde im selben Jahr Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der seit 1990 wieder so bezeichnete Landkreis Rügen ging 2011 im Landkreis Vorpommern-Rügen auf.

Rappin

Rappin wurde 1305 als „Repin“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1319 beglich der Fürst Wizlaw III. seine Schulden bei Johann von Kiel mit den Einkünften der „taberna in villa Reppyn“.

Kartzitz

Kartzitz war ein Stammsitz des rügenschen Uradelsgeschlechts von Usedom. Belegt ist der Besitz seit 1249. Karl Bogislaw von Usedom ließ Mitte des 18. Jahrhunderts auf den alten Grundmauern ein neues Herrenhaus errichten. Zu Gunsten der anderen Güter des Geschlechts wurde Kartzitz 1890 veräußert. Bis 1945 blieb es dann ein Walzengut, zuletzt im Eigentum der Hamburger Kaufmannsfamilie von Schinckel, die es nach 1990 zurückgekauft hat. Der ursprünglich als Barockpark angelegte Gutspark wurde Ende des 18. Jahrhunderts im Stile der Zeit in einen englischen Landschaftspark umgewandelt.[2]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 21. Mai 2007 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 312 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Silber über einer erniedrigten eingebogenen blauen Spitze, darin ein silbernes Seeblatt; rechts eine rote Rübe mit grünem Kraut, links ein mit dem Ende nach links eingebogenes rotes Gemshorn.“

Das Wappen wurde vom Heraldiker Gerhard Koggelmann gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde Rappin ist gleichmäßig längs gestreift von Rot - Weiß - Blau. In der Mitte des weißen Streifens liegt, auf jeweils die Hälfte der Höhe des roten und des blauen Streifens übergreifend, das Gemeindewappen. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Rappin

St. Andreas-Kirche Rappin

Literatur[Bearbeiten]

Johannes Hinz: Pommern-Wegweister durch ein unvergessenes Land, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-86047-181-3, S. 287

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 94, ISBN 3-88042-636-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rappin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien