Schaprode

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schaprode
Schaprode
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schaprode hervorgehoben
54.51333333333313.1661111111113Koordinaten: 54° 31′ N, 13° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: West-Rügen
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 19,65 km²
Einwohner: 473 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18569
Vorwahl: 038309
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 081
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfplatz 2
18573 Samtens
Webpräsenz: www.amt-westruegen.de
Bürgermeister: Rüdiger Gau
Lage der Gemeinde Schaprode im Landkreis Vorpommern-Rügen
Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Altenpleen Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Klausdorf (bei Stralsund) Kramerhof Preetz (bei Stralsund) Prohn Saal (Vorpommern) Barth Divitz-Spoldershagen Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Karnin (bei Barth) Kenz-Küstrow Löbnitz (Vorpommern) Lüdershagen Pruchten Saal (Vorpommern) Trinwillershagen Bergen auf Rügen Buschvitz Garz/Rügen Gustow Lietzow Parchtitz Patzig Poseritz Ralswiek Rappin Sehlen Ahrenshoop Born a. Darß Dierhagen Prerow Wieck a. Darß Wustrow (Fischland) Franzburg Glewitz Gremersdorf-Buchholz Millienhagen-Oebelitz Papenhagen Richtenberg Splietsdorf Velgast Weitenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) Wendisch Baggendorf Elmenhorst (Vorpommern) Sundhagen Wittenhagen Baabe Gager Göhren (Rügen) Lancken-Granitz Middelhagen Sellin Thiessow Zirkow Groß Kordshagen Jakobsdorf Kummerow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Neu Bartelshagen Niepars Pantelitz Steinhagen (Vorpommern) Wendorf Zarrendorf Altenkirchen (Rügen) Breege Dranske Glowe Lohme Putgarten Sagard Wiek (Rügen) Bad Sülze Dettmannsdorf Deyelsdorf Drechow Eixen Grammendorf Gransebieth Hugoldsdorf Lindholz Tribsees Ahrenshagen-Daskow Schlemmin Ribnitz-Damgarten Semlow Altefähr Dreschvitz Dreschvitz Gingst Hiddensee Kluis Neuenkirchen (Rügen) Neuenkirchen (Rügen) Rambin Samtens Schaprode Schaprode Trent (Rügen) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Binz Grimmen Marlow Putbus Putbus Sassnitz Stralsund Stralsund Süderholz Zingst Zingst ZingstKarte
Über dieses Bild

Schaprode ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt West-Rügen mit Sitz in der Gemeinde Samtens verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im nordwestlichen Teil des Rügener Muttlandes, etwa 20 Kilometer nordwestlich der Stadt Bergen auf Rügen. Sie wird im Norden vom Wieker Bodden begrenzt, im Süden durch die Udarser Wiek, im Westen durch den Schaproder Bodden und im Nordwesten durch den Vitter Bodden. Einzige Nachbargemeinde von Schaprode ist Trent im Osten. Der sogenannte „Stolper Haken“ – vier Kilometer nördlich des Hauptortes Schaprode – markiert auf dem Gemeindegebiet die engste Stelle zwischen den Inseln Rügen und Hiddensee, die dort nur 1000 Meter voneinander trennen. Dem Ort Schaprode vorgelagert ist die Insel Öhe.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Schaprode gehören die Ortsteile:

  • Granskevitz
  • Lehsten
  • Neuholstein
  • Poggenhof
  • Schaprode
  • Seehof
  • Streu
  • Udars

Geschichte[Bearbeiten]

Gemeinde

Die Umgebung war bis 1326 Teil des Fürstentums Rügen und danach des Herzogtums Pommern. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde Rügen und somit auch das Gebiet von Schaprode ein Teil von Schwedisch-Pommern. Im Jahr 1815 kam Schaprode als Teil von Neuvorpommern zur preußischen Provinz Pommern. Seit 1818 gehörte Schaprode zum Kreis bzw. Landkreis Rügen. In den Jahren von 1952 bis 1955 war es dem Kreis Bergen zugehörig. Die Gemeinde gehörte danach bis 1990 zum Kreis Rügen im Bezirk Rostock und wurde im selben Jahr Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der seit 1990 wieder so bezeichnete Landkreis Rügen ging 2011 im Landkreis Vorpommern-Rügen auf.

Granskevitz
BW

Das Rittergut mit der Burg Granskevitz war ursprünglich im Besitz der Familie von Platen. Bauteile des Gutshauses sind auf 1570 datiert. Das Gebäude wurde aber 1765 und im 19. Jahrhundert wesentlich um- und ausgebaut. Das Gut war bis 1945 im Besitz von Karl von Schultz. Er hatte 1911 den Saatzuchtbetrieb "Nordsaat" gegründet.[2] Heute befindet sich das Gut wieder im Besitz der Nordsaat Saatzucht GmbH.

Schaprode
Blick auf Schaprode

Schaprode ist eine der ältesten Siedlungsstätten auf der Insel Rügen. Die urkundliche Ersterwähnung von Schaprode fand 1193 statt. Vermutlich befand sich bei Schaprode ein slawischer Fürstensitz.

Der Ortskern enthält rohrdachgedeckte Fischerkaten, die zum Teil historische geschnitzte Haustüren aufweisen. An den Wänden sind häufig Sprüche angebracht – sowohl in Hochdeutsch als auch in der lokalen Plattvariante. Die Johanneskirche ist ein gotischer Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert. Das Innere des Bauwerkes wird durch eine größtenteils barocke Einrichtung ausgestaltet.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 9. November 1999 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 197 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Unter einem grünen Schildhaupt, darin zwei abgewendet liegende und mit den Halmen schräggekreuzte goldene Weizenähren, gespalten und fünfmal von Silber und Blau gegengeteilt; auf dem Spalt ein goldener Anker.“[3]

Das Wappen wurde von dem Sagarder Gerhard Koggelmann gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wurde am 21. Januar 2000 durch das Innenministerium genehmigt.

Die Flagge der Gemeinde besteht aus grünem Tuch, belegt mit einem weiß gesäumten, durchgehenden blauen Kreuz. Die Höhe der Kreuzarme beträgt ein Drittel, die des Saumes ein Zwanzigstel der Höhe des Flaggentuchs. In der Mitte des Flaggentuchs liegt über allem das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.

Die Flagge wurde vom Heraldiker Gerhard Koggelmann gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Fischerkaten am Hafen von Schaprode

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Schaprode

  • Johanneskirche, gotischer Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert
  • Herrenhaus Granskevitz, ab 1570 erbaut, im Besitz der Herren von der Platen, im 17. und 19. Jahrhundert umgebaut
  • Gutshaus Streu, Rittersitz der Familie von der Osten
  • Herrenhaus Udars, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut
  • Aussichtsturm an der Udarser Wiek ermöglicht insbesondere Ornithologen das Beobachten der Vogelbewegungen
  • Am Stolper Haken im Norden der Gemeinde liegt die „Schwedenschanze“, 1700–1720 entstanden, zum Schutz der Einfahrt nach Stralsund

Wirtschaft[Bearbeiten]

Hafen

Bedeutend für die Gemeinde und ganz Rügen ist der Hafen von Schaprode, über den der Hauptfährverkehr zur Insel Hiddensee abläuft. Der Hafen stellt für Touristen und Einwohner die einzige ganzjährige Möglichkeit zum Erreichen der Insel dar und wird von Fahrgastschiffen und Taxibooten frequentiert. Außerdem verkehrt über den Schaproder Hafen die Lastenfähre Vitte, auf der die Versorgungsfahrzeuge nach Hiddensee gelangen. Während ihres Aufenthalts auf der autofreien Insel stellen die meisten Touristen ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz des Hafens ab. Im Bereich der Abstellmöglichkeiten für die Besucher von Hiddensee hat sich ein eigener Wirtschaftszweig entwickelt, der außer zwei öffentlichen Parkplätzen mehrere privat geführte Parkplätze umfasst.

Ein Großteil der Tagestouristen mit dem Ziel Hiddensee fährt mit Bussen von Bergen auf Rügen nach Schaprode. Eine ergänzende Busverbindung nach Schaprode besteht in den Wintermonaten, wenn der Fährverkehr von Stralsund nach Hiddensee eingestellt wird. In dieser Zeit wird eine Buslinie als Schiffsersatzverkehr von Stralsund aus eingerichtet.

Historische Ansichten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 68, ISBN 3-88042-636-8
  3. Hauptsatzung § 1 Abs.2 (PDF-Datei; 2,06 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schaprode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien