Dreschvitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dreschvitz
Dreschvitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dreschvitz hervorgehoben
54.40277777777813.29694444444410Koordinaten: 54° 24′ N, 13° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: West-Rügen
Höhe: 10 m ü. NHN
Fläche: 22,52 km²
Einwohner: 777 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18573
Vorwahl: 038306
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 021
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfplatz 2
18573 Samtens
Bürgermeister: Olaf Braumann
Lage der Gemeinde Dreschvitz im Landkreis Vorpommern-Rügen
Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Altenpleen Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Klausdorf (bei Stralsund) Kramerhof Preetz (bei Stralsund) Prohn Saal (Vorpommern) Barth Divitz-Spoldershagen Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Karnin (bei Barth) Kenz-Küstrow Löbnitz (Vorpommern) Lüdershagen Pruchten Saal (Vorpommern) Trinwillershagen Bergen auf Rügen Buschvitz Garz/Rügen Gustow Lietzow Parchtitz Patzig Poseritz Ralswiek Rappin Sehlen Ahrenshoop Born a. Darß Dierhagen Prerow Wieck a. Darß Wustrow (Fischland) Franzburg Glewitz Gremersdorf-Buchholz Millienhagen-Oebelitz Papenhagen Richtenberg Splietsdorf Velgast Weitenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) Wendisch Baggendorf Elmenhorst (Vorpommern) Sundhagen Wittenhagen Baabe Gager Göhren (Rügen) Lancken-Granitz Middelhagen Sellin Thiessow Zirkow Groß Kordshagen Jakobsdorf Kummerow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Neu Bartelshagen Niepars Pantelitz Steinhagen (Vorpommern) Wendorf Zarrendorf Altenkirchen (Rügen) Breege Dranske Glowe Lohme Putgarten Sagard Wiek (Rügen) Bad Sülze Dettmannsdorf Deyelsdorf Drechow Eixen Grammendorf Gransebieth Hugoldsdorf Lindholz Tribsees Ahrenshagen-Daskow Schlemmin Ribnitz-Damgarten Semlow Altefähr Dreschvitz Dreschvitz Gingst Hiddensee Kluis Neuenkirchen (Rügen) Neuenkirchen (Rügen) Rambin Samtens Schaprode Schaprode Trent (Rügen) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Binz Grimmen Marlow Putbus Putbus Sassnitz Stralsund Stralsund Süderholz Zingst Zingst ZingstKarte
Über dieses Bild

Dreschvitz ist eine Gemeinde im südwestlichen Landkreis Vorpommern-Rügen auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt West-Rügen mit Sitz in Samtens verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Kubitzer Bodden. Zu Dreschvitz gehören die Ortsteile

  • Bußvitz
  • Dußvitz
  • Güttin
  • Landow
  • Mölln
  • Ralow
  • Rugenhof

Die Insel Liebitz liegt auf dem Gebiet der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung wurde 1314 auf einem Eintrag einer alten Besitzurkunde gefunden. Ursprünglich als Gassendorf mit vier großen Landgütern war Dreschvitz nur drei Kilometer von der alten sogenannten Salzstraße entfernt.

Der Ort war bis 1326 Teil des Fürstentums Rügen und danach des Herzogtums Pommern.

Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 geriet Rügen und somit auch der Ort Dreschvitz unter schwedische Herrschaft, nachdem der Ort vorher zum Herzogtum Pommern gehörte. Im Jahr 1815 kam die Gemeinde und Vorpommern zur preußischen Provinz Pommern.

Seit 1818 gehörte Dreschvitz zum Kreis bzw. Landkreis Rügen. Nur in den Jahren von 1952 bis 1955 war es dem Kreis Putbus zugehörig. Die Gemeinde gehörte danach bis 1990 zum Kreis Rügen im Bezirk Rostock und wurde im selben Jahr Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der seit 1990 wieder so bezeichnete Landkreis Rügen ging 2011 im Landkreis Vorpommern-Rügen auf.

Durch Schließung von Baulücken und Erschließung von Baugrundstücken hat Dreschvitz seit 1990 entgegen dem Trend einen Einwohnerzuwachs zu verzeichnen. Im und am „Haus der Generationen“, einem Gemeindehaus, werden vielfältige Veranstaltungen durchgeführt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Bei den letzten Kommunalwahlen am 7. Juni 2009 wurde Olaf Braumann (FDP) mit 62 % zum Bürgermeister wiedergewählt. In der Gemeindevertretung sind mit dem Bürgermeister neun Gemeindevertreter.

Die Gemeindevertretung setzt sich wie folgt zusammen:

  • FDP mit Bürgermeister – fünf Sitze
  • CDU – zwei Sitze
  • Der Bürgerwille – zwei Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 30. März 2010 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 331 in der Wappenrolle des Landes registriert.

Im Jahr 1989 wurde für Dreschvitz anlässlich der 675-Jahr-Feier ein Wappen erstellt und Fahnen und Postkarten in Umlauf gebracht. Allerdings wurde es versäumt, das Wappen ordnungsgemäß anzumelden. Danach ist es wieder in Vergessenheit geraten. Bei der Wiederentdeckung der Unterlagen wurde festgestellt, dass dieses Wappen mittlerweile in identischer Ausführung durch eine Gemeinde in Schleswig-Holstein geführt wird. Nach einer Bearbeitung und Anmeldung zur Genehmigung wurde das Wappen am 24. April 2010 im feierlichen Rahmen durch den Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern überreicht.

Die zwei grünen Eichenzweige sollen auf die Forstwirtschaft und die lange Jagdtradition in der Gemeinde verweisen. Getrennt durch einen sogenannten blauen Wellenbalken, der für die Lage der Gemeinde Dreschvitz an der Boddenküste Priebowsche Wedde steht, ist im unteren Feld ein Pflug abgebildet. Dieser symbolisiert die intensive landwirtschaftliche Nutzung der zur Gemeinde gehörenden Felder.[2]

Das Wappen wurde vom Designer Jürgen Frenkel aus Dreschvitz gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist längsgeteilt von Weiß – Blau – Gelb; der wellenförmige blaue Streifen nimmt ein Siebentel, der weiße und gelbe Streifen nehmen jeweils drei Siebentel der Höhe des Flaggentuchs ein. In der Mitte des weißen Streifen befinden sich zwei schräglinks liegende grüne Eichenzweige mit drei Blättern und einer grünen Eichel nebeneinander, in der Mitte des gelben Streifens ein räderloser schwarzer Pflug. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.

Flugplatz Rügen im Ortsteil Güttin

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde wird durch die Landwirtschaft geprägt.

Im Ortsteil Güttin befindet sich der einzige Flugplatz der Insel Rügen. Neben kleineren Linienflügen zur Hauptsaison sind hier auch Rundflüge über Rügen buchbar. Jeweils am zweiten Wochenende im Juli veranstaltet der dort ansässige Fliegerklub Flugtage.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Dreschvitz

Die als Wegekirche angelegte Dorfkirche Landow im gleichnamigen Ortsteil ist die wahrscheinlich älteste Fachwerkkirche im gesamten südöstlichen Ostseeraum. Das Eichenholz der Fachwerkkonstruktion stammt von Baumfällungen aus dem Jahr 1312 oder 1313. Die ursprüngliche Kirche wurde um 1546 ummauert. Die Kirche wird von einem Förderverein unterstützt. In ihr finden zahlreichen Veranstaltungen, darunter Konzerte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Dieter Freese (* 1939 in Dreschvitz), Raubmörder
  • Otto Nordt (* 12. Januar 1902 in Dreschvitz; † 25. Juli 1976 in Elmshorn), deutscher Marineoffizier und Ritterkreuzträger

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dreschvitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. service.mvnet.de abgerufen am 19. Mai 2010