Diez

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Diez, zu weiteren Bedeutungen siehe Diez (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Diez
Diez
Deutschlandkarte, Position der Stadt Diez hervorgehoben
50.3708333333338.0158333333333110Koordinaten: 50° 22′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 12,41 km²
Einwohner: 10.688 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 861 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65582
Vorwahl: 06432
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 029
Adresse der Verbandsverwaltung: Louise-Seher-Straße 1
65582 Diez
Webpräsenz: www.stadt-diez.de
Stadtbürgermeister: Frank Dobra (CDU)
Lage der Stadt Diez im Rhein-Lahn-Kreis
Lahnstein Lahnstein Arzbach Bad Ems Becheln Dausenau Fachbach Frücht Kemmenau Miellen Nievern Braubach Dachsenhausen Filsen Kamp-Bornhofen Osterspai Burgschwalbach Flacht Hahnstätten Kaltenholzhausen Lohrheim Mudershausen Netzbach Niederneisen Oberneisen Oberneisen Schiesheim Auel Bornich Dahlheim Dörscheid Dörscheid Kaub Kestert Lierschied Lykershausen Nochern Patersberg Prath Reichenberg (Rheinland-Pfalz) Reitzenhain (Taunus) Sankt Goarshausen Sauerthal Weisel (Rhein-Lahn-Kreis) Weyer (Rhein-Lahn-Kreis) Altendiez Aull Balduinstein Birlenbach Charlottenberg Cramberg Diez Dörnberg (Lahn) Eppenrod Geilnau Gückingen Hambach (bei Diez) Heistenbach Hirschberg (Rhein-Lahn-Kreis) Holzappel Holzheim (Aar) Horhausen (Nassau) Isselbach Langenscheid Laurenburg Scheidt (Rhein-Lahn-Kreis) Steinsberg (Rheinland-Pfalz) Wasenbach Allendorf (Rhein-Lahn-Kreis) Berghausen (Einrich) Berndroth Biebrich (bei Katzenelnbogen) Bremberg (Rhein-Lahn-Kreis) Dörsdorf Ebertshausen Eisighofen Ergeshausen Gutenacker Herold (Rheinland-Pfalz) Katzenelnbogen Klingelbach Kördorf Mittelfischbach Niedertiefenbach Oberfischbach Reckenroth Rettert Roth (Rhein-Lahn-Kreis) Schönborn (Rhein-Lahn-Kreis) Attenhausen Dessighofen Dienethal Dornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis) Geisig Hömberg Lollschied Misselberg Nassau (Lahn) Obernhof Oberwies Pohl (Nassau) Pohl (Nassau) Schweighausen Seelbach (Nassau) Singhofen Sulzbach (Rhein-Lahn-Kreis) Weinähr Winden (Nassau) Zimmerschied Zimmerschied Berg (Taunus) Bettendorf (Taunus) Bogel Buch (Taunus) Diethardt Ehr Endlichhofen Eschbach (bei Nastätten) Gemmerich Hainau Himmighofen Holzhausen an der Haide Hunzel Kasdorf Kehlbach (Rheinland-Pfalz) Lautert Lipporn Marienfels Miehlen Nastätten Nastätten Niederbachheim Niederwallmenach Oberbachheim Obertiefenbach (Taunus) Oberwallmenach Oelsberg Rettershain Ruppertshofen (Rhein-Lahn-Kreis) Strüth Strüth Weidenbach (Taunus) Welterod Winterwerb Hessen Landkreis Mainz-Bingen Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Mayen-Koblenz Westerwaldkreis Koblenz Landkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild
Blick über die Lahn auf das Grafenschloss

Die Stadt Diez ist ein staatlich anerkanntes Heilbad[2] und eine ehemalige Residenzstadt an der Lahn im Rhein-Lahn-Kreis im Land Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde.

Diez erfüllt nach rheinland-pfälzischer Landesplanung die Funktion eines Mittelzentrums und bildet zusammen mit der unmittelbar angrenzenden, hessischen Stadt Limburg an der Lahn ein länderübergreifendes Doppelzentrum mit rund 45.000 Einwohnern.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Historischer Stadtkern mit alter (vorne) und neuer Lahnbrücke sowie Schloss (links oben)

Das Zentrum von Diez liegt vier Kilometer südwestlich von Limburg an der Lahn und 31 Kilometer östlich von Koblenz. Die Stadt Limburg (Hessen) schließt sich nahtlos an Diez an. Die Landschaft um Diez gehört zum Rheinischen Schiefergebirge. Das Lahntal bildet dabei die Grenze zwischen den Mittelgebirgen des nördlich gelegenen Westerwaldes und des nach Süden ansteigenden Taunus. In der Diezer Pforte verlässt die Lahn das Limburger Becken und geht, von ansteigenden Terrassenfluren begleitet, bei Fachingen in das Untere Lahntal über. Die Stadt Diez liegt an der Mündung von Aar (im Taunus entspringend) und Lahn. Der einzige Stadtteil Freiendiez liegt östlich des Stadtzentrums an der Aar.

Geologie[Bearbeiten]

Die Böden in der Region Diez gehören überwiegend zu den Braun- bzw. Parabraunerden.[3][4]

Geschichte[Bearbeiten]

Erste menschliche Siedlungsspuren für die Altsteinzeit (20.000–12.000 v. Chr.) fand man im Höhlensystem der Wildweiberlei (zwischen Diez und Altendiez).[5][6] Auch in keltischer Zeit war der Diezer Raum besiedelt; davon zeugen Hügelgräber und Funde von latènezeitlicher Keramik.

Der Ortsname Diez wandelte sich im Lauf der Zeit vom fränkischen Theodissa über Thidesse/Diedisse und Dietz hin zu der heutigen Schreibweise Diez. Die Siedlung Theodissa wurde 790 in einer Urkunde Karls des Großen als Besitztum der Abtei Prüm erwähnt. In der nach-karolingischen Zeit gehörte Diez, im Bereich des Niederlahngau, zum Herrschaftsbereich der Konradiner.

Die Grafen von Diez wurden im Jahr 1073 zum ersten Mal namentlich in einer Verkaufsurkunde von Gütern in Bodenheim erwähnt. Heinrich II. von Diez (1145–1189) begleitete Friedrich Barbarossa auf dessen Italienzügen und war dort an diplomatischen Verhandlungen beteiligt.[7] Sein Sohn Heinrich III. gehörte dem Regentschaftsrat und dem Erzieherkreis Heinrichs VII. an.

Graf Gerhard IV. (1276–1308) gründete 1289 ein Kollegiatsstift am Fuße des Burgbergs. Die Gründungsgemeinschaft stammte aus dem Chorherrenstift Salz. Das Stift wurde nach der Patronin der Kirche Sankt Marien Stift benannt.

Die Stadt Diez erhielt durch Ludwig den Bayern 1329 das Stadtrecht. Eine Stadtbefestigung mit Mauer und fünf Toren wurde daraufhin errichtet.

Die Dynastie der Grafen von Diez erlosch im Jahr 1386.

Ab 1453, nach dem Tod seines Sohnes, nannte sich Philipp der Ältere Graf von Katzenelnbogen-Diez. In seinen Besitzurkunden findet sich schon 1446 ein Weingarten jenseits der Brücke von Henne Krebs. 1479 starb die männliche Linie der Grafen von Katzenelnbogen aus. Landgraf Heinrich III. von Hessen erbte die Grafschaft und mit ihr auch Diez. Der Titel Graf zu Diez (Dietz) ist bis heute Bestandteil des Familiennamens im Haus Hessen.

1634 näherte sich der Infant Don Fernando mit seinen Truppen der Stadt und Grafschaft von Diez. In die Stadt hatten sich die gesamten Einwohner mit ihrer besten Habe geflüchtet. Mutig trat ihm die Fürstin Sophie Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel(1592-1642) mit ihrem Hofstaat entgegen, (die Witwe von Ernst Casimir von Nassau-Dietz 1573-1632) und lud ihn mit seinen höheren Offizieren zur Tafel. Der ritterliche junge Herr nahm die Einladung an und verschonte auf die Fürsprache der Fürstin Stadt und Land mit jeglicher Contribution. Er hielt, um alle etwaigen Plünderungen zu verhüten, beim Abzug auf der Straße, bis alle seine Truppenteile die Lahnbrücke passiert hatten.

Die Schweden versuchten 1634 vergeblich, die Lahnbrücke zu sprengen (die Pulverladung war zu schwach; nur ein Brückenpfeiler verschob sich von seiner Stelle).[8]

Diez – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655

Diez wurde später der Stammsitz der Grafen von Nassau-Diez, die im 17. und 18. Jahrhundert als Statthalter in den Niederlanden Dienst taten und auf die das heutige niederländische Königshaus zurückgeht.

Am 16./17. September 1796 kam es im Zuge des Ersten Koalitionskrieges zwischen Österreichern und Franzosen in der Gegend zwischen Diez und Limburg (vor allem in der Diersteiner Aue) zur Schlacht bei Limburg. Nach dem Gefecht auf dem Mensfelder Kopf zogen sich die Franzosen vor den heranrückenden Österreichern über die Lahnbrücke zurück durch die Stadt Diez. Um die Verfolger aufzuhalten, setzten sie die Häuserreihen in der engen Straße vor der Brücke in Brand. Sie erschossen jeden, der versuchte die Flammen zu löschen; deshalb brannten große Teile der heutigen Altstadt ab.[9] Diez diente den Österreichern und den Franzosen abwechselnd als Einquartierungsort.

Ende des 18. Jahrhunderts gingen alle linksrheinischen Gebiete an Frankreich („Franzosenzeit“) und das Fürstentum Oranien entstand. 1806 ging die Grafschaft Nassau-Diez im Herzogtum Nassau auf. 1810 bis 1818 bestand das Oberappellationsgericht Diez. 1866 wurde das „Nassauer Land“ und damit auch Diez preußisch. 1867 wurde im Zuge der preußischen Verwaltungsreform das Amt Diez aufgelöst und der Unterlahnkreis gebildet, dessen Kreisstadt Diez wurde. Anfangs gehörte auch Limburg zum Unterlahnkreis; Limburg bekam 1886 den Sitz des neu errichteten Kreises Limburg. Im Zuge der Gebietsreform von 1969 wurden der Unterlahnkreis und der Loreleykreis (Sitz: St. Goarshausen) zum Rhein-Lahn-Kreis zusammengelegt; zu seinem Sitz wurde die Kurstadt Bad Ems ernannt. Damit verlor Diez seine Funktion als Kreisstadt.

Philipp von Hessen, der Oberpräsident der ehemaligen Provinz Hessen-Nassau, verfügte 1938 die Eingemeindung der finanzstarken Gemeinde Freiendiez in die Stadt Diez. Damals zählte Freiendiez über 3000 Einwohner und hatte mehr als 900 ha Gemarkungsfläche. Die ehemalige selbstständige Gemeinde wurde zum Stadtteil Diez-Ost.[10] 1988 konnte eine Bürgerinitiative die offizielle Umbenennung des Stadtteils in "Freiendiez" erreichen.[11]

An die Hinrichtung von 16 jungen Luxemburgern im Herbst 1944[12] erinnert im Rudolf-Heck-Park ein Denkmal. Unmittelbar daneben befindet sich ein Gedenkstein für NS-Opfer.

Am 7. Februar 1984 verursachte ein Hochwasser Schäden in Millionenhöhe.

Religionen[Bearbeiten]

Wetterhahn auf der Schlosskapelle
Stiftskirche Diez

Christentum[Bearbeiten]

Römisch-Katholische Kirche[Bearbeiten]

Die Stadt Diez ist der römisch-katholischen Pfarrei Herz-Jesu in Diez zugeordnet und gehört mit ihr zum pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.[13]

Evangelische Kirche (EKHN)[Bearbeiten]

Auf evangelischer Seite ist die Kernstadt Diez der Stiftskirchengemeinde und der Stadtteil Freiendiez der Kirchengemeinde St. Jakobus, jeweils im Dekanat Diez der Propstei Süd-Nassau in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), zugehörig.

Judentum[Bearbeiten]

Einwohner jüdischen Glaubens ließen sich in Diez bereits im Mittelalter nachweisen (1286 bzw. 1303). In den Jahren 1337 und 1348/49 war auch die jüdische Bevölkerung in Diez von Pogromen betroffen. Die Höchstzahl von jüdischen Einwohnern wurde 1895 mit 130 Personen gezählt. Zunächst war Diez auch der Sitz des Bezirksrabbinats, ab Ende des 18. Jh. dann Sitz des Landesrabbiners von Nassau-Oranien. Ab 1860 gehörte dann die jüdische Gemeinde in Diez zum Rabbinatsbezirk Ems.[14]

In Diez bestand ein deutsch-israelitisches Kinderheim bis zu seiner Schließung im Jahr 1935. Eine Gedenktafel auf dem Schlossberg (oberhalb der Schlossbergtreppe) erinnert an die Vertreibung und Deportation der Kinder und ihrer Erzieher(innen) am 20. August 1935.[15]

Die Synagoge wurde in den Novemberpogromen 1938 geschändet, die Inneneinrichtung zerstört. Nach dem Krieg wurde das Gebäude 1951 abgebrochen. Ein alter jüdischer Friedhof (angelegt Anfang 17. Jh.) wurde in der nationalsozialistischen Zeit eingeebnet. Auf dem Grundstück befindet sich heute das Finanzamt. Ein neuerer jüdischer Friedhof (angelegt Ende 19. Jh.) liegt auf dem Guckenberg in Diez.[16]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat in Diez besteht aus 28 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im Stadtrat:[17]

Wahl SPD CDU FDP FWG BfD WGR Gesamt
2014 8 9 2 6 3 28 Sitze
2009 7 7 3 6 5 28 Sitze
2004 7 9 2 3 6 1 28 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Diez-Freiendiez e. V.
  • BfD = Bürger für Diez e. V.

Partnerstadt[Bearbeiten]

Partnerstadt von Diez ist der sächsische Kurort Bad Düben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Beherrscht wird das Stadtbild vom hochmittelalterlichen Grafenschloss Diez, dessen älteste Teile im 11. Jahrhundert erbaut wurden. Von 1743 bis 1784 wurde das Grafenschloss als nassauisches Amtshaus genutzt, danach diente es als Strafanstalt beziehungsweise Zuchthaus bis 1927. Im 18. und 19. Jahrhundert befand sich hier die bedeutendste Verarbeitungsstätte des Lahnmarmors. Seit 24. Juni 2006 ist es ein Jugendgästehaus des Deutschen Jugendherbergswerks und bietet seit dem 3. Oktober 2007 dem neuen Museum im Grafenschloss Platz (im Arbeitsflügel und im Gotischen Haus).

Unterhalb des Grafenschlosses liegt die mittelalterliche Stiftskirche, erbaut von Graf Gerhard 1289. Sie war Maria geweiht und Sitz eines Chorherrenstifts. Im Inneren befinden sich mehrere Grabmäler Diezer und Nassauer Adliger, unter denen das künstlerisch aufwändig gestaltete der Fürstin Amalie von Diez-Nassau hervorsticht. Weiteres markantes Ausstattungsstück ist der romanische Grabstein. Er ist älter als die Kirche, sein Ursprung ist unbekannt.

Die Stadtmauer sowie Reste eines der Stadttore aus dem 14./15. Jahrhundert sind noch teilweise erhalten.

Am nördlichen Stadtrand liegt das Barockschloss Oranienstein, das 1684 Fürstin Albertine Agnes (1634–1696) auf den Ruinen des Benediktinerinnenklosters „Dierstein“ errichten ließ. Ihre Nichte Henriette Amalie von Nassau-Diez, eine geborene Prinzessin von Anhalt-Dessau, gestaltete das Schloss 1696 zu einem Barockschloss um. Unter ihr wurde der Bau dann endgültig nach 21 Jahren im Jahr 1705 fertiggestellt.

Museen[Bearbeiten]

Das Museum Nassau-Oranien in Schloss Oranienstein bietet regelmäßige Führungen durch die barocken Räumlichkeiten des Schlosses an und zeigt die Bezüge von Diez, über das Adelsgeschlecht der Oranier zum heutigen niederländischen Königshaus auf.

Das Museum im Grafenschloss Diez im Grafenschloss Diez – Themen der Dauerausstellung: Vor- und Frühgeschichte, Geschichte des Grafenschlosses, Stadtgeschichte Diez (vom Mittelalter bis heute), Fürstengalerie.

Museum im Grafenschloss Diez

Stadtwald „Hain“[Bearbeiten]

Der Hain ist der Diezer Stadtwald. Das rund 40 Hektar große Gelände war ursprünglich Teil der Parkanlage von Schloss Oranienstein. Wilhelm V. (1748–1806) schenkte das Areal den Bürgern der Stadt Diez. Heute dient der Hain als Naherholungsgebiet mit Spielplatz, Trimm-Dich-Pfad und Tennis- sowie Minigolfplätzen. Außerdem befindet sich im Hain ein Kletterpark.

Musik und Konzerte[Bearbeiten]

  • Oraniensteiner Konzerte
  • Konzertveranstaltungen in Haus Eberhard
  • Geistliche Musik
  • Chöre, Chormusik
  • Musikvereine
  • Kalkwerk-Festival
Haus Eberhard in der Pfaffengasse

Bildende Kunst[Bearbeiten]

  • Ateliers im Kulturspeicher
  • Ateliers im Wilhelm-von-Nassau-Park
  • Malkreis in Haus Eberhard
  • Ausstellungen in Haus Eberhard

Darstellende Kunst[Bearbeiten]

  • So-Theaterverein im Kulturspeicher
  • Theodissabühne
  • Theater im Kalkwerk

Kulturzentren und Veranstaltungsorte[Bearbeiten]

  • Haus Eberhard (Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Feste und Feiern)
  • Kulturspeicher mit Theaterbühne, Ateliers und Musik-Proberäumen
  • Kalkwerk mit Proberäumen, Theatergruppe(n), jährlich stattfindendes Kalkwerk-Festival
  • Schlossfels-Garten (Live-Musik, Workshops, Lesungen, Fest und Feiern)

Feste, Unterhaltung, Brauchtum[Bearbeiten]

  • Karneval
  • Kirmes
  • Feste (Altstadt-Fest, Frühlingsmarkt, Martinsmarkt, Hainfest, Schloss-Biwak in Oranienstein)

Weitere Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Stadtbibliothek (neueröffnet im Theodor-Osmers-Haus, Wilhelmstr. 48 seit 19. Mai 2008)[18]
  • Stadtarchiv im Haus Eberhard

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Diez ist Bundeswehrstandort (siehe dort) und verfügt über verschiedene Kleinindustrie. Von Bedeutung war die Kalk- und Marmorindustrie, doch wurden die meisten Steinbrüche in den 1970er Jahren stillgelegt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Seit 1963 ist Diez Sitz des Unternehmens W. F. Kaiser u. Co. GmbH, im allgemeinen Sprachgebrauch bekannt als Kaiser Backformen.

Behörden, Institutionen, Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Amtsgericht
  • Agentur für Arbeit Montabaur (Geschäftsstelle Diez)
  • Vermessungs- und Katasteramt Sankt Goarshausen, Außenstelle Diez
  • Finanzamt
  • Verbandsgemeindeverwaltung
  • Justizvollzugsanstalt
  • Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle
  • TÜV Rheinland Prüfstelle Diez
  • Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Niederlassung Diez
  • Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM), regionale Dienststelle Diez
  • Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz, Außenstelle Diez

Stadtentwicklung und Standortmarketing[Bearbeiten]

Bündnis Innenstadt Diez (BID)[Bearbeiten]

Nach dem Vorbild des nordamerikanischen Konzepts des Business Improvement District hat sich 2006/2007 eine Genossenschaft in Diez zusammengeschlossen, um als private Immobilien- und Standortgemeinschaft die Innenstadt von Diez zu beleben und (mit-)zu entwickeln. Eine Basis dazu bietet auch die intensive Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Diez. Auf diese Weise werden synergetisch private und kommunale Ressourcen genutzt werden, um auch neue Möglichkeiten der Entwicklung für den Geschäfts- und Dienstleistungssektor der Stadt umsetzen zu können. Zwischen dem Bündnis Innenstadt Diez (BID) und der Stadt Diez wurde dazu im Mai 2008 ein entsprechender Kooperationsvertrag geschlossen.

Oraniertisch[Bearbeiten]

Die Initiativ-Gruppe Oraniertisch von Diezer Bürgerinnen und Bürgern ist ein nichtgewerblicher Zusammenschluss zur Entwicklung der Lebenswelt der Stadt und Region Diez. Diese Arbeit findet in sechs bestehenden Arbeitskreisen statt, die sich innerhalb ihres Themengebiets Arbeitsschwerpunkte und Projekte wählen und bearbeiten.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Diez (Architekt: Heinrich Velde) mit einfahrendem Vectus

Die Bundesautobahn 3 mit der Anschlussstelle 41 Diez und die Bundesstraßen 54 und 417 stellen die Hauptverkehrsadern für Diez dar.

Diez ist mit der Lahntalbahn über die Strecke Koblenz–Gießen an die Regionalbahnlinie RB 25 (Koblenz Hbf–Limburg(Lahn)) sowie den Lahntal-Express angeschlossen und wird sowohl von der Vectus Verkehrsgesellschaft als auch von der Deutschen Bahn bedient. Weitere Bahnlinie: Bahnstrecke Limburg–Altenkirchen mit dem Haltepunkt Diez-Ost an der Stadtgrenze zu Limburg stellt die Verbindung in den Westerwald her. Von hier aus verkehren täglich die Eisenbahnlinien der Vectus Verkehrsgesellschaft RB 28 (Oberwesterwaldbahn) (Limburg(Lahn)–Hadamar–Westerburg–Hachenburg–Altenkirchen–Au(Sieg)) sowie die Linie RB 29 (Unterwesterwaldbahn) (Limburg(Lahn)–Montabaur–Siershahn). Die stillgelegte Aartalbahn in Richtung Wiesbaden soll 2015 bis zum Bahnhof in Zollhaus reaktiviert und täglich im Stundentakt (Rheinland-Pfalz-Takt) befahren werden. Im Zuge der geplanten Reaktivierung der Aartalbahn bis Zollhaus für den SPNV ist auch der Bau eines zusätzlichen Haltepunktes mit dem Namen Freiendiez im gleichnamigen Diezer Stadtteil geplant.

Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude von 1862 ist als neunachsiger klassizistischer Putzbau mit turmartig erhöhten Seitenrisaliten ausgeführt. Der Gesamtzustand des Bahnhofs ist jedoch auch nach dem Verkauf des Bahnhofsgebäudes an eine Recycling-Firma im Jahr 2011 weiterhin desolat.[19] Eine Barrierefreiheit ist nicht gegeben.[20]

Zahlreiche Buslinien im Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) verbinden Diez im öffentlichen Personennahverkehr mit dem Umland.

Die Stadt ist eine Station an der deutsch–niederländischen Ferienstraße Oranier-Route, der Lahn-Ferien-Straße und dem Rheinischen Sagenweg.

Bildung, Erziehung, Schulen[Bearbeiten]

Kindergärten und Kindertagesstätten[Bearbeiten]

  • Katholischer Kindergarten, Schlesierstraße
  • Evangelischer Kindergarten und Kindertagesstätte, Schloßberg
  • Evangelische Kindertagesstätte, Friedhofstraße
  • Evangelischer Kindergarten, Bert-Brecht-Straße
  • Waldorf-Kindergarten, Wilhelm-von-Nassau-Park

Schulen[Bearbeiten]

  • Karl-von-Ibell-Schule, Grundschule
  • Pestalozzischule, Grundschule und Schwerpunktschule, Stadtteil Freiendiez
  • Sophie-Hedwig-Gymnasium, Ganztagsschule und Gymnasium
  • Nicolaus-August-Otto-Schule, u. a. Berufsschule, Berufsfachschulen verschiedener Ausrichtung, Berufsoberschule, Berufliches Gymnasium mit den Fachrichtungen Wirtschaft und Umwelttechnik
  • Freie Waldorfschule Diez, Ganztagsschule und Gesamtschule mit dreizehn Klassenstufen
  • Optonia, private Fachschule für Augenoptik und Optometrie
  • IB-Außenstelle Diez des Internationalen Bunds (IB), außerbetriebliche Ausbildung von benachteiligten und behinderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Theodissa Realschule plus Diez, Ganztagsschule und Realschule plus, Schulträger: Kreisverwaltung Rhein-Lahn

Bildungsträger und Erwachsenenbildung[Bearbeiten]

  • Volkshochschule und Verein für Volksbildung e. V.

Jugendzentrum und Jugendhilfe[Bearbeiten]

  • Albert-Schweitzer-Familienwerk Rheinland-Pfalz/Saarland e. V., Schaumburger Straße, Wochen- und Kindergruppe Diez
  • Jugendzentrum, Wilhelm-von-Nassau-Park

Gesundheits- und Sozialwesen[Bearbeiten]

Krankenhaus und Fachklinik[Bearbeiten]

  • Krankenhaus des Deutschen Roten Kreuzes
  • Fachklinik für Psychotraumatologie
  • Fachklinik für Mutter, Vater und Kind

Rettungs- und Hilfsdienste[Bearbeiten]

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

  • Campingplatz an der Lahn
  • Hallenbad Oranienbad Diez-Limburg
  • Eissporthalle Diez, Am Hallenbad
  • Minigolfplatz im Hain
  • Lahn-Lama-Touren in und um Diez
  • Baggersee Diez "Baggersee-Beach-Club"

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diez – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Geologische Übersichtskarte von Hessen
  4. Bodenübersichtskarte von Hessen.
  5. Höhlenforschung Rhein-Lahn-Kreis
  6. Geschichte Rhein-Lahn-Kreis
  7. Zu Graf Heinrich II. von Diez siehe: Italia et Germania. Liber amicorum Arnold Esch, hg. von H. Keller/W. Paravicini/W. Schieder (Tübingen 2001) S. 425–438
  8. August Spieß, Das Lahntal, Verlag L.J.Kirchberger, Januar 1866, Seite 134 u. 137
  9. August Spieß, Das Lahntal ,Verlag L.J.Kirchberger, Januar 1866, Seite 135
  10. Webseite der Stadt Diez: Historisches über Diez, abgerufen am 7. Juli 2011
  11. freiendiez.de: Freiendiezer Ortsgeschichte, abgerufen am 7. Juli 2011
  12. Text von Adolf Morlang
  13. Internetpräsenz der Katholischen Pfarrgemeinde Herz-Jesu in Diez
  14. Informationen zur jüdischen Gemeinde und zur Synagoge Diez
  15. Information auf den Seiten des Rhein-Lahn-Kreises
  16. Informationen zu den jüdischen Friedhöfen in Diez
  17. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  18. Internetpräsenz der Stadtbücherei Diez
  19. Rhein-Lahn-Zeitung 10. November 2011
  20. - Barrierefreiheit? - Fehlanzeige!
  21. Website Deutscher Juristinnenbund http://www.djb.de/verein/geschichte/
  22. Rheinzeitung v. 5. Dezember 2010 http://www.rhein-zeitung.de/region/diez_artikel,-Ausstellung-erinnert-an-zwei-bedeutende-Diezer-Buerger-_arid,173374.html