Sojabohne

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Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschreibt die Sojapflanze. Zu anderen Bedeutungen von Soja siehe Soja (Begriffsklärung).
Sojabohne
Soybeans.jpg

Sojabohne (Glycine max)

Systematik
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Gattung: Glycine
Art: Sojabohne
Wissenschaftlicher Name
Glycine max
(L.) Merr.

Die Sojabohne (Glycine max (L.) Merr.) ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae), Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae). Der Hauptwert der Sojabohnen liegt in ihrem hohen Gehalt an Eiweiß (36 %) und Öl (20 %), wobei letzterer ungewöhnlich für Bohnen ist.[1] Die Sojabohne ist die weltweit wichtigste Ölsaat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Die Sojabohne ist eine einjährige Pflanze. Da es sehr viele Convarietäten und Varietäten gibt, sind auch die morphologischen Merkmale sehr unterschiedlich. Am häufigsten sind aufrecht wachsende Sorten von 20 bis 80 Zentimeter Wuchshöhe. Hochwüchsige Sorten erreichen bis zwei Meter Höhe. Die Stängel sind eher dünn und mehr oder weniger verzweigt. Die meisten Sorten sind an Stängeln, Blattstielen und Blättern fein und dicht behaart.

Sojabohne (Glycine max), reife Hülsen

Es gibt Sorten mit begrenztem (determiniertem) Wachstum und mit unbegrenztem (indeterminiertem) Wachstum. Die Mehrzahl der Sorten hat begrenztes Wachstum: Die Endknospe der Triebe entwickelt sich zum Blütenstand, nach der Blüte wächst die Pflanze nicht mehr weiter. Sorten mit unbegrenztem Wachstum wachsen auch nach Blühbeginn noch weiter. In höheren Breitengraden werden erstere Sorten bevorzugt.

Die Blätter sind langgestielt und bestehen meist aus drei unpaarig gefiederten, ganzrandigen Blättchen. Diese sind oval und drei bis zehn Zentimeter lang sowie zwei bis sechs Zentimeter breit. Die Blätter werden noch während der Fruchtreifung abgeworfen.

Sojabohnen haben ausgeprägte Pfahlwurzeln von bis zu 1,5 Meter Länge. Die Seitenwurzeln werden von den für Soja typischen Rhizobium-Stämmen (Knöllchenbakterien) besiedelt.

Die Blüten stehen zu drei bis 20 in blattachselbürtigen oder endständigen Trauben. Sie sind klein und in der Regel selbstbefruchtend. Die Blühperiode erstreckt sich meist über drei bis vier Wochen.

Nur 20 bis 80 Prozent der Blüten setzen Hülsen an. Diese sind zwei bis zehn Zentimeter lang und bei der Reife strohgelb, grau oder schwarz. Sie enthalten ein bis fünf Samen von brauner, grüner oder schwarzvioletter Farbe. Die Form ist kugelig, ei- oder nierenförmig, flach oder gewölbt. Die Tausendkornmasse reicht von 50 bis 450 Gramm. Reife, trockene Samen enthalten 5,0 bis 9,4 Prozent Wasser, 29,6 bis 50,3 Prozent Eiweiß, 13,5 bis 24,2 Prozent Fett, 14,0 bis 33,9 Prozent Kohlenhydrate, 2,6 bis 6,3 Prozent Rohfaser und 3,3 bis 6,4 Prozent Mineralstoffe.[2]

[Bearbeiten] Geschichte

Die Sojabohne ist nur in Kultur bekannt. Sie stammt von der Wildform Glycine soja ab. Sie wurde vermutlich vor rund 5000 Jahren in China kultiviert, obwohl eindeutige Hinweise nicht älter sind als 3000 Jahre. In China galt es damals zusammen mit Hirse als eine der wichtigsten Nahrungsmittelpflanzen. Die Verbreitung über China hinaus fand erst relativ spät statt. In Japan wurde die Sojabohne vermutlich erst vor etwa 2000 Jahren eingeführt. Danach verbreitete sich die Sojabohne auch langsam in Süd- und Südostasien.[3][4]

Für Europa entdeckt wurde die Pflanze von Engelbert Kaempfer, der sie nach seiner Japan-Reise 1691/92 erstmals beschrieb. Aus dem Jahre 1737 gibt es erste Belege, dass die Sojabohne in Holland in botanischen Gärten gezogen wurde, 1739 auch in Frankreich. In Europa erlangte der Anbau jedoch nie eine Bedeutung. Samuel Bowen brachte die Sojabohne 1765 erstmals in die USA.[3]

[Bearbeiten] Aufstieg der Sojabohne

Der internationale Bedeutungszuwachs der Sojabohne erklärt sich nicht allein durch ihre sehr guten Eigenschaften (hoher Öl- und Proteingehalt sowie hohe Ertragsstabilität), da diese teilweise erst durch enorme Forschungsanstrengungen im 20. Jahrhundert erreicht wurden.[5]

[Bearbeiten] Anfänge in den USA

Von der ersten Erwähnung der Sojabohne in der US-Agrarstatistiken 1924 bis zum zweiten Weltkrieg stieg die Anbaufläche von 767.000 auf 4.220.000 ha an. Der überwiegende Teil der Ernte wurde bis Ende der 1930er Jahre jedoch nicht gepresst. 1925 wurden nur 6% der Ernte gepresst, 1939 hingegen bereits 71%. Der Grund für den massiven Produktions- und Pressungszuwachs lag in der erst beginnenden Kooperation zwischen Landwirten und Verarbeitern. Im Forum der 1919 gegründeten American Soybean Association (ASA) wurden 1928 erste bindende Abnahmegarantien geschlossen. Anfang der 1930er erreichte die ASA die Etablierung prohibitiver Importzölle auf Sojabohnen, die das Doppelte des Marktpreises betrugen. Die so geschützte US-Sojabohnenproduktion konnte sich daher ausdehnen.[5]

Dennoch wurde die Sojabohne zunächst nur im industriellen Bereich eingesetzt. Anfang der 1930er wurden 95% des Sojaöls zur Farb- und Firnisherstellung eingesetzt. Im Bereich der menschlichen Ernährung war das potenziell für die Margarineproduktion verwendbare Sojaöl der Konkurrenz des Kokosnussöls aus den Philippinen unterlegen, unter anderem aufgrund des relativ markanten und starken Geschmacks des Sojaöls. Daher glaubte man nicht an eine zukünftige Bedeutung der Sojabohne für die Ernährung. Industrielle versuchten, andere Verwendungen zu finden. Henry Ford verarbeitete Sojamehl zu Plastik, welches er in der Autoproduktion verwendete. Doch seit Mitte der 1930er wurde unter dem Einfluss der ASA auch die Verarbeitung von Kokosnussöl besteuert.[5]

Neben dem Schutz vor ausländischer Konkurrenz begünstigten weitere Faktoren den Aufstieg der Sojabohne. Die Motorisierung der Landwirtschaft setzte größere Flächen frei, die vorher für den Anbau von Futter für Zugtiere verwendet wurden. Bauern, die sich brachliegenden Flächen und sinkenden Einkommen gegenübersahen, erhofften sich von der Sojabohne eine Antwort auf ihre Probleme. Die Sojabohne wurde so auch "Goldene Bohne", "Cinderella" und "Wunderfrucht" genannt. Sie wurde auch aufgrund ihrer stickstoffbindenden Eigenschaften in der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit gelobt. Die Sojabohne konnte zudem mit denselben Mähdreschern geerntet werden wie Weizen. Die Marktpreise waren deutlich höher als für Mais. Die ASA startete Kampagnen, um die Bohne unter Landwirten im Mittleren Westen zu größerer Bekanntheit zu verhelfen. Zudem wurden auf Soja spezialisierte Forschungseinrichtungen und -programme etabliert. Die Zuchtstationen importierten Tausende von Sorten aus China. Schließlich wurde das Aminosäureprofil identifiziert, und Sojamehl begann, Fleisch-, Fisch- und Baumwollmehl als Viehfutter zu verdrängen.[5]

[Bearbeiten] Zweiter Weltkrieg

Der zweite Weltkrieg verhalf der Sojabohne zu weiteren starken Bedeutungszuwächsen in den USA. Der Krieg stimulierte die Wirtschaft und erhöhte die Güternachfrage, insbesondere nach Lebensmitteln. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor waren das Land von Kokos- und Palmölimporten abgeschnitten und musste diese Angebotseinbrüche wettmachen. Die Regierung führte Garantiepreise für Sojabohnen und Subventionen für die Verarbeitungsindustrie ein. Die Preise verdoppelten sich so während des Kriegs. Auch die Schweine- und Geflügelfleischproduktion nahmen um 40-50% zu und verschaffte dem zuvor eher als Nebenprodukt angesehenen Sojamehl einen massiven Bedeutungsgewinn als Futtermittel. Auf Druck der ASA verpflichteten sich Margarinehersteller 1947, nur noch amerikanische Rohstoffe zu verwenden.[5]

[Bearbeiten] Nachkriegszeit und internationale Verbreitung

Produktion von Sojabohnen 1961-2001 (in Millionen t)

Die nordamerikanische Produktion dehnte sich nach dem Krieg stark aus, so versechsfachte sie sich zwischen 1946 und 1970. Während unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg nur sehr geringe Anteile der US-Sojaernte exportiert wurden, stieg diese Anteile bis 1970 auf 40-57%. Die Exporte versorgten europäische Ölmühlen, welche von amerikanischen Firmen insbesondere in den 1960er Jahren gebaut wurden. Die Verwendung von Sojamehl als Futtermittel in Europa wurde von Anbauverbänden ebenfalls angeregt. Auch die amerikanischen Lebensmittelhilfen und dem Abbau von Bevorzugungen von Ölimporten aus Drittländern im Rahmen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft begünstigten die weitere Etablierung der europäischen Nachfrage nach Sojabohnen.[5]

Seit den 1970er Jahren wuchs die Sojabohnenproduktion in Nordamerika weiter, und insbesondere in Südamerika gewann sie massiv an Bedeutung. Im Süden Brasiliens begann die Sojabohne, Kaffee zu verdrängen. Heute produziert Südamerika mehr Sojabohnen als Nordamerika.[4]

[Bearbeiten] Produktion und Handel

Die 15 größten Exporteure von Sojabohnen

Weltweit ist die Sojabohne wichtiger als jede andere Ölsaat mit einem Marktanteil von über 55% und einem volkswirtschaftlichen Wert von knapp 50 Milliarden US$.[3] Die Welternte 2007 belief sich auf 220.532.612 Tonnen. Die gesamte Anbaufläche betrug 90.199.626 ha.

Die größten Sojaproduzenten weltweit (2007)
 Rang  Land  Menge 
(in t)
 Rang  Land  Menge 
(in t)
   1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten    72.860.400    9 Uruguay Uruguay    779.920
   2 Brasilien Brasilien    57.857.200    10 Ukraine Ukraine    722.600
   3 Argentinien Argentinien    47.482.784    11 Russland Russland    651.840
   4 China China    13.800.147    12 Nigeria Nigeria    604.000
   5 Indien Indien    10.968.000    13 Indonesien Indonesien    592.634
   6 Paraguay Paraguay    5.856.000    14 Italien Italien    442.151
   7 Kanada Kanada    2.695.700    15 Nordkorea Nordkorea    345.000
   8 Bolivien Bolivien    1.595.947     Welt    220.532.612

(Quelle: FAO, Faostat, 10/2009 [6])

Die größten Sojaexporteure weltweit (2007)
 Rang  Land  Menge 
(in t)
 Rang  Land  Menge 
(in t)
   1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten    29.840.182    9 Ukraine Ukraine    348.734
   2 Brasilien Brasilien    23.733.776    10 Belgien Belgien    238.490
   3 Argentinien Argentinien    11.842.537    11 Bolivien Bolivien    66.057
   4 Paraguay Paraguay    3.520.813    12 Italien Italien    43.241
   5 Kanada Kanada    1.868.332    13 Österreich Österreich    41.645
   6 Niederlande Niederlande    1.302.364    14 Deutschland Deutschland    33.982
   7 Uruguay Uruguay    773.142    15 Frankreich Frankreich    17.400
   8 China China    456.907     Welt    74.402.997

(Quelle: FAO, Faostat, 10/2009 [6])

Die bedeutendsten Importländer sind China (17 % der weltweiten Importe), Japan (6 %) und die Niederlande (6 %).

Seit 1996 ist eine gentechnisch veränderte Sojabohne zugelassen, die die Unkrautbekämpfung erleichtert. 2007 wurden bereits 64% der globalen Sojafläche mit transgener Sojabohne ausgesät.

[Bearbeiten] Südamerika

Südamerika produziert 52% der globalen Sojabohnenernte.

Umweltschützer kritisieren, dass in Argentinien und Brasilien große Flächen Regenwald abgeholzt werden, um die Anbauflächen für Soja zu vergrößern.[7]

Der Anbau von transgener Sojabohne ist in vielen Ländern Südamerikas stark verbreitet.

[Bearbeiten] Nordamerika

34 % der Produktion stammen aus den USA und Kanada; hauptsächlich aus dem "Corn Belt", wo fast ausschließlich Mais und Sojabohnen angebaut werden. Illinois und Iowa sind die produktionsstärksten Bundesstaaten. Mehr als ein Drittel der US-Produktion wird exportiert, und Sojaöl ist das verbreitetste Pflanzenöl in der Lebensmittelproduktion in den USA.

In den USA und Kanada ist der Anbau gentechnisch veränderter Soja weit verbreitet.

[Bearbeiten] Asien

Asien produziert 12% der globalen Sojaernte. China ist der mit Abstand wichtigste Produzent auf dem Kontinent.

[Bearbeiten] Europa

Verschiedene Sojabohnen-Varietäten

Europa ist nur für 1% der globalen Produktion verantwortlich. In der EU werden in erster Linie in Italien, Rumänien und Frankreich Sojabohnen produziert; außerhalb der EU in der Ukraine, Russland und Serbien.[8]

Bereits in den 1930er-Jahren wurde in Deutschland zunächst versuchsweise, rasch aber auch kommerziell Sojabohnen-Anbau betrieben. Hintergrund war, dass die Nazi-Regierung unabhängiger von Ölimporten aus dem Ausland zu werden versuchte. [9] Wegen witterungsbedingter Ernteausfälle wurde der Soja-Anbau in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg kaum noch weiterbetrieben. Erst seit 1997 bauen auch Landwirte in Süddeutschland in der Region um Freiburg im Breisgau wieder den eiweißreichen Rohstoff im Auftrag von Taifun-Tofu, einem Demeter-Partner, an. Mittlerweile werden 1000 Tonnen Sojabohnen auf ca. 1000 Hektar Anbaufläche produziert, was 0,0005 % der Weltproduktion entspricht.

In der EU ist die gentechnisch veränderter Sojabohne noch nicht für den Anbau zugelassen. Beim Export in die EU müssen Produkte aus transgener Sojabohne gekennzeichnet werden; dies gilt sowohl für Futtermittel als auch für Lebensmittel.

[Bearbeiten] Verwendung

[Bearbeiten] Futter- und Lebensmittel

In der Anbausaison 2008/09 wurden 91% der Sojaernte in Ölmühlen gepresst. Die Pressung resultiert zu etwa 80% in Sojamehl und 20% in Sojaöl.[10] Das Öl wird in erster Linie als Salat- und Kochöl, sowie Brat- und Backfett benutzt.[11] Das Mehl wird vor allem als Futter für Geflügel (ca. 46%) eingesetzt. Auch Rinder (ca. 20%) und Schweine (ca. 25%) werden mit Sojamehl gefüttert. Zu einem geringen Anteil von etwa 3% wird es auch in der menschlichen Ernährung als proteinreiches Lebensmittel verwendet, zum Beispiel in der vegetarischen oder ostasiatischen Küche. Zu den bekanntesten Produkten gehören Tofu, Sojasauce und Sojamilch. Weitere Zubereitungen sind Miso, Tempeh, Natto oder Yuba und dessen Variante Bambus (engl.: bamboo). Bei dem im Deutschen fälschlich als „Sojasprossen“ bezeichneten Nahrungsmittel handelt es sich um Keime der Mungbohne. Der direkten menschlichen Ernährung dienen außerdem die frischen, grünen Hülsen („Schoten“).[12]

[Bearbeiten] Medizinische Aspekte

Die Sojabohne ist reich an sogenannten Phytoöstrogenen. Deren Hauptvertreter, die Isoflavone Genistein und Daidzein, sind das Objekt zahlreicher aktueller Forschungsarbeiten und wurden vor allem mit der niedrigeren Inzidenz von Gefäßkrankheiten wie der koronaren Herzkrankheit in ostasiatischen Ländern in Verbindung gebracht[13], wo Soja in viel höheren Mengen konsumiert wird als in Westeuropa und den USA.[14] Aufgrund der Datenlage erlaubt die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA auf Sojaprodukten das Anbringen der werbenden Aussage: "Eine an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin arme Diät, die 25 g Sojaprotein pro Tag enthält, kann das Risiko von Herzerkrankungen reduzieren."[15]

Auch das geringere Auftreten von Tumorerkrankungen wie dem Brustkrebs[16] sowie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen in diesen Ländern ist in Verbindung mit dem täglichen Phytoöstrogenkonsum gebracht worden, sodass Sojaisoflavonprodukte in jüngerer Vergangenheit auch mit Hinweis auf diese Eigenschaften intensiv beworben werden. Die Evidenz für diese Indikationen bleibt jedoch dürftig.

Es gibt jedoch auch Forschungsergebnisse, die auf eine schädliche Wirkung von Isoflavonen hindeuten. So bewirkten Isoflavone zum Beispiel in der Zellkultur eine Zunahme des programmierten Zelltods in Herzmuskelzellen neugeborener Schweine.[17] Andere Forschungsergebnisse deuten auf einen Zusammenhang mit verringerter Spermienqualität hin.[18] Da Übertragbarkeit und Bedeutung dieser Ergebnisse aus der Grundlagenforschung völlig ungeklärt bleiben, lassen sich hieraus keinerlei Ernährungsempfehlungen ableiten.

[Bearbeiten] Biodiesel

Ein geringer Anteil des Sojaöls wird zu Biodiesel verarbeitet. Biodiesel aus Sojaöl liefert 193% der in der seiner Produktion eingesetzten Energie und reduziert Treibhausgasemissionen gegenüber Erdöl um 41%. Damit ist es deutlich effizienter als Ethanol aus Mais. Die Luftverschmutzung ist zudem geringer als bei Ethanol aus Mais.[19]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Belege und weiterführende Informationen

[Bearbeiten] Literatur

  • Gunther Franke: Nutzpflanzen der Tropen und Subtropen. Band 3: Spezieller Pflanzenbau. Ulmer, Stuttgart 1994, S. 270-282. ISBN 3-8252-1769-8 (Merkmale).
  • W. Diepenbrock, G. Fischbeck, K.-U. Heyland, N. Knauer: Spezieller Pflanzenbau. 3. Auflage, Ulmer, Stuttgart 1999, S. 240-250. ISBN 3-8252-0111-2 (Merkmale).

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Sojabohne – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Sojabohne – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Nutrient Data Laboratory. USDA Agricultural Research Service
  2. G. Franke: Nutzpflanzen der Tropen 1994, S. 273.
  3. a b c Wilson, R. (2008): Soybean: Market Driven Research Needs. Kapitel 1 in: Stacey, G. (hrsg.): Genetics and genomics of soybean. Springer, 2008.
  4. a b Sauer, J. (1993): Historical geography of crop plants: a select roster. CRC Press.
  5. a b c d e f Berlan, J.-P., Bertrand, J.-P., Lebast, L. (1977): The growth of the American 'soybean complex'.European Review of Agricultural Economics, Vol. 4, pp. 395-416.
  6. a b Statistik der FAO
  7. SPIEGEL: Die Gier nach Soja frisst den Regenwald
  8. FAO: FAOStat – PRODStat – Produktionsmengen für 2007.
  9. Joachim Drews: Die 'Nazi-Bohne'. Anbau, Verwendung und Auswirkung der Sojabohne im Deutschen Reich und Südosteuropa (1933–1945). Lit Verlag, Münster, 2004 [1]
  10. USDA Foreign Agricultural Service. Oilseeds Report 10/09.
  11. U.S. Soybean Oil Consumption 2004.
  12. Soybean Meal Use Review. Iowa Soybean Association
  13. Menotti et al.: Food intake patterns and 25-year mortality from coronary heart disease: cross-cultural correlations in the Seven Countries Study. The Seven Countries Study Research Group. Eur J Epidemiol. 1999;15(6):507-15. PMID 10485342
  14. Yamori: Worldwide epidemic of obesity: hope for Japanese diets. Clin Exp Pharmacol Physiol. 2004; 31 Suppl. 2:S. 2-4. PMID 15649277
  15. Henkel: Soy: Health Claims for Soy Protein, Questions About Other Components. FDA Consumer magazine. May-June 2000 [2]
  16. Wu et al.: Epidemiology of soy exposures and breast cancer risk. Br J Cancer. 2008; 98(1): 9-14. Epub 2008 Jan 8. PMID 18182974
  17. Mau et al.: Effects of dietary isoflavones on proliferation and DNA integrity of myoblasts derived from newborn piglets. Pediatr Res. 2008;63(1):39-45. PMID 18043503
  18. Jorge E. Chavarro, Thomas L. Toth, Sonita M. Sadio, Russ Hauser: Soy food and isoflavone intake in relation to semen quality parameters among men from an infertility clinic Hum. Reprod. 23/08
  19. Hill, J., Nelson, E., Tilman, D., Polasky, S., Tiffany, D. (2006): Environmental, economic, and energetic costs and benefits of biodiesel and ethanol biofuels. Proceedings fo the National Academy of Sciences, Vol. 103, pp. 11206-11210.
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