Subjuntivo

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Subjuntivo als Modus der spanischen Sprache. Für die anderen Sprachen siehe Subjunktiv.

Der Subjuntivo ist ein Modus der spanischen Sprache. Der spanische Begriff „subjuntivo“ geht auf das lateinische Wort „subiungo“ zurück und bedeutet „anfügen“, „hinzufügen“, „verbinden“, aber auch „unterwerfen“ oder „unterjochen“[1] Diese Möglichkeitsform ist sprecherbezogen und drückt dessen Gefühle, Meinungen, Bewertungen, Zweifel, Empfehlungen, Wünsche, Willensäußerungen et cetera aus und kann in den Zeitstufen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verwendet werden.

In der normativen spanischen Grammatik, gramática normativa verleiht der Indikativ, Modo indicativo, gewissermaßen der „Objektivität“ oder der „Realität“ Ausdruck. Für den Modo subjuntivo hingegen gilt, dass hier eine subjektive Einstellung des Sprechers oder die Möglichkeiten zum Ausdruck gebracht werden. Also:

  • Ein Sprecher stellt fest und berichtet, gibt also die Nachricht, den Aussageinhalt „unverändert“ weiter: Indikativ.
  • Ein Sprecher interpretiert und gibt die Nachricht bzw. den Aussageinhalt unter der Maßgabe von Wunsch, Erwartung, Unsicherheit, Zögern, Zweifel, Freude, Empfehlung usw. weiter: Subjunktiv.

Eine hypothetische Auffassung oder Darstellung des Subjunktivs, welche nicht unbestritten ist, siehe hierzu unter 2 Allgemeines. Denn in einer anderen Annahme zu diesem Thema würde sich der der Subjunktiv und Indikativ als eine von zwei Grundfunktionen der spanischen Sprache zeigen, die als Präsentationsfiguren für bestimmte Ereignisse versprachlichen.[2]

Beispiele:

SubjuntivoPretérito Presente: Aunque llueva, iré a verte.
KonjunktivPräsens: Selbst wenn es regnete.
IndicativoPresente: Aunque llueve, iré a verte.
IndikativPräsens: Obwohl es regnet, werde ich dich besuchen.
SubjuntivoPretérito Presente: Es fácil que llueva.
KonjunktivPräsens: Es ist wahrscheinlich, dass es regnete.
IndicativoPretérito Presente: Creo que llueve hoy.
IndikativPräsens: Ich glaube, dass es heute regnet.
SubjuntivoPretérito Presente: No creo que llueva hoy.
KonjunktivPräsens: Ich glaube nicht, das es heute regnete.

In den Sätzen, die im Subjunktiv/Konjunktiv stehen, kann der Sprecher nicht nur einen erinnerten Sachverhalt versprachlichen, sondern gleichzeitig an seinen Gesprächspartner auch weitergehende Informationen (Modalitäten) über seine Vermutungen übergeben. Prinzipiell nutzt der Sprecher das Subjunktiv/Konjunktiv um seine Aussage in Bezug auf die erinnerte Realität so zu modulieren, dass dem Inhalt eine subjektive Gültigkeit verliehen wird. Über die mögliche faktische Aussage im Indicativo/Indikativ hinaus kann der Sprecher seine Erwartungen, Einschätzungen, Wünsche, Furcht usw. im versprachlichen Sachverhalt mitteilen. Mehr noch, die Tatsache, dass die durch den betreffenden Satz mitgeteilten Sachverhalte und Modalitäten in erinnerten Realität nicht wahr sind ermöglicht dem Sprecher in der Mitteilung eine alternative Realität zu schaffen.

Der deutsche Konjunktiv und der spanische Subjunktiv im Vergleich[Bearbeiten]

Obwohl in der Literatur oft als Konjunktiv übersetzt, stellt der Subjuntivo keine direkte Entsprechung zum deutschen Konjunktiv dar. Während der deutsche Konjunktiv I vor allem in der indirekten Rede seine Anwendung findet, wird der spanische Subjunktiv hier genau nicht verwendet. Lediglich kann die formale Übersetzung in den Konjunktiv II einen Anhaltspunkt liefern, der Gebrauch des spanischen Subjuntivo unterliegt aber anderen Regeln. Der Subjuntivo dient prinzipiell zum Ausdruck einer subjektiven Sichtweise. Im alltäglichen spanischen Sprachgebrauch ist die Verwendung des Subjuntivo von äußerster Wichtigkeit.[3]

Im Spanischen fände der Subjuntivo, einer Hypothese zur Folge, seine Anwendung darin, wenn es gälte Wünsche, Zweifel, Hoffnung, Freude, Ärger, Nichtwirklichkeit, Unsicherheit, Beeinflussung usw. Ausdruck zu verleihen. Mit anderen Worten ist es notwendig um in einem Gespräch etwa seine Meinungen zu äußern oder seine Gefühlswahrnehmungen zu versprachlichen und Sachverhalte als möglich darzustellen.[4]Auch das Deutsche führt prinzipiell diese Möglichkeit auf, indem es das Konjunktiv II nutzt um Unmögliches bzw. Unwirkliches auszudrücken. Beispiel: Ich möchte, dass du kämest. Quiero que vengas. Falsch wäre eigentlich im Deutschen: Ich möchte, dass du kommen würdest. Aber sicher falsch ist die spanische Formulierung: Quiero que vienes.

Überhaupt werden der deutsche Konjunktiv und der spanische Subjunktiv nicht für alle sprachlichen Expressionen der verschiedenen kontextualen Sachverhalte gleich eingesetzt. Beispiel: Er sagt, sie käme. (deutsch Konjunktiv II), aber im Spanischen Dice que viene.(Indikativ).[5]Umgekehrt sind Satzkonstruktion gegeben, wo im deutschenden der Indikativ und im Spanischem das Subjunktiv steht sowie eine Schnittmenge übereinstimmender Modi in beiden Sprachen. Doch sind gewissermaßen die Zuordnungsbestimmungen für die beiden Modi in den beiden Sprachen deutlich verschieden.

Während nun also das Spanische hinsichtlich seiner Voraussetzungen und deren sich ableitenden Konsequenzen stabile Formen wählt, liegt im Deutschen für ähnliche Voraussetzungen ein völlig inkohärentes System vor. Obgleich mit dem Konjunktiv II ein ähnlicher Schritt wie im Spanischen gegangen werden könnte, weicht die deutsche Sprache, vor allem in der Umgangssprache, in die verschiedensten grammatikalischen Formen aus. Das Deutsche stellt hinsichtlich des Konjunktivs II insofern ein instabiles System dar, da die Sprecher ihrer Muttersprache in ihrer Rede – hinsichtlich der oben genannten Voraussetzungen – völlig unterschiedliche grammatikalische Konstrukte einsetzen können oder einsetzen.[6]

„Der Konjunktiv II dient als Zeichen dafür, daß der Sprecher/Schreiber seine Aussage nicht als Wirkliches, über tatsächlich Existierendes verstanden wissen will, sondern als eine gedankliche Konstruktion, als eine Aussage über etwas nur Vorgestelltes, nur möglicherweise Existierendes.“

Duden Grammatik der deutschen Gegenwartssprache, neue Rechtschreibung. Bd. 4, In der Der Duden. 12 Bde., Bibliographisches Institut, Mannheim 1995, ISBN 3-4110-4046-7, S. 157

In den romanischen Sprachen, wie etwa dem Spanischen, Italienischen und im Französischen, wird zwischen dem Subjunktiv und dem Konditional klar differenziert. Im Gegensatz dazu wird im Deutschen der Konjunktiv zusehends an das Konditional assimiliert. Hier liegt im übrigen auch der Grund warum in den romanischen Sprachen die Modalverben weitaus weniger grammatikalisiert sind.[7]

Der deutsche Konjunktiv II Der spanische subjuntivo
Präsens Presente
Futur I Futuro
Präteritum (Imperfekt) Pretérito imperfecto
keine Form Pretérito perfecto
keine Form Pretérito pluscuamperfecto
Futur II Futuro perfecto

Konjugationen am Beispiel von „regnen“ „llover“

Der deutsche Konjunktiv II Der spanische subjuntivo
Präsens es regnete Presente él llueva
Futur I es würde regnen Futuro él lloviere
Präteritum (Imperfekt) es hätte geregnet Pretérito imperfecto él lloviera
keine Form Pretérito perfecto haya llovido
keine Form Pretérito pluscuamperfecto hubiera llovido
Futur II es würde geregnet haben Futuro perfecto hubiere llovido

Allgemeines[Bearbeiten]

Der Subjuntivo kann auch ohne Nebensatz nur im Hauptsatz allein stehen, hier gelten für seinen Gebrauch die gleichen Regeln, wie sie in zusammengesetzten Sätzen verwendet werden. Aber fast immer wird er in Nebensätzen verwendet, insbesondere solche die durch que oder einer anderen Konjunktion eingeleitet werden.[8]

Im Spanischen werden die Zeiten und Modi und der Aspekt in einer Handlungsabfolge oder –sequenz nach festen Regeln betrachtet.[9] Die Zeit, in der das Verb des Nebensatzes steht, wird immer von der Zeit des Verbs im Hauptsatz bestimmt.

In der indirekten Rede steht der Subjuntivo nur dann, wenn die Verbform des Hauptsatzes ein Imperativ ist.

Wie im Deutschen können im Spanischen der Haupt– und Nebensatz mit Bindewörtern oder Konjunktionen verbunden werden. Üblicherweise wird der Subjuntivo in den Nebensätzen benutzt, wobei es aber Ausnahmen gibt. Vereinfacht gesprochen gilt: Wenn eine Handlung, die im Nebensatz beschrieben wird, ohnehin so gut wie sicher eintritt, kann auf den Subjuntivo verzichtet werden.

Es gibt Wörter, die den Subjuntivo zwangsläufig nach sich ziehen, wie zum Beispiel ojalá (hoffentlich), quizás und tal vez (vielleicht).[10] Häufig anzutreffen ist aber etwa nach bestimmten nebensatzeinleitenden Wörtern (Subjunktionen) auch das Phänomen, dass dort sowohl der indicativo als auch der subjuntivo stehen kann, sich dann aber die Bedeutung der Subjunktion verändert. Als Beispiel sei das Wort "aunque" genannt, das mit indicativo "obwohl", mit subjuntivo hingegen "selbst wenn" bedeutet.[11]

Im Indikativ gilt der Aussageinhalt eines Satzes als sicher, im Subjunktiv kann er wahr oder auch falsch sein. Der Indikativ folgt nach den Konjunktionen zumeist aber dann, wenn die Handlungen oder Ereignisse des Hauptsatzes in der Vergangenheit liegen, wenn also das Geschehen feststeht, also der Ort, die Zeit, Art und Weise usw. festgelegt sind.[12]

Auch einige Adverbien Adverbio werden mit dem Subjuntivo genutzt. Um den Subjuntivo zu nutzen müssen mindestens zwei Subjekte, Sujeto bzw. handelnde Personen beteiligt sein.

Personendeixis, Ortsdeixis und Zeitdeixis sie bestimmen maßgeblich das finite Verb. In der komplexen spanischen Zeitdexis etwa, werden die verschiedenen Vergangenheitsformen, tiempos compuestos aus den finiten Formen von haber und dem infinten Partizip, participio gebildet und differenziert. Oder aber der im Zentrum stehende Sprecher äußert seine subjektive Sichtweise (Proposition) im Modo subjuntivo.[13]

Mit dem linguistischen Begriff der Sprechsituation (Deixis) wird die Bezugnahme auf Personen, Orte und Zeiten im Kontext beschrieben.[14] Dieser Kontext wird mittels deiktischen oder indexikalischen Ausdrücken wie ich, du, dort, hier, morgen, heute ... aber auch durch die Tempora oder Zeitstufen der Verben (also Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft) bestimmt. Ein wichtiger Aspekt beim Subjuntivo ist auch, dass die subjektive Sichtweise des Sprechers (Proposition) zum Ausdruck gebracht wird. Hierzu findet der Sprecher, aus lexikalischer Sicht, einen Zugriff auf sein Mentales Lexikon einerseits und produziert aus grammatischer Sicht (Generative Grammatik) entsprechende Satzstrukturen.

Verwendung fand der Subjuntivo als Expression von subjektiver Befindlichkeit im Spanischen, aus historischer Perspektive, erst relativ spät. In der Lateinischen Sprache herrschte die Infinitivkonstruktion vor. In dem aus dem Vulgärlatein hervorgegangenen Altfranzösischen und Altspanischen standen vorwiegend der Indikativ. Erst mit dem 16. und dann im 17. Jahrhundert wurde der Subjuntivo zunehmend häufiger um sich dann im 18. Jahrhundert durchzusetzen.[15]

Einige Linguisten führen den zunehmenden Gebrauch und die Bedeutung des Subjuntivo in der Alltagssprache auf die in der Renaissance einsetzenden Betonung des Ichs und auf die Verfeinerung des Sprachgefühls zurück. In den komplexen Sätzen liegt eben auf Grund eines nunmehr stärker zum Ausdruck gebrachten Affektgehaltes der Schwerpunkt nicht mehr auf der Tatsache des Hauptsatzes, dass z. B. jemand gekommen ist, sondern dass ich mich darüber wundere, freue, wütend bin et cetera. Der starke affektive Akzent auf den übergeordneten Hauptsatz bewirkt nun, dass die Handlung des durch die Konjunktion que nicht in ihrer Konkretheit, nicht als real wahrgenommen werden kann, sondern, sozusagen nebenbei, nur als Darstellung einer Möglichkeit erfassbar wird.[16]

Zum Thema des „Subjunktivs“ wurden aus sprachwissenschaftlicher Sicht eine große Anzahl von Publikationen veröffentlicht[17]Es gibt eine Reihe von Reflexionen und Hypothesen zu diesem Thema. In einer sehr aktuellen deutschen Publikation des Romanisten Martin Hummel[18]wird die Unterscheidung der Modi ‚Indikativ‘ und ‚Subjunktiv‘ als grundlegend nicht nur für das Verständnis der spanischen Sprache gesehen. Er sieht im spanischen Subjunktiv einen Grundwert, Grundfunktion dieser Sprache. Während der Indikativ die vorgestellten Ereignisse aus der Sicht ihres ‚Eingetretenseins‘ also ihrer faktischen Existenz beschreibt, gilt für den Subjunktiv der Aspekt des ‚möglichen Eintretens‘, der ‚Inzidenz‘.[19]Wobei das Subjunktiv im Moment des ‚Eingetretensseins‘ vom faktischen Ereignis in der sprachlichen Äußerung abstrahieren kann. Das Subjunktiv steht in ‚funktioneller Opposition‘ zum Indikativ. Während also der Subjunktiv als ‚Inzidenzmodus‘ fungiert, das mögliche reale Eintreten von Ereignissen, als Vorstufe ihrer Realisierung, versprachlicht, verbalisiert der Indikativ, als ‚Existenzmodus‘ die Tatbestände der sich realisierenden Ereignisse. Und beide auf der Ebene einer Grundfunktion der spanischen Sprache. Vor diesen Überlegungen widerspricht Martin Hummel die in vielen Grammatiken zusammengestellte Annahme, dass die Verwendung des Subjunktivs durch bestimmte Verben, Konjunktionen usw. oder inneren Haltungen wie Freude, Zweifel, Hoffnung usw. zum Ausdruck käme.

Da sich aus der Sicht von Martin Hummel (2001) der Subjunktiv, etwa der Verben auch auf faktisch eingetretene und sich realisierende Handlungen und Ereignisse beziehen kann, wird die Frage, welcher Unterschied zwischen der Präsentation im ‚Existenzmodus‘ und dem ‚Inzidenzmodus‘ des Subjunktivs besteht, so beantwortet, das es entscheidend ist auf welcher Ebene sich die Präsentation versprachlicht. Auf einer primären Ebene des faktischen Ereigniskontextes oder einer sekundären, inzidentellen Ebene, der Abstraktion und Vorstellung eines möglichen Eintretens in der sich faktisch vollzogenen Realität.[20]

Sprachgeschichtliches zum romanischen Konjunktiv im Allgemeinen und dem spanischen Subjunktiv im Speziellen[Bearbeiten]

Man nimmt an, dass in der rekonstruktiven indogermanischen Ursprache fünf Modi[21] unterschieden wurden, neben einem Indikativ für eine versachlichende Aussage (Berichten), kannte sie noch den Konjunktiv mit dem der Sprecher sein Wollen (Erwarten und Wollen) oder eine subjektiv nicht wirkliche Vorstellung (Wünschen und Vermögen, Ermöglichen, Wähnen) darstellte, dem Optativ (Wünschen) der einem Wunsch oder einer Möglichkeit Ausdruck verlieh, dem Imperativ (Befehlen) den man nutzte um zu Befehlen und der Injunktiv (Auffordern und Erwähnen) als Ausdruck eines Verbotes.[22]

In der lateinischen Sprache, aus dem die romanischen Sprachen abzuleiten sind, hat das infinite Verb, dessen Aufgabe es etwa ist, über ein Subjekt eine Aussage zu treffen, nur noch deren drei Modi den Indicativ, den Conjunctiv und den Imperativ. Im Lateinischen hat der Conjunctiv aber nicht so sehr die Bedeutung eines Ausdrucks einer Wunschform (Optativ), sondern steht eher für eine Erwartung an die Zukunft. Der lateinische Conjunctiv vereinigte nunmehr mehrere Funktionen des indogermanischen Konjunktivs (Erwarten), Voluntativ (Wollen) und des Optativs (Wünschen und Vermögen, Ermöglichen, Wähnen) u.a.m.[23][24] Bei der Entstehung der romanischen Sprachen kam es zu einer erneuten Umstrukturierung der Modi. Man wird nun vier Modi für die finiten Verben finden, den Indikativ, den Konjunktiv, den Imperativ und das Konditional. Bei großzügiger Auslegung könnten auch noch die infiniten Formen, so dass Partizip, der Infinitiv und das Gerundium zu den Modi gerechnet werden.

Der funktionelle Aspekt der Modi lässt dem Sprecher eine bestimmte (subjektive) Haltung zu der zu versprachlichenden Vorstellung, seiner letztlich mitgeteilten Satzaussage einnehmen. So wird der Sprecher etwa mit einer Form des Modus ausdrücken, ob er den Satzinhalt glaubt oder nicht, oder aber der Modus kann zum Ausdruck bringen, ob er sich etwas wünscht oder eben nicht.

Die Umstrukturierung der Modi aus der „indogermanischen Sprache“ und im Speziellen hinsichtlich des lateinischen Konjunktivs führte dazu, dass im lateinische Konjunktiv bestimmte (Teil-)Funktionen der Modi vereint und andere neu gebildet wurden.[25] Ein Teil des indogermanischen Konjunktivs hatte die Funktion eines Futurs inne, eine andere Teilfunktion bildete zusammen mit dem Optativ einen neuen Konjunktiv. Im Lateinischen sind damit der indogermanische Optativ und der Konjunktiv zusammengeflossen.[26]

Insgesamt findet man im Latein vier verschiedene Formen des Konjunktivs, diese sind das „Konjunktiv Präsens“, „Konjunktiv Imperfekt“, „Konjunktiv Perfekt“ und „Konjunktiv Plusquamperfekt“. Im Spanischen hatte sich die Anzahl verdoppelt.

Bildung[Bearbeiten]

Wie in anderen Modi im Spanischen so muss man auch beim Subjuntivo zwischen den Verben, die auf -ar oder -er und -ir enden, unterscheiden. Bei der Bildung des Subjuntivo dient die erste Person Singular Indikativ als Grundlage. Bei der Konjugation werden die charakteristischen Personalendungen ausgetauscht: Somit erhalten die Verben auf -ar ein -e und die Verben auf -er und -ir ein -a als Endung. Die Bildung des spanischen Subjuntivo ist demnach annähernd gleich mit der Bildung des Konjunktiv Präsens des Lateinischen, aus dem er sich ja auch entwickelt hat. Ferner gilt, dass die Formen des Subjuntivos identisch sind mit den Formen des verneinten Imperativs, Imperativo negativo.

Präsens (Presente de subjuntivo)[Bearbeiten]

Steht das Verb im Hauptsatz in einer den folgenden Zeiten, so Presente, Pretérito Perfecto, Futuro simple oder der imperative Modus, Modo imperativo wird für den Nebensatz das Presente de subjuntivo verwendet.

Beispiel das Verb im Hauptsatz alegrar steht im Presente und das Verb venir im Nebensatz im Presente de subjuntivo: Me alegro de que vengas a verme. Ich freue mich, dass du mich besuchen kommst.

regelmäßige Verben[Bearbeiten]

Bei Verben, die auf -ar enden, werden im Subjuntivo Präsens folgende Endungen an den Wortstamm angehängt:

Person Endung
yo -e
tu -es
usted, él, ella -e
nosotros /-as -emos
vosotros /-as -éis
ustedes, ellos, ellas -en

Verben auf -er und -ir erhalten im Subjuntivo diese Endungen:

Person Endung
yo -a
tu -as
usted, él, ella -a
nosotros /-as -amos
vosotros /-as -áis
ustedes, ellos, ellas -an

Beispiel der regelmäßigen Verben tomar, comer und vivir:

Person Subjuntivo Präsens (Presente de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
tomar yo tome tränke
tu tomes tränkest
usted, él, ella tome tränke
nosotros /-as tomemos tränken
vosotros /-as toméis tränket
ustedes, ellos, ellas tomen tränken
Person Subjuntivo Präsens (Presente de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
comer yo coma äße
tu comas äßest
usted, él, ella coma äße
nosotros /-as comamos äßen
vosotros /-as comáis äßet
ustedes, ellos, ellas coman äßen
Person Subjuntivo Präsens (Presente de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
vivir yo viva wohnte
tu vivas wohntest
usted, él, ella viva wohnte
nosotros /-as vivamos wohnten
vosotros /-as viváis wohntet
ustedes, ellos, ellas vivan wohnten

unregelmäßige Verben[Bearbeiten]

Neben den oben gebrauchten regelmäßigen Verben gibt es im Spanischen eine Vielzahl an unregelmäßigen Verben, bzw. Verben, bei denen eine bestimmte Person unregelmäßig ist. Als Beispiel sollen hier die drei Verben estar, saber und ir dienen:

Person Subjuntivo Präsens (Presente de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
estar yo esté wäre
tu estés wärest
usted, él, ella esté wäre
nosotros /-as estemos wären
vosotros /-as estéis wäret
ustedes, ellos, ellas estén wären
Person Subjuntivo Präsens (Presente de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
saber yo sepa wüsste
tu sepas wüsstest
usted, él, ella sepa wüsste
nosotros /-as sepamos wüssten
vosotros /-as sepáis wüsstet
ustedes, ellos, ellas sepan wüssten
Person Subjuntivo Präsens (Presente de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
ir yo vaya ginge
tu vayas gingest
usted, él, ella vaya ginge
nosotros /-as vayamos gingen
vosotros /-as vayáis ginget
ustedes, ellos, ellas vayan gingen

Perfekt (Pretérito perfecto de subjuntivo)[Bearbeiten]

Das Perfekt des Subjuntivo wird gebildet aus dem Subjuntivo Präsens des Verbs haber und dem Partizip Perfekt des entsprechenden Verbs. Die Formen der regelmäßigen Verben aus dem obigen Beispiel sehen dann wie folgt aus:

Person Subjuntivo Perfekt (Perfecto de subjuntivo)
tomar yo haya tomado
tu hayas tomado
usted, él, ella haya tomado
nosotros /-as hayamos tomado
vosotros /-as hayáis tomado
ustedes, ellos, ellas hayan tomado
Person Subjuntivo Perfekt (Perfecto de subjuntivo)
comer yo haya comido
tu hayas comido
usted, él, ella haya comido
nosotros /-as hayamos comido
vosotros /-as hayáis comido
ustedes, ellos, ellas hayan comido
Person Subjuntivo Perfekt (Perfecto de subjuntivo)
vivir yo haya vivido
tu hayas vivido
usted, él, ella haya vivido
nosotros /-as hayamos vivido
vosotros /-as hayáis vivido
ustedes, ellos, ellas hayan vivido

Der Subjuntivo Perfekt wird nach den gleichen Regeln benutzt wie der Subjuntivo Präsens (siehe #Gebrauch) ist diesem jedoch zeitlich vorgelagert.

Imperfekt (Imperfecto de subjuntivo)[Bearbeiten]

regelmäßige Verben[Bearbeiten]

Der Imperfekt des Subjuntivo leitet sich von der dritten Person Plural des Indefinido des Verbs ab. Die Endung -aron wird dann bei Verben auf -ar durch -ara beziehungsweise -ase, bei den Verben auf -er und -ir wird das -ieron durch -iera beziehungsweise -iese ersetzt. Die beiden Formen sind grundsätzlich gleichwertig. Meist ist die Region ausschlaggebend für die Benutzung der einen oder der anderen Endung. Allerdings kann die Form -ra nicht durch -se ersetzt werden, wenn erstere durch Plusquamperfekt oder Konditional ersetzbar ist. Dies ist historisch bedingt, da die -ra-Form aus dem lateinischen Plusquamperfekt Indikativ entstanden ist, während ihre Alternative auf dem lateinischen Plusquamperfekt Konjunktiv begründet ist.

Person Subjuntivo Imperfekt (Imperfecto de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
tomar yo tomara / tomase hätte getrunken
tu tomaras / tomases hättest getrunken
usted, él, ella tomara / tomase hätte getrunken
nosotros /-as tomáramos / tomásemos hätten getrunken
vosotros /-as tomarais / tomaseis hättet getrunken
ustedes, ellos, ellas tomaran / tomasen hätten getrunken
Person Subjuntivo Imperfekt (Imperfecto de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
comer yo comiera / comiese hätte gegessen
tu comieras / comieses hättest gegessen
usted, él, ella comiera / comiese hätte gegessen
nosotros /-as comiéramos / comiésemos hätten gegessen
vosotros /-as comierais / comieseis hättet gegessen
ustedes, ellos, ellas comieran / comiesen hätten gegessen
Person Subjuntivo Imperfekt (Imperfecto de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
vivir yo viviera / viviese hätte gewohnt
tu vivieras / vivieses hättest gewohnt
usted, él, ella viviera / viviese hätte gewohnt
nosotros /-as viviéramos / viviésemos hätten gewohnt
vosotros /-as vivierais / vivieseis hättet gewohnt
ustedes, ellos, ellas vivieran / viviesen hätten gewohnt

unregelmäßige Verben[Bearbeiten]

Person Subjuntivo Imperfekt (Imperfecto de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
estar yo estuviera / estuviese wäre gewesen
tu estuvieras / estuvieses wärest gewesen
usted, él, ella estuviera / estuviese wäre gewesen
nosotros /-as estuviéramos / estuviésemos wären gewesen
vosotros /-as estuvierais / estuvieseis wäret gewesen
ustedes, ellos, ellas estuvieran / estuviesen wären gewesen
Person Subjuntivo Imperfekt (Imperfecto de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
saber yo supiera / supiese hätte gewusst
tu supieras / supieses hättest gewusst
usted, él, ella supiera / supiese hätte gewusst
nosotros /-as supiéramos / supiésemos hätte gewusst
vosotros /-as supierais / supieseis hättet gewusst
ustedes, ellos, ellas supieran / supiesen hätten gewusst
Person Subjuntivo Imperfekt (Imperfecto de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
ir yo fuera / fuese wäre gegangen
tu fueras / fueses wärest gegangen
usted, él, ella fuera / fuese wäret gegangen
nosotros /-as fuéramos / fuésemos wären gegangen
vosotros /-as fuerais / fueseis wäret gegangen
ustedes, ellos, ellas fueran / fuesen wären gegangen

Ausschlaggebend für die Benutzung des Imperfekt des Subjuntivo ist die Form des Ausdrucks, der den Subjuntivo auslöst (siehe wiederum Gebrauch des Subjuntivo). Steht er im Konditional, Imperfekt oder Indefinido, so muss der Imperfekt des Subjuntivo verwendet werden. Auch wenn der Sprecher einen irrealen Vergleich mit como si (deutsch: als ob) ausdrücken will, wird der Subjuntivo benutzt.

Plusquamperfekt (Pluscuamperfecto de subjuntivo)[Bearbeiten]

Dem Imperfekt vorzeitig ist das Plusquamperfekt. Es wird gebildet aus dem Imperfekt Subjuntivo des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt des Verbs. In Nebensätzen, die Handlungen oder Ereignisse beschreiben, die erst herbeigeführt werden sollen, oder Tatsachen, die erst aufgrund einer anderen Tatsache entstanden sind, wird der Modus des Subjuntivo genutzt. Er kommt somit in den Nebensätzen (siehe hierzu auch es:Oración subordinada) vor. Hier spielt die Vorzeitigkeit eine wichtige Rolle. Steht das Verb im Hauptsatz in den nachfolgend aufgeführten Zeiten, so dem Pretérito Imperfecto, Pretérito Indefinido, Pretérito Pluscuamperfecto indicativo oder auch subjuntivo oder im Condicional Perfecto und findet die Handlungssequenz im Nebensatz zeitlich vor der Handlung im Hauptsatz statt, wird das Pluscuamperfecto de subjuntivo verwendet.

Beispiel das Verb im Hauptsatz alegrar steht im Pretérito Indefinido und das Verb irse im Nebensatz im Pluscuamperfecto de subjuntivo:

  • Me alegró que mi esposa me hubiera ido a esperar al teatro.

Es freute mich, das meine Ehefrau zum Theater gefahren war, um mich abzuholen.

Mit anderen Worten gibt es keine Vorzeitigkeit bzw. nur eine Nachzeitigkeit bleibt das Zeitengefüge des Hauptsatzes erhalten, lediglich der Modus ändert sich vom Modo indicativo des Hauptsatzes zum Modo subjuntivo des Nebensatzes. Es gilt; bei Gleichzeitigkeit im Hauptsatz folgt der gleiche Tempus als Subjuntivo im Nebensatz.

Es werden also allgemein Handlungen und Ereignisse zu Ausdruck gebracht, die vor einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit stattfanden oder unter einer anderen Bedingungen in der Vergangenheit hätten stattfinden können.[27]

Person Subjuntivo Plusquamperfekt (Pluscuamperfecto de subjuntivo)
tomar yo hubiera / hubiese tomado
tu hubieras / hubieses tomado
usted, él, ella hubiera / hubiese tomado
nosotros /-as hubiéramos / hubiésemos tomado
vosotros /-as hubierais / hubieseis tomado
ustedes, ellos, ellas hubieran / hubiesen tomado
Person Subjuntivo Plusquamperfekt (Pluscuamperfecto de subjuntivo)
comer yo hubiera / hubiese comido
tu hubieras / hubieses comido
usted, él, ella hubiera / hubiese comido
nosotros /-as hubiéramos / hubiésemos comido
vosotros /-as hubierais / hubieseis comido
ustedes, ellos, ellas hubieran / hubiesen comido
Person Subjuntivo Plusquamperfekt (Pluscuamperfecto de subjuntivo)
vivir yo hubiera / hubiese vivido
tu hubieras / hubieses vivido
usted, él, ella hubiera / hubiese vivido
nosotros /-as hubiéramos / hubiésemos vivido
vosotros /-as hubierais / hubieseis vivido
ustedes, ellos, ellas hubieran / hubiesen vivido

Futur (Futuro de subjuntivo)[Bearbeiten]

Das Futur des Subjuntivo wird, analog zum Subjuntivo Imperfekt, ausgehend von der dritten Person Plural des Indefinido gebildet. Allerdings wird hier die Endung -aron in der ersten Person durch -are beziehungsweise -iere ersetzt und von ihr ausgehend konjugiert:

Person Subjuntivo Futur (Futuro imperfecto de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
tomar yo tomare würde trinken
tu tomares würdest trinken
usted, él, ella tomare würde trinken
nosotros /-as tomáremos würden trinken
vosotros /-as tomareis würdet trinken
ustedes, ellos, ellas tomaren würden trinken
Person Subjuntivo Futur (Futuro imperfecto de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
comer yo comiere würde essen
tu comieres würdest essen
usted, él, ella comiere würde essen
nosotros /-as comiéremos würden essen
vosotros /-as comiereis würdet essen
ustedes, ellos, ellas comieren würden essen
Person Subjuntivo Futur (Futuro imperfecto de subjuntivo) Formale deutsche Übersetzung (Konjunktiv II)
vivir yo viviere würde wohnen
tu vivieres würdest wohnen
usted, él, ella viviere würde wohnen
nosotros /-as viviéremos würden wohnen
vosotros /-as viviereis würdet wohnen
ustedes, ellos, ellas vivieren würden wohnen

Das Futur des Subjuntivo wird nur noch selten und wenn, dann ausschließlich in der geschriebenen Sprache verwendet. Dabei handelt es sich meist um die dritte Person, die zum Beispiel noch in formellen Schreiben, wie Gesetzestexten Anwendung findet.

  • El concesionario responderá de cualquier daño perjuicio que se originare por terceros. (deutsch: Der Lizenzträger haftet für jeden Schaden, der durch Dritte entsteht.)[28]

Außerdem gibt es einige feststehende Redewendungen, die die Zukunftsform des Subjuntivo benutzen, mittlerweile aber immer mehr durch Formen des Präsens ersetzt werden:

  • Sea lo que fuere. (heutzutage verbreiteter: Sea lo que sea. deutsch: Wie dem auch sei. oder Sei es, wie es wolle.)

Gebrauch[Bearbeiten]

Benutzt ein Sprecher den Subjuntivo, so geht es meist weniger darum, eine Tatsache zu schildern, als vielmehr die sprecherinterne Haltung, die Gefühle oder Meinungen und so weiter auszudrücken. Es handelt sich hier um die Färbung der Aussage vom Sprecher selbst. Daher steht der Subjuntivo:

zum Ausdruck von Wünschen (meist durch que oder ojalá eingeleitet):

  • ¡Que se divierta! – Viel Vergnügen!
  • ¡Ojalá apruebes el examen! – Hoffentlich bestehest du die Prüfung!

zum Ausdruck einer Willensäußerung:

  • Dabei gibt es eine ganze Reihe von Verben, die den Subjuntivo auslösen können, wie zum Beispiel aconsejar a alguien (jemandem etwas raten), esperar (hoffen), insistir en algo (auf etwas bestehen), perdonar (verzeihen), recomendar (empfehlen), et cetera.
    • Espero que pases buenas vacaciones. – Ich hoffe, dass du schöne Ferien verbringest (verbringen wirst).
    • Te recomendamos que vayas al colegio regularmente – Wir empfehlen dir, dass du regelmäßig zur Schule gehest.
  • Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an unpersönlichen Ausdrücken (expresiones impersonales), die den Gebrauch des Subjuntivo erforderlich machen, zum Beispiel es aconsejable (que) (es ist ratsam), es fundamental (que) (es ist grundlegend / wesentlich), es mejor (que) (es ist besser) und so weiter. Der Subjuntivo findet nach diesen Ausdrücken dann Anwendung, wenn es ein persönliches Subjekt gibt, nach unpersönlichem steht der Infinitiv des Verbs:
    • Es aconsejable que estudiéis la lengua. – Es ist ratsam, dass ihr die Sprache studieret.
      Die zweite Möglichkeit mit unpersönlichem Subjekt sieht folgender maßen aus:
    • Es aconsejable estudiar la lengua. – Es ist ratsam, die Sprache zu studieren.

zum Ausdruck einer subjektiven Bewertung:
Dabei wird der vom Sprecher erwähnte Sachverhalt von ihm selbst als wahr vorausgesetzt. Auch in dieser Gruppe gibt es sowohl Verben (alegrarse, estar contento, lamentar, und so weiter) als auch unpersönliche Ausdrücke, wie beispielsweise es bueno (que), es agradable (que), me gusta (que), es lógico (que), die den Subjuntivo nach sich ziehen.

  • Beispiel mit Verben:
    • Me alegro de que hayáis aprobado el examen. – Ich freue mich, dass ihr die Prüfung bestanden habet.
    • Me enfada que la fiesta no tenga lugar en mi casa. – Es ärgert mich, dass die Feier nicht bei mir zu Hause stattfindet.
  • Beispiel mit unpersönlichen Ausdrücken:
    • Me molesta que estés tan ruidoso. – Es stört mich, dass du so laut seiest.
    • Es lógico que no haya encontrado un puesto de trabajo. – Es ist logisch, dass er keine Arbeitsstelle gefunden habe.

zum Ausdruck des Zweifels, der Unsicherheit oder der Wahrscheinlichkeit:
Dazu zählen nicht nur Ausdrücke wie es probable (es ist wahrscheinlich) oder das Verb dudar (bezweifeln), sondern auch die verneinten Formen von Ausdrücken die Sicherheit widerspiegeln.

  • Dudo que los profesores siempre tengan razón. – Ich bezweifle, dass die Lehrer immer recht haben.
  • Es probable que yo venga. – Ich werde wahrscheinlich kommen., bzw. Ich komme wahrscheinlich.
  • No es cierto que Pedro vaya a comprarse un coche. – Es ist nicht sicher, dass sich Pedro ein Auto kaufte.

Aber:

  • Es cierto que Pedro va a comprarse un coche. – Es ist sicher, dass sich Pedro ein Auto kaufen wird.

nach verneinten Sätzen der Meinungsäußerung:

  • No creo que mañana llueva. – Ich glaube nicht, dass es morgen regnet.
  • No es verdad que todos los estudiantes sean vagos. – Es stimmt nicht, dass die Studenten faul seien.

Dabei kommt es darauf an, ob der Satz, der den Subjuntivo einleitet, verneint ist oder nicht:

  • Creo que mañana no llueve – Ich glaube, dass es morgen nicht regnet. (Indikativ)
  • Es verdad que los estudiantes no son vagos. – Es stimmt, dass die Studenten nicht faul sind.

nach bestimmten Konjunktionen:
Diese erfordern den Subjuntivo, wie beispielsweise:

  • antes (de) que – bevor
  • para que, a fin (de) que, con el fin de que – damit
  • sin que – ohne dass
  • aun cuando – selbst wenn
  • después de que – nachdem

Aber einige Konjunktionen lassen sowohl die Verwendung des Subjuntivo als auch den Indikativ zu:[29]

  • cuando – sobald, als, immer, wenn
  • aunque – selbst wenn, obwohl, gleichwohl, obgleich
  • por mucho que – selbst wenn, obwohl, auch wenn
  • mientras (que) – solange, während
  • si – wenn, falls, ob

im Relativsatz:

  • wenn dieser eine Forderung oder eine Bedingung ausdrückt:
    • Necesitamos una oficiala que tenga conocimientos en informática. – Wir brauchen eine Sekretärin, die Computerkenntnisse habe.
  • wenn der Vordersatz verneint ist und das Gesagte auf niemanden beziehungsweise auf nichts zutrifft:
    • No hay nadie que lo sepa. – Es gibt niemanden, die es wissen.
  • wenn die Nominalgruppe unbestimmt ist:
    • Él que haya trabajado mucho, está gratificado. – Wer viel gearbeitet habe, wird belohnt.
  • nach den Indefinitpronomen quienquiera, cualquiera, cualquier + Substantiv und comoquiera:
    • Quienquiera lo haya dicho, no me interesa. – Wer es auch immer gesagt habe, es interessiert mich nicht.
  • nach den negativen Indefinitpronomen nada, nadie, ninguno oder wenn die positiven Indefinitpronomen wie algo, alguien oder
  • in festen Wendungen wie zum Beispiel:
    • Como tú digas. – Wie du meintest.
    • Que yo sepa… – Soviel ich wisse,…

Verben die dem Subjunktiv nahestehen (Auswahl)

  • agradar - gefallen
  • detestar - hassen
  • disgutar - missfallen
  • dudar - zweifeln
  • encantar - begeistern, entzücken
  • esperar - warten
  • desear - wünschen, ersehnen
  • gustar - gefallen
  • molestar - stören
  • querer - mögen
  • sorprender - erstaunen
  • sufrir - leiden

Zeitenfolge[Bearbeiten]

Zwei sprachliche Aussagen können zueinander in einer zeitlichen Beziehung stehen. Entweder verläuft eine Handlung oder Ereignis vor der anderen oder beide verlaufen gleichzeitig. Für den Gebrauch des Subjuntivo kann man die Tempora in eine Gegenwarts- und eine Vergangenheitsgruppe einteilen.

Zur Gegenwartsgruppe gehören Präsens, Presente, Zukunft, Futuro simple o perfecto und Perfekt, Pretérito perfecto während sich die Vergangenheitsgruppe aus Imperfekt, Pretérito imperfecto, Indefinido, Pretérito indefinido, Plusquamperfekt Pretérito pluscuamperfecto und dem Konditional, Condicional simple o perfecto zusammensetzt (vgl. hierzu Consecutio temporum).

Gegenwartsgruppe:

  • Gehört das Verb im Hauptsatz der Gegenwartsgruppe an, so benutzt man um Gleichzeitigkeit auszudrücken den Subjuntivo Präsens:
    • Me molesta que fumes. – Es stört mich, dass du rauchest.
  • Zur Darstellung der Vorzeitigkeit verwendet man den Subjuntivo Perfekt:
    • Es lógico que no hayan aprobado el examen. – Es ist logisch, dass sie die Prüfung nicht bestanden haben.

Vergangenheitsgruppe:

  • Ist das Verb im Hauptsatz aus der Vergangenheitsgruppe, so benutzt man im angeschlossenen que-Satz zum Ausdruck von Gleich- und Nachzeitigkeit den Imperfekt des Subjuntivo.
    • Me molestó que fumaras / fumases. – Es störte mich, dass du rauchen würdest.
  • Vorzeitigkeit wird durch das Plusquamperfekt des Subjuntivo ausgedrückt:
    • Fue lógico que no hubieran / hubiesen aprobado el examen. – Es war logisch, dass sie die Prüfung nicht bestanden hätte.
Modo indicativo – Tempus des Hauptsatzes Modo subjuntivo – Tempus des Nebensatzes
Presente
  • Presente de subjuntivo bei Gleichzeitigkeit oder Nachzeitigkeit,[30] 
  • Pretérito perfecto bei Vorzeitigkeit[31]
Imperativo
  • Presente de subjuntivo bei Gleichzeitigkeit[32] oder Nachzeitigkeit, 
  • Imperfecto de subjuntivo bei Vorzeitigkeit
Pretérito indefinidoPretérito imperfectoPretérito anteriorPretérito perfecto,  Pretérito pluscuamperfecto
  • Imperfecto de subjuntivo bei Gleichzeitigkeit oder Nachzeitigkeit,[33] 
  • Pluscuamperfecto de subjuntivo bei Vorzeitigkeit
Futuro simpleFuturo perfecto
  • Presente de subjuntivo bei Gleichzeitigkeit oder Nachzeitigkeit, 
  • Perfecto de subjuntivo bei Vorzeitigkeit[34]
Condicional simpleCondicional perfecto
  • Imperfecto de subjuntivo bei Gleichzeitigkeit oder Nachzeitigkeit, 
  • Pluscuamperfecto de subjuntivo bei Vorzeitigkeit

[35][36]

Subjuntivo, Modalität und Modus[Bearbeiten]

Modalität[37] beschreibt im sprachwissenschaftlichem Sinne und aus einer semantisch-pragmatischen[38][39]Blickrichtung zum einen, das Verhältniss des Sprechers zu der Art und Weise seiner (subjektiven) Stellungnahme und Versprachlichung der unterschiedlichen Formen, die die Beziehung des Sprechers zu seiner Satzaussage und zum anderen, der Satzaussage zur Wirklichkeit in dieser versprachlichten Realität darstellen.

Hierzu eine von mehreren möglichen Definitionen des Begriffs Modalität, nach dem deutschen Linguisten Theodor Lewandowski (* 1927):

„Modalität ist eine den Modus einschließende übergreifende monosyntaktische und semantisch-pragmatische (kommunikative) Kategorie, die das Verhältnis des Sprechers zur Aussage und das der Aussage zur Realität bzw. zur Realisierung eines Gegebenen zum Ausdruck bringt und grammatisch und / oder lexikalisch, intonational, rhetorisch usw. realisiert werden kann.“

Theodor Lewandowski: Linguistisches Wörterbuch. Auflage 6, Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim 1994, ISBN 3-8252-1518-0, S. 714

In der deutschen und spanischen Sprache zeigt sich ein Verb in seinen unterschiedlichen Aussageweisen, Modus bzw. Modi. Der Modus kennzeichnet die (subjektive) Sichtweise (Modalität) des Sprechers gegenüber seiner Aussage. Man kann in beiden Sprachen zwischen drei Modi unterscheiden den Indikativ (Wirklichkeitsform), Konjunktiv (Möglichkeitsform) und den Imperativ (Befehlsform).[40]Wobei der deutsche Konjunktiv, wie oben schon ausgeführt, nicht dem spanischen Subjuntivo entspricht.

Vergleicht man das Deutsche[41] mit dem Spanischen so wird man gewahr, dass in der deutschen Sprache der Bereich der Modalität durch folgende sprachliche Typen umrissen ist:

  • Modalverben, verbos modales und Modalitätsverben,
  • Modusformen des Verbs, wie Konjunktiv und Imperativ,
  • modale Infintiv-Konstruktionen,
  • Modalwörter oder Satzadverbien,
  • Modalpartikel, partículas modales.

Auch das Spanische verfügt über entsprechende Bildungen, jedoch ist aber deren Gebrauch im Satz und Aussage unterschiedlich. Während im Deutschen die Modalverben ihre bevorzugte Verwendung finden, ergibt sich im Spanischen durch die Verwendung des Subjuntivo sein wichtigstes Mittel zum Ausdruck der Modalität.

Dennoch spielen Modalverben wie querer, deber, soler, saber, poder eine ebenso wichtige Rolle wie die Verbalperiphrase oder verbale Periphrasen mit dem Infinitiv. Modale verbale Periphrasen sind solche Periphrasen, die mit Modalverben als Hilfsverb[42] verbunden sind und den Inhalt eines anderen Verbs abwandeln, ihnen folgt stets ein Infinitiv.[43] Von geringerer Bedeutung, aber nicht bedeutungslos, sind die Modalwörter und Modalpartikel.[44]

Nach L. Gómez Torrego (1988)[45] lassen sich Periphrasen unterscheiden in solche, auch direkten Periphrasen genannt, an die sich unmittelbar der Infinitiv anschließt, wie querer, deber, poder plus Infinitiv und solchen die über eine präpositionale oder auch konjuntionale Verknüpfung entstehen, wie hay que, tener que, haber de, deber de plus Infinitiv, auch als indirekte Periphrasen bezeichnet.[46]

Literatur[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

  • Ana I. Rodríguez-Pinero Alcalá: Algunas reflexiones en torno al subjuntivo en español y alemán. (1999), S. 579–586, cervantes.es, online
  • A. Manteca Alonso-Cortés: Gramática del subjuntivo. Gramática generativa transformacional del español. àngel Manteca Ediciones Cátedra, Madrid 1981, ISBN 84-376-0305-6
  • Eugenio Coseriu: Das Romanische Verbalsystem. Verlag Günter Narr, Tübingen 1976
  • Wolfgang Dahmen: Was kann eine vergleichende romanische Sprachwissenschaft heute (noch) leisten? Band 20 von Romanistisches Kolloquium, Verlag Günter Narr, 2006, ISBN 3-823362-13-5
  • José Álvaro Porto Dapena: Del indicativo al subjuntivo. Valores y usos de los modos del verbo. Arco Libros, Madrid 1991 ISBN 84-7635-093-7
  • Pilar Díaz, María Luisa Rodríguez: El subjuntivo. Colección paso a paso. Bd. 1 u. 2, Editorial Edinumen, Madrid 2007, ISBN 978-84-89756-66-3.
  • Martin Hummel: Der Grundwert des spanischen Subjunktivs. Narr Francke Attempto, 2001, ISBN 3-823351-25-7
  • Klaus Hunnius: Imparfait und Subjonctif. Zu den Korrespondenzen zwischen ‚Tempus‘ und ‚Modus‘. In Daniel Jacob; Andreas Kablitz; Bernhard Konig; Margot Kruse; Joachim Kupper (Hrsg.): Romanistisches Jahrbuch 2009. Walter De Gruyter Incorporated, Walter de Gruyter, 2010 ISBN 3-110223-08-2, S. 51–63
  • Emma Martinell Gifre: El subjuntivo (Coleccion Temas y monografias). Editorial Coloquio, Madrid 1985, ISBN 8-4860-9313-9
  • Wolfgang Reumuth, Otto Winkelmann: Praktische Grammatik der spanischen Sprache. 4. unveränderte Auflage. Gottfried Egert Verlag, Wilhelmsfeld 2003, ISBN 3-926972-21-1.
  • Peter Schifko: Subjonctif und subjuntivo. Zum Gebrauch des Konjunktivs im Französischen und Spanischen. W. Braumüller, Wien / Stuttgart 1967

Wissenschaftliche Arbeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Margarit Badía: El subjuntivo de subordinación en las lenguas románicas y especialmente en ibero-románico. In: Revista de Filología Española. 37: 95-129, Institut “Miguel de Cervantes”, Madrid 1953, S. 95.
  2. Martin Hummel: Der Grundwert des spanischen Subjunktivs. Narr Francke Attempto, 2001, ISBN 3-823351-25-7, S. 1–4
  3. Peter Schifko: Subjonctif und subjuntivo. Zum Gebrauch des Konjunktivs im Französischen und Spanischen. W. Braumüller, Wien / Stuttgart 1967
  4. Maria Bachler: Neue Überlegungen zur Modus-Problematik im Spanischen im Hinblick auf die Bestimmung des Grundwerts des subjuntivo. Dissertationsschrift, Wien 2010, S. 79 f.
  5. Elke Hentschel; Petra M. Vogel: Deutsche Morphologie. Walter de Gruyter, Berlin 2009,ISBN 3-1102-1261-7, S. 209
  6. Justo Fernández López: Theorien über den Subjuntivo. Teorías sobre el subjuntivo.(Recop.), Hispanoteca.eu, online
  7. Elizabeth C. Traugott; Christian Lehmann: Subjectification in Grammaticalisation. In Dieter Stein; Susan Wright (Hrsg.): Subjectivity and Subjectivisation: Linguistic Perspectives. Cambridge University Press, Cambridge 1995, ISBN 0-5214-7039-0, S. 31–54
  8. Hispanoteca. Juan Fernández: Mind maps. Hispanoteca.eu, online
  9. Irene Gil Laforga, Eugenio Cascón Martín, Manuel Pérez Fernández (Hrsg.): Nueva gramática de la lengua española. Real Academia Española, Espasa Libros, Barcelona 2011, ISBN 978-84-670-3471-4, S. 237.
  10. grammatik.woxikon.de
  11. Langenscheidt-Redaktion (Hrsg.): Power Wörterbuch Spanisch. Langenscheidt, München 2008, S. 75.
  12. Wolfgang Hahn: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 79.
  13. José Vera Morales: Spanische Grammatik. 6. Aufl. Oldenbourg Verlag, München 2013, ISBN 978-3-486-71777-8, S. 214 f.
  14. Claus Ehrhardt, Hans Jürgen Heringer: Pragmatik. (UTB 3480). Fink, Paderborn 2011, ISBN 978-3-8252-3480-5, S. 147.
  15. Peter Schifko: Subjonctif und subjuntivo. Zum Gebrauch des Konjunktivs im Französischen und Spanischen. W. Braumüller, Wien/ Stuttgart 1967, S. 36–38.
  16. Spanische Grammatik für deutsche Muttersprachler. Justo Fernández López. Hispanoteca. Lengua y cultura hispanas. Subjuntivo Hispanoteca.eu - Gebrauch nach Peter Schifko
  17. Orientierend kann zu den sprachwissenschaftlichen Überlegungen und Thesen auf die Übersicht in der Dissertationsschrift von Horst Combe verwiesen werden. Horst Combe: Die Verwendung des spanischen Subjuntivo im Relativsatz. Dissertationsschrift, Universität Tübingen 2010, S. 5–20
  18. Martin Hummel: Der Grundwert, oder Grundfunktion des spanischen Subjunktivs. Narr Francke Attempto, 2001, ISBN 3-823351-25-7
  19. Martin Hummel: Zusammenfassung von: Der Grundwert des Spanischen Subjunktivs. Verlag Günter Narr, Tübingen 2001, S. 303, online
  20. Martin Hummel: Der Grundwert, oder Grundfunktion des spanischen Subjunktivs. Narr Francke Attempto, 2001, ISBN 3-823351-25-7, S. 126–142
  21. andere sprechen von nur vier Modi Roland Schuhmann: Unterrichtsmaterialien: Einführung in die Indogermanistik. Universität Jena, S. 1–38
  22. Günther Schweikle: Germanisch-deutsche Sprachgeschichte im Überblick. J. B. Metzler, Stuttgart 1990, ISBN 3-4760-0737-5
  23. Konjunktiv in der Funktion des Irrealis: Versprachlichung der Unwirklichen; Konjunktiv in der Funktion des Prohibitiv: Verbote auszusprechen; Konjunktiv in der Funktion des Deliberativ: unentschlossene Überlegungen anzustellen; Konjunktiv in der Funktion des Potentialis: Aussagen über eine nur mögliche Wirklichkeit zu machen; Konjunktiv in den Funktionen des Hortativ, Jussiv bzw. Optativ: Aufforderungen bzw. Wünsche zu äußern.
  24. N. Vrticka: Proseminar: Einführung in die lateinische Linguistik - WS 2005 / 2006. S. 58 unter Vrticka_Linguistik.pdf, online‎
  25. Roland Schuhmann: Einführung in die historische lateinische Grammatik. Universität Jena, S. 66
  26. Karin Fürpaß: Der dubitative Konjunktiv im Italienischen und Französischen. Ein Vergleich anhand der gesprochenen Sprache. Diplomarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz, 2009, S. 3–18
  27. Claudia Moriena; Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 - C1]. Hueber Verlag, 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 407.
  28. Justo Fernández López: El futuro de Subjuntivo
  29. Spanische Verben. Subjuntivo. Verwendung.
  30. Gleich– oder Nachzeitigkeit; das bedeutet in Bezug auf etwas Gegenwärtiges oder Zukünftiges.
  31. Vorzeitigkeit; das bedeutet in Bezug auf etwas das bereits geschehen war.
  32. Beispiel für Gleichzeitigkeit: Während es draußen stürmte und regnete, saßen wir drinnen gemütlich am Tisch.
  33. Beispiel für Nachzeitigkeit: Wir hatten die Hoffnung schon längst aufgegeben, als der Brief dann doch noch eintraf.
  34. Beispiel für Vorzeitigkeit: Nachdem wir den Brief geschrieben hatten, standen wir auf.
  35. Antoon van Bommel, Kees van Esch, Jos Hallebeek: Estudiando español, Grundgrammatik. Ernst Klett Sprachen, 2009, ISBN 978-3-12-535499-9, S. 122 f.
  36. Justo Fernández López: Der Modus Konjunktiv Übersicht. Modo subjuntivo Sumario. online
  37. die Definitionen und die theoretischen Überlegungen zum Begriff „Modalität“ sind in der Linguistik uneinheitlich.
  38. Volkmar Engerer: Wahrheit und Modalität. Tidsskrift for Sprogforskning, Årgang 3, Nr. 2 2005, S. 51-84, online abrufbar
  39. Modalität. Norbert Fries, Online Lexikon Linguistik. Berlin 2006 ff.
  40. Modus Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. Steinbach, S. 1–7
  41. Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. Alfred Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-52045-203-0, S. 438
  42. oder prädikatserweiternde Funktionsverb für die verbale Periphrase.
  43. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göttingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 158–159
  44. Irene Doval Reixa: Die Ausdrucksmittel der Modalität im Deutschen und Spanischen aus kontrastiver Sicht. Moenia, (1999), 5, S. 397–398
  45. Alexander Malek: Die Funktionsbereiche der spanischen Periphrasen mit haber + PP und tener + PP. Grin-Verlag, München 2007, 978-3-640-12410-7, S. 5 f.
  46. Leonardo Gómez Torrego: Perífrasis Verbales: Sintaxis, Semántica y Estilística. Español para Extranjeros Series. Español para estranjeros: Serie monográficaArco Libros, S.L., 1988, ISBN 8-4763-5039-2, S. 80 f.