Tempelhofer Park

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Öffnung des Tempelhofer Parks im Mai 2010

Der Tempelhofer Park ist ein Erholungsgebiet in den Berliner Ortsteilen Neukölln und Tempelhof. Sie liegt auf dem Tempelhofer Feld der Teltowhochfläche und umfasst auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof über 300 Hektar. Damit ist sie, noch vor dem Großen Tiergarten, Berlins größter Park. Der Tempelhofer Park ist Teil des Projekts Tempelhofer Freiheit, das zudem die Gebäude sowie das Vorfeld des ehemaligen Flughafens umfasst.

Der Tempelhofer Park ist jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich[1] und kann über zehn Eingänge betreten werden. Sechs davon befinden sich am östlichen Ende der Landebahnen und liegen an der Neuköllner Oderstraße, sowie jeweils einer am Bahnhof Tempelhof, in Höhe des U-Bahnhofs Paradestraße am Tempelhofer Damm sowie am Columbiadamm in Höhe der Şehitlik-Moschee und der Golßener Straße.

Mit dem Betrieb des Parks ist die Grün Berlin GmbH von der Senatsverwaltung beauftragt. Im Jahr 2017 soll hier die Internationale Gartenbauausstellung stattfinden.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Eröffnung

Der Park wurde am 8. Mai 2010 eröffnet. Am ersten Wochenende wurde er von rund 235.000 Besuchern frequentiert.[3] Wegen einer Demonstration, die sich gegen seine regelmäßige Schließung nach Sonnenuntergang und gegen den Verkauf von Grundstücken auf dem Gelände richtete, wurden zeitweise die Eingänge an der Oderstraße und am Columbiadamm vom Sicherheitsdienst geschlossen.[4]

[Bearbeiten] Planungen

Tempelhofer Park (ehemalige Nordbahn)

Die offiziellen Planungen für den Tempelhofer Park werden zurzeit vom Berliner Senat verantwortet. Daneben gibt es private Initiativen, die ihre Pläne ebenfalls auf dem Flugfeld verwirklichen wollen, aber vom Senat nicht am Planungsprozess beteiligt werden. Dies führt zu Planungskonflikten. Eine unabhängige vermittelnde Institution, die sich mit der Mediation zwischen diesen beiden Interessengruppen beschäftigt (wie beispielsweise bei der Entstehung des Central Park in New York), gibt es bislang noch nicht.

Auf einem Teil des Tempelhofer Parks – am Columbiadamm, an der Oderstraße und am Tempelhofer Damm – sollen nach Plänen des Senats neue Wohnquartiere errichtet werden.[5] Im Süden des Geländes ist ein neuer Innovationspark geplant. Zur besseren Erreichbarkeit soll ein neuer S-Bahnhof das Gelände von Süden her erschließen.[6] Auch eine neue Fußgängerbrücke über die Stadtautobahn und die S-Bahn-Trasse ist geplant.

Die privaten Initiativen für die Entwicklung des Tempelhofer Parks sind bislang ohne erkennbare Struktur. Die Presse berichtet unregelmäßig über ausgewählte Pläne. Am 26. August 2010 berichteten die Berliner Tageszeitungen beispielsweise von der Konzeptstudie zweier Berliner, das ehemalige Flugfeld zu fluten und einen Bade- und Erholungssee auf dem Parkgelände zu schaffen.[7] Am 15. April 2011 berichtete die Presse darüber, dass ab 2013 der Tempelhofer Park zu einer Grünlandschaft mit See, Parzellen und Kletterfelsen umgebaut werden soll.[8]

[Bearbeiten] Volksbegehren

Im September 2011 gründete sich im östlich an die Parkfläche angrenzenden Schillerkiez unter dem Titel 100 % Tempelhofer Feld eine Bürgerinitiative mit dem Ziel, die Nachnutzungspläne des Senats im Wege eines Berlin-weiten Volksentscheides zu kippen und eine Bebauung des Geländes zu verhindern. Nach Vorstellung der Initiative solle die Freifläche weder mit einem Neubau der Landesbibliothek, Wohn- und Gewerbeimmobilien, noch der Internationalen Gartenausstellung versehen und für Parkbesucher in ihrem natürlichen Zustand belassen werden.[9]

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Tempelhofer Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Öffnungszeiten auf gruen-berlin.de
  2. IGA 2017 auf Berlin.de
  3. Bilanz der Öffnung des Tempelhofer Parks: Senatorin ist sehr zufrieden
  4. Ärger im Anflug. In: Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 14.Mai 2010
  5. Konzept zur IGA 2017
  6. Senat plant neuen S-Bahnhof in Tempelhof. In: Berliner Morgenpost vom 16.März 2010, abgerufen am 14.Mai 2010
  7. So soll der Flughafen Tempelhof zum See werden. In: Berliner Morgenpost, abgerufen am 28. Mai 2010
  8. Ein Park für Kleingärtner und Kletterer In: Berliner Kurier, abgerufen am 19. April 2011
  9. Volksbegehren gegen Tempelhof-Bebauung. In: taz.de, 19. Oktober 2011, abgerufen am 2. Dezember 2011

52.47361111111113.401666666667Koordinaten: 52° 28′ 25″ N, 13° 24′ 6″ O

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