Tempelhofer Feld

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Ausschnitt aus der Beilage zum Adressbuch für Berlin und seine Vororte, 1907; hervorgehoben auch die „Paradepappel“

Das Tempelhofer Feld war ein militärisches Übungsgelände und der Paradeplatz der Berliner Garnison. Es gehörte zum Tempelhofer Oberland auf der Hochfläche des Teltow südlich von Berlin. Das Tempelhofer Feld ist eng verbunden mit der deutschen Militär- und Luftfahrt- sowie der deutschen Fußballgeschichte. Mit Ausnahme des Tempelhofer Parks auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof ist es heute bebaut. Seit der Einstellung des Flugbetriebs im Jahr 2008 wird der Name Tempelhofer Feld wieder für das unbebaute Areal zwischen dem Volkspark Hasenheide und der Ringbahn benutzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Vom Ackerland zum Exerzierplatz und Kasernengelände der preußischen Armee[Bearbeiten]

Die historische Pappel auf dem Tempelhofer Felde. Sie stand seit der Zeit des Soldatenkönigs und Friedrichs des Großen. Hier zieht das 3. Garde-Regiment zu Fuß an ihr vorbei.
Gartenstadt Neu-Tempelhof und der damalige Flughafen Tempelhof auf dem Tempelhofer Feld, Blick von Süden, 2008
Flugzeugaufnahme des Tempelhofer Feldes, 1. Mai 1933

Das zwischen den Orten Schöneberg und Tempelhof gelegene Feld, damals auch „Großes Feld“ genannt, wurde bis zum 18. Jahrhundert von Schöneberger Bauern als Ackerfläche genutzt. Unter Friedrich Wilhelm I. wurde es ab 1722 auch als militärischer Parade- und Exerzierplatz sowie als Manövergelände der preußischen Armee verwendet. Die Funktion als Paradeplatz erhielt sich bis zum Frühjahr 1914. Kennzeichnend war dabei insbesondere die kaiserliche „Paradepappel“, an der Wilhelm II. die Parade abnahm.[1] 1828 kaufte das Militär das Areal auf. Der westliche Teil wurde 1830 an den „Verein für Pferdezucht und Pferdesport“ verpachtet, der eine Pferderennbahn anlegen ließ, die bei den Berlinern sehr beliebt war. Bereits 1841 musste sie der Anhalter Eisenbahn weichen. Westlich der Bahnstrecke wurden nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 die Kaserne und ein Verladebahnhof für das neu aufgestellte 1. Preußische Eisenbahnregiment errichtet, das hier auch einen Übungsplatz erhielt. Parallel zur Bahnstrecke Berlin–Dresden der Berlin-Dresdener Eisenbahn-Gesellschaft wurde bis 1875 eine Militäreisenbahn nach Zossen gebaut, die später bis Jüterbog verlängert wurde. Bald entstanden auch östlich der Bahn ausgedehnte Kasernenanlagen für die Eisenbahnbrigade, die 1890 um das 2. und 1893 um das 3. Regiment erweitert wurde. Schon 1885 war hier die ein Jahr zuvor gegründete Luftschiffer-Abteilung untergebracht worden. 1895–1898 kamen die Dienstgebäude der Landwehrinspektion hinzu.

Sportgeschichte[Bearbeiten]

Auf dem unbebaut gebliebenen Gelände des Tempelhofer Feldes befand sich der Badesee Schlangenpfuhl. Außerdem nutzten die Berliner das Feld zu Naherholung, Picknick und Sport. Der erste Berliner Fußballverein, der BFC Frankfurt 1885, trug hier ebenso seine Heimspiele aus wie der deutsche Fußballmeister von 1905, Union 92 Berlin. Auch der älteste noch existierende Fußballverein Deutschlands, der BFC Germania 1888, bestritt auf dem Tempelhofer Feld die ersten Spiele. Anfänglich existierten keine festen Sportanlagen, sondern es wurden auf den großen Freiflächen nach Belieben Spielfelder markiert. Für 1912 sind 32 Spielfelder bekannt, die in der Sommerpause per Los verteilt wurden.[2] 1924 wurde an der Ostseite des Tempelhofer Damms ein Sportplatz errichtet, der vom BFC Preussen genutzt wurde. Er bot bis zu 40.000 Zuschauern[3] Platz und war seinerzeit eine der wichtigsten Berliner Fußball-Spielstätten.[4] Auf der Preussen-Stadion bzw. Preussen-Platz genannten Anlage fanden unter anderem mehrere Endrundenspiele zur Deutschen Fußballmeisterschaft statt, darunter im Mai 1933 das Halbfinalspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt. Die Sportanlage wurde 1936 für den Bau des neuen Zentralflughafens abgerissen.[3]

Am östlichen Rand des Tempelhofer Feldes wurde 1930 ein großer Sportpark mit zahlreichen Sportplätzen errichtet.[5] Ein großer Teil dieses Sportparks musste später dem Ausbau des Zentralflughafens weichen. Die verbliebenen Anlagen bilden heute den Werner-Seelenbinder-Sportpark.

Luftfahrtgeschichte[Bearbeiten]

Auf dem Tempelhofer Feld wurde ab 1883 Luftfahrtgeschichte geschrieben, als der Maler Arnold Böcklin mit dem Versuch eines motorlosen Fluges scheiterte.[6][7] Das vom alten Ostbahnhof hierher verlegte „Ballon-Versuchsdetachement“, ab Mai 1886 offiziell „Luftschiffer-Abtheilung“ genannt, ließ hier ab 1885 seinen Ballon Barbara aufsteigen. 1886 machte Leutnant Hugo vom Hagen (1856–1913) aus dessen Korb die ältesten bekannten deutschen Luftbildaufnahmen.[8] Als der Deutsche Verein zur Förderung der Luftschifffahrt von 1888 bis 1899 seine vom Meteorologen Richard Aßmann initiierten sogenannten „Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten“ durchführte, starteten diese Ballonfahrten überwiegend entweder auf dem Gelände der Luftschiffer-Abteilung oder neben der Charlottenburger Englischen Gasanstalt am nordwestlichen Rand des Tempelhofer Feldes.

Das Tempelhofer Feld war in den 1890er Jahren der Ort, wo Erfinder dem preußischen Militär ihre Flugobjekte vorführten, um finanzielle Unterstützung zu erhalten. 1897 endeten zwei dieser Vorführungen tragisch. Friedrich Hermann Wölfert, dessen Luftschiff bereits 1888 eine Strecke von zehn Kilometern von Cannstatt nach Aldingen zurückgelegt hatte, war der erste, der einen Benzinmotor zum Antrieb verwendete. Am 12. Juni 1897 demonstrierte er sein Luftschiff Deutschland über dem Tempelhofer Feld. Der heiße Motor entzündete jedoch den als Traggas benutzten Wasserstoff. Das in Flammen stehende Luftschiff stürzte ab. Wölfert und sein Assistent Robert Knabe starben. Einige Monate später, am 3. November 1897, fand auf dem Tempelhofer Feld der weltweit erste Flug eines Starrluftschiffs statt. Das Ganzmetallluftschiff aus Aluminium ging auf den Erfinder David Schwarz zurück. Das Luftschiff stellte sich als gut lenkbar heraus und stieg auf eine Höhe von über 400 Metern. Durch einen Antriebsschaden wurde es jedoch manövrierunfähig und ging bei der Notlandung zu Bruch.

Der Ballon Preussen vor dem Aufstieg am 31. Juli 1901

Einige Monate vor dem Umzug der Luftschiffer-Abteilung in die Jungfernheide schrieb das Tempelhofer Feld noch einmal Luftfahrtgeschichte. Das Aeronautische Observatorium Tegel war durch Schenkung in den Besitz des Ballons Preussen gekommen, der mit einem Fassungsvermögen von 8400 m³ Gas einer der größten seiner Zeit war. Zur Überprüfung ihrer Messinstrumente wollten die Meteorologen Arthur Berson und Reinhard Süring in möglichst große Höhen vordringen. Mit Unterstützung der Luftschiffer-Abteilung – allein 96 Soldaten hielten den Ballon an 48 Seilen – hob der Preussen am 31. Juli 1901 kurz vor 11 Uhr ab. Auf der dramatischen Fahrt, die beide Aeronauten zeitweise ohnmächtig werden ließ, erreichten sie im offenen Korb eine Höhe von 10,8 Kilometern. Dieser Weltrekord hatte 30 Jahre Bestand. Aus wissenschaftlicher Sicht war der Aufstieg von Bedeutung für die Entdeckung der Stratosphäre im Jahr 1902.

Bebauung nach 1910[Bearbeiten]

Am 31. August 1910 kaufte die Gemeinde Tempelhof dem Militär das Gelände für 72 Millionen Mark ab und gab den westlich des Tempelhofer Damms gelegenen Teil zur Bebauung frei. Um das Vorhaben zu finanzieren, entstand die Tempelhofer Feld Aktiengesellschaft,[9] eine Investorengruppe aus Deutscher Bank und dem Bauunternehmer Georg Haberland. Nach einem Entwurf von Hermann Jansen und Bruno Möhring sollte eine dichte fünfgeschossige Bebauung entstehen. Nach diesen Plänen wurden bis 1914 lediglich 60 Wohnhäuser, vor allem am heutigen Platz der Luftbrücke, gebaut. Dann stoppte der Erste Weltkrieg das Vorhaben. Nach 1920 wurde von Fritz Bräuning eine neue Planung umgesetzt. Es blieb eine hohe Blockrandbebauung. Im Inneren dieses Gebietes, auch als Gartenstadt Neu-Tempelhof bezeichnet, entstand eine aufgelockerte Siedlung mit Doppel- und Reihenhäusern und viel Grün. Mit der Wohnbebauung entstanden auch die Kirche auf dem Tempelhofer Feld (Rundkirche), das St.-Joseph-Krankenhaus und ein Neubau für das Askanische Gymnasium, das zuvor in Kreuzberg ansässig gewesen war. 1936 wurden die Straßen nach bekannten Fliegern des Ersten Weltkrieges wie Oswald Boelcke, Manfred von Richthofen und Werner Voß umbenannt.

Bereits 1896 war an der Prinz-August-von-Württemberg-Straße, dem heutigen Columbiadamm, eine Militär-Arrest-Anstalt errichtet worden. Von 1918 bis Ende der 1920er Jahre wurde sie als Polizeigefängnis genutzt. Ab 1933 war hier zuerst ein Gefangenenlager der SS und der Gestapo und von 1934 bis 1936 ein reguläres Konzentrationslager, das KZ Columbia.

Flughafen Berlin-Tempelhof[Bearbeiten]

US-amerikanische C-47 Transportflugzeuge auf dem Flughafen Tempelhof im Jahr 1948
Hauptartikel: Flughafen Berlin-Tempelhof

Der erste Motorflug auf dem Tempelhofer Feld fand bereits 1909 statt. Vom 4. bis 20. September führte Orville Wright auf dem Feld Demonstrationsflüge durch, bei denen er unter anderem einen Höhenweltrekord von 172 Metern aufstellte und erstmals einen Passagierflug von 1:35 h Dauer absolvierte. Im Oktober führte Hubert Latham (1883–1912) den ersten Streckenflug über einer Stadt vom Tempelhofer Feld über Rixdorf und Britz zum Flugplatz Johannisthal durch.

Die Geschichte des Flughafens Tempelhof begann 1922, als auf Betreiben des Stadtbaurats Leonhard Adler und auf Kosten der Firmen Junkers und Aero Lloyd am Nordrand des Tempelhofer Felds ein Stück Land planiert wurde. Bereits 1923 wurden insgesamt 100 Starts und Landungen mit 150 Passagieren und 1300 kg Fracht durchgeführt. Am 19. Mai 1924 wurde die Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH gegründet, die den weiteren Ausbau des Flughafens betrieb. In zwei Bauabschnitten wurde der Flughafen bis 1928 fertiggestellt, erwies sich aber schon damals als zu klein. 1934 wurde durch den Architekten Ernst Sagebiel eine Erweiterung geplant. Von 1936 bis 1941 entstand das neue Flughafengebäude.

Das Flughafengebäude wurde spätestens ab 1940 ausschließlich von der Rüstungsindustrie benutzt, unter anderem zur Herstellung und Wartung der berüchtigten Sturzkampfbomber. Tausende Zwangsarbeiter beiderlei Geschlechts aus ganz Europa wurden deswegen hierher verschleppt. Ihre Lager und Unterkünfte befanden sich auf dem gesamten Feld.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Flugbetrieb im August 1945 wieder aufgenommen. Besondere Bedeutung erlangte der Flughafen während der Berlin-Blockade von 1948 bis 1949. Die Versorgungsflugzeuge landeten teilweise im 90-Sekunden-Takt. 1970 wurde der Flughafen nach dem Bau des Flughafens Tegel zunächst für den zivilen Luftverkehr geschlossen, 1985 aber wieder geöffnet. Aufgrund des Baus des Großflughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) wurde der gesamte Flugbetrieb 2008 endgültig eingestellt. Ein hiergegen initiiertes Volksbegehren scheiterte im Volksentscheid am 27. April 2008 letztlich am Zustimmungsquorum.

Squat Tempelhof[Bearbeiten]

Aus Protest gegen die Nachnutzungspläne versuchten mehrere tausend Aktivisten, die sich in dem Bündnis Squat Tempelhof zusammengeschlossen hatten, am 20. Juni 2009 das Gelände zu besetzen. Dazu aufgerufen hatten neben Mieterbündnissen[10] auch die Grünen.[11] Die Demonstranten kritisierten, dass die Fläche nicht für die Öffentlichkeit freigegeben wurde und befürchteten neben einer zunehmenden Privatisierung und Kommerzialisierung einen vorangetriebenen Gentrifizierungsprozess.[12] Die Besetzung wurde jedoch von der Polizei verhindert, die mit etwa 1500 Beamten im Einsatz war. 102 Demonstranten wurden festgenommen.[13][14]

Tempelhofer Park[Bearbeiten]

Öffnung des Tempelhofer Parks im Mai 2010

Der Tempelhofer Park ist ein Erholungsgebiet in den Berliner Ortsteilen Neukölln und Tempelhof. Er liegt auf dem Tempelhofer Feld der Teltowhochfläche, umfasst 355 Hektar des Geländes des ehemaligen Flughafens Tempelhof, ist damit Berlins größter Stadtpark[15] und ist Teil des Projekts Tempelhofer Freiheit, das außerdem die Gebäude sowie das Vorfeld des ehemaligen Flughafens umfasst.

Der Tempelhofer Park ist jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich[16] und kann über zehn Eingänge betreten werden. Sechs davon befinden sich am östlichen Ende der Landebahnen und liegen an der Neuköllner Oderstraße, sowie jeweils einer am Bahnhof Tempelhof, in Höhe des U-Bahnhofs Paradestraße am Tempelhofer Damm sowie am Columbiadamm in Höhe der Şehitlik-Moschee und der Golßener Straße.

Mit dem Betrieb des Parks ist die Grün Berlin GmbH von der Senatsverwaltung beauftragt.

Eröffnung[Bearbeiten]

Der Park wurde am 8. Mai 2010 eröffnet. Am ersten Wochenende wurde er von rund 235.000 Besuchern frequentiert.[17] Wegen einer Demonstration, die sich gegen seine regelmäßige Schließung nach Sonnenuntergang und gegen den Verkauf von Grundstücken auf dem Gelände richtete, wurden zeitweise die Eingänge an der Oderstraße und am Columbiadamm vom Sicherheitsdienst geschlossen.[18]

Pionierprojekte[Bearbeiten]

Das Pionierprojekt Arche Metropolis auf dem Tempelhofer Feld

Die Tempelhof Projekt GmbH rief zur Bespielung des Tempelhofer Feldes durch verschiedene Initiativen auf. Aus 200 Bewerbern wurden einige wenige ausgewählt, das Feld mit Leben zu füllen. Als gelungene Beispiele gelten die Arche Metropolis (Pionierfeld Tempelhofer Damm), nature Mini ART Golf (Pionierfeld Columbiadamm) und der Stadtteilgarten Schillerkiez (Pionierfeld Oderstraße).[19] Diese Initiativen bieten ein breites Spektrum für die Einbindung der Bevölkerung mit Kunst, Sport- und Naturerlebnissen. Befürworter beklagen, dass diese Pionierprojekte den Neubauten (Gewerbe und Wohnen) weichen müssen.

Planungen[Bearbeiten]

Tempelhofer Park (ehemalige Nordbahn)

Die offiziellen Planungen für den Tempelhofer Park werden zurzeit vom Berliner Senat verantwortet. Daneben gibt es private Initiativen, die ihre Pläne ebenfalls auf dem Flugfeld verwirklichen wollen, aber vom Senat nicht am Planungsprozess beteiligt werden. Dies führt zu Planungskonflikten. Eine unabhängige vermittelnde Institution, die sich mit der Mediation zwischen diesen beiden Interessengruppen beschäftigt (wie beispielsweise bei der Entstehung des Central Parks in New York), gibt es bislang noch nicht.

Bis Sommer 2012 war geplant, die IGA 2017 auf dem Gelände stattfinden zu lassen. Auf einem Teil des Tempelhofer Parks – am Columbiadamm, an der Oderstraße und am Tempelhofer Damm – sollten nach Plänen des Senats neue Wohnquartiere errichtet werden.[20] Im Süden des Geländes war ein Innovationspark geplant. Zur besseren Erreichbarkeit sollte ein neuer S-Bahnhof das Gelände von Süden her erschließen.[21] Auch eine neue Fußgängerbrücke über die Stadtautobahn und die S-Bahn-Trasse war geplant.

Die privaten Initiativen für die Entwicklung des Tempelhofer Parks sind bislang ohne erkennbare Struktur. Die Presse berichtet unregelmäßig über ausgewählte Pläne. Am 26. August 2010 berichteten die Berliner Tageszeitungen beispielsweise von der Konzeptstudie zweier Berliner, das ehemalige Flugfeld zu fluten und einen Bade- und Erholungssee auf dem Parkgelände zu schaffen.[22] Am 15. April 2011 berichtete die Presse darüber, dass ab 2013 der Tempelhofer Park zu einer Grünlandschaft mit See, Parzellen und Kletterfelsen umgebaut werden solle.[23]

Volksbegehren und Volksentscheid[Bearbeiten]

Im September 2011 gründete sich im östlich an die Parkfläche angrenzenden Schillerkiez unter dem Titel 100 % Tempelhofer Feld eine Bürgerinitiative mit dem Ziel, die Nachnutzungspläne des Senats im Wege eines Volksbegehrens zu kippen und eine Bebauung des Geländes zu verhindern. Nach Vorstellung der Initiative soll die Freifläche der Öffentlichkeit vollständig erhalten bleiben und weder mit Neubauten der Landesbibliothek, Wohn- und Gewerbeimmobilien, noch der Internationalen Gartenausstellung versehen werden.[24]

Im Folgenden kam es zu Unterschriftensammlungen, die zum Volksentscheid führten, der am 25. Mai 2014 stattfand und mit deutlicher Mehrheit erfolgreich war.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tempelhofer Feld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christian Wolter: Rasen der Leidenschaft, S. 14.
  2. Christian Wolter: Rasen der Leidenschaft, S. 18.
  3. a b Christian Wolter: Rasen der Leidenschaft, S. 145.
  4. Lage des Preussen-Stadions (1932), abgerufen am 21. Mai 2012
  5. Lage der Sportplätze an der Oderstraße (1932), abgerufen am 21. Mai 2012
  6. Arnold Böcklin gestorben, Flugpionier, Maler. Bei: Radio Bayern 2, 16. Januar 2014
  7. Arnold Böcklin – Der Traum vom Tod (Filmtext). In: NZZ Format
  8. Markus Becker: Berlin von oben. Die ersten Luftbilder Deutschlands. In: Spiegel Online, 26. April 2006, abgerufen am 7. Mai 2010
  9. Aktie der AG Tempelhofer Feld aus dem Jahr 1911 bei Historische-Wertpapiere.de, abgerufen am 3. Juni 2014
  10. Wie man einen Flughafen besetzt. In: Die Tageszeitung vom 20. Juni 2009.
  11. Grüne unterstützen friedliche Besetzung von Tempelhof. In: Der Tagesspiegel, 15. Juni 2009.
  12. „Squat Tempelhof“ erwartet 10.000 Besetzer. In: Der Tagesspiegel, 19. Juni 2009.
  13. Flughafen-Besetzung scheitert – Krawalle. In: Süddeutsche Zeitung, 21. Juni 2009.
  14. Tanja Buntrock: Tempelhof-Besetzung: Polizei holt sich Hilfe. Sieben Hundertschaften aus dem Bundesgebiet sollen Berliner Beamte am Zaun unterstützen. Das linke Bündnis „Squat Tempelhof“ hatte im Rahmen der „Action-Weeks“ zu der Massenbesetzung des Flughafens aufgerufen. In: Der Tagesspiegel, 20. Juni 2009, abgerufen am 19. Dezember 2010.
  15. Zum Vergleich:
  16. Öffnungszeiten auf gruen-berlin.de
  17. Bilanz der Öffnung des Tempelhofer Parks: Senatorin ist sehr zufrieden. Bei: berlin.de
  18. Ärger im Anflug. In: Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 14. Mai 2010
  19. Die Pionierprojekte im Überblick auf der Website der Tempelhof Projekt GmbH, abgerufen am 22. November 2013
  20. berlin.de zur IGA 2017
  21. Senat plant neuen S-Bahnhof in Tempelhof. In: Berliner Morgenpost, 16. März 2010, abgerufen am 14. Mai 2010
  22. So soll der Flughafen Tempelhof zum See werden. In: Berliner Morgenpost, abgerufen am 28. Mai 2010
  23. Ein Park für Kleingärtner und Kletterer. In: Berliner Kurier, abgerufen am 19. April 2011
  24. Volksbegehren gegen Tempelhof-Bebauung. In: taz.de, 19. Oktober 2011, abgerufen am 2. Dezember 2011

52.47333333333313.401388888889Koordinaten: 52° 28′ 24″ N, 13° 24′ 5″ O