UCI ProTour 2006

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Die UCI ProTour war eine Serie wichtiger Etappen- und Eintagesrennen des Straßenradsports. Die bis zum Jahr 2010 jährlich vom Radsportweltverband UCI ausgetragene ProTour fand 2006 zum zweiten Mal statt.

Gesamtsieger Alejandro Valverde legte, wie im Jahr zuvor Danilo di Luca, die Basis für seinen Erfolg bereits im Frühjahr. Mit Siegen beim Wallonischen Pfeil und Lüttich-Bastogne-Lüttich, sowie Podestplatzierungen bei der Tour de Romandie und der Baskenland-Rundfahrt eroberte er im April das Weiße Trikot des ProTour-Führenden und gab es nicht mehr ab. Durch seinen zweiten Platz bei der Vuelta a España baute er seine Führung so weit aus, dass man ihm nur noch theoretisch das Weiße Trikot hätte entreißen können. Samuel Sánchez kämpfte sich erst im Spätsommer und im Herbst auf den zweiten Platz der Gesamtwertung durch seinen Sieg bei der Meisterschaft von Zürich und guten Platzierungen bei der Vuelta und der Lombardei-Rundfahrt. Paolo Bettini gelang es, wie im Vorjahr, mit einem Sieg im letzten Rennen sich auf den achten Platz vorzuschieben. Bester Deutscher wurde Stefan Schumacher, der die ENECO Tour und die Polen-Rundfahrt für sich entscheiden konnte.

Wie im Vorjahr gewann das Team CSC die Mannschaftswertung, da sie bei fast allen Rennen mit mindestens einem Fahrer unter den Besten vertreten waren. Gerolsteiner wurde, wie in der Saison zuvor, Sechster und das T-Mobile Team schaffte es auf Platz acht.

Die Nationenwertung gewann Spanien vor Italien und war im Grunde ein Spiegelbild der Saison. Es scheint, als hätten die Spanier die Frühjahrs- und Herbstklassiker für sich entdeckt, während die Italiener als Klassikerspezialisten eher geschwächelt haben.

Inhaltsverzeichnis

Rennen[Bearbeiten]

Datum Radrennen Sieger Ergebnis ProTour-Führender
5.–12. März FrankreichFrankreich Paris–Nizza Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Floyd Landis Ergebnis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Floyd Landis
8.–14. März ItalienItalien Tirreno–Adriatico NiederlandeNiederlande Thomas Dekker Ergebnis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Floyd Landis
18. März ItalienItalien Mailand-San Remo ItalienItalien Filippo Pozzato Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Floyd Landis
2. April BelgienBelgien Flandern-Rundfahrt BelgienBelgien Tom Boonen BelgienBelgien Tom Boonen
3.–7. April SpanienSpanien Baskenland-Rundfahrt SpanienSpanien José Ángel Gómez Marchante Ergebnis BelgienBelgien Tom Boonen
5. April BelgienBelgien Gent-Wevelgem NorwegenNorwegen Thor Hushovd BelgienBelgien Tom Boonen
9. April FrankreichFrankreich Paris–Roubaix SchweizSchweiz Fabian Cancellara BelgienBelgien Tom Boonen
16. April NiederlandeNiederlande Amstel Gold Race LuxemburgLuxemburg Fränk Schleck BelgienBelgien Tom Boonen
19. April BelgienBelgien Wallonischer Pfeil SpanienSpanien Alejandro Valverde BelgienBelgien Tom Boonen
23. April BelgienBelgien Lüttich–Bastogne–Lüttich SpanienSpanien Alejandro Valverde SpanienSpanien Alejandro Valverde
25.–30. April SchweizSchweiz Tour de Romandie AustralienAustralien Cadel Evans Ergebnis SpanienSpanien Alejandro Valverde
6.–28. Mai ItalienItalien Giro d’Italia ItalienItalien Ivan Basso Ergebnis SpanienSpanien Alejandro Valverde
15.–21. Mai SpanienSpanien Katalonien-Rundfahrt SpanienSpanien David Cañada Ergebnis SpanienSpanien Alejandro Valverde
4.–11. Juni FrankreichFrankreich Critérium du Dauphiné Libéré Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Levi Leipheimer Ergebnis SpanienSpanien Alejandro Valverde
10.–18. Juni SchweizSchweiz Tour de Suisse DeutschlandDeutschland Jan Ullrich Ergebnis SpanienSpanien Alejandro Valverde
18. Juni NiederlandeNiederlande Mannschaftszeitfahren Eindhoven DanemarkDänemark Team CSC SpanienSpanien Alejandro Valverde
1.–23. Juli FrankreichFrankreich Tour de France SpanienSpanien Óscar Pereiro Ergebnis SpanienSpanien Alejandro Valverde
30. Juli DeutschlandDeutschland Vattenfall Cyclassics SpanienSpanien Óscar Freire SpanienSpanien Alejandro Valverde
1.–9. August DeutschlandDeutschland Deutschland Tour DeutschlandDeutschland Jens Voigt Ergebnis SpanienSpanien Alejandro Valverde
12. August SpanienSpanien Clásica San Sebastián SpanienSpanien Xavier Florencio SpanienSpanien Alejandro Valverde
16.–23. August BelgienBelgien NiederlandeNiederlande LuxemburgLuxemburg ENECO Tour DeutschlandDeutschland Stefan Schumacher Ergebnis SpanienSpanien Alejandro Valverde
26. Aug.–17. Sept. SpanienSpanien Vuelta a España KasachstanKasachstan Alexander Winokurow Ergebnis SpanienSpanien Alejandro Valverde
27. August FrankreichFrankreich GP Ouest France-Plouay ItalienItalien Vincenzo Nibali SpanienSpanien Alejandro Valverde
4.–10. September PolenPolen Polen-Rundfahrt DeutschlandDeutschland Stefan Schumacher Ergebnis SpanienSpanien Alejandro Valverde
1. Oktober SchweizSchweiz Meisterschaft von Zürich SpanienSpanien Samuel Sánchez SpanienSpanien Alejandro Valverde
8. Oktober FrankreichFrankreich Paris–Tours FrankreichFrankreich Frédéric Guesdon SpanienSpanien Alejandro Valverde
14. Oktober ItalienItalien Lombardei-Rundfahrt ItalienItalien Paolo Bettini SpanienSpanien Alejandro Valverde

Teams[Bearbeiten]

FrankreichFrankreich Frankreich SpanienSpanien Spanien ItalienItalien Italien
DeutschlandDeutschland Deutschland BelgienBelgien Belgien NiederlandeNiederlande Niederlande
DanemarkDänemark Dänemark Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten SchweizSchweiz Schweiz

Besonderheiten

  • Das spanisch-baskische Team Euskaltel-Euskadi beschäftigt ausschließlich baskische Spanier und Franzosen sowie Lateinamerikaner baskischer Herkunft.
  • Das Team Saunier Duval-Prodir besitzt zwar eine spanische Lizenz, hat seinen faktischen Sitz jedoch in der Schweiz.
  • Das Team Milram ist nach seinem Sponsor, einer deutschen Molkereigenossenschaft, benannt. Da es aus der italienischen Mannschaft Domina Vacanze hervorgegangen ist, besitzt es eine italienische Lizenz und wird auch von einer italienischen Betreibergesellschaft mit Sitz in Bergamo betrieben.
  • Das Team Astana ist aus dem Team Liberty Seguros-Würth hervorgegangen. Der frühere Hauptsponsor Liberty Seguros stellte aufgrund von Dopinganschuldigungen das Sponsoring ein, woraufhin das kasachische Konsortium Astana neuer Hauptsponsor wurde. Würth beendete kurze Zeit später sein Engagement als Co-Sponsor.

Endstand[Bearbeiten]

Platz Fahrer Punkte
1. SpanienSpanien Alejandro Valverde 285
2. SpanienSpanien Samuel Sánchez 213
3. LuxemburgLuxemburg Fränk Schleck 165
4. AustralienAustralien Cadel Evans 162
5. KasachstanKasachstan Andrei Kaschetschkin 156
6. ItalienItalien Alessandro Ballan 155
7. BelgienBelgien Tom Boonen 154
8. ItalienItalien Paolo Bettini 144
9. ItalienItalien Ivan Basso 138
10. DeutschlandDeutschland Stefan Schumacher 133
11. NorwegenNorwegen Thor Hushovd 124
12. KasachstanKasachstan Alexander Winokurow 121
13. FrankreichFrankreich Christophe Moreau 118
14. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten George Hincapie 117
15. NiederlandeNiederlande Michael Boogerd 115
16. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Levi Leipheimer 114
SpanienSpanien Carlos Sastre 114
18. DeutschlandDeutschland Jörg Jaksche 110
19. ItalienItalien Filippo Pozzato 108
20. SchweizSchweiz Fabian Cancellara 106
ItalienItalien Damiano Cunego 106
Platz Mannschaft Punkte
1. DanemarkDänemark CSC 388
2. SpanienSpanien Caisse d'Epargne 350
3. NiederlandeNiederlande Rabobank 346
4. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Discovery Channel 327
ItalienItalien Lampre-Fondital 327
6. DeutschlandDeutschland Gerolsteiner 294
7. SchweizSchweiz Phonak 270
8. DeutschlandDeutschland T-Mobile 269
9. SpanienSpanien Saunier Duval-Prodir 268
10. SpanienSpanien Astana 258
11. FrankreichFrankreich Crédit Agricole 253
12. FrankreichFrankreich Cofidis 249
13. BelgienBelgien Quick Step 248
14. ItalienItalien Liquigas 247
15. FrankreichFrankreich Ag2r Prévoyance 219
16. BelgienBelgien Davitamon-Lotto 214
17. SpanienSpanien Euskaltel-Euskadi 208
18. ItalienItalien Milram 185
19. FrankreichFrankreich Bouygues Télécom 184
20. FrankreichFrankreich La Française des Jeux 173
Platz Land Punkte
1. SpanienSpanien Spanien 808
2. ItalienItalien Italien 651
3. DeutschlandDeutschland Deutschland 475
4. AustralienAustralien Australien 340
5. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 316
6. BelgienBelgien Belgien 292
7. KasachstanKasachstan Kasachstan 286
8. FrankreichFrankreich Frankreich 271
9. NiederlandeNiederlande Niederlande 269
10. RusslandRussland Russland 234
11. SchweizSchweiz Schweiz 190
12. LuxemburgLuxemburg Luxemburg 165
13. NorwegenNorwegen Norwegen 155
14. OsterreichÖsterreich Österreich 70
15. KolumbienKolumbien Kolumbien 68
PortugalPortugal Portugal 68
17. SlowenienSlowenien Slowenien 65
18. UkraineUkraine Ukraine 52
19. DanemarkDänemark Dänemark 43
20. KanadaKanada Kanada 30
21. WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 15
22. PolenPolen Polen 13
23. LitauenLitauen Litauen 10
24. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 8
25. EstlandEstland Estland 5
FinnlandFinnland Finnland 5
27. UngarnUngarn Ungarn 2
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2
29. SudafrikaSüdafrika Südafrika 1

Weblinks[Bearbeiten]