Vincenzo Nibali

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Vincenzo Nibali Straßenradsport
Vincenzo Nibali TOC 2009.jpg
zur Person
Spitzname Der Hai von Messina
Geburtsdatum 14. November 1984
Nation Italien
Fahrertyp Rundfahrspezialist
zum Team
Aktuelles Team Astana Pro Team
Disziplin Straße
Funktion Fahrer
Team(s)
2005
2006-2012
2013–
Fassa Bortolo
Liquigas-Cannondale
Astana Pro Team
Wichtigste Erfolge

Goldenes Trikot Vuelta a España 2010
Rosa Trikot Giro d’Italia 2013
Gelbes Trikot Tour de France 2014

Infobox zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2014
Vincenzo Nibali bei der Tour de France 2009

Vincenzo Nibali (* 14. November 1984 in Messina) ist ein italienischer Radrennfahrer. Seine bisher größten Erfolge waren die Gesamtsiege bei der Vuelta a España 2010, beim Giro d’Italia 2013 und bei der Tour de France 2014. Aufgrund seiner Herkunft wird Vincenzo Nibali auch Der Hai von Messina genannt.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Bei den Straßen-Radweltmeisterschaften 2002 in Zolder holte sich Vincenzo Nibali die Bronzemedaille im Zeitfahren der Junioren. Diesen Erfolg wiederholte er 2004 in Verona, diesmal in der U23-Klasse. Dazwischen konnte er noch zwei Etappen bei Linz–Passau–Budweis und eine bei der Toskana-Rundfahrt der U23 gewinnen. Zur Saison 2005 bekam Nibali einen Profivertrag bei dem italienischen ProTeam Fassa Bortolo. Bei der Settimana Internazionale gewann er mit seinem Team das Mannschaftszeitfahren. Am Ende wurde er Etappenzweiter hinter Chris Horner. 2006 wechselte Nibali zur Liquigas-Mannschaft und konnte bei der Settimana Internazionale eine Etappe für sich entscheiden. Seinen bis dahin größten Erfolg feierte er mit dem Sieg beim ProTour-Rennen GP Ouest France.

Beim Giro d’Italia 2010 gewann er mit seinem Team das Mannschaftszeitfahren und übernahm für drei Tage die Maglia Rosa. Nach einem Abfahrtssolo vom Monte Grappa entschied er die 14. Etappe für sich. Die Rundfahrt beendete er auf dem dritten Gesamtrang.

Ende September 2010 gewann er mit der Vuelta a España zum ersten mal die Gesamtwertung einer dreiwöchigen Landesrundfahrt, blieb dabei allerdings ohne Etappenerfolg.

Nachdem er im Jahre 2011 kein einziges Rennen gewinnen konnte, gelang ihm im Jahre 2012 ein Etappensieg und der Gesamtsieg bei der Frühjahres-Rundfahrt Tirreno–Adriatico.

Nach einem erfolgreichen Frühjahr sollte der Erfolg bei der Tour de France nicht ausbleiben. Er beendete diese auf dem dritten Gesamtrang und konnte als einziger der Übermacht von Sky ProCycling die Stirn bieten. Somit stand er bereits im Alter von 27 Jahren bei allen drei Landesrundfahrten auf dem Podium.

20. Etappe der Tour de France

Ende 2012 wechselte er zum kasachischen Astana Pro Team und ersetzte dort den bisherigen Kapitän und Olympiasieger Alexander Nikolajewitsch Winokurow, der seine Karriere beendete. Für sein neues Radsportteam konnte er direkt seinen Titel bei Tirreno-Adriatico verteidigen, blieb dabei aber ohne Etappenerfolg.

Im Mai 2013 fuhr Nibali den Gesamtsieg beim Giro d’Italia ein. Dabei trug er das Rosa Trikot des Gesamtführenden ab der achten Etappe und entschied den 18. Tagesabschnitt, ein 20 km langes Bergzeitfahren, und die 20. Etappe für sich. Er ist der erste Süditaliener, der den Gesamtsieg bei der Italien-Rundfahrt herausfahren konnte. Bei der Vuelta a España 2013 wurde Vincenzo Nibali Gesamtzweiter und gewann das Mannschaftszeitfahren. Überraschend geschlagen wurde er vom fast 42-jährigen Amerikaner Chris Horner, der vor allem in den Bergetappen stärker war. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass Nibali bei seinen unterdessen drei Teilnahmen an der Spanienrundfahrt (einmal Sieger, einmal Zweiter und einmal Gesamtsiebter) noch nie eine Etappe (außer einem Mannschaftszeitfahren) für sich entscheiden konnte. Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2013 im eigenen Land belegte Nibali im Straßenrennen den vierten Platz.

Nibali am Place de la Concorde während der 21. Etappe der Tour de France

2014 wurde Nibali zunächst Italienischer Meister im Straßenrennen und konnte kurz darauf die Tour de France mit einem Vorsprung von fast acht Minuten für sich entscheiden. Dies ist der größte Vorsprung seit Jan Ullrich 1997. Nibali gewann vier Etappen und trug 18 Tage das Gelbe Trikot. Dabei profitierte er von den sturzbedingten Aufgaben seiner Konkurrenten Chris Froome und Alberto Contador. Nibali ist erst der sechste Fahrer der alle drei Grand Tours mindestens einmal gewonnen hat.[1]

Erfolge[Bearbeiten]

2006
2007
2008
2009
2010
2012
2013
2014
  • ItalienItalien Italienischer Meister – Straßenrennen
  • Gesamtwertung und vier Etappen Tour de France

Platzierungen bei den Grands Tours[Bearbeiten]

Grand Tour 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Pink jersey Giro 19 11 - 3 2 - 1 -
Yellow jersey Tour - 20 7 - - 3 - 1
red jersey Vuelta - - - 1 7 - 2 -

Teams[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vincenzo Nibali – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Tour-Sieger überlegen, aber nicht überirdisch - Nibali: Kein Hai aus der Retorte? radsport-news.com, 27. Juli 2014, abgerufen am 25. August 2014.